Soo Leute jetzt kommt das worauf viele keine Antwort finden... Wie wird ein r12 oder r24 rootsgebläse Professionell instand gesetzt?
Folgendermaßen...
Vergesst VW g Lader fett und sonstige Spielereien damit versaut ihr euch nur den luftsammler und verklebt und verkokt Brennraum und kolbenringe... Gehört nicht um sonst nur in den Rennsport (wer maximal 80km im Jahr mit dem r12 fährt kann damit wohl trotzdem leben)
Aber nun zur richtigen Instandsetzung
Schritt ein gebläse ausbauen und aufgrund der un umgänglichen Verschmutzung erst mal in nen Eimer Diesel werfen und in dem Eimer mal ein wenig mit nem Akkuschrauber in beide Richtungen antreiben damit der Sprit auch überall hinkommt und putzt.. ich lass es dann immer noch 24 Stunden da drin liegen.. danach raus da und die Riemenscheibe und Blechdeckel runter... Das zerlegen ist keine besondere Kunst schrauben der zahnräder abdrehen und ganz wchtig jede schraube jede scheibe so unwchtig sie auch wirkt markieren und so aufbewahren das man später ganz genau alles wieder so zusammen bekommt wie es zusammen war... Grund dafür : es gibt absolut nix außer die Lager neu für das gebläse ihr müsst mit dem klar kommen was ihr habt... danach die zahnräder LEICHT erwärmen und mit m5 schrauben und einem Blech mit m10er Mutter in der Mitte von den läufern abziehen -KEINE GEWALT ANWENDEN- Maximal paar klopper mit nem GUMMIhammer... Danach den Deckel der Zahnrad Seite abziehen (hält nur noch an den zwei zentrierstifen... Wenn der ab is erst mal zur Seite und in Nitro einlegen... Nun die Läufer mit Gummihammer aus der anderen Seite aus den lagern Herausklopfen und in Nitro einlegen... Nun die 2 flanschlager der anderen Seite ausbauen ACHTUNG unter den schrauben sind Unterleg Scheiben diese dienen zur ausdiszanzierung der läufer und müssen exakt an ihre originale Position zurück... Hat bis jetzt dann immer wieder perfekt gepasst... Diese gab es wohl in 0,05mm Abstufung aber so nicht mehr zu bekommen.... (Belehrt mich falls es sowas doch irgendwo gibt) Die Kugellager in den flanschen sind in den flansch eingewalzt also muss der kleine Bund vom flanschlager aufgeschliffen oder abgedreht werden damit man diese Lager ersetzen kann... Die neuen werden dann mit hochfesten loctite mit den flanschen verklebt... Nun noch das letzte gehäuse Teil vom mittelgehäuse trennen und in Nitro einlegen... Das mittelgehäuse sowie die Läufer können und sollten glasperlgestrahlt werden ( Lagerflächen und die Rillen der Kolbenringen abkleben hier darf kein strahlgut hin.... Nun kontrollieren ob die Wellen in den läufern fest sind.. wenn nicht muss man die originalen Pass Stifte ausfräsen neue größere einpressen und die läufer neu ausrichten... Das sollte dann ein zerspanner machen der Ahnung hat.... Sollte Eimer der Kolbenringe defekt sein kann man ihn notfalls gegen einen passenden O ring ersetzen aber nur die äußeren bei den inneren ist das außen gehäuse ausgespart diese würden mit einem o ring nicht abdichten... Also bis zu 4 Defekte kolbenringe können durch o ringe ersetzt werden.. ich empfehle es nicht aber im Notfall geht's hab ich auch schon gemacht und die gebläse sind auch noch alle dicht... Nun alles in umgekehrter Reihenfolge zusammen bauen. An die flächen zwischen mittelgehäuse und den außen teilen eine hauchdünne Schicht petec flächendichtung Niedrigfest grün auftragen... Die kolbenringe müssen bei der gehäuse Montage mit einem spezial werkzeug ( bei mir erhältlich bitte PN) zusammen gedrückt werden und am besten ein wenig gefettet werden... Der zusammen bauen sollte zu zweit durchgeführt werden... Nun könnt die läufer durch zwischen stecken von 0.10er bis 0.20er fühler lehren zueinander ausrichten und das losrad anziehen.... Sollte trotz sauberer Einstellung die läufer aneinander Haken das losrad minimal lösen und den hakenden läufer mit einem Stück Holz und einem Gummi Hammer einen leichten Schlag geben... Die Einstellung ist grausam und dauert manchmal Stunden aber irgendwann klappt's bis nichts mehr hakt und das Gebläse einwandfrei läuft... Nun kann die sonntags Fahrer Fraktion ihr klüber Glader fett auftragen und glücklich sein... Die die mit dem Hanno etwas mehr vorhaben müssen zur graval Beschichtung greifen...
