Hanomag R16 - unschmierbare Nippel

  • MoinMoin!
    Ich benötige mal wieder den Rat der Weisen… Nun da der R16 wieder arbeiten muss, bekommt er auch wieder Liebe. Beim abschmieren sind mir nun aber 2 Schmiernippel aufgefallen, die auf Teufel komm raus nicht geschmiert bekommen habe. Einer an der Vorderachse, ich glaube und meine aber dass die Blattfeder an der Seite Starr fest ist und der Nippel daher gar nicht geschmiert werden kann. Der andere jedoch liegt etwas vor und über der Hinterachse und gehört meiner Meinung nach zum Bremssystem. Könnt ihr mir sagen, woran es liegen könnte und wie ich vorgehen soll? Zumindest beim zweiten Nippel halte ich schmieren für notwendig, doch da scheinbar ein „unschmierbarer“ Nippel verbaut wurde, könnte dieser ja eventuell auch ein solcher sein. Anbei Fotos, vielen Dank schonmal im Voraus!


    Mit freundlichen Grüßen, Resthofbekloppter!

  • Hallo, ich glaube nicht, daß Hanomag Schmiernippel ohne Funktion eingebaut hat!

    Vielleicht sind die Nippel einfach nur verdreckt! Sind das Schraubnippel (mit Sechskant) oder Einstecknippel?

    Hol sie mal raus und versuche das innenliegende Kügelchen zu bewegen! Wenn das nicht hilft, setze neue ein!

    Viel Erfolg!:thumbs:

    V.G. Stephan

    Grüner Daumen :bauer:

    Eicher G 280

    Hakorette Einachsergespann (mit Straßenzulassung)

  • Hallo,


    Du wirst die Schmiernippel demontieren müssen, dann mit einem spitze Gegenstand den Schmiernippel von

    innen säubern und vor allem das verharzte Fett aus den Bohrungen entfernen! Ggfs. etwas warm machen, oder

    mechanisch das alte, feste Fett da rausholen. Manchmal hilft auch etwas Benzin, Aceton, etc und eine bündig

    aufgesetzte Druckluftpistole zum Reinigen der Bohrung(en).


    Gruß, Jörg,

    Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Moin,

    bei mir war teilweise an den Schmierstellen das Fett schon so fest wie Lehm oder gar schon ganz ausgehärtet. Dat hat nur noch die komplette Demontage und gründliches Säubern der Bauteile geholfen. Ist auch so die schönste Lösung. So kann das Fett wieder alles gut schmieren, und es reibt kein altes, mit Dreck versetztes Fett irgendwo mit.

  • Moin Fynn, ich fürchte du wirst recht haben, von dem was ich sah als ich den Nippel abgenommen habe… allerdings ist das eine Stelle, wo ich nicht so recht weiß, wie ich ohne riesigen Aufwand das Gelenk demontieren und zerlegen kann. Meine Idee wäre Caramba rein, bisschen bewegen, und immer mal wieder nippel rein und neu versuchen. Was haltet ihr von dieser Idee??? Alternativ müsste ich das Gelenk dann erstmal unbehandelt lassen und irgendwann in ein paar Monaten oder Jahren, wenn der R16 nicht mehr akut gebraucht wird, erst all die etwas aufwendigeren Arbeiten wie diese durchführen…

  • Moin,

    du kannst natürlich mit viel Bremsenreiniger und Kriechöl versuchen, das ganze alte Zeug rauszuspülen um dann ordentlich nachzufetten. Ist natürlich nicht soo schön :)

    Wenn das Gelenk / die Umlenkung wie bei mir aufgebaut ist, kannst du das Gestänge an einer Gabel aushängen und die Umlenkung mit der festen Schmierstelle abziehen.

    Dazu an der Umlenkung den Wellensicherungsring abmachen und dann dahinter mit einem Montiereisen oder Abzieher die Umlenkung runter ziehen. Kann schonmal was strammer gehen, da da eine Scheiben-, oder auch Passfeder drin ist, sowie Dreck / Rost.

    Wenn alles klappt bist du in so 3 Std. mit abbauen, sauber machen, einfetten, aufziehen und abfetten durch.

  • Nach Entfernen des Schmiernippels gute Dienste leistet z.B eine kleine Gas-Lötlampe. Das betreffende Teil so weit erwärmen, bis das alte Fett flüssig wird und rausläuft. Da kommt schon einiges an Dreck mit raus. Dann kannst du immer noch sprühen. Daß brennende Lötlampe und Bremsenreiniger keine Freunde sind ist klar,oder?

    Gruß +Matthes+

  • Hallo,

    da gibt es auch spezielle "Schlagfettpressen", welche mit (glaube ich) Öl gefüllt sind. Mit deren Hilfe kannst du großen Druck ausüben und mittels des Öles die Schmierstelle "auswaschen".

    Wobei du bei den Federpaketen nach Entfernen des Schmiernippels mit einem Draht sicherlich die Bohrung säubern kannst. Versuch auch mal, mit Pressluft in die Gewindebohrung zu blasen, das könnte auch was helfen...


    Grüße Markus

  • Guten Morgen,

    erstmal, mal wieder, vielen herzlichen Dank für eure Ratschläge und Geduld mit mir. Ich muss gestehen, ich lebe derzeit in einer etwas prekären Situation, in ein paar Monaten ist sicherlich Druckluftgerät und Lötgerät vorhanden, zur Zeit muss aber jeder Cent sehr, sehr wohl überlegt investiert werden. Kurzum; erstmal kein Kompressor vorhanden. Ich gucke mir das Gelenk gerade nochmal an- ehrlich gesagt sehe ich da keine Möglichkeit das Gelenk abzubauen- doch vielleicht seht ihr ja mehr. Ansonsten würde ich gerne den Carramba Plan weiter verfolgen bzw. erstmal versuchen, ggf. mit erhitzen. Dass sich das alles nicht verträgt und insgesamt alles nicht ideal ist, wie zB der ursprüngliche Vorschlag von Fynn, ist mir leider sehr bewusst. Und der Wille es ordentlich zu machen ist auch da- es fehlen zur Zeit nur die Mittel.


    Mit freundlichen Grüßen und besten Gesundheitswünschen, Resthofbekloppter


    Darf ich euch zudem mal eine ganz dumme Frage stellen? Ihr merkt sicher schon, der Hanomag hat bei mir eigentlich nie so wirklich gearbeitet und seine vollen Funktionen genutzt- was auch nie Not tat, doch deshalb wurde er ja leider auch von mir so vernachlässigt (und weil ich es wirklich nicht besser wusste- auf dem Hof von dem ich komme und nun weg bin wurden Maschinen einfach benutzt bis sie kaputt waren, dann eingemottet oder verscherbelt und dann neue gekauft. Wie töricht und dumm das war, weiß ich erst seit ein paar Jahren).

    Jedenfalls fehlt mir einiges an Wissen zu dem Traktor. Könnt ihr mir daher vielleicht verraten, wofür das folgende Pedal ist und wie man das bedient?

  • Hallo!

    Das letzte Foto deutet auf den Einschalthebel für die Differentialsperre hin. D.h. dass beide Hinterräder starr miteinander verbunden werden und der Schlepper mehr Zugkraft bei rutschigem Untergrund hat. (Niemals auf festem Untergrund und Kurvenfahrt verwenden!).

    Grüße Markus

  • Moin Markus, da würde ja ein feuchter Traum von mir wahr werden, ich habe allerdings bis dato nicht feststellen können, ob das Differential funktioniert oder wie ich es eingelegt bekomme. Vermutet hatte ich das nämlich auch schon, nur ohne Erfolg versucht einzulegen..

    Mit freundlichen Grüßen

  • Eigentlich ist mir der bekannt, ich habe die schon als Kind sehr aufwendig für meine Legotechnik Fahrzeuge gebaut, bevor es dafür Fertigteile gab. Dass erst ein Rad durchdrehen muss finde ich interessant, hat aber bei einem Vorfall vor ein paar Wochen, als ich auf einer Wiese in einer gefrorenen Pfütze feststeckte, leider nicht funktioniert. Bei der Aktion habe ich natürlich verzweifelt nach einer Differentialsperrw gesucht und meiner Meinung nach alles probiert, doch nichts erreicht. Aber vielleicht habe ich auch was falsch gemacht..?
    Wie ist denn deine Theorie? Wenn ein Rad durchdreht Kupplung treten, Differentialsperre-Pedal treten und lassen, Kupplung loslassen und gib ihm? Ich meine nämlich das so probiert zu haben ohne Erfolg. Und andere Abläufe aber wie gesagt, alle ohne Erfolg.

    Mit freundlichen Grüßen


    Update: Während das Schmieren an der Vorderachse nach wie vor Null Erfolg hatte, ist mit ordentlich Carramba nun endlich das alte Fett bei dem Gelenk der Bremse ausgetreten und von mir meines Erachtens nach ziemlich vollständig entfernt und ersetzt worden. Generell haben alle Nippel erneute Schmierung bekommen. Bis auf einer… Der an der Lenkstange… Zufällig in einem Thema von 2011 hier davon gelesen… Mist. Der war natürlich völlig leer, soll heißen erst nach einer kompletten Tube Fett trat dieses seitlich aus. Oh weh.

    Dennoch vielen herzlichen Dank an euch alle für die vielen Tipps und die Geduld mit mir!

    Mit freundlichen Grüßen, der Resthofbekloppte!

    Einmal editiert, zuletzt von Resthofbekloppter (18. März 2025 um 16:52) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Resthofbekloppter mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Moin, eine Kartusche wäre wohl die richtige Formulierung gewesen, jedenfalls hat der Nippel unter dem Tank wahrscheinlich sehr viele Jahre und Fahrstunden kein neues Mehrzweckfett gesehen, da gingen 400g rein ohne dass es irgendwo ausgetreten ist.

    :hää: Eine ganze Kartusche kommt mir doch auch etwas viel vor - normalerweise verwende ich eine ganze Kartusche in einer Radnabe, nachdem ich die Radlager getauscht habe.

    An der Lenkstange hast du jetzt wo 400g reingedrückt? 😅

  • Hoffentlich war das nicht der Schmiernippel für die Kupplung, da sollte man höchstens 2 Hub rein machen?!? Ist zumindest bei meinem Eicher so.


    Mache doch bitte mal ein Foto von der Stelle.

    Einmal editiert, zuletzt von Raubtierfahrer (19. März 2025 um 17:03) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Raubtierfahrer mit diesem Beitrag zusammengefügt.

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