Beiträge von Andreas_Eicher

    Starten möchte ich mit dem Motor:


    An sich war dieser nicht so schlecht. Hier wurde sicher schon mal etwas gemacht. Es waren noch die Orginal Zylinder und lange Mahle Kolben verbaut, die noch sehr gut ausgesehen haben.

    Trotzdem habe ich die Zylinder sowie die Kolben(kurze Version) eingebaut.

    Das Startverhalten war zwar halbwegs ok, aber nicht wie es sein sollte...

    Weiters ist er im Stand etwas unruhig gelaufen. Das Spiel zwischen Reglerfeder und Nockenwelle war zu groß. Also habe ich wie im RLF beschrieben, das Spiel eingestellt und gleich eine neue Reglerfeder eingebaut.


    Im Nachhinein war es aber dann die Einspritzpumpe die den unruhigen Leerlauf verursacht hat.


    Ansonsten noch gut in Schuss der EDK2

    Hauptlager, Pleuellager und Buchse, Mittellager, Nockenwellenlager und Lager der Lüfterwelle wurden natürlich auch getauscht. Ich habe mich wie schon bei meinem Königstiger dazu entschieden, neue Köpfe drauf zu machen... neu ist eben neu, da kann nichts schiefgehen.


    Getauscht wurde auch noch das Zahnrad und die Welle von der Ölpumpe, die waren Krumm und hatten einen Schlag.


    Der Öleinfülldeckel wurde auf die neuere Version getauscht. (Mit Entlüftung)

    Die alte Entlüftung auf der Hinterseite wurde zu gestoppelt M30x1,5 Stoppel.


    Neue Filter und Dichtungen sind obligatorisch...

    Steuerstößel, Büchsen(neue Version mit Nut) Stoßstangen und Kipphebel wurden auch ersetzt.

    Der Zusammenbau ging dann schon recht fix,wenn man das alles erst vor kurzem gemacht hat und auch noch die Einstellparameter im Kopf herum schwirren😅




    Einspritzpumpe habe ich durch eine neu aufgearbeitete 30PS Pumpe ersetzt.

    Neue Düseneinsätze eingebaut und eingestellt...


    So ich denke das war alles zum Motor 😅...


    PS

    Falls die Frage aufkommt...

    Alle Ersatzteile wurden von Fa. Eicher oder Traktorteile Nolten bezogen.

    Letzterer bezieht die Teile auch aus Ganacker...


    So weiter gehts im nächsten Bericht mit dem Getriebe....

    Hallo,


    Ich möchte euch wieder an der Restauration meines G280 teilhaben lassen.


    Kurze Vorgeschichte:


    Habe den G280 im Sommer 2020 mit dem Wissen, dass mit der Achse etwas nicht stimmt gekauft.

    Unter Last war ein sehr deutliches Rattern zu hören.

    Also nichts wie ran ans zerlegen...


    Ergebnis:


    Verbogene Achswelle, Zahnrad und Lagersitze defekt.


    Nach langer Suche wurde ich auf Ebay fündig und habe mir gleich die komplette Achse gekauft.


    Während der langen Sucherei, findet man natürlich am zerlegten Traktor viele Sachen, die gemacht werden müssen. Da kam immer mehr der Gedanke, den Geräteträger komplett neu aufzubauen. Alleine wegen der Tatsache, dass er mal in der falschen Farbe lackiert wurde.


    Habe dann zwischenzeitlich angefangen die abgebautenTeile zu entlacken und teilweise zu grundieren. Ab da gab es kein Zurück mehr.


    Nachdem ich beide Achsen neu abgedichtet und gelagert hatte, wurde ein Probelauf durchgeführt.

    Danach brauchte ich erstmal etwas Ruhe und Motivation.

    So ca 5 Monate 😁

    Aber dann ging es los!!!


    Möchte erstmal wieder alle Neuteile auflisten die getauscht wurden.


