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Hanomag R12 Inbetriebnahme

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    Hallo,
    ich bin neu im Forum und möchte gerne einmal von Fachleuten erfahren bzw. einen Austausch, wie ich meinen Hanomag R12 der über 14 Jahre stand wieder zum laufen bringe. Er lief vorher einwandfrei. Diesel, Öl, Kühlwasser usw. ist alles noch drin und wurde seither nicht ausgetauscht. Ich wollte jetzt den alten Diesel ablassen, Filter reinigen und neuen Diesel einfüllen. Kühlwasser werde ich auch ablassen und neues auffüllen. Einen Motorölwechsel will ich auch durchführen, aber welches Öl soll ich nehmen ?. Nach dem stöbern im Internet gibt es geteilte Meinungen. Die einen sagen wie in der Betriebsanleitung steht, SAE 20 HD und die anderen sagen Mehrbereichsöl WD 15/40 reicht. Wer kann mir hier eine entsprechende Empfehlung geben. Sollte ich sonst noch etwas beachten bzw. was muss vor der Inbetriebnahme noch durchgeführt werden. Wäre über Hinweise sehr dankbar.


    Gruß
    Diso

  • Öl hat schon immer für viel Gesprächsstoff gesorgt. Ich bin vom 15W40 überzeugt, da es einen größeren Bereich abdeckt. Wichtig ist bei dem Öl, dass es mineralisch und nicht synthetisch ist. Die synthetischen können alte Schmutzschichten anlösen, die im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden führen können.

  • Hallo,


    das mit dem Öl, willst du das vor oder nach der Inbetriebnahme machen? Motoröl wechselt man am Besten im warmen Zustand, sonst ist es relativ zähflüssig im Winter und es bleibt in der Ölwanne gerne etwas zurück. Wenn du das Öl jedoch vorher wechseln willst, könntest du auch erst mal billiges Öl einfüllen und das dann nach ein paar Stunden (wenn er gut läuft) im warmen Zustand ablassen und gegen etwas besseres tauschen, dann spült das billige Öl den Motor in beschränktem Umfang vorher etwas durch.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

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  • Zitat von Deutz 4006

    Motoröl wechselt man am Besten im warmen Zustand, sonst ist es relativ zähflüssig im Winter und es bleibt in der Ölwanne gerne etwas zurück.


    Wenn ein Motor jedoch mehrere Jahre stand halte ich es für besser, wenn das Öl vor dem ersten Start abgelassen wird. Dann ist eventuelles Kondenswasser aus dem Kurbelgehäuse auch gleich weg, obendrein ist das Öl eh schon derart kompakt nach unten zusammen geflossen, wie es nach einem Motorlauf nie sein wird. Das Risiko eines Motorstarts nach so vielen Jahren bei altem Öl sehe ich als größer an.
    Ich hab die Situation beim R12 nicht genau vor Augen, aber wenn es geht, könnte man noch die Ölwanne demontieren und möglichen "Bodensatz" entfernen.


    mfG
    Fabian

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  • Deko wär mir zu gefährlich. Wenn die die Ventile auf die Kolben drückt, weil irgendeiner irgendwas verstellt hat, hast Du Spaß.


    Je nach Startprozedur schauen, dass die ESP auf Nullförderung ist.

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Moin,


    der R12 hat keinen Dekompressionshebel, da es ein Zweitakter ist und somit kein Ventil ausgehoben werden kann.
    Die Dekompressionsvorrichtung ist gedacht, um den Motor bei Startunwilligkeit (kaltes Wetter, Handkurbel-Start, schwache Batterie) erstmal auf Drehzahl bringen zu können, wenn man dann schlagartig wieder Kompression "hinzu gibt", ist die Chance höher dass er startet.

    Am Starten hindern ist in der Regel mit einem Trennen der Einspritzleitung verbunden, wenn er keinen Sprit kriegt kann er auch nicht starten. Man kann auch die Einspritzdüsen ganz ausbauen, dann hat man sofern kein Deko-Hebel vorhanden ist auch gleich die Kompression genommen. Achtung bei Einspritzdüsen mit Wasserkühlung (Lanz Halb- und Volldiesel).
    Dieses "leer" durchdrehen lassen nach längerer Standzeit oder einer Grundüberholung kann nicht schaden. Das Öl hat dann die Chance sich noch besser an den Lagerstellen zu verteilen, ohne dass diese gleich voll belastet werden. Denn über die Jahre kann der Ölfilm dort durchaus abgebaut haben.


    MfG
    Fabian

  • Moinsen,
    beim starten einfach den Ausmacher ziehen, dann bekommt er keinen Sprit, möglichst nicht die Einspritzleitungen Öffnen. Glühkerze abklemmen reicht beim Zweitakthano meistens auch, die springen kaum ohne Vorglühen an. Beim Starten bitte den passenden Schlüssel für die Einspritzleitung parat legen, Falls der Regler hängt und der Motor hochdreht.
    Zum Öl, einfach ablassen, und für den ersten Versuch billigstes Baumarkt 15W40 nehmen, wenn er sehr doll bläut oder aus dem Auspuff tropft, würde ich dickeres Einbereichs HD-Öl nehmen.
    Gruß Holger

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  • Hallo Diesel Leitung abdrehen nützt beim rasenden Zweitakter nichts. Zweitakter, wenn sie rasen, saugen das Öl aus dem Sumpf und laufen damit. Am schnellsten kann man einen rasenden Motor beruhigen ist mit einem Brett auf die Luft Ansaugleitung. Auf jeden Falll verhindern das der Motor Luft bekommt. Gruß Farmerrolf

  • Moin,


    der R12 saugt seine Luft nicht aus dem Sumpf, denn er hat eine Ölwanne!


    Der Zylinder beim R12 wird mittels Rootsgebläse gespühlt.


    MfG
    Neimanns_Knut

    Ein Kurhesse in der Verbannung.


    Holder EB
    Lanz Alldog A1205
    Porsche Diesel Junior 108 KH

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  • Hallo Traktorfreunde,
    danke für die zahlreichen Beiträge. Ich werde vorab einen Ölwechsel mit Mehrbereichsöl 15/W40 vornehmen. Frage nochmal zum Kühlmittel. Kann man einfach das Mittel Glysantin verwenden z.B. G48 ?, oder welches wird empfohlen ?


    MfG
    Dietmar

  • GTfan

    Hat das Label Hanomag hinzugefügt