Hinterradschlepper: Vorderreifen mit Stollen?

  • Servus,


    habe schon öfters Hinterradschlepper mit Vorderreifen gesehen, die Stollenprofil drauf hatten.


    Einen Traktionsvorteil wird es nicht bringen, das ist mir bewusst. Macht ja eigentlich bei einer nicht angetriebenen Achse auch nicht wirklich Sinn.


    Cool aussehen tut es trotzdem, die "Alibi-Allrad-Optik".



    Hab da auch noch ein Bild von nem MF dazu:


    http://www.agrartechnik-im-ein…ge=view_picture&id=147488




    Kann man so einen Vorderreifen ohne Bedenken fahren? Wahrscheinlich wird er sich schneller abfahren als ein Rillen-Reifen.



    Gruß

    Güldner G30S (Baujahr 1963)
    Bautz AW 180 (Baujahr 1956)

  • Hallo,


    ich denke der ASF-Vorderreifen wird bei Hinterradschleppern wo die VA nicht angetrieben wird eine etwas bessere Spurführung im Acker bringen als ein Stollenreifen. Bei Allradtraktoren zieht die angetriebene Vorderachse beim Lenken (wenn der Allrad eingeschaltet ist) mit den Stollenreifen den Traktor dahin wo die Lenkrichtung hin zeigt, während bei heckgetriebenen Traktoren die Vorderräder selber die Spur führen müssen. Auf der Straße wird es aus technischer Sicht wohl keinen Unterschied machen. Abfahren tun sich die ASF auch, der Gummi dieser Reifen ist im Neuzustand ziemlich weich. Allerdings denke ich wird sich jemand der den Traktor nur als Hobby betreibt um den Reifenabrieb keine Sorgen machen müssen, die werden im Hobbybetrieb vorher Porös als dass sie sich abfahren.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

    Einmal editiert, zuletzt von Deutz 4006 ()

  • Moin moin,


    wenn der TÜV-Prüfer da was gegen hat, hat er seinen Job verfehlt.


    Ansonsten spricht wenig dagegen, diese Reifen auf der Vorderachse zu fahren.
    Bei steigender Geschwindigkeit wird man abhängig vom Reifendruck etwas stärkere Vibrationen spüren, auch steigt der Geräuschpegel bei Straßenfahrt - aber bis 20 km/h dürfte der Motor eh alles übertönen.


    Die verringerten Spurführungseigenschaften sind auch nicht zu verachten, gerade auf dem Acker. Wobei ein Großteil der Allradschlepper ja auch nur im Notfall vom Fahrer Allrad zugeschaltet kriegt. In 90% der Fälle sind auch die im Hinterradbetrieb unterwegs.


    mfG
    Fabian

  • Die Nachteile wurden ja bereits genannt. Ich finde es sieht grausam aus. Entweder man hat einen Allrad oder man hat ihn eben nicht.
    Denke hier ist es ganz klar ne Sache deines Geschmacks und weniger die Frage ob es Sinn macht.
    Da hat Andreas schon richtig angefangen.

  • Nach Sinnhaftigkeit darf man bei dem Hobby glaub ich nicht fragen, sonst wäre der zweite Schlepper nicht angeschafft worden ;)


    Hab nochn Bild von nem Güldner gefunden:


    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/image1d9oqs.jpeg]



    Ich find die Optik ziemlich cool, ist halt Geschmackssache.


    Mein G30 dient nur als Zugfahrzeug fürn Holztransport und zum Holzspalten, daher reiner Hobbybetrieb.


    Habe schon passende Reifen gefunden, welche ich eventuell mal probieren werde. Kosten nicht die Welt, also kann ich zur Not wieder auf Rillenprofil wechseln, falls es mir gar nicht zusagt.



    Zwecks Abrollgeräusch: Mach ich mir keine Sorgen, meine 13.6-28 in Verbindung mit dem ZF A208 sorgen für genügend Geräuschkulisse.




    Trotzdem danke für die Meinungen, ist immerhin interessant, so ein Thema mal zu diskutieren.



    Schönen Sonntag :bauer:

    Güldner G30S (Baujahr 1963)
    Bautz AW 180 (Baujahr 1956)

  • Hallo in die Runde,


    die Reifen sind für die jeweiligen Traktormodelle optimiert. Allrad mit Ackerstollen oder Straßenreifen für die Standardschlepper(Hinterradantrieb). Bei Allradantrieb machen grobstollige Reifen neben der Zugkrafterhöhung, den Vorteil, daß die Vorderräder beim Lenken den Traktor aus der Furche ziehen. Grund dafür ist die Voreilung der Vorderachse. Wird die Vorderachse eingeschaltet (wo es noch geht), macht sie etwas mehr Strecke (ca. 2-5%), als die Hinterachse. Das sorgt für einen ruhigen Geradeauslauf des Fahrzeug"s und dafür, daß das Fahrzeug besser um Kurven läuft, weil die Vorderräder dann den längeren Weg zurücklegen müssen. Ohne Voreilung würde ein Traktor mit eingeschaltetem Allradantrieb und aktivierter Sperre über die Vorderachse schieben. :idea:
    Bei Standardschleppern haben die vorderen Reifen eine schmale Stollenreihe an beiden Außenseiten, die beim aus der Furche steigen helfen sollen. Dadurch sollte es mit nichtangetriebenen Allradreifen theoretisch zu einer Verschlechterung
    des Fahrzeuggebrauchs kommen.
    Die heutigen Schlepper laufen oft mit permanentem Allradantieb ,(nicht nur John Deere) :roll:


    Gruß,
    Thomas


    Kurz und knapp, Reifen sollten zum Einsatzzweck passen. 8)

  • Zitat von Thomas mit dem 775er

    Straßenreifen für die Standardschlepper(Hinterradantrieb)


    Wenn du schon derart genau bist, dann nenn die "Straßenreifen" doch auch bei ihrem richtigen Namen: AS Front.