    Motor:


    Neue Zylinder, Kolben und Köpfe

    Alle Lager und Dichtungen

    Stößelstangen + Steuerstößel + Buchsen und Kipphebel

    Reglerfeder

    ESP überholt

    Kupplung neu (von RBK)

    Getriebe:

    Sämtliche Lager und Dichtungen

    Bremsring

    Auf Schnellgang umgerüstet ca30kmh


    Vorderachse:

    Mittelachse neu gelagert

    Achsschenkel neu aufgebaut

    Alle Lager und Buchsen getauscht.


    Beide Hydraulikventile abgedichtet bzw repariert.

    Hubwerk abgedichtet( außer die Hubwelle... Fehler!!!!!)


    Der Traktor wurde in alle Einzelteile zerlegt, gereinigt, teilweise sandgestrahlt oder abgeschliffen.

    Danach grundiert und mit Orginal Eicher Alpenblau lackiert.


    Da das Lenkgetriebe schon sehr mitgenommen war, habe ich mich dazu entschlossen eine hydraulische Lenkung einzubauen.

    erstmal ein vorher nacher Foto



    weiter gehts dann mit einigen Bildern und kurzen Beschreibungen der Restauration.

    Sg Andreas

    hi


    Hier noch ein paar Bilder...


    Mit der Messuhr kann man den OT exakt ermitteln...


    Wenn du Interesse hast, ich habe von meiner Motorreparatur einen Bericht online gestellt.



    Sg Andreas

    Was mir derzeit noch Probleme bereitet ist folgendes....



    Die Lichtmaschine habe ich mit einem Reparatursatz eigentlich komplett erneuert!

    Lager/Kohlen/Rotor/Feldwicklung.


    Neuer Gleichstromregler Bosch 0190215028 ist auch eingebaut


    Die Batterie wird zwar geladen...

    Stillstand 12,7V

    Mittlere Drehzahl 13,4V


    Aber der Regler oder die Lima zieht 0,135A Kriechstrom.


    Zuerst dachte ich dass es der Regler sein muss... Da ich den alten Regler eingebaut habe und ich hier keinen Kriechstrom gemessen habe. (allerdings lädt die Anlage mit dem alten Regler auch nicht mehr)


    Neuen Regler reklamiert, ausgetauscht und wieder eingebaut!


    Wieder der selbe Fehler... 0,135A???


    Was kann noch sein?

    Habe zig mal alles kontrolliert ob ich alles richtig angeschlossen habe...


    Was könnte ich noch messen? Bzw wie?


    Muss das Regler Gehäuse isoliert an dem Luftleitblech befestigt werden?



    Kann mir hier jemand weiterhelfen?


    Danke sg Andreas

    Darf ich Dich fragen, woher Du diesen wunderbaren Blinker- und Hupe-Schalter hast?

    Oldtimer Jehle.

    Ist aber schon länger her.

    Ja der Balg ist auch bei mir etwas steif, dass der Blinker am Anfang wieder zurück gedrückt wurde.

    Habe dann innen etwas herausgezwickt, weil die Schraube für die Masseleitung am Gummi gestreift hat. Dann wars besser.

    Der Gummi ist mit der Zeit auch weicher geworden.

    in der kalten und ruhigen Jahreszeit würden mir die Finger abfrieren

    Ist doch eine schöne Wohnzimmer Arbeit! 😀

    Hab mir im Wohnzimmer einen Karton aufgelegt, und jeden Tag am Abend weiter gemacht...


    Lediglich den Ein und Ausbau musst du halt beim Schlepper machen.



    Vielen Dank

    Sg

    Hallo,


    Komisch, ich habe es jetzt noch einmal versucht...

    Ich sehe sie alle...

    Ansonsten weiß ich auch nicht was ich falsch mache!

    Alles einzeln raus bauen und sofort das neue Kabel ziehen

    Nein, habe schon alles auf einmal "ausgebaut"

    Ist ja doch recht überschaubar...

    Die alten Stränge auflegen und nachbauen...


    Bei Kabelknecht gibts je 10m.

