Steib Ackerwagen BS 2,3

  • Servus,

    ich habe vor kurzem einen Steib Ackerwagen Typ BS 2,3 bekommen.
    Der Boden war zwar durch, aber der restliche Zustand ist in einem schön originalem und patinierten Zustand.

    Da ich ihn für meinen Eicher Königstiger EM300 nutzen möchte, der ja in ähnlichem optischem Zustand ist, passt das perfekt.
    Nachdem ich ihn abgeholt hatte, habe ich auch noch festgestellt, dass er sogar das gleiche Baujahr wie der Eicher hat.

    Ich hab auch gleich mit dem herrichten angefangen.
    Also Bordwände abgenommen, die Reste des alten Bodens entfernt und erst mal das Fahrgestell abgedampft.
    Nachdem das ganze Mos runter war, habe ich ihn mit verdünnter Phosphorsäure zum Rostumwandeln eingestrichen.
    Ein paar Tage später habe ich das Ergebnis dann mit Owatrol versiegelt.
    So bleibt er optisch patiniert, ist aber trotzdem geschützt.

    Die stellen, an denen der neue Boden aufliegt und an die man dann nicht mehr ran kommt, hab ich aber noch abgeschliffen und mit Brantho Kurrox 3in1 lackiert.

    Den neuen Boden habe ich auch wieder aus Rauhspundbrettern gebaut. Also wie Original. Von unten sind sie, ebenfalls wie die originalen, rot Lackiert.
    Von oben ist er nur mit Leinölfinres bahandelt. Die gleiche Behandlung bekommen auch die alten Bordwände noch. Das Holz davon ist noch gut, aber schützender Lack ist nur noch wenig drauf. Also wir es jetzt damit wieder etwas geschützt. Auch hier bleibt dadurch die Patina erhalten.
    Nur der neue Boden wirkt jetzt etwas fehl am Platz. :D

    Natürlich ist auch die Elektrik komplett erneuert worden.
    Auch die Reifen sind neu. Da war vorher vermutlich noch die Erstbereifung drauf. Die alten Reifen hatten es definitiv hinter sich.

    Die Radlager, die Bremsen, die Auflaufeinrichtung und auch den Drehkranz hab ich geprüft, da ist alles in Ordnung.

    Wenn dann alles wieder zusammen ist, will ich mal schauen, ob ich ihn mit einer Vollabnahme auch zugelassen bekomme.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Ein schönes Projekt und das Zwischenergebnis sieht wirklich top aus.

    Die Typenschilder scheinen auch alle vorhandenen zu sein und sehen sogar noch ganz passabel aus.

    Wenn du ihn zulässt, kannst du überlegen, ob du ihn auf ein bestimmtes Gewicht ablastest. Dadurch sparst du bei Steuer und auch beim TÜV. Ist natürlich abhängig davon, was das zul. Gesamtgewicht ist und was du damit transportieren möchtest.

    Ich restauriere im Moment auch einen Anhänger, allerdings deutlich kleiner und mit Kugelkopf. Für mich kommen diese großen Zweiachser leider nicht in Frage wegen fehlendem Führerschein und weil ich sie nicht rangieren kann.

    Pass nur auf, dass er dir später nicht zu schade ist, um ihn zu benutzen :lol:

  • Die Typenschilder von Deichsel und Bremse sind gut. Das Typenschild von Steib, das an der Achse ist, leider nicht so. Es ist zwar alles noch irgendwie lesbar, aber halt mehr schlecht als recht. Ich hab hier aber schon ein neues bestellt.

    Oelprinz , der Steib BS 2,3 hat nur 2700 kg zul. Gesamtgewicht. Sollten also 104,- € Steuer sein.
    Beim TÜV fällt er damit auch noch in die Kategorie Anhänger gebremst unter 3,5t.

    Da ich bisher auch nur die Führerscheinklasse BE habe, musste es ein Anhänger unter 3,5t sein. Da sind diese alten Seib ideal dafür.
    Rangieren mit Drehschemel ist immer so eine Sache. Da bin ich auch noch am üben.

