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Bedauerlicher und vermeidbarer Unfall mit Personenschaden

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    Hallo Leute,
    leider gab es bei einem Traktortreffen am Pfingstwochenende (mal wieder) einen bedauerlichen und aus meiner Sicht auch vermeidbaren Unfall bein Starten eines Lanz-Glühkopf-Bulldogs.


    Im Spiel waren Uneinsichtigkeit und Starrköpfigkeit im Zusammenhang mit Alkoholgenuß.


    Obwohl Hobbykollegen dem Betreffenden mehrmals rieten (und auch wohlmeinend das Lenkrad versteckten) den Bulldog stehen zu lassen und sich ein Taxi zu seinem Wohnort in der Nachbargemeinde zu nehmen, bestand er im (stark?) alkoholisiertem Zustand selber zu fahren.


    Beim Anlassen kam es dann nach mehrmaligen vergeblichen Versuchen zu dem Unfall. Durch die vorher erfolgte wilde Pumperei ging der Motor sofort auf hohe Drehzahlen und dem Mann gelang es nicht das Lenkrad sofort abzuziehen. Dieses löste sich von der Kurbewellenaufnahme, machte sich unkontrollierbar selbständig und flog davon.


    Dabei wurde ein kleiner Junge von dem umherwirbelnden Lenkrad an der Brust und im Gesicht getroffen. Prellungen und eine aufgeplatzte Wange waren die Folge. Gott sei dank keine schwereren Verletzungen aber es hätte sehr übel ausgehen können.


    Ich nenne hier keine Namen und nenne auch nicht das Treffen da ich denke es gibt wahrscheinlich noch ein juristisches Nachspiel. Auch bleibt abzuwarten ob die Wunde an der Wange wieder gut verheilt oder ob eine wohlmöglich entstellende Narbe zurückbleibt.


    Aber nachdenklich macht so etwas auch als Unbeteiligtem schon. Meine Meinung ist:
    Man sollte wirklich konsequent den Schlepper stehen lassen wenn man Alkohol getrunken hat! Oder wenn man unbedingt noch Fahren muß auf "Bleifreies" ausweichen. Und von den Hobbykollegen sollte auch soviel Toleranz und auch Akzeptanz vorhanden sein auch mit "Bleifreien" anzustossen und keinen "Gruppenzwang" in dieser Richtung aufkommen zu lassen.


    Wie denkt Ihr darüber?


    Gruß
    ein sehr nachdenklicher Lutz K


    @webmaster
    Ich habe diesen Beitrag erst mal hier eingestellt. Wenn Du meinst er wäre in einer anderen Kategorie besser aufgehoben verschiebe ihn bitte.

    Gott beschütze diesen Hof vor Sturm und Wind und vor Bulldogs die aus Mannheim sind.


    Lieber richtige Schlepper aus Hannover und Friedrichshafen

  • Ich hatte dieses Wochenende auf unserem Treffen Samstags "Einweisung" ab 14.00 Uhr. Vier Frontladerschlepper standen schon da... einer mit Last in der Schwinge, das ganze in drei bis vier Metern höhe. Als ich meinen "Vorgänger" gefunden hatte, fragte ich ihn, warum er es gestatte, die Schwingen in der Luft zu belassen, worauf ich als Antwort bekam: "...passt so besser in die Reihe...". Den Fehler hat er sehr schnell eingesehen.


    Extrem leichtsinnig sowas, vorallem wenn die Hydraulikschläuche porös- und/oder Last in der Schwinge ist.

    Ohne Eicher?? Ohne mich.


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???

  • Schlimm solche Unfälle - vorallem weil sie vermeidbar wären. Durch solche Blödmänner werden die Treffen und Bulldogfahrer gleich wieder in ein schlechtes Licht gerückt.
    Mir ist das Trinkverhalten mancher Teilnehmer auch schon aufgefallen.
    Wenn ich auf einem Treffen bin, will ich Traktoren anschauen und fachsimpeln. Zum Trinken gibt es andere Veranstaltungen.


    Mit Sicherheit wird hier in absehbarer Zunkunft auch mehr durch die Polizei kontroliert, was ich in Sachen Alkohol auch richtig finde.
    Der Nachteil ist dann, dass man aufpassen muss wenn Teile am Schlepper evtl nicht ganz "original" sind :evil:


    Gruß Mario

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  • Wenn der Raum unter dem angehobenen Frontlader, ob mit oder ohne Last, abgesperrt ist und sich nieman darunter aufhalten oder darunter treten kann stellt für mich der angehobene Fl kein problem dar, aber in deinem Fall, mehr als leichtsinnig.