    Habe von jeder Farbe 10m bestellt

    War bei mir ausreichend... Es bleibt halt einiges über, bei 2-3 Farben war es dann aber auch eng.

    Preislich hält sich das ganze auch in Grenzen.


    Aber es macht schon Sinn die orginalen Farben zu verwenden, vorallem wenn man darin nicht so geübt ist...

    Wenn im Nachhinein etwas nicht funktioniert, ist es extrem mühsam😬


    Sieht man die Fotos jetzt?


    Sg Andreas

    Hallo,


    Weiter gehts mit der Elektrik!


    Hier gibts nicht viel zu erklären.


    Ich habe bei Kabelknecht alle Leitungen(die richtigen Farben lt. Plan) und Isolierschläuche bestellt.


    Verbautes Blinkerrelais:

    HELLA 4DN 008 768-151 Blinkgeber - 12V - 6-polig


    Warnblinkschalter:

    HELLA 6HD 002 535-101 Warnblinkschalter - Zugbetätigung - 12V


    Ich habe mir dann die einzelnen Kabelstränge ausgebaut und 1:1 nachgebaut.


    Alt:

    Neu:

    Hier ein Plan wie ich den Warnblickschalter angeschlossen habe...



    Hier ein Plan wie ich den Warnblickschalter angeschlossen habe...




    Danke nochmal an Johannes für die Unterstützung!!


    Ich wünsche allen besinnliche Festtage!!

    Bleibt gesund!


    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,


    Anscheinend ist das ein anderer Deckel


    Von unten ist eine Sechskantschraube eingeschraubt. (in der Art Hohlschraube) mit Feder und Kugel.


    Habe jetzt insgesamt 3 Kupferringe beigelegt, damit die Federvorspannung geringer wird.

    Natürlich außen am Gewinde!


    Jetzt hat er bei Standgas 3,8Bar



    Besten Dank

    Sg Andreas

    Weiter gehts mit den Eicher EDK 3 Zylinderköpfen:


    Köpfe aufgesetzt, Krümmer und Ansaugstutzen zur Zentrierung montiert, Zuganker und Muttern eingeölt und mit vorgeschriebenen Drehmoment ca. 70nm kreuz und stufenweise, angezogen.



    Wichtig:


    Als nächstes sollten alle Lüfterbleche bzw Lüfterwelle montiert werden.

    Und zwar VOR den Schutzhülsen, Stoßstangen und Kipphebelböcke.

    Ich spreche da aus Erfahrung... Es muss wieder alles runter genommen werden!!



    Schutzrohre, Stoßstangen und Kipphebelböcke montiert.



    Ventilspiel habe ich auch noch bei ausgebautem Motor eingestellt, da durch die freie Schwungscheibe das Drehen des Motors wesentlich einfacher funktioniert.

    Ventilspiel bei kaltem Motor 0,15mm



    Einspritzpumpe eingebaut (vorgeschriebene Markierung beachten) und alle Dieselleitungen angeschraubt.

    Für die spezielle Schlitzmutter habe ich mir schon beim Ausbau, aus einer Sechskantstange, ein passendes Werkzeug gefertigt. Ca 50nm.



    Düsen eingesetzt und festgezogen ca. 50nm.

    Habe dann noch alle Schläuche für den Dieselrücklauf getauscht.


    Nun konnte der Motor wieder an die Kupplungsglocke angeflanscht werden.

    Da ich einen sehr rauen und schiefen Boden in meine Werkstatt habe, war das etwas schwierig... 😏 Noch dazu besitze ich nur einen fahrbaren Wagenheber.



    Bevor der Ölfilterdeckel montiert wurde, habe ich noch reichlich Öl mit einem Schlauch in die Ölpumpe gedrückt.


    Vor dem Aufschrauben des Filter mit Öl befüllen.

    Alle Deckel montiert und Öl 15w40 eingefüllt.

    Kupplung eingestellt, Dieselleitungen entlüftet und alle anderen Kleinigkeiten montiert.

