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Flankenspiel: Tellerrad - Kegelrad (Triebling) einstellen

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    Hallo,


    Ich habe mein ZF A8/6 Getriebe total zerlegt. Derzeit bin ich beim Zusammenbau und würde gerne wissen wie man am geschicktesten das Flankenspiel des Tellerrades und des Kegelrades (Triebling) einstellt. wer hat hilfreiche Tips?


    Grüsse,

  • Leider nicht, denn da tun sich schon Profis schwer.
    Da kannst Du schnell ganz viel zerstören.


    Selbst mein sehr erfahrener Lamameister hat sich bei Getriebspezialisten rückversichert. Es kommt nämlich auch mit auf die Erwärmung und Ausdehung an sowie auf das Tragbild. Also, wie sie bisher gelaufen sind.


    Hast Du Lager verbaut, die nach einer Seite wandern können und diese auch richtigrum drin?


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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  • Also ich tausche keine Teile aus! Ich hab nochmal in der A8/6 Doku von ZF recherchiert. Folgendes muss beim Einbau beachtet werden:


    1.) Die eingeäzten Seriennummern auf Kegelrad und Tellerrad müssen gleich sein. Das bedeutet dann, dass dieses Paar im Werk aufeinander abgestimmt wurde, und die Soll-Werte dieses Paares auf Kegelrad und Tellerrad eingeäzt wurden. Immer nur paarweise tauschen!


    2.) Auf dem Kegelrad ist bei mir beispielsweise ein Wert von 120,5 eingeäzt. Das bedeutet, dass von der Mitte des Tellerrades bis zur Eingriffsebene des Kegelrades 120,5 Millimeter sein müssen. Das kann man mit einem Messchieber prüfen, nachdem man die Mitte des Tellerrades, bzw. die Mitte der Achsöffnungen an der Getriebeseite ermittelt hat. Laut ZF ist hier aber eine Justierung nur notwendig, wenn man das Kegelrad wechselt. Justiert wird hier über Ausgleichsscheiben hinter dem Kegelrad. Hier werde ich eine Prüfmessung durchführen.


    3.) Flankenspiel des Kegelrad/Tellerradpaares. Hierzu soll alles zusammengebaut werden, das Kegelrad ist zu arretieren. Dann wird eine Messuhr winkelrecht auf die Zahnflanke des Tellerrades gestellt und das Tellerrad im Spiel zum Kegelrad bewegt und der Weg auf der Messuhr abgelesen. Dieser Wert darf maximal 0,2 mm betragen. Die Zahl von 0,2 ist ebenfalls auf dem Tellerrad eingeäzt.


    4.) Ausserdem muss der mit einem Strich markierte Zahn des Ritzels zwischen den beiden mit einer Zahl versehenen Zähnen des Tellerrades laufen.



    @ Markus: Mit der Touchirpaste wird ja das Laufbild kontrolliert. Wie ist das Laufbild denn zu interpretieren? Wird das Laufbild auch zur Einstellung verwendet? Wenn ja, wie sieht ein ideales Laufbild aus. denkst du das eine Laufbildermittlung notwendig ist, wenn keine Teile getauscht wurden? Optisch sind die Zahnflanken von kegelrad und Tellerrad im Bestzustand. Keine Abnutzungen erkennbar.


    Die 0,2 mm Flankenspiel... ist das der wert der auf der Uhr abgelesen wird, oder muss er auf den Radius des kegelrades als Bezugsradius runtergerechnet werden? Laut ZF ist das Flankenspiel das Mass, um das sich das Tellerrad bei festgehaltenem Ritzel drehen lässt, ehe seine Zahnflanken das Ritzel berühren. Das verstehe ich eigentlich so, das die 0,2 mm auf der Uhr abgelesen werden können und man nichts auf den Ritzelradius runterrechnen muss.

  • servus hab früher an opel hinterachsen gemacht. zahnflankenspiel an der uhr ablesen. wird durch unterlegen von scheiben verändert. muss jedes mal das lager abgepresst werden. lieber genau rechnen, d. h. weniger pressen. am kegelrad steht glaub das maß drauf wie es im werk am ruhigsten lief. lagervorspannung war noch zu beachten wenn die schulterlager kegellager sind. glaub dreiviertel müssen sie ohne festschrauben in den sitz versinken, unter den schulterlagern sind wieder scheiben wegen der lagervorspannung.......20 jahre her alles.
    ziemliches gefummel. wenns zahnflankenspiel stimmt und die lagervorspannung ok ......stimmt alles! tuschierfarbe hab ich nie gebraucht.
    immer ein koffer spezialwerkzeug...
    viel erfolg


    jou theo.

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  • Ich musste dies auch erstmals dieses Jahr im Rahmen der Meisterprüfung machen,ich meine es war sogar eine Hinterachse von Opel,das Tragbild war mittig und ballig etwa so wie auf dem unteren Bild,wir musste vor dem Zerlegen noch den Reibwert ermitteln und versuchen das dieser danach auch wieder halbwegs passt! Ganz falsch kann das was ich da abgeliefert habe jedenfalls nicht gewesen sein denn es hat gereicht :) Ich hoffe diese Arbeit so schnell nicht mehr tun zu müssen,kostet vorallem unter Zeitdruck richtig Nerven...
    Gruß
    Martin

  • Also ich hab das Flankenspiel jetzt eingestellt. Ist eigentlich gar keine grosse Sache! Wie im Foto zu sehen muss man eine Messuhr korrekt positionieren und das Kegelradritzel fest und spielfrei arretieren. Da ich ja keine Neuteile wie Tellerrad, Kegelrad oder Lager verbaut habe, habe ich auch die Abstandsscheiben erst mal übernommen. Man muss allerdings darauf achten, dass man die Messungen auch immer mit Dichtmasse zwischen den Achsrohren und dem Gehäuse durchführt, da dies sich in einigen 1/00 Millimetern Bemerkbar macht. Bei mir waren das mit Hylomar Dichtstoff besipielsweise 0,05 mm. Der Sollwert auf meinem Tellerrad ist mit 0,2 mm eingeätzt, ich habe 0,18 gemessen.


    Ausserdem habe ich dann noch mit Touchierpaste das Laufbild kontrolliert, dieses war perfekt satt und einheitlich, allerdings nicht ganz mittig, dies liegt aber an dem oben Beschriebenen Abstand zwischenTellerradmitte und Eingriffebene des Kegelrades. Das Abnutzbild auf den Zahnflanken hat aber gezeigt, dass dies schon seit Beginn an so gelaufen ist, da werde ich jetzt nichts korrigieren.


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