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Gelenkwelle Sternratschenkupplung

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    Hallo,


    ich bräuchte mal Hilfe bei der Auswahl einer Sternratschenkupplung für eine Zapfwelle.

    Es ist eine Zapfwelle vorhanden über der ich leider nur folgendes weiß:

    Hersteller ist La Magdalena, Profil ist ein Sternprofil

    Aktuell ist auf der Maschinenseite eine Scherbolzenkupplung verbaut, diese möchte ich aber gegen eine Sternratschenkupplung austauschen, da mir die Abscherschraube bei Lastspitzen einfach zu oft abschert und das geht mir einfach aufn Wecker.

    Die Zapfwelle ist an einem RAU Rototiller RE25 verbaut und wird Traktorseitig mit einer 750er Zapfwelle betrieben.

    Mir geht es jetzt eigentlich darum ist die Sternratschenkupplung die richtige Wahl und wenn ja, wie stark sollte diese sein? Oder hat jemand ein andere Idee?


    Gruß Markus

    Bautz-Johnnyfahrer



    Bautz AS 120B (1955)
    Bautz AS 120D (1959)
    Mähdrescher Claas Compact 25 (1973)
    John Deere 940 S (1981)
    John Deere 3210 (1998)
    Merlo 26.6 LPT (2003)

  • Hallo Markus,


    fährt Du die 750er Zapfwelle dann mit reduzierter Motordrehzahl, sodass die Gelenkwelle +/- 540 1/min macht, oder

    dreht die tatsächlich 750 1/min?

    Was für einen Schlepper hast Du davor?

    Willst Du den Zinkenrotor schützen, Deinen Schlepper oder die Gelenkwelle?


    Sternratsche würde ich nicht empfehlen - dürfte in der Leistungsklasse auch schwierig werden.

    Ich rate Dir zu einer Reibscheibenkupplung.

    Das Abschaltmoment ergibt sich aus der Bedienungsanleitung des Gerätes - notfalls auch aus der Größe der Gelenkwelle.

    Die 2,30 Maschine läuft mit einer Reibscheibenkupplung und 2300 Nm, die 2,60 Maschine mit 2600 Nm Schaltmoment.


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Hallo Jörg,


    Eingangsdrehzahl ist 750, beim Rototiller wurden aber die Stirnräder im Getriebe für diese Drehzahl umgesteckt.

    Es hängt mein John Deere 3210 davor also 65PS.

    Willst Du den Zinkenrotor schützen, Deinen Schlepper oder die Gelenkwelle?

    Ich denke mal von jedem etwas ;)

    Bei mir sind einfach die Lastspitzen durch Steine das Problem, ich hab seeeeeehr steinige Böden!

    Das Abschaltmoment ergibt sich aus der Bedienungsanleitung des Gerätes - notfalls auch aus der Größe der Gelenkwelle.

    Das ist mein Problem, da hab ich leider keine Angaben dazu, in der Bedienungsanleitung steht darüber nichts und von der Gelenkwelle hab ich auch keine Unterlagen.


    Ich hab mal bei meinem Teilehändler nachgeschaut der hätte zwei Sternraschen im Angebot 900Nm und 1200Nm, eine Reibscheibenkupplung müsste ich erst anfragen die hat er standartmäßig scheinbar nicht im Sortiment.

    Sind die Drehmomente jetzt hoch oder niedrig? Ich hab da keine Erfahrung damit, hab mich mit der Materie noch nie auseinander gesetzt.


    Gruß Markus

    Bautz-Johnnyfahrer



    Bautz AS 120B (1955)
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    John Deere 3210 (1998)
    Merlo 26.6 LPT (2003)

  • Hallo Markus,


    also wenn Du 65 PS davor hast, und Dein Rototiller RE25 die vermuteten 2,50 m Arbeitsbreite hat, dann brauchst Du eigentlich keine

    Überlastkupplung - der Schlepper ist eine Nummer zu klein.

    Und wenn Du die 750 Gelenkwellen-Umdrehungen dann noch mit reduzierter Motordrehzahl fährst, kommt ja noch weniger

    Drehmoment hinten am Stummel an.

    Wenn da ein größerer Stein kommt wird der Schlepper einfach ausgehen.


    An die 2,50 Maschine sollte eine Reibscheibenkupplung mit ca. 2000 Nm, ggfs. etwas mehr.

    Dein JD 3210 stemmt aber bloß 240 Nm auf die Kurbelwelle - bei 1500 Motorumdrehungen - das macht ca. 500 Nm bei 750 Umdrehungen an der

    Zapfwelle. Dann käme rechnerich noch der Faktor 1,4 bei Reibkupplungen dazu, um das mittlere Betriebsmoment sicherzustellen und nur Lastspitzen abzufangen - macht ca. 700 Nm - Du benötigst also keine Überlastkupplung. Jedenfalls nicht für das Anbaugerät.


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Hallo Jörg,


    naja ich fahr schon meine 2000 Umdrehungen am Motor muss ich gestehen, allerdings mit dem Hintergrund das ich einen 2,5m Frontgrubber mit dranhängen hab und da hätte der Johnny bei 1600 Umdrehungen zu wenig Leistung.


