Bautz AS120, dreht hoch

  • Hallo,

    ich habe seit paar Wochen einen Bautz AS120.

    Bisher lief der prima. Es wurde dann der Dieselhahn gewechselt und neue Schläuche bzw. Zuleitungen gepresst und montiert.

    Gestern wollte ich dann ausprobieren ob alles reibungslos läuft, hab Diesel in den Tank gefüllt und hab den AS gestartet. Sprang ohne Probleme an. Hab ihn warm laufen lassen und bin dann 30 Meter gefahren. Hab dann etwas mehr Gas gegeben (alles ganz sachte) und ab einem bestimmten Punkt hat er angefangen hochzudrehen ohne das ich weiter Gas gegeben habe. Hab ihn dann an der Einspritzpumpe am Hebel ausgemacht und gewartet. Gleiches Spiel nochmal - wieder hochgedreht.

    Gaspedal hat spiel und geht auch zurück. Handgas ist auch ok.

    Frage: Kann es sein das ich zu wenig Diesel drin hatte und er Luft gezogen hat oder aber durch das Wechseln der Schläuche Luft gezogen hat und jetzt die Einspritzpumpe nicht richtig arbeitet? Oder ist was an der Pumpe nicht in Ordnung?

    Bin ratlos…

    Vielleicht kann man mir jemand Tips geben

    Gruß

    Floschu

  • Meiner Meinung nach kann der Motor nur absterben durch Luft in der Einspritzpumpe bzw. in der Einspritzdüsenleitung. Unkontrolliert hochdrehen kann ein Diesel eigentlich nur mit Kraftstoff oder alternativ auch Motoröl, wenn es in den Brennraum gelangt. Wenn der Traktor vorher schön lief, vermute ich dass die Einspritzpumpe bzw. der Regler irgendwie hängt? An der Pumpe und dem Regler wurde nicht gearbeitet?

  • Danke für Deine Nachricht.

    An der Pumpe oder irgendwelchen Leitungen wurde nicht gearbeitet. Es wurde lediglich der Dieselschlauch vom Tank an den Dieselfilter erneuert da kaputt.

    Er regelt ja auch bis zu einem bestimmten Gaspunkt einwandfrei wieder runter wenn man das Gas wegnimmt. Wenn man über diesen Punkt drüber kommt dann dreht er hoch. Könnte also wirklich was in der Pumpe hängen… oder kann irgendwo zu viel Öl/Diesel sein?

    Aber wenn dem so wäre, dann müsste er ja von vorneherein schon hochdrehen und nicht erst über einen bestimmten Punkt…

    An die Pumpe traue ich mich aber nicht ran…

    Was meinst du?

  • Ich kenne den Aufbau der Einspritzanlage von deinem Traktor nicht. Bei meinem Güldner halte ich es, die richtige Einstellung vorausgesetzt, nicht für möglich. Die Fördermenge wird hier über das Verdrehen der Pumpenkolben über den Regler gesteuert. Eine zu hohe Fördermenge kann nur durch Probleme mit den Regler oder der nachfolgenden Mechanik erzeugt werden.

    An alle: Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

  • Könnt ihr mir helfen, mein As120 dreht hoch und ich weiß nicht wo ich anfangen soll?

    Wie habt ihr das ursprüngliche Problem hier lösen können.

    Wäre Euch sehr danbar wenn ihr ne Lösung dafür habt.

    Kann es sein das die einspritzpumpe hängt?

    Grüße Jordan

  • Hallo,

    ein paar mehr Infos bräuchte man schon.

    Bleibt die Drehzahl oben nach dem du Gas gegeben hast und fällt gar nicht oder nur sehr langsam ab?

    Ist das Problem plötzlich aufgetreten, oder stand der Bautz jahrelang unbenutzt rum?

    Dreht der Motor nach dem anlassen schon auf max. Drehzahl hoch, ohne das du Gas gibst?

    Was hast für einen Motor verbaut, KD11Z, KD211Z?