    Zitat von Thomas mit dem 775er

    Die heutigen Schlepper laufen oft mit permanentem Allradantieb ,(nicht nur John Deere)


    Warum dann wohl so manch ein Hersteller wohl den Allradantrieb zuschaltet, wenn gebremst wird? :roll:
    Und über Schlupfsensoren automatisch kontrolliert, ob ein Zuschalten des Allradantriebes notwendig ist? Und abhängig vom Lenkwinkel zu- oder abschalten? Kennst du die Fahreigenschaften von Schleppern auf befestigten Wegen bei zugeschaltetem Allrad mit Voreilung?

  • Voreilung / Schlupf / Allradbremse, das geht am Thema vorbei.


    Meine Frage war ja explizit zu Vorderreifen mit Stollen auf einem Schlepper mit nicht angetriebener Vorderachse bzw nur Hinterradantrieb.


    Auf einem Allradschlepper ist das wieder ein anderes Thema, das ist klar, aber darum gehts mir ja nicht. Sondern eben nur, ob man solche Reifen fahren kann ohne Hinterfragung der Sinnhaftigkeit.

    Güldner G30S (Baujahr 1963)
    Bautz AW 180 (Baujahr 1956)

  • Zitat von GTfan


    Wenn du schon derart genau bist, dann nenn die "Straßenreifen" doch auch bei ihrem richtigen Namen: AS Front.




    Warum dann wohl so manch ein Hersteller wohl den Allradantrieb zuschaltet, wenn gebremst wird? :roll:
    Und über Schlupfsensoren automatisch kontrolliert, ob ein Zuschalten des Allradantriebes notwendig ist? Und abhängig vom Lenkwinkel zu- oder abschalten? Kennst du die Fahreigenschaften von Schleppern auf befestigten Wegen bei zugeschaltetem Allrad mit Voreilung?


    Wo ist der Unterschied zwischen AS Front und Straßenreifen, wenn es um die Vorderachse geht? :?: Korintenkackerei.
    Manche Traktorenhersteller haben zum Bremsen die Vorderachse zugeschaltet, um mit der Hinterradbremse die Vorderachse
    mit zu verzögern. Schlupfsensoren sind bei Oldtimern ganz selten. :o
    Auf befestigten Wege ist der Allradantrieb nur zum Anfahren und geradeaus ( Notfall wie Glätte, Matsch )zu benutzen. :roll: Kann man in manchen Traktoren lesen(Aufkleber).
    Wenn der Antriebsstrang gesperrt ist, läßt sich ein Traktor am Limit mit Anhänger leichter um die Kurve kriegen, wenn die Vorderachse etwas Vorlauf hat.


    Gruß,
    Thomas

  • Zitat von Thomas mit dem 775er


    Die heutigen Schlepper laufen oft mit permanentem Allradantieb ,(nicht nur John Deere) :roll:


    Du selbst fingst mit modernen Schleppern an... :roll:
    Das Zuschalten wäre wohl kaum nötig, wenn es ständig eingeschaltet wäre...


    Dann noch diese Worte:

    Zitat von Thomas mit dem 775er


    Auf befestigten Wege ist der Allradantrieb nur zum Anfahren und geradeaus ( Notfall wie Glätte, Matsch )zu benutzen. :roll: Kann man in manchen Traktoren lesen(Aufkleber).
    Wenn der Antriebsstrang gesperrt ist, läßt sich ein Traktor am Limit mit Anhänger leichter um die Kurve kriegen, wenn die Vorderachse etwas Vorlauf hat.


    Du widersprichst dir von einem Satz zum nächsten.


    Du hast mit der Voreilung usw angefangen, was an dieser Stelle dem Themenstarter nicht helfen konnte.


    Und jetzt bitte zurück zum Thema!

  • Bevor ich mich mit Leuten rumärgere, welche einen zusmmenhängenden Text nicht verarbeiten können, bin ich hier raus.
    Im zweiten Absatz deines Zitates baut der dritte Satz auf dem ersten auf. Wer das begriffen hat, wird nach einem Widerspruch suchen.


    Gruß,
    Thomas

  • Hallo,


    Zitat von Thomas mit dem 775er

    Bevor ich mich mit Leuten rumärgere, welche einen zusmmenhängenden Text nicht verarbeiten können, bin ich hier raus.
    Im zweiten Absatz deines Zitates baut der dritte Satz auf dem ersten auf. Wer das begriffen hat, wird nach einem Widerspruch suchen.


    Ruhig Blut, es ging GTfan eher darum dass die Allradgeschichte etwas weit ausgeholt war im Bezug auf die ursprüngliche Frage des Themenstarters, die zudem von mehreren Leuten schon relativ gut beantwortet war. Die Rote Schrift soll keine Verwarnung sein, sondern bedeutet dass das rot geschriebene in der Funktion als Moderator geschrieben wurde, während der Rest des Beitrags die Meinung als normales Forenmitglied wiederspiegelt.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25