    Öldruckmessgerät, usw. angeschlossen.


    Nun konnte gestartet werden....


    Einspritzpumpe auf 0 Förderung gestellt und den Motor ein paar Umdrehungen drehen lassen.

    Alternativ könnten die Einspritzdüsen nochmal herausgezogen werden. Aber ich denke das ist Geschmackssache und jedem selbst überlassen!


    Einspritzpumpe auf volle Förderung gestellt, gefühlte 5 Umdrehungen, 3 Huster und der Motor lief!!!

    Öldruck lag gleich an 5 Bar Standgas


    Bei ca. 1800U ca. 6 Bar (Öl war da noch kalt)


    Wer hätte das gedacht...

    Ich konnte meine Freude kaum verbergen!!


    Ich bin schon etwas stolz auf mich und möchte noch einmal betonen, dass es ohne das Traktorhof Oldtimer Forum hier nicht möglich gewesen wäre DANKE! Ich komme aus Österreich nähe Wien, hier in der Nähe gibt es kaum Eicher, geschweige denn Leute die sich damit auskennen. (zumindest kenne ich niemanden)


    Den Motor habe ich während ich die Werkstatt ( in Wirklichkeit unsere Garage 😁) zusammen geräumt habe, warmlaufen lassen.



    Weiters habe ich noch mein neues selbstgemachtes Sitzbrett montiert.


    Erste Ausfahrt!!

    😍😍



    Falls mir noch etwas auffällt werde ich euch natürlich berichten.

    Wenn jemand Fragen oder Anregungen hat, bitte immer gerne!!


    Ich hoffe dass euch mein Bericht gefällt.


    Schönen Abend

    Andreas

    Beim Kupplungseinbau des Eicher EDK 3 war es sehr hilfreich, dass ich die Hohlwelle und Antriebswelle noch ausgebaut hatte.

    Beide Wellen einführen, Fahrscheibe aufschieben und den Automaten samt den Wellen auf die Schwungscheibe aufsetzen und festschrauben.

    Somit ist die Fahrscheibe durch das Pilotlager und der Hohlwelle schön zentriert.


    Die Wellen habe ich im Anschluss auch wieder eingebaut, natürlich mit neuem Nadellager, Stiftschrauben samt Sicherungsscheiben. (Hohlwelle Getriebeeingang)

    Geschmiert wurden die Lager, Ausrücker und Verzahnungen mit SACHS ‪4200 080 050 Fett.



    Nun war es endlich soweit, die Zylinderköpfe und Pleuel sind eingetroffen.

    Konnte es kaum erwarten...

    Leider ließ die Ernüchterung nicht lange auf sich warten.


    1. Eine Pleuelbuchse hatte doch recht viel Spiel am Kolbenbolzen. Diese war auch aus einem anderen Material gefertigt.

    Reklamiert, ausgetauscht Fertig!!

    2. Der Einstich der Nut hat auch nicht gepasst. Näher möchte ich auf dieses Thema nicht eingehen.

    3. Nach Kontrolle des Ventilrückstands

    von 0.5mm bis 0.09mm war alles dabei, wurde ich doch sehr misstrauisch und baute die Ventile aus.

    3 der 6 Ventilführungen waren stark verrieben. Dementsprechend groß war auch das Spiel in der Führung.



    Nach Rücksprache mit dem Instandsetzer, haben wir uns letztendlich geeinigt, dass ich meine Köpfe zurück schicke und ich 3 Stk. komplett neue Köpfe direkt von Eicher erhalte!


    Ich möchte erwähnen, dass der Kontakt zum Instandsetzer sehr gut war.

    Dieser war zu jeder Zeit sehr kulant und freundlich!!! Es sind Fehler passiert, aber diese wurden zu 200% wieder ausgebessert!


    Etwa 1,5 Wochen später, konnte ich mit dem Zusammenbau beginnen.


    Die neuen Eicher Zylinder und Kolben gereinigt und alles schön eingeölt.