    Zu schade zum benutzen wird er nicht. ich will ja die Patina erhalten. Da macht es dann nichts, wenn zu den vorhandenen gebrauchsspuren noch neue dazu kommen. Eher im Gegenteil. Der neue Boden glänzt viel zu sehr. Da muss erst mal ein bisschen was mit transportiert werden, damit der sich wieder dem Rest anpasst.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Servus,

    gestern musste der Anhänger mit Traktor mal aus der Scheuen raus, weil ich mit dem Auto auf die Bühne musste.

    Bei der Gelegenheit hab ich endlich mal ordentliche Bilder von dem Gespann bei Tageslicht und in "freier Wildbahn" machen können.

    Dazu hab ich jetzt auch mal ein Album erstellt: Steib BS 2,3 "Ackerwagen"

    2286-steib-ackerwagen-bs-2-3-1

    Der Steib ist jetzt eigentlich so weit fertig.
    Die vier schrauben, mit denen der Drehkranz am Rahmen verschraubt ist, werden noch erneuert. Da warte ich gerade noch, dass die endlich ankommen.
    Außerdem fehlen noch die Schrauben, mit denen jedes dritte Brett des Bodens, am Rahmen geklemmt wird. Im Prinzip können die Bodenbretter zwar eh nirgends hin, da sie ja in den Außenrahmen geklemmt sind, aber die Halterungen waren original da und nun kommen Sie halt wieder hin.

    Ansonsten fehlt jetzt noch die Zulassung. Das Thema werde ich jetzt dann angehen.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Also gerade von den Steib stehen bei uns in der Gegend noch so viele rum.
    Wobei meiner ja ein richtiger "Brückenwagen" ist. Die meisten die hier noch so rumstehen sind "Allzweckwagen". Also die, bei denen man die Brücke abnehmen kann und Rungen anbringen kann.

    Ich denke, dass liegt auch daran, dass ich hier im Umland von Nürnberg, wo Steib ja produziert hat, zu hause bin.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Sieht toll aus. Besonders gefällt mir die Erhaltung der alten Patina.

    Erzähle uns auch, ob das mit der Zulassung alles geklappt hat.

    Ich ging bisher immer davon aus, dass man diese Anhänger nur mit Klasse C bzw. CE fahren darf. Aber das war wohl früher nur so. Da wird auch dauernd was geändert ... :lol:

    Viel Spaß wünsche ich dir mit deinem neuen Anhänger

  • Ich ging bisher immer davon aus, dass man diese Anhänger nur mit Klasse C bzw. CE fahren darf. Aber das war wohl früher nur so. Da wird auch dauernd was geändert ... :lol:

    Nein, das war schon immer so.

    Einzig deine Wahrnehmung oder dein Wissensstand haben sich da scheinbar geändert.

    Die Einteilung der Führerscheinklassen erfolgt abseits der zweckgebundenen Ausnahmen (bspw LoF-Zwecke) nach Gewicht.

    Einen Anhänger unter 3,5 t zGG kann man selbstverständlich mit einem Zugfahrzeug von maximal 3,5 t ziehen und ist dann ganz bequem mit dem BE-Schein unterwegs. Unabhängig von der Ausgestaltung der Zugöse oder der Konstruktion des Anhängers.

    MfG

    Fabian

  • Sieht toll aus. Besonders gefällt mir die Erhaltung der alten Patina.

    Ja, finde das finde ich auch sehr schön. Gerade da mein Eicher EM300 ja auch Patina hat. Das gibt optisch schon ein sehr stimmiges Gespann.

    Erzähle uns auch, ob das mit der Zulassung alles geklappt hat.

    Ich hab dem Prüfer vorab schon mal Bilder von Anhänger und Typenschild zugeschickt. Gestern hab ich dann kurz mit ihm Telefoniert.
    Termin ist nächsten Freitag. Bisher sieht das alles, zumindest was die Vollabnahme angeht, ganz gut aus.

    Interessant wird dann noch, was die Zulassunsstelle noch für Ideen hat...

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Ja wenn das Gespann zueinander passt ist immer top.

    Meinen Eicher hat der Vorbesitzer restauriert. Daher bin ich jetzt auch dran einen Anhänger schön zu machen.

    Wobei natürlich auch ein Anhänger mit Gebrauchsspuren nicht verkehrt ist. Zumal er ja auch zum Arbeiten gedacht ist.