    Das mit dem Lanz hätte aber auch einem nüchternen "Starter" passieren können...



    Seh ich auch so holzyarry... aber:

    Zitat

    Der Nachteil ist dann, dass man aufpassen muss wenn Teile am Schlepper evtl nicht ganz "original" sind :evil:


    was soll denn das die Polizei interessieren. Wenn der Schlepper mit allem verkehrssicher und nicht weiter "gefährdent" für andere sein kann gibt es ja kein Prob.

    Ohne Eicher?? Ohne mich.


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???

  • Meine Meinung dazu ist:


    Aus Sicht des Veranstalters:

    So Leute mit einem Lebenslangen Platzverbot belegen. Und dies knall hart durch ziehen. Mal von den rechtlichen Folgen abgesehen.


    Schade das die Veranstalter nicht die Zündschlüssel abnehmen dürfen bzw Lenkräder...


    Ein anderer Unfall ist vor einigen Jahren in Melbecke (Sauerland) passiert. Dort hat ein Typ im besoffenen Zustand mit einem Kramer (von seinem Sohn) eine runde gedreht. (man muss Wissen das in Melbecke das Fahrerlager einen steilen Berg hinauf ist) Er ist da hoch und ist irgendwann hinten über gekippt und hat sich mehrfach Überschlagen. Er ist zum Glück irgendwann liegen geblieben... Es wurde knapp denn er kam den Bauwagen und Wohnwagen (in dem Kinder geschlafen haben) sehr sehr nahe.


    Er hat ebenfalls ein Hausverbot gekriegt(leider wurde nicht drauf geachtet so das er sehr schnell wieder da war).


    Letztes Jahr ist dort wieder ein Unfall passiert (vllt habt ihr das in der SPO mitgekriegt). Es war zwar nicht der gleiche aber trotzdem schon sehr traurig. Über den Unfall wurde hier glaueb ich auch schon in einem extra Thema gesprochen.



    Der Verein hat sich jetzt aufgelöst und einer der schönsten Treffen NRW's ist damit gestorben....


    Herzlichen Dank kann man an so Leute nur sagen...

    Mit DieselGruß aus Wuppertal
    Tim


    You'll Never Walk Alone - Deutz D30 Bj63 + Hanomag Granit 500 Bj64

    ...ein Leben ohne Trecker geht - ist aber sinnlos!!!


    ...und was machst du den ganzen Tag? :trecker2: fahren

  • @Super450Vdriver


    mit "original" meinte ich Teile die zwar nicht Verkehrsgefährdent sind aber nicht eingetragen.
    Es wird doch gerne mal z.B die nächst größere Reifengröße montiert, es fehlen die Reflektionsstrahler weil sie einfach Sch.... aussehen usw.
    Wenn du dann an einen besonders pingeligen kommst beginnt die Diskusionsrunde.


    !!!!!Nicht dass es jemand falsch versteht - ich meine damit Kleinigkeiten die die Verkehrssicherheit nicht beeiträchtigen.


    und übrigens - wenn der Bediener von der Materie Ahnung hat passiert sowas normalerweise beim Starten nicht.

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  • Hallo,


    Alkohol und Trecker fahren passt nicht, das sollte jeder normaldenkende Treckerfreak wissen :evil: !!!! (Und danach handeln , das beweist größe.)


    Das mit den hochstehenden Frontladerschwingen ist in der Tat sehr gefährlich da auch kinder trotz Absperrung schonmal an den Traktoren rumfingern können......oder ein Schlauch platzt .
    Wenn der Lader trotzdem oben sein soll (Werbung etc.)dann kann man eine Hülse um die Kolbenstange machen sodas der Zylinder nicht mehr einfahren kann - Gefahr gebannt(auf jederLandtechnikmesse zu sehen).


    viele Grüße


    Horst


    3085 euer Treffen in Dorndorf war große Klasse!

  • Zitat von deutz tim

    Meine Meinung dazu ist:


    Aus Sicht des Veranstalters:

    So Leute mit einem Lebenslangen Platzverbot belegen. Und dies knall hart durch ziehen. Mal von den rechtlichen Folgen abgesehen.