    Pleuel am Kolben montiert. Ausrichtung unbedingt beachten!

    Zylinder verkehrt auf den Tisch gestellt und Kolben schön langsam und vorsichtig eingeführt. Kolbenringe vorher so verdreht, dass die Stöße nicht fluchten ca. 1/3.


    Die Ringe habe ich mit den Fingern zusammengedrückt und über den Konus vom Zylinder eingefädelt.



    Vor dem Aufsetzen der Zylinder habe ich die Pleuelschalen eingesetzt und je Zylinder 2x 0,3mm und 1x 0,1mm Ausgleichsscheiben aufgezogen.


    Pleuelzapfen auf OT drehen und mit reichlich Öl am Zapfen die Zylinder samt Kolben und Pleuel vorsichtig aufsetzen.

    Hier habe ich die Pleuel so weit wie möglich vom Zylinder raus stehen lassen, um den Zapfen besser sehen zu können. Wenn die Lagerschale satt aufsitzt die Kurbelwelle so drehen, dass man die Schale durch den Seitendeckel anschrauben kann.

    Danach kann der Zylinder vollständig aufgeschoben werden.



    Spaltmaß einstellen!

    Ich habe mir hierfür eine Brücke gefertigt.

    Pleuelschrauben VORERST mit (40nm) angezogen. Ebenso die Spannbrücke mit eingeölten Muttern mit 40nm angezogen. Um die Auflagefläche der Zylinderköpfe zu schützen, habe ich ein Gewebeband zwischen Zylinder und Spannbrücke gelegt.


    Mit einer Messuhr den genauen OT ermittelt und mit einem Tiefenmessschieber lt. Anleitung gemessen. (Anleitung liegt bei den neuen Zylindern bei)

    8mm von Zylinderwand auf Höhe des Kolbenbolzens. 0,8 +0,1


    In meinem Fall musste ich noch eine 0,3mm Scheibe beilegen, also hatte ich insgesamt 3x0,3mm und 1x 0,1mm beigelegt.

    Dabei lag ich zwischen 0,8 und 0,85mm.



    Weiter gehts im nächsten Bericht.

    Für die Eicher 3007s EDK 3 Restauration wurden Mittellager und Hauptlager getauscht:

    Für das Hauptlager habe ich mir für den Aus und Einbau einen Abzieher gebaut.



    Zum Abziehen bzw. Abdrücken der Zahnräder und Nockenwelle wurden auch einfache Schrauben verwendet.



    Nachdem der Motor jetzt komplett zerlegt war, habe ich ihn auch gleich "nachlackiert"

    Manche werden jetzt den Kopf schütteln, da ich den alten Lack bzw. Grundierung nicht abgeschliffen habe, aber diese Arbeit wollte ich mir nicht antun!

    Lediglich etwas angeschliffen und mit Verdünner abgerieben.


    Mittlerweile ist die neue AT Kupplung und die neuen Ausrücker von RBK eingetroffen!

    Kann ich von meiner Seite nur empfehlen.

    Sehr freundlich, hilfsbereit und schnell!

    Die Kupplung schaut super aus.

    Ausrücker wurden auch gleich eingebaut.



    Vor dem Einbau der Kurbelwelle wurde noch das Pilotlager getauscht.

    Dieses sollte ca. 1 Woche in Öl eingelegt werden.



    Einbau der Kurbelwelle:

    Ging recht fix und problemlos. Obwohl es ein 3 Zylinder Motor ist, habe ich die Ringmutter mit Loctite gesichert.

    Die Mutter der Schwungscheibe habe nicht wie im RLF beschrieben mit 700nm angezogen, sondern wieder mit dem Flacheisen fest gemacht. Das soll kein Tipp sein, sondern das muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte keine Möglichkeit einen passenden Drehmomentschlüssel aufzutreiben. Auch hätte ich nicht gewusst wie ich die Kurbelwelle gegen halten soll.


    Weiter gehts im nächsten Bericht.

