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Dreirädrige Traktormumie auf Trailer zerren?

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    Hallo,


    Momentan stehe ich vor einer großen Frage?


    Wie ziehe ich eine Traktormumie mit einem Gewicht von ca. 1200 kg auf einen Autotransportanhänger, bei der ein Hinterrad platt ist. Der Schlauch im Reifen ist defekt und läßt sich nicht aufpumpen. Auch nicht vorrübergehend. Ventil abgerissen. Ersatzrad ist nicht vorhanden und vor Ort Schlauch wechseln habe ich keine Lust.


    Soll ich den Schlepper mit der Seilwinde und mit plattem Hinterreifen auf den Trailer zerren? Wieviel zieht so eine Winde? Der Widerstand dürfte etwas höher sein als der mit aufgepumptem Hinterrad.


    Alternativ, um es zu erleichtern, den Reifen von der Felge ziehen und auf der Felge auf den Trailer wuchten? Habe ich das Problem, dass die Felge eventuell Schaden nehmen könnte und das Eisen auf Eisen beim Transoprt etwas rutschig wäre. Gummiunterlage unterlegen?


    Wer hat schon mal einen mindestens 1200 kg schweren, vierrädrigen Schlepper mit einem plattem Hinterrad mit einer Seilwinde auf einen Anhänger gekurbelt?


    Erfahrunswerte?


    Danke!


    Gruß Gordon

  • Wenn der Boden eben genug ist und keine großen Kanten zu überwinden sind, würde ich versuchen ein schwerlast Rollbrett oder einen Gabelhubwagen unter zu stellen.
    Die Seilwinden an den PKW Trailern ziehen meist nicht viel. Sie sind für "rollende Lasten" ausgelegt. Hatte da schon mal mit einem VW Bus richtig Probleme, den auf den Trailer zu ziehen.

  • Um Dich richtig zu verstehen, das ist kein dreispuriger Traktor sondern ein normaler zweispuriger und es ist halt ein Rad platt?


    Kannst Du kein ganzes Ersatzrad mitnehmen? Wenn nicht, würde ich es jedenfalls mit dem platten Reifen versuchen.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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  • Hallo,


    Kanten sind groß keine zu überwinden. Die Kante vom Boden bis zur Auffahrrampe ist etwa 5 cm. Ein Rollbrett drunter zu stellen hört sich schon mal gut an. Problem wird sein, dass es zu breit ist für die Auffahrrampe am Trailer. Der Traktor steht übrigens auf Wiese, bzw. Schotter/Erde...


    Ja, normaler Zweispuriger. Ersatzrad habe ich keins.


    Gruß Gordon

  • Hallo Gordon,


    da wirst Du schon eine ordentliche Winde brauchen!
    Die Gewichtskraft Deines 1200kg Schlepperchens beträgt 11770 N. (F = m*g)
    Der Reibbeiwert eines Reifens auf Asphalt beträgt ca. 0,9.
    Da Du einen platten Reifen hast und auf gewachsenem Boden verlädst, habe ich den Reibbeiwert
    mal von 0,9 auf 2,5 erhöht.
    Somit ergäbe sich eine nötige Zugkraft von 11770N * 2,5 = 29425 N, das sind ziemlich genau 3,0 t.


    Soviel sollte die Winde also grob ziehen können, wobei diese Angabe mit Zugkraft in kg oder t totaler Blödsinn ist.
    Die Winde kann ja nur eine Maximalkraft von "x" Newton aufbauen, und nicht von ein oder zwei oder drei Tonnen ... . Du benötigst also ca. 30 kN an Zugkraft ( oder 15 mit Umlenkrolle ...)


    ... und das bekommst Du mit diesen Winden an den Autotransportern nicht per Hand gekurbelt.


    Gruß, F20GH

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

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  • Ich kann aus meiner Erfahrung mit dem R27 nur raten, schieb den mit nem anderen Traktor rauf. Der R27 hatte einen platten Reifen hinten, stand auf der Rampe vom Trailer, ich hab gekurbelt und nichts passierte. Ging nur immer schwerer und ich hab aufgehört, bevor das olle Seil gerissen ist. 8mm... Den haben wir dann per Lanz rauf geschoben. Zu Hause ist der von alleine runter gerollt, da gings dann plötzlich doch. ;-)


    Wenn du den nur auf der Felge hoch holst, leg Holz unter. Dann sollte alles heile bleiben. Wir haben mal nen LKW aus ner Halle geholt, nhr auf lackierten Bremstrommeln wegen der Höhe, da waren Bohlen drunter, und sogar der Lack ist heile geblieben.


    Viel Erfolg!

  • Auf dem Felgenhorn würd ich den auch nicht rollen. Wenn der Traktor schon mumifiziert ist, wird das Felgenhorn auch schon recht instabil sein.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Hallo,


    lässt er sich nicht auf den Hänger heben?
    1200kg sind ja keine unüberwindbare Last. Radlader, Teleskoplader, Frontlader...hats bestimmt in der Nähe!
    Und irgendwie lässt sich das ohne Schaden an sämtlichen Fahrzeugen bewerkstelligen.


    Ansonsten wie schon gesagt: Schieben!