    Ich denke die Zulassungsstelle macht keine Probleme. Die arbeiten auch nur mit dem, was der TÜV vorgibt. Das wird schon klappen

    Viel Freude wünsche ich dir mit dem Anhänger

  • Servus,

    hat sich jetzt leider doch noch etwas länger als geplant gezogen.

    Beim TÜV lief erst mal noch alles ohne Probleme. Der Prüfer hat mir einfach das CoC-Papier für den Anhänger geben können.
    Auch die HU an sich, hat er ohne Mängel bestanden. Ich hab jetzt wahrscheinlich den einzigen solchen Anhänger in ganz Deutschland, der ein Abreis-Seil daran hat..... :D

    Bei der Zulassungsstelle wurde es dann schon komplizierter.
    Denen hat erst mal das COC-Papier nicht gereicht. Außerdem mussten sie noch eine KBA-Abfrage machen, weil ja die Papiere nicht mehr da waren.
    Das mit dem COC-Papier konnte aber geklärt werden.

    Jetzt hat er eine normale Zulassung und darf ohne LOF-Einschränkung gefahren werden.
    Damit ist das Thema Steib BS 2,3 erst mal abgeschlossen. Bis er dann in zwei Jahren wieder zum TÜV muss.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Hallo Max, bin neu hier im Forum und hab mich eben angemeldet da ich online auf diese Seite und deine Restaurierung vom Steib Anhänger gestoßen bin. Ein schönes Projekt hast/hattest du da und der Anhänger sieht wieder sehr gut aus. Tolle Arbeit :thumbs: habe mir vor drei Wochen auch einen alten Steib Brückenwagen von 1962 gekauft für wenig Geld und bin gerade daran ihn für den gelegentlichen Einsatz wieder fit zu machen. Hätte vielleicht die ein oder andere Frage wo ich mich wenn möglich mit dir und deinen Erfahrungen austauschen möchte wenn möglich? Und zwar hab ich bei meinem die Nut und Feder Bretter am Wochenende entfernt da dies die ersten sind und auch dringend erneuert werden müssen. Wie hast du die neuen Bretter in den geschlossenen Rahmen rein bekommen da sie ja, so wie ich das auf deinem Foto sehe wie auch bei meinem aussen auf beiden Seiten in dem gekantetem U-Profil stecken. Die meisten Bretter bekommt man ja rein geschoben indem man sie schräg ansetzt und dann eins nach dem anderen einführt aber zum Schluss wirds halt dann schwierig wenn man sie nicht mehr schräg genug rein bekommt. Ich frag mich wie haben die das früher gemacht? Wurden da die Bretter eingesetzt und dann erst der Rahmen zu geschweißt oder gibt's da einen Trick? Bin schon am überlegen ob ich das U-Profil an einem Ende aufschneide, die Bretter rein schiebe eins nach dem anderen und dann wieder zu schweiße. Wie hast du das angegangen bzw gelöst? Was mich auch interessieren würde welche Reifen Marke und Größe du drauf hast. Woher hast du die bezogen/bestellt und was kostet einer? Hätte vor ihn auch zuzulassen wie du auf schwarze Nummer. Im Anhang noch ein Foto von meinem Grüße aus Niederbayern

  • Servus Thomas,

    schönen Anhänger hast du da. Das ist der erste, den ich mit den verzinkten Bordwänden sehe.
    Scheint in dieser Ausführung selten zu sein.

    Die Bretter da rein zu bekommen ist wirklich etwas schwierig. Ich hab lange überlegt, wie die das original gemacht haben.
    Es sieht für mich nicht danach aus, dass der Rahmen im nachhinein erst Verschweißt wurde. Die originalen Bretter hatten an den entsprechenden stellen keine Brandspuren.

    Ich habe die Schweißnähte unten am seitlichen U-Profil zu den Verstrebungen aufgetrennt. Dadurch konnte ich das U-Profil in der Mitte etwas nach außen Ziehen. So hab ich dann die letzten Bretter relativ einfach rein bekommen.


    Die Bretter dürfen auch nicht auf Press drinnen sein, da Holz ja arbeitet.
    Danach habe ich die Streben unten wieder angeschweißt. Das ist einfach und unauffällig.