    Das der Schlepper mir ausgeht ist natürlich auch nicht Sinn der Sache und genauso blöd, als wenn mir jetzt die Schraube abschert.

    Wir hatten damals vor 20 Jahren, eine Walterscheid Gelenkwelle mit Zitronenprofil und ohne Scherbolzenkupplung mal dran, die Gelenke hat es damals zweimal einfach zerbröselt. Daraufhin haben wir uns diese Gelenkwelle mit Scherbolzenkupplung beschafft, ging eigentlich immer ganz gut pro Saison mal 4 Schrauben was zu wechseln waren, aber jetzt seit ein paar Jahren mit der Trockenheit brauch ich aufn halben Hektar 5 Schrauben und da ist es dann irgendwann nicht mehr lustig wenn man wechselt, 20m fährt und knack weg ist sie wieder.

    Ich möchte schon gerne wieder ein Kupplung an der Zapfwelle haben, auch aus Bequemlichkeit und um meine Nerven zu schonen;) eben eine Rutschkupplung.

    Nach deiner Rechnung nach sollte ja dann ein Sternratschenkupplung mit 900Nm ausreichen um die Lastspitzen abzufangen und trotzdem mit der Maschine vernünftig noch abreiten zu können.


    Gruß Markus

    Bautz-Johnnyfahrer



    Bautz AS 120B (1955)
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  • Hallo Markus,


    ich weiß nicht, wie Du die 900 Nm errechnet hast, deshalb hatte ich ja eingangs gefragt, welchen Zweck für Dich die Überlastsicherung hat:

    den Schlepper vor dem Ausgehen zu bewahren, die Gelenkwelle vor Überlast zu schützen, oder das Getriebe vom Zinkenrotor zu schonen.


    Es wird halt irgendeine Maximalangabe benötigt, aus der dann das Schaltmoment der Kupplung errechnet wird.

    Und das liegt bei Scherbolzenkupplungen deutlich höher, als bei Reibscheibenkupplungen, da erstere NUR die Lastspitzen kappen.

    Reibscheibenkupplungen können auch - gerade bei "kleineren" Kreiseleggen - und kleinen Schlepperleistungen als Kupplung mit

    "Anfahren" genutzt werden, da Sie beim Einschalten der Zapfwelle kurzzeitig Schlupf tolerieren.


    Wieviel Arbeitsbreite hast Du denn jetzt? 2,50 m?


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Hallo Jörg,


    die Arbeitsbreite ist 2,5m. Die 900Nm hab ich nicht errechnet, sondern sind Angaben der Ratschkupplung die mein Teilehändler im Sortiment hätte.

    Wie schon beschrieben möchte ich eigentlich nur die Lastspitzen abfangen, wie bisher mit der Scherbolzenkupplung auch.

    Ohne Kupplung möchte ich nicht arbeiten, da es wie genannt eine Welle ohne Kupplung schon zerlegt hat.

    Nach deiner Rechnung nach sollte ja dann ein Sternratschenkupplung mit 900Nm ausreichen um die Lastspitzen abzufangen und trotzdem mit der Maschine vernünftig noch abreiten zu können.

    Mit der Aussage meinte ich, du hast ja die ca. 500Nm errechnet die Schlepperseitig anstehen, das Schaltmoment der Scherkupplung ist logischerweise höher. Somit sollte, würde, könnte eine Sternratschenkupplung mit 900Nm Schaltmoment ausreichen um vergleichbar an die Scherkupplung ran zu kommen. Schlecht wäre natürlich wenn das Schaltmoment zu gering wäre und die Kupplung im normalen betrieb ohne Lastspitzen zu oft durchrutschen würde.


    Gruß Markus

    Bautz-Johnnyfahrer



    Bautz AS 120B (1955)
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  • Wenn Du meinst, bzw. Dein Händler sich da sicher ist, dann mach das so.

    Ich würde für Deine Anwendung weder eine Sternratsche, noch ein Schaltmoment von 900 Nm nehmen.


    Sternratschen übertragen im Überlastfall das Drehmoment pulsierend - um eine mögliche Blockade im Gerät lösen zu können.

    Das funktioniert beispielsweise beim Schwader oder Wender ganz gut. Auch bei kleineren Miststreuern.

    Aber einen Stein, der sich im Zinkenrotor verklemmt löst Du damit nicht.


    Und 900 Nm Schaltmoment ist was für Gelenkwellen der Baugröße 2200 und 2300, wenn ich mal die Fa. Walterscheid als

    Beispiel heranziehe.

    Was willst Du mit so einer kleinen Gelenkwelle an Deinem Rototiller.

    Naja, Dein Händler ist ja vom Fach und wird es wissen.


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Hallo Jörg,


    das Thema hat sich erledigt, ich weiß mittlerweile das Schaltmoment meiner Scherbolzenkupplung und da scheiden die Ratschenkupplungen sowieso aus.

    Danke für deine Hilfe!


    Gruß Markus

    Bautz-Johnnyfahrer



    Bautz AS 120B (1955)
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