    Das sehe ich ganz genauso. Und letztendlich gibt es ja auch eine gesetzliche Grundlage... und das man im volltrunkenen Zustand nicht fahren darf, geht auch an Traktorfahrern nicht vorbei.


    Allerdings muss man wohl auch Teilweise die Veranstalter mit verantwortlich machen, da meiner Meinung nach, diese auch für die Sicherheit sorgen müssen und wie du schon geschrieben hast in einem solchen Fall wirklich ihr Platzrecht durchsetzen müssen. Außerdem ist es ab einem gewissen Alkoholpegel durchaus legitim jemanden am fahren zu hindern. Im Zweifel ruft man halt die Polizei hinzu.

  • Zitat von holzyarry

    Mit Sicherheit wird hier in absehbarer Zunkunft auch mehr durch die Polizei kontroliert, was ich in Sachen Alkohol auch richtig finde.
    Der Nachteil ist dann, dass man aufpassen muss wenn Teile am Schlepper evtl nicht ganz "original" sind :evil:


    Ebenso wird wohl auch drauf geachtet welche Farbe das Kennzeichen hat und ob der Fahrer den richtigen Führerschein hat! :roll:


    http://www.traktorhof.com/forum/viewtopic.php?t=3419

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  • Ich denke das auch eine große Schuld auf diesen "Hobbykollegen" lastet. Da hätte man einfach konsequent bleiben müssen. Die hätten den niemals fahren lassen dürfen. Ich denke das jedem klar ist was für eine Gefahr beim starten mit dem Lenkrad ausgeht. Das diese Kollegen es dann auch noch zuließen, das Zuschauer um den Lanz herumstehen können, obwohl sie wissen das der Kerl besoffen ist... Das Kind kann ja von glück reden das es bei eher kleinen Verletzungen geblieben ist. Leider trifft es ja fast immer die Unschuldigen...

  • Das Thema Sicherheit ist bei uns eines der wichtigsten Grundlagen bei unseren Traktortreffen.
    Das ewige Lied mit dem Frontlader und anderen Anbaugeräten.
    Alle Fahrer werden bei uns aufgefordert diese Sachgemäß auf dem Boden so abzustellen das es so gut wie unmöglich ist das was passiert.
    Auch die sogenannten Mistgabelfahrer versenken ihre Zinken im Boden.
    Die beste Unfallversicherung nützt dir nichts wenn es mal zu schweren Unfällen mit Personenschäden kommt.


    Bei einem Treffen im Ruhrgebiet habe ich etwas erlebt das einem glatt die Sprache verschlägt :
    Ein IHC-Fahrer wollte nach dem Treffen mit seinem Traktor den Nachhauseweg antreten, als er den Traktor startete und losfahren wollte,
    fiel er plötzlich nach hinten zwischen dem Überrollbügel herunter.
    Gott sei Dank blieb der Traktor gleich stehen.
    Bei genauerer Betrachtung sah man das der Volli....., Sorry ,
    die Sitzschale nur mit zwei Plastikbindern befestigt hatte anstatt ihn richtig festzuschrauben. Oh, man ......... :mist!:
    Wenn der Traktor genügend Standgas gehabt hätte und die Kupplung gegriffen hätte, wäre dieser voll ins Festzelt reingefahren.
    Man darf gar nicht dran denken.


    Dann haben wir bei uns noch ein anderes Problem, im positiven Sinne.
    Da wir ja im Nachbarort die Polizeistation haben, werden bei uns am Tag des Treffens, stichprobenartig die Traktorfahrer an der Hauptstraße herausgezogen und kontrolliert.
    Das fängt an mit den Papieren, geht weiter mit Alkohol und Drogen,
    bis hin zum Zustand des Traktors und seiner Zulassung.
    Und da haben schon einige schwer gelöhnt.
    Jeder weiß eigentlich das man, ich sage mal nüchtern im Straßenverkehr teilnehmen sollte und der Traktor auch zugelassen sein sollte.
    Den da sind unsere Grünen sehr Allergisch.
    Ein einfaches 6km/h Schild oder gänzlich ohne Zulassung fahren ?
    Selber Schuld !!!