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  • Hallo Rohölzünder


    Wie schon angesprochen mit der blanken Felge lieber nicht zumal sich der reifen in so einem Zustand nur sehr schwer von der Felgen lösen würde. Wenn dabei die Felge selbst bei zuviel Gewalt ganz schön beschädigt werden kann.
    Am einfachsten ist es wie es Schraubergottchen vorschlägt den Schlepper auf den Hänger zu heben.
    Du könntest dir wenn das nicht geht einen Transportroller zu basteln, z.B. ein mit einem Stück Holzbohle und alte Kugellager ist so was sehr Kostengünstig auch schnell gemacht.


    m.f.G.ihcpower

  • Genau, es ist Theorie. Und ich habe auch einfach mal angenommen, dass sich der Wert von 0,9 bei Asphalt auf 2,5 erhöht, ohne zu wissen, ob es nicht doch 1,5 oder 4,5 ist.
    Aber die grobe Richtung stimmt, und ob Roll- oder Gleitreibung ist bei der Rechnung ja egal, da die Kraft nur von Fahrzeuggewicht und Reibbeiwert abhängt, und diesen habe ich ja wie oben schon geschrieben einfach mal mit dem Faktor 2,5 veranschlagt. Und da ich schon mehrere Glühkopf-Lanz in ähnlichem Zustand auf LKWs verladen habe, glaube ich schon, das grob richtig eingeschätzt zu haben.
    Ich habe ja auch nicht geschrieben, die erforderliche Zugkraft "ist" xyz, sondern unter den von mir getroffenen Annahmen "ergäbe" sich eine erforderliche Zugkraft von xyz.


    Das Ganze sollte der Versuch sein, die ungefähr benötigten Kräfte abzuschätzen, und zu bestätigen, dass die Handkurbel-Übersetzung der 0815-Trailer Winde für die geplante Aktion sicher nicht geeignet ist, sondern das andere Hilfsmittel her müssen.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

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  • Zitat von F20GH


    Aber die grobe Richtung stimmt, und ob Roll- oder Gleitreibung ist bei der Rechnung ja egal, da die Kraft nur von Fahrzeuggewicht und Reibbeiwert abhängt, .


    Hallo,


    das stimmt so nicht ganz. Wenn sich das Rad dreht, ist die Kraft erheblich geringer. In jedem Fall ist der Faktor bei einem rollenden Rad kleiner als 0,9.


    Falls sich also die Räder frei drehen (Bremstrommeln und Beläge nicht verklebt, Getriebe frei), sollte es auch mit plattem Rad funktionieren.


    Gruß,


    Martin

  • Du kannst es auch wie die alten Ägypter machen, nehme 6-10 40cm lange rundhölzer mit, und ziehe ihn stück für Stück auf den rundhölzern, und immer von hinten nach vorn nachlegen.....


    Das rollt erstaunlicherweise sehr gut, vielleicht das Rad noch mit der Lenkbremse blockieren,damit es sich nicht anfängt zu drehen.


    Dauert etwas länger, ist aber Materialschonend, und bedarf nicht brachialer Kräfte.


    Gruß und viel Glück und Spass dabei....


    Eiche

  • Zitat

    Wenn sich das Rad dreht, ist die Kraft erheblich geringer. In jedem Fall ist der Faktor bei einem rollenden Rad kleiner als 0,9


    ... richtig, 0,5 bis 0,8 sind ebenfalls Werte, die im Netz zu finden sind, und gelten für einen aufgepumpten Autoreifen auf Asphalt, und nicht für einen Schlepperreifen im Dreck!
    Deshalb habe ich den Wert höher als 0,8 gewählt, und nochmal, ich habe mit 2,5 gerechnet, OHNE zu WISSEN, ob es nicht auch 1,5 oder 4,5 sein könnten.


    Was kommt denn bei Deiner Rechnung raus, Martin?

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

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  • Hallo,


    Die Idee mit den Rundhölzern gefällt mir gut. Die gibt es im Baumarkt als Meterware. Die Hälfte abgesägt habe ich zwei Stück. 10 Rundhölzer auf die Hälfte abgelängt habe ich 20 Stück je 50 cm. Ich denke das werde ich probieren. Welchen Durchmesser nimmt man am besten? Die Auffahrrampen haben Riffelblech. Eher einen größeren Durchmesser als einen zu kleinen, oder? Vielleicht noch ein wenig Spüli zwischen die Hölzer kippen, wegen der Reibung?


    Gruß Gordon

  • Nimm sie nicht zu dick, etwa 4-6 cm, und ich würde Fett nehmen, wenn sie reiben, würde es aber erstmal ohne Gleitmittel versuchen...
    Mußte du danach nicht alles wieder saubermachen.
    Ein bischen abstand zwischen den Hölzern hilft auch reibung zu vermeiden.
    20 wirst du nicht brauchen, mit 10 bist du schon gut bedient.


    Gruß

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  • Hallo,


    Danke für Eure guten Tips! So ein Dielenstück nehme ich auf jeden Fall noch mit. Zusammen mit den Rundhölzern kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Super Sache! 8)


    Ich glaube die alten Ägypter oder besser gesagt, die Sklaven, die da die Steinblöcke bewegt haben, hätten sich über so ein verhältnismässig leichtes Objekt gefreut und würden den Schlepper nur von Hand auf den Trailer zerren...ohne Rundhölzer... :o:)


    Gruß Gordon

  • Moin!
    Komische Rumeierei - 1,2 Tonnen Gewicht rauf rollen, mit der Gefahr reparierbare Felgen zu ruinieren...
    Mönsch ! in der Umgebung ist bestimmt jemand mit nem Radlader oder einem größeren Schlepper. Das "Schmuckstück" ( um was handelt es sich denn ?) dran gehängt und sicher wie schadlos aufgeladen. Den Helfern eine Zwanni oder ne Kiste Bier in die Hand gedrückt - fertig und irgendwie billiger. Es geht ja auch mit zwei Frontladerschleppern - hoch heben - Trailer drunter rangieren - wieder fertig.
    Chereeo

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

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