    Hallo,


    mein Bericht zur Motorüberholung und Restauration meines Eicher 3007s EDK 3 Bj. 1969. Mit aktuell 8190 Stunden.


    Zu aller erst, möchte ich mich auf diesem Weg bei allen mitwirkenden dieses Forums bedanken!!

    Ohne euch wäre es mir nicht möglich gewesen, den Motor in der Art zu überholen.


    Vielleicht kann ich mit meinem Bericht auch jemanden weiterhelfen.


    Kurz zum Zustand vor der Revision.

    8190 Stunden,

    Motor lässt sich bei niedrigen Temperaturen nur schwer starten, wobei niedrig unter 15Grad heißt.

    Außerdem qualmte er schon sehr stark aus der Entlüftung und beim Gas geben hat er immer einer schöne Wolke rausgeblasen.

    Am Schluss ist dann noch ein Ausbläser hinzu gekommen und natürlich etliche undichten Stellen.

    Das Ventilspiel konnte auch nicht mehr ordentlich eingestellt werden.

    Leider habe ich versäumt den Öldruck vorher zu messen, da war ich einfach mit dem zerlegen zu schnell.


    Anfangen möchte ich mit einer Auflistung, welche Teile bei der Eicher EDK 3 Restauration getauscht bzw. aufgearbeitet worden sind, wobei ich ursprünglich nur die Laufgarnituren und die Köpfe machen wollte.


    Kolben (kurz), Zylinder, Pleuellager, Pleuelbuchsen, Pleuel ausgewinkelt, Hauptlager, Mittellager, Nockenwellenlager, Lager der Lüfterwelle, Keilriemen, Steuerstößel, Stoßstangen + Einstellschrauben,

    Zylinderköpfe (komplett neu)

    Einsätze der ESD, Duplokupplung im AT, Beide Ausrücklager, Pilotlager, Alle Filter und Dichtungen, ESP Überholt,


    Also los ging es natürlich mit dem Zerlegen EDK 3 Motors!

    Da ich ja, wie vorhin schon gesagt, nur die Laufgarnituren tauschen wollte blieb der Motor eingebaut.

    Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, möchte ich euch natürlich viele Bilder zeigen.



    Nachdem die Zylinder und Kolben ausgebaut waren, hat sich die Dringlichkeit der Revision gleich einmal bestätigt!

    Ich denke es ist noch alles original, also noch die erste Garnitur. Wahrscheinlich wurden die Ringe ein oder mehrmals getauscht.

    Seht selbst:



    Der Kopf der ersten Garnitur wurde schon mal "fachmännisch" bearbeitet.


    Kopf geplant und ein 0,4mm Kupferdichtring beigelegt, aber ohne Nut.

    Sonst waren die Köpfe auch schon sehr heruntergefahren( Ventilrückstand, Ventile, sehr starkes Spiel in der Ventilführung)

    Die Köpfe habe ich nach gründlicher Reinigung zur Instandsetzung geschickt.


    Die Einspritzpumpe und die Einspritzdüsen durften sich auch über eine Überprüfung freuen. Bei der ESP wurden ein paar Kleinigkeiten getauscht und eingestellt. Die Düsen wurden auch neu bestückt.



    Jetzt kam das große warten... Insgesamt habe ich 6 Wochen auf die Köpfe und Einspritzpumpe gewartet.

    Und je länger ich gewartet habe, desto mehr habe ich meinen Eicher zerlegt.

    Und gut wars.


    Der Räderkastendeckel war unterhalb der Riemenscheibe komplett oxidiert. Anscheinend war die Öffnung zwischen Motor und Anbaubock schon längere Zeit zu. Dadurch hat sich hier Dreck und Wasser angestaut und den Deckel regelrecht zerfressen.



    Habe diesen dann gebraucht gekauft und neu lackiert.


    Weiter ging es mit der Lüfterwelle.

    Alle Luftleitbleche und Welle wurden demontiert.


    Obwohl die Lager nicht schlecht waren, habe ich sie durch geschlossene Lager ersetzt.


    Da ich hier im Oldtimer Forum immer wieder vom Öldruck in Verbindung mit den Mittellagern und dem Hauptlager gelesen habe, hat mir das keine Ruhe gelassen. Zwar hat der Eicher 3007 einen Patronenfilter und die Laufflächen der Pleuelzapfen waren auch noch sehr schön, habe ich mich dazu entschieden, die Kurbelwelle auszubauen.


    Die Kupplung wollte ich sowieso kontrollieren. Bei dieser konnte die Zapfwelle nicht mehr ausgekuppelt werden, die Ausrücklager waren auch schon sehr laut.

    Also wurde der Motor ausgebaut, hierzu habe ich mir ein Rollwagen gebaut.



    Die Zapfwellenkupplung war hinüber!

    Sie war komplett fest und verzogen.

    Es wurde wahrscheinlich mal versucht sie wieder loszudrehen indem man sie stark belastet, dabei hat sich die Scheibe wohl verzogen. Die Hohlwelle wurde durch den unrunden Lauf außen etwas abgeschliffen. Auch die Zapfenschrauben am Getriebeeingang waren abgerissen.



    Ausbau der Kurbelwelle!

    Für die Mutter der Schwungscheibe habe ich mir eine 70er Nuss an ein Flacheisen angeschweißt. So ging das lösen sehr gut!

    Zum Lösen der Schwungscheibe die Mutter nur ein paar Umdrehungen abschrauben, mit Holzkeilen einkeilen. Prellschläge auf die Scheibe haben bei mir nicht geholfen, daher habe ich den Anlasser ausgebaut und durch die Öffnung mit einem Pfosten durchgeschlagen.

    Ringmutter, Lagerschild, Schrauben der Mittellager und Zahnrad entfernt und Kurbelwelle ausgebaut.



    Weiter gehts im nächsten Beitrag!

    Hallo Hermann,


    Wenn du es noch nicht geschafft hast:


    Die 4 Sechskantschrauben mit Zapfen hast du schon entfernt...


    Du musst den Ausrücker (dieser besteht ja aus 2 Teilen) beim herausziehen dann etwas verdrehen, zumindest den hinteren Teil, um bei den Gabeln vorbei zu kommen.


    Wenn der Ausrücker dann unten ist, kommst du zu den 4 Innensechskant Schrauben.

    Das Rohr kannst du aber nur dann demontieren, wenn du die Antriebswelle und Hohlwelle mit ausbaust.


    Ansonsten müsstest du die Gabeln auch heraus nehmen.



    Ich hoffe ich konnte dir helfen.


    Wenn nicht sag bescheid.


    Sg Andreas

    Guten Abend,


    So habe nun die Tauschkupplung + neue Ausrücklager von RBK eingebaut. Natürlich schön zentriert.


    Bevor es nun weiter geht habe ich noch ein paar Fragen wo ich mir unsicher bin.


    1.

    Was muss/darf an den Ausrücklagern geschmiert werden.

    In den Hülsen wo die Ausrücklager laufen ist klar.

    Müssen die Laufflächen geschmiert werden? Ausrückhebeln?


    2.

    Nadellager in der Hohlwelle schmieren?

    Und weißt jemand was für einen Nutzen die 2 Ringe (Deckscheibe) vor dem Lager haben?

    Habe ein neues Lager eingebaut und diese Scheiben wieder eingesetzt. Kann mir aber nicht erklären, was die dort machen 😀


    3.

    Habe ein neues Pilotlager eingepresst.

    Gehört da Fett oder ähnliches rein?

    Habe bedenken wegen der Kupplung.


    Würde mich über eure Antworten sehr freuen.


    Einen schönen Freitag Abend

    Schöne Grüße Andreas

    Hi,


    Also Lager ist draußen...

    War erstaunlich fest 😁

    Zuerst habe ich versucht es heraus zu klopfen, ohne Erfolg.


    Heute habe ich mir dann in der Arbeit ein passendes Werkzeug gefertigt...


    