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  • Hallo,


    Vor ein paar Wochen war ich als Besucher auf einem Treffen in einem Nachbarort, das mit dem Alkohol ist mir da auch aufgefallen. Auch wenn es ,,nur'' langsame Traktoren sind und keine Autos, das Fahren mit Alkohol ist trotzdem verantwortungslos, mich wundert es dass die Polizei hier nicht mehr kontrolliert, ich denke jeder Polizist weiß was da abgeht.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Deutz tim
    Hallo, der Hanno sieht ja mit dieser Farbgebung so richtig ökomanzenmässig aus...
    Hoffentlich hat er Pflanzenöl im Tank, sonst wäre das ja ökofusselogisch nicht korrekt.
    Und der Sitz? Na ja ich sehe das darwinistisch (das Prinzip der natürlichen Auslese), beim Rückwärtsfahren vom eigenen Trecker überrollt...


    Wenn da nur die Unbeteilgten nicht gefährdet würden.


    Gruß Lutz K

    Gott beschütze diesen Hof vor Sturm und Wind und vor Bulldogs die aus Mannheim sind.


    Lieber richtige Schlepper aus Hannover und Friedrichshafen

  • Hallo,


    Im Prinzip ist es seit 1950 nicht mehr erlaubt, einen Glühkopfbulldog mittels Lenkrad zu starten. Die ab 1950 gebauten Bulldogs hatten alle eine an die Schwungräder angeschraubte Anwurfscheibe, das Lenkrad war fest im Cockpit arretiert. Solange beim Start nichts passiert, kräht da auch kein Hahn nach. Aber wenn man es mal ganz genau nimmt, zahlt im Falle eines Unfalls keine Versicherung. Es sei denn der Bulldog hat ein historischs Kennzeichen. Dann muß er sogar original mit Lenkrad gestartet werden, wenn vor 1950 gebaut bzw. ab Werk so vorgesehen, um die Steuervergünstigung zu bekommen.


    Auch ich bin der Meinung, die verantwortlichen Personen hätten konsequent bleiben und dem betrunkenen Bulldogbesitzer das Lenkrad weg nehmen müssen, zur Sicherheit die Heizlampe gleich mit. Schon mit dieser können bei unsachgemäßer Handhabung die schlimmsten Unfälle passieren. Das hört sich jetzt vielleicht brutal an, aber bei sowas würde ich bei Uneinsichtigkeit die Polizei auf den Plan rufen. Nicht das ich jemanden was wollte, aber die Sicherheit bleibt oberste Priorität! Hoffe das hört sich nicht so Lehrermäßig an, ist aber so....


    Ich bin für eine Art Bedienerschein für den Start mit Lenkrad. Vielleicht könnte man seitens der Vereine mal Lehrgänge anbieten, wo von sachkundiger Hand eine richtige Bedienung gezeigt wird. Abschließend müssen die Kursteilnehmer das genau nach Vorschrift nach machen. Jeder Teilnehmer erhält abschließend eine Urkunde wo drauf steht, daß er/sie "zum Start eines Glühkopfmotors mittels Lenkrad befähigt ist", oder irgendwie sowas.


    Wäre mal überlegenswert. Dann hört das auch mal auf mit dem wilden, übermäßigen Spritvorpumpen vor dem Start.


    Wie ist die Geschichte eigentlich ausgegangen? Krankenwagen? Polizei? Das muß doch ein riesen Theater gewesen sein? :cry:


    Gruß Gordon

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  • Hi Gordon,


    eine solche "Befähigungsbescheinigung" könnte sich dann auch zu einem Schuss entwickeln, der nach hinten los geht - ich möchte eine solche Urkunde nicht unterschreiben und ich möchte auch nicht, dass sich das Wappen und der Name des BC-NH drauf befindet.


    Sicher bedeuten Bescheinigungen nicht, dass das vermittelte jederzeit fehlerfrei umgesetzt wird - siehe Führerschein. In einem Fall wie oben geschildert, würden, bei vorliegenden Bulldoganwerfschein, Richter und Staatsanwalt den/die Aussteller sicher fragen, wer ihn/sie zur Ausgabe berechtigt hat (sprich Nachweis der Ausbildungsbefähigung).


    Betrunkene muss man notfalls, wenn Gefahr in Verzug ist, von der Polizei des Platzes verweisen lassen.

  • Zitat

    Betrunkene muss man notfalls, wenn Gefahr in Verzug ist, von der Polizei des Platzes verweisen lassen.


    Jaja, das sagt sich so immer schnell daher, dann mach das mal mit langjährigen treuen Besucher deiner Ausstellung mit denen man schon das ein oder andere Bier getrunken hat. Da überlegt sich sicherlich jeder 10mal ob er da Grün-Weiss auf den Platz holt.


    Grüsse


    Andreas

    Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche !
    Che Guevara