    Bei den Reifen habe ich MRL MAW 203 mit 8PR in 6.00x16 genommen. Die haben zu dem Zeitpunkt 72,88 € pro Stück gekostet.
    Zusammen mit den vier neuen Schläuchen, war das der teuerste Posten beim herrichten des Anhängers.
    Ursprünglich waren 5.50x16 drauf, aber die sind noch schwerer zu bekommen als die 6.00x16 und die gab es Original auf dem BS 2,3 auch gegen Aufpreis.

    Du musst halt schauen, welche Traglast du brauchst. mein BS 2,3 hat ja nur 2700 kg Gesamtgewicht. Die Reifen haben eine Traglast von 775 kg pro Reifen. Das sind dann also 3100 kg und damit sogar mehr als nötig.
    Wenn deiner jetzt aber z.B. ein BS 3 hast, dann ist das schon wieder zu wenig Traglast. Die haben dann aber normal auch schon die 6.50 bzw. 7.00er Reifen.

    Theoretisch kannst du auch AS-Front drauf machen. Also die nomalen Traktor-Vorderreifen. Die sind aber mit der entsprechenden Traglast auch nicht wesentlich anders vom Preis.

    Schau mal was deiner für ein gesamtgewicht hat und welche Reifengröße gerade montiert ist. Ich kann dir empfehlen dann auf RSU nach Reifen zu suchen, die haben viel Auswahl und sind recht günstig. Montieren kann man die recht gut selbst mit Montiereisen.

    Gruß aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Servus Max, danke für deine ausführliche Rückmeldung und deinen Infos/Tipps bezüglich Reifen und das Einbauen der Bretter. Werde dies dann auch so probieren wie du es gemacht hast. Hoffentlich klappt das auch bei mir so. Ein paar Stellen vom meinem U-Profil muss ich aber eh noch schweißen/flicken da es an ein paar Stellen schon kleine Löcher hat und durchgerostet ist. Ja mir hat der Anhänger auch gut gefallen mit verzinkten Bordwänden und sieht man nicht oft das stimmt. Vorallem hat man da dann Ruhe und muss kein Holz erneuern oder streichen und sind zudem sehr stabil. Da ich auf der Suche war hab ich in Kleinanzeigen sogar zwei von diesen mit verzinkten Bordwänden bei uns in der Gegend gefunden. Der erste war ein BS3 und stand sehr viele Jahre in einer zugewachsen Wiese und hat schon sehr gelitten. Hätte zwar nur 100€ gekostet aber hab mich dann dagegen entschieden. Kurz darauf bin ich dann auf den hier gestoßen den ich jetzt hab. Ist ein BS2 mit ebenso 2700kg zulässiges Gesamtgewicht wie deiner und war von der Substanz um Welten besser da aus erster Hand und die meiste Zeit in seinem Leben im Stadl stand. Hab ihn dann für 90 € bekommen und für zwei Kisten Bier zusätzlich war sogar die Lieferung für 45km auf einem Trailer inklusive und ich musste die Strecke nicht selber tuckern. :beerchug: sogar das original Händler Schild und ein DLG Wappen sind noch drauf was ich sehr schön finde. Reifen sind bei mir Dunlop Geländereifen in 205 SR16 SP44J drauf. Sind eigentlich noch gut, nur an machen Stellen ganz leicht rissig und halten die Luft noch. Tragfähigkeit was ich recherchiert habe sollte auch locker passen. Finde die Reifen sehen auch nicht mal so schlecht aus und stehen dem Anhänger eigentlich sehr gut. Werde sie vorerst noch drauf lassen und fahren aber dann hab ich zumindestens schon mal Tipps für Anlaufstellen mit Typ/Größe von dir falls ich sie nächstes Jahr vielleicht doch mal erneuere. Wo ich mir aktuell noch unschlüssig bin ob ich den Rahmen wie du nur konservieren soll mit Owatrol und die originale Patina erhalten soll oder ob ich ihn mit Brantho Korrux neu streiche. Wie sind denn da eure Meinungen dazu? Hab auch schon überlegt ob ich nur Front und Heckblech etwas mit neuem rot auffrische und den Rest nur mit owatrol konservier? :/ aber ob diese Mischung mit einem Teil neu gestrichen und den Rest so lassen nicht auch blöd aussieht und man ihn nicht gleich so lässt wie er ist. Da muss ich erstmal noch ein paar Nächte drüber schlafen. Nächste Woche bekomm ich meine Lärchenbretter in Nut und Feder vom Sägewerk und muss dann die erstmal streichen in rot. Kosten stolze 300€ aber sollen dafür auch länger halten als Fichte und hab mich deshalb dafür entschieden. Im Anhang noch ein paar Fotos. Allen noch einen schönen Abend. Grüße aus Niederbayern