Graval: eigentlich ja bechem berucoat af232 was durch die Firma bechem in 10 Liter Gebinden nur an Gewerbetreibende vertrieben wird... Schreibt die Firma einfach mal an und fragt freundlich evtl bekommt ihr es so oder müsst eine Werkstatt eures Vertrauens fragen ob die es dort bestellen können... Ich selber besitze 20 Liter und pro Gebläse werden 20-40ml davon benötigt... Wer ne liebe PN schreibt kann evtl was ab haben
oder so ...
Das anständige Beschichten des gebläses ist gar nicht so einfach und erfordert anständige extra dafür gebaute maschinerie... Welche ich mir gebaut habe. Bestehend aus einem 2.2kw elektro Motor mit Frequenzumrichter zur Drehzahlregelung... Einer elektronischen Ölpumpe zur Schmierung des gebläses... Einem alten 80liter Kompressor Kessel an den auf der einen Seite ein 80x60mm großes 30cm langes 4 kant Rohr geschweißt ist an welches eine 10mm Stahlplatte geschweißt ist an die das Gebläse geschraubt wird ( platte mit eckigem Ausschnitt für gebläse Ausgang und 2 anschlüssen für den ölrücklauf) und auf der anderen Seite des Fasses sind 2stück 32mm kugelhäne angebracht um Druck abzulassen und das gebläse frei laufen zu lassen... Oder eben zur Druck prüfung... (Oben auf dem Kessel empfieht sich ein Manometer bis 4bar) Dann eine iwata lackierpistole mit 1.0er düse... Ein laser Thermometer... Ein Kompressor mit Wasserabscheider und ein Heißluftföhn mit digitaler Temperatur Regelung..
Wenn ihr das aus neuteilen Gebaut habt seit ihr 800€ ärmer aber könnt gebläse beschichten wie Gott persönlich..;-)
Zuerst lässt ihr das Gebläse auf ca. 5000 Umdrehung hoch und schaut mit dem Thermometer wie heiß es wird dabei kann man mit den kugelhänen ein wenig spielen ( zum trocknen der Beschichtung sind 100 Grad Celsius nötig.... Das Original graval von 1954 wurde bei 80 schon trocken...
Normal kommt man so auf seine 70-90 Grad daher der Heißluftfön zum nachhelfen ich erwärme mir immer das gebläse auf ca. 60 Grad und fahre dann die Drehzahl runter auf 500 Umdrehungen und richte den fön eingestellt auf 70 Grad auf das gebläse gehäuse nun kann langsam in 5 Sekunden spritzdauer mit 2.5 bar Luftdruck und auf punktstrahl eingestellter pistole mit leichten strahl das gebläse innen lackiert werden erst in Richtung der Seiten spritzen links und rechts dann 5 Minuten laufen lassen dann nochmal 5 Sekunden die Mitte dan 5 Minuten laufen lassen dann wieder die Seite und wieder 5 Minuten Pause... Bis 25 ml Beschichtung weg sind .... Danach gebläse 10 Minuten auf 500 Umdrehungen laufen lassen und die kugelhäne einen ganz und einen halb schließen ( auf den Manometer soll noch kein Druck sein nur eben ein wenig Staudruck damit die Beschichtung nicht einfach nach hinten raus fliegt...
Nun muss die Temperatur mit dem Laser Thermometer genauesten überwacht werden und der fön kann auf 100 Grad gestellt werden sobald man sieht das der Lack beginnt zu trocknen Drehzahl hoch auf ca 2500 Umdrehungen und laufen lassen bis die Rotoren 100 Grad erreichen nach ca. 1 minute bei 100 Grad beide Kugelhähne komplett öffnen und Drehzahl auf 5200 Umdrehungen erhöhen und die Temperatur beobachten sollte jetzt eine ganze Weile bei 100 Grad bleiben.. am besten mindestens 30 Minuten ich mache immer eine Stunde... Achtung wenn die Temperatur über 120 Grad steigt verbrennt das Grafal und alles war umsonst wenn erst anfängt zu heiß zu werden fön weg und Drehzahl runter nur nie ganz stehen bleiben... Sonst verklebt alles und das gebläse frisst fest... Sollte nun alles trocken und fertig beschichtet sein gebläse bei ca 100 Umdrehungen abkühlen lassen... Man kann auch mit Ner Luftpistole nachhelfen und wen nur noch lauwarm kann ausgemacht werden... Nun Riemen abnehmen und von Hand drehen es darf nichts verkanten oder schwer gehen.. sonst sind die läufer falsch ausgerichtet... Sollte das alles passen Riemen wieder drauf Drehzahl auf 5200 Umdrehungen und die hähne schließen alles über 1.5 bar ist super... Das beste hat schon 2.7 bar erreicht...
Und nun fertig gebläse ab auf'n r12 und los Tuckern
Bei Fragen meldet euch stehe mit Rat und Tat zur Seite