    Wurden irgendwelche Reparaturen durchgeführt und das Problem ist danach aufgetreten?

    ...

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


    Bautz AS 120B (1955)
    Bautz AS 120D (1959)
    John Deere 1042 (1985)
    John Deere 940 S (1981)
    John Deere 3210 (1998)
    Merlo 26.6 LPT (2003)

  • Hallo Bautz-Jonny Fahrer,

    Also der Bautz stand jahrelang rum. er wurde von einem alten mann restauriert der dann leider verstorben ist. Er ist Bj 53 und er drhet hoch ohne dann die Drehzahl abzusänken.

    Habe den Bautz im Dez. gekauft und der Besitzer (Sohn) sagte sobald er ihn startet dreht der Bautz ohne Ende hoch weshalb er ihn sofort ausgemacht hat.

    Ich habe aktuell den Seitendeckel demontiert und das Altöl abgelassen. Alle Federn im inneren des Gehäuses scheinen vollständig und mit Funktion zu sein. Bevor ich jetzt neues Öl einfülle würde ich mich über Eure Tips freuen was ich noch prüfen kann.

    Den Fliehkraftregler habe ich schon geprüft, die Teile sind alle noch beweglich und nichts ist verklemmt.

    Diesel muss er wohl bekommen, also läuft auch die Dieselpumpe.

    Habe etwas bedenken den Motor zu starten, nicht dass ich ihn damit schrotte.

    Kann es an der Regelstange in der einspritzeinheit liegen?

    Habt Ihr mir Bilder dazu wie das Aussehen muss.

    Vielleicht können wir auch mal telefonieren und du sendest mir deine Nummer?

    Vielen Dank

    Grüße René

  • Hallo,

    nach dem der Bautz ja lange stand und restauriert wurde, ist es wahrscheinlich, dass die Pumpe hängt oder die Pumpe wurde mal ausgebaut und nicht richtig eingebaut.

    Das kannst du dir mal anschauen, da siehst du wie alles aufgebaut ist. Das ist aber eine Zeichnung für einen Einzylindermotor, macht aber nichts.

    Bosch Einspritzdüsen und Düsenhalter

    Ich vermute entweder ist die Pumpe mal ausgebaut worden und beim Einbau wurde die Regelstange nicht richtig im Regler eingehängt und somit steht die evtl. auf max. Förderung, oder aber die Verstellung der Pumpe ist fest.

    In beiden Fällen müsste die Pumpe ausgebaut werden und kontrolliert werden. Hier stellt sich die Frage ob man sich das zutraut, ansonsten jemanden mit Erfahrung dran lassen. Eigentlich ist es kein Hexenwerk, aber trotzdem muss man gewisse Sachen beachten.

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


    Bautz AS 120B (1955)
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  • Hallo Johnyfahrer,

    wäre es möglich das wir zwei einmal mit einander telefonieren.

    Wie kann ich Dich direkt kontacktieren.

    Ich traue mir das zu, jedoch brauche ich ein kleinwenig einen Anweisung wie vorzugehen ist zum Ausbau der Einspritzpumpe?

    Gerne kannst du mir auch direkt an renesbugbox@gmx.de eine Nachricht senden.

    Wenn für Dich in Ordnung darfst du auch deine Nummer an mich senden und ich rufe durch.

    Danke Dir

    Grüße René


    Sende mir dooch mal deine direkten Kontacktdaten bitte zu

    Grüße René

    Einmal editiert, zuletzt von Jordan (27. Juni 2025 um 11:23) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Jordan mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo,

    ich denke wir können hier kommunizieren, dann haben auch die Mitleser was davon.

    Im Prinzip ist der Ausbau kein Hexenwerk und eine Sache von 5- 10min.

    1. Dieselhahn schließen

    2. Dieselleitung an der Pumpe von Filter zur Pumpe abschrauben

    3. beide Druckleitungen die zu den Einspritzdüsen gehen abschrauben

    4. die vier Befestigungsschrauben an der Pumpe lösen

    5. Pumpe nach oben herausziehen, dabei beachten die Dichtungen bzw. Ausgleichsscheiben zwischen Gehäuse und Pumpe nicht verlieren und zerstören, damit wird nämlich der Einspritzzeitpunkt eingestellt. Falls die Pumpe nicht nach oben rausgeht, einfach mal mit dem Handgas spielen, dann ändert sich die Position der Reglerstange der Pumpe die im Regler eingehängt ist. Das ist dann auch beim Einbau zu beachten, die Reglerstange muss wieder in die Kulisse vom Regler eingehängt werden, dafür muss dann die Reglerstange an der Pumpe in die entsprechende Position geschoben werden.

    Wenn Fragen sind einfach fragen.

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


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  • Hallo Johnyfahrer,

    entschuldige die späte rückmeldung.

    Die Pumpe hatte ich wie von Dir beschrieben ausgebaut und die regelstang wieder gängig gemacht, dieses saß ziehmlich fest!

    So jetzt ist die Frage auf was muss ich ich beim zusammenbau und Einbau der Pumpe, ans Gehäuse, achten. In welche Stellung muss ich die Regelstange der Pumpe bringen um alles richtig zusammen zu bauen. Die Regelstange hat ja außerhalb der mitte so eine Nase, was muss mit dieser passieren. Vielleicht hast du mir auch eine technische Zeichnung oder sogar ein Bild dazu wie das zusammengehört mit den Gehäuseteilen?

    Aus deiner letzten Antwort ging ja schon viel hervor, aber was meintest du mit Regler? Und sehe ich da hin? Also kann ich das sehen wenn die Nase der Regelstange richtig an dem sogenannten Regler positioniert ist?

    Sorry für die umständlichen Fragen und schon mal besten Dank vorab

    Gruß aus Rudersberg René

  • Hallo,

    in der Öffnung am Motor wo die Pumpe sitzt, befindet sich am Regel eine Nut/ U-Schiene/Kulisse wie immer man es nennen will. Die verschiebst du, wenn du das Gasgestänge bewegst. In dieser Nut muss die Nase der Reglerstange der Pumpe eingreifen bzw. eingehängt werden. Regler (mit Handgas verschieben) und Reglerstange der Pumpe (von Hand verschieben) einfach soweit verschieben bis die Nase einhakt.

    Im Prinzip hab ich alles andere schon weiter oben in meinem Beitrag #10 geschrieben.

    Ich weiß nicht ob und was du alles an der Pumpe zerlegt hast, du wirst wahrscheinlich auch wieder alles richtig zusammengebaut haben. Aber ich würde mal beim ersten Start vorsorglich alles Werkzeug bereitlegen, damit du die Einspritzleitungen an der Pumpe schnell lösen kannst, damit im Fall des Falles der Motor nicht durchgeht.

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


    Bautz AS 120B (1955)
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  • Guten Abend Jonnyfahrer

    also in umgekehrter Reihenfolge habe ich es wieder zusammengebaut , Nase der Regelstange in den Regler (Nut) eingefügt und die vier Schrauben der Pumpe angezogen. Jetzt ist mir dabei aufgefallen dass mein Vorgänger, das


    vermute ich, die Federn die da innen hängen im Kurbelgehäuse falsch eigehängt wurden? Dazu bräuchte dringend ein Ansage wie die richtig eingehängt sein müssen. Es war so, dass wenn ich am Handgas gedreht habe hat sich unter die regelstange nicht bewegt wärend ich noch die Pumpe ausgebaut hatte. Normal müsste es ja so sein wenn ich von oben reicn schaue in den Sitz der Einpritzpumpe, kann ich ja sehen sobald ich das Handgas bewege ob der Regler vor oder zurück geht. da hat sich gar nichts bewegt. somit habe ich von Hand auf die davor liegenden Umlenkungen gedrückt wo diese federn eingehängt sind und konnt so eine Bewegung des Regelers hinbekommen. Aber irgendwie bin ich momentan sehr unzufrieden da ich immer noch ein kleines Stück vorankomme, könnten wir nicht mal telefonieren dann wäre das bestimmt in kütze alles geklärt und ich kann an Hand Kamera das Thema zeigen? Bzw. wäre jemand anderes hier im Forum bereit direkt mit mir in Kontackt zu treten. Ich denke das es nur ein kleines Problem ist und die Federn einfach anderst eingehängt werden müssen. Jedoch sollte ich wissen wie bevor ich den Motor zum ertsen mal starte-

    Versuch ein Bild einzustellen wo Ihr sehen könnt wie die federn aktuell eingehängt wurden.

    Danke

    Grüße René

    Einmal editiert, zuletzt von Jordan (28. März 2026 um 20:06)

  • Hallo,

    die Federn sind beide richtig eingehängt, die Feder auf dem letzten Bild ist nur bei den früheren Motoren verbaut worden, ich glaub bis Anfang 1954. Warum die bei den späteren Motoren nicht mehr verbaut wurde und/oder ob da am Regler was geändert wurde, kann ich nicht sagen. Ich hab auch nur einen Motor wo diese Feder verbaut ist, da ist übrigens selbiges wie bei dir, dass sich die Reglerstange nicht bei betätigten Handgas bewegt.

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


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  • Hallo Jonnyfahrer,

    danke das beruhigt erst einmal. Da du aber einige Beiträge vorher geschrieben hattest ich soll am Handgas spielen bis die Regelstangen in den Regler reingeht war ich etwas irritiert. Mein Bautz ist Bj, 53.

    Ist es normal dass wenn ich an den Umlenkhebel von unten nachoben drücke also da wo diese besondere Feder eingehängt ist, das dann der Regler gefühlt nur ein paar Milimeter sich bewegt? Denkst du dass alles passt, dann würde ich nächste Woche einen Startversuch machen.

    Danke für all Deine Tips

    Sind sehr hilfreich für mich.

    Wenn der Motor läuft steht als nächstes ein Vollgutachten an, da der Bautz 1975 abgemeldet wurde.

    Hast dauz auch erfahrung was der TÜV heute alles sehen will/Vorschriften um wieder eine Zulassung zu bekommen?

    Grüße René

  • Hallo,

    da hab ich ehrlich gesagt nicht dran gedacht, dass es da einen Unterschied gibt, hab ich auch erst wieder auf meinen Bildern gesehen.

    Die Reglerstange an der Pumpe macht ja auch keinen großen Weg und durch die Umlenkung im Regler wird dann dieser Weg erzeugt. Der Weg ist aber auch durch Anschläge begrenzt die ab Werk eingestellt sind, siehst du außen am Motor die sind verplombt.

    Ob alles passt kann ich dir natürlich aus der ferne nicht versichern, aber das was du schreibst ist plausibel, allerdings trotzdem das berücksichtigen

    Ich weiß nicht ob und was du alles an der Pumpe zerlegt hast, du wirst wahrscheinlich auch wieder alles richtig zusammengebaut haben. Aber ich würde mal beim ersten Start vorsorglich alles Werkzeug bereitlegen, damit du die Einspritzleitungen an der Pumpe schnell lösen kannst, damit im Fall des Falles der Motor nicht durchgeht.

    Ich habe auch vor ein paar Jahren eine Vollabnahme bei meine AS 120D machen müssen, der war seit 1991 abgemeldet. Der Prüfer hat jetzt nichts groß Extra angeschaut, das übliche eben, Elektrik, Bremsen, Lenkung, Reifengrößen, das einzige was zusätzlich war ist die Fahrzeug ID also Fahrgestellnummer etc. War bei mir alles unproblematisch da der Bautz eine Komplettrestauration von mir bekommen hat und auch alle Papiere noch vorhanden waren.

    Gruß

    Bautz-Johnnyfahrer


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