  • Servus

    Ich habe letztes Jahr einen Eckart Gummiwagen komplett neu aufgebaut und kann vielleicht zum Thema Bodenbretter was beitragen. Ich hoffe ich kann das halbwegs verständlich erklären.

    Am Rand stecken die Bretter nicht in einem U-Profil sondern das ist das sogenannte Kipperzett. Das ist ein Profil mit dem Radius wo die Bordwandschaniere eingelassen sind und einem nach obenen offenen Winkel. Hier werden die Bodenbretter eingelegt. Anschließend wird ein Winkel Stirnseitig an den Bodenbretter links und rechts von oben eingeschoben und mit kurzen Schweißnähten mit dem Kipperzett verschweißt. Sieht man sehr gut an dem Schlitz von vorne bis hinten neben den Schanieren. Dadurch ergibt sich das U wo die Bretter drin stecken.

    Bei euren Steib sieht es fast so aus als ob die Schweißstellen an den Scharnieren und vorne und hinten am Ende des Winkeleisens sind. Dadurch verbrennt beim Schweißen auch kein Holz.

    Ich habe bei meinem einfach die kurzen Schweißnähte mit der 1mm Flexscheibe aufgetrennt, das Winkeleisen herausgezogen und die Bretter ausgetauscht. Anschließend das Winkeleisen wieder hinein geklopft und an den alten Punkte angeschweißt. Alles kein Hexenwerk.

    Gebt einfach mal bei Google Kipperzett ein. Gibt's als Meterware und in verschiedenen Größen.

    Gruß Andreas

    Eicher ED 16/I Bj. 51, Eicher EKL 15/II Bj. 58, Eicher ED 26 Bj. 56, Eicher G 25 Bj. 65, Eicher G 30 Bj. 66, Eicher 3011 Bj. 70, Eicher 3075 Bj. 83, Eicher 3056 Bj. 84, Eicher Eichus I Bj. 68, Claas Mercator 50 Bj. 78

    Einmal editiert, zuletzt von Eicher Siegerklasse (6. Mai 2026 um 00:27)

  • Servus,

    Thomas89 wenn ich mir die Bilder von deinem Wagen so anschaue, erkenne ich doch ein paar Unterschiede, zumindest im Detail, zu meinem.
    Hat sich anscheinend in den zwei Jahrend die dazwischen liegen, doch etwas getan.

    Das Profil bzw. der Kipperzett (Danke an Eicher Siegerklasse für die Erklärung, wieder was gelernt) ist anders. Bei dir sieht es eher so aus, wie von Andreas beschrieben. Bei mir ist das Profil definitiv oben komplett geschlossen und nicht geschweißt. Evtl. ist der Winkel für die Bretter von unten dran geschweißt. Das müsste ich mir nochmal ansschauen.

    Zum Thema Reifen:
    Wenn du den Anhänger regulär auf schwarze Kennzeichen zulassen willst, sehe ich mit der akutellen Bereifung zwei Probleme.

    1. Die Reifengröße ist falsch. Zwar würde bei einer Vollabnahme nach §21 potentiell auch die Reifen mit eingetragen werden. Dann wärst du aber auch in Zukunft an diese Reifengröße gebunden, bzw. müsstest wieder zum TÜV um eine andere Größe eintragen zu lassen. Außerdem passt die Reifengröße nicht zu den Felgen. Original hat der BS 2 5,5x16er Reifen. Ich weis natürlich jetzt nicht sicher, wie breit deine Felgen sind, aber die werden 4,0, 4,5 oder 5,0 Zoll breit sein. Die minimale Felgenbreite für 205er Reifen ist eigentlich 6,0 Zoll. So breit sind deine Felgen, wenn es noch die originalen sind, sicherlich nicht. Ein Prüfer der Ahnung hat, wird das so nicht abnehmen.

    2. Die Reifen sind vom Zustand her grenzwertig. Es kann durchaus passieren, das ein Prüfer die bemängeln würde.

    Generell ist ja klar, die Reifen sind alt. Mit denen gewinnst du keinen Blumentopf mehr...
    Wenn du jetzt schon so viel Geld für den Boden in die Hand nimmst, würde ich dir stark dazu raten, auch die Reifen gleich zu machen. Wenn die dir bei der nächsten Fahrt mit beladenem Anhägner um die Ohren fliegen ist auch keinem geholfen. Sollte dabei dann im schlimmsten Fall noch jemand zu schaden kommen, werden sicherlich fragen aufkommen. Wenn nicht zum Zustand der Reifen, dann auf jeden Fall zur falschen, nicht zur Felge passenden Größe.

    Ich weis, es fahren viele mit irgendwelchen alten Reifen rum. Gerade auf solchen alten Anhängern. Ich bin da kein Freund von, an Reifen zu sparen.

    Zum Thema Versiegelung:

    Ich würde behaupten, insgesamt ist dein Anhänger noch besser vom Zustand als meiner.
    Eine Behandlung mit Phosphorsäure und Owatrol würde hier sicherlich auch genau so gut funktionieren.
    Natürlich kannst du ihn auch komplett herrichten und mit Brantho Korrux lackieren. Ich habe die stellen, auf denen die Bretter aufliegen, so wie das Profil in dem die Bretter Stecken und ein paar andere, von den neuen Brettern verdeckte Teile, auch mit Brantho Korrux lackiert.

    Von außen sichtbare Teile vom Anhänger nur teilweise lackieren würde ich nicht machen. Das sieht dann wieder so gewollt und nicht gekonnt aus.

    Grüße aus Franken,
    Max

    Eicher EM300 "Königstiger" Bj. 1964

  • Servus Max und Andreas, danke für eure ausführlichen Antworten. Ich stelle nun nochmal Fotos ein und hoffe man kann es erkennen. Also die haben das damals wohl alle etwas unterschiedlich gemacht und im Laufe der Jahre wohl einiges geändert/verbessert. Also bei meinem ist es definitiv von vorne bis hinten ein durgehend geschlossenes U-Profil wo die Bretter drin stecken und von aussen zwischen den Scharnieren wurde bei meinem per Punktschweißverfahren ein Winkel mit leichtem Radius ans U-Pofil angeschweißt als abgerundte Ladekante. Kann man bei mir gut sehen da an einer Stelle die Punktschweißnaht aufgegangen ist und nun der Winkel etwas weg klafft und muss diesen wieder anschweißen. Auch danke Max für deine Einschätzung zum Thema Reifen, soweit ins Detail hab ich Schussel natürlich wieder nicht gedacht und werde mir dies mit den neuen zu Herzen nehmen. Das ist nun nochmal eine Investition aber dann ist man auf der sicheren Seite. Bezüglich Lackierung hab ich mich nun auch dafür entschieden nur mit Owatrol zu versiegeln wie du es bei deinem gemacht hast und nur die Stellen mit Brantho zu lackieren wo die Bretter sind bzw wo man nicht mehr hin kommt. Das was ich ursprünglich mal dachte zu lackieren mit nur Front und Heckblech hab ich mir auch schon immer wieder gedacht, dass sich da dann manche denken das ist so halb angefangen und nicht fertig gemacht. Schön das du das auch so siehst und es bestärkte mich in meiner Entscheidung ihn so zu lassen mit seiner Patina. Er wird ja auch wieder zum arbeiten eingesetzt und wird ja kein Ausstellungsstück. Das ist auf jedefall dann auch nicht so aufwändig wenn man ihn nur konserviert. Heute hab ich schon mal die alten 20km Schilder abgebaut und angefangen mit Glasperlen zu strahlen. Möchte diese wieder weiß lackieren und schwarz nach pinseln. Samstag kann ich meine Bretter holen und dann geht's immer wieder Stück für Stück weiter. Allen noch einen schönen Abend und hier noch wie oben erwähnt die Fotos. Gruß Thomas

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