Hallo Traktorfreunde,
ich möchte einen Kramer K18 mit einem Güldner GW20 Motor starten. Ich kenne mich allerdings mehr mit den Deutz Verdampfern aus. Eine Anleitung habe ich nicht. Kann da jemand ein paar Tips geben?
VG Ralf
Hallo Traktorfreunde,
ich möchte einen Kramer K18 mit einem Güldner GW20 Motor starten. Ich kenne mich allerdings mehr mit den Deutz Verdampfern aus. Eine Anleitung habe ich nicht. Kann da jemand ein paar Tips geben?
VG Ralf
Moin Ralf,
das ist beim GW eigentlich relativ einfach.
-Gashebel auf 1/4
-rechts am Zylinderkopf ist der Luntenhalter, rausschrauben, mit Lunte wieder rein.
-unten am linken Schwungrad ist der Vorpumphebel, 4-5 mal vorpumpen, ggf den Motor etwas drehen (wenn die Stellung nicht passt passiert leider nichts).
-Dekompressionseinrichtung unten am Zylinderkopf betätigen, das muss eine Art Rädchen sein.
-Kurbel rein, mit einer Hand Schwung hohlen und mit der anderen Kompression wieder drauf, dann sollte er laufen.
Gruß Sven
Danke Sven, habe es heute probiert. Leider hat der Vorpumphebel keinen Widerstand, egal wo das Schwungrad steht. Der Kramer hat ein paar Jahre gestanden. Habe ihn nicht zum laufen bekommen.
Gruss Ralf
Moin Ralf!
Das ist schade! Ein wirklich toller Schlepper! Dann wird wahrscheinlich die Pumpe hängen. Ich gehe da selbst nicht dran. Müsste eine Natter Pumpe sein. Bei Interesse kann ich dir da einen Kontakt vermitteln.
Gruß, Sven
Hallo Ralf,
Mein Opa hatte einen K18, den wir immer gemeinsam angeworfen haben. Der steht immer noch da, leider läuft er seit Jahren nicht mehr und die Einspritzpumpe ist abhanden gekommen (falls jemand weiß, wo ich eine her bekomme, ware ich sehr dankbar). Das Anlassen lief normalerweise so ab: Dieselhahn auf, dann musste meistens erstmal die Einspritzpumpe entlüftet werden. Dafür öffneten wir die Schraube oben auf der Einspritzpumpe und drehten die Dieselzufuhr am Einstellrad vorn an der Pumpe abwechselnd in die zwei verschiedenen Stellungen. an diesem Rad wurde der Motor auch abgestellt - muss also eine auf und ein zu Position geben. Wenn keine Luft mehr oben rauskam, wurde die Schraube wieder festgeschraubt. Erst ohne Luft konnte beim Betätigen des Einspritzhebels das typische schnarrende Geräusch erklingen. Dann wurde der Kolben über das Schwungrad langsam gegen den Kompressionswiderstand auf den oberen Totpunkt gestellt und anschließend der Einspritzhebel betätigt, mindestens 20mal, im Winter etwas mehr. Der Deko Schalter unten am Zylinderkopf blieb dabei geschlossen, das Gas auf Standgas. Eine Lunte verwendeten wir meistens nicht. Jetzt kommt der Spaßfaktor: Die Kurbel in beide Hände, tief durchatmen, fester Stand und los gehts - jetzt hast du zwei Umdrehungen Zeit auf genügend Schwung zu kommen um die nächste Kompression zu überwinden - so lief er immer sofort. Wahnsinns Gefühl die Kompression zu besiegen. Du musst dich natürlich auf etwas Rückschlag gefasst machen wenn du nicht drüber kommst, ist aber auszuhalten, nur etwas frustrierend, weil es dann nochmal von vorn losgeht.
Alternativ haben wir das zu zweit erledigt, einer dreht an, einer zieht den Kompressionsschalter auf Kommando raus - ziehen und eine viertel Umdrehung, dann rastet er wider ein. Ich halte es für fast unmöglich beides gleichzeitig zu machen, weil du dann die Kurbel nur noch mit einer Hand drehst, die dir dann im Zweifel um die Ohren fliegt, deshalb habe ich allein immer die Variante "ich gegen die volle Kompression" gewählt - macht auch mehr Spaß. Kann sein, dass das nicht der Masterweg ist, aber so lief es bei uns.
Grüße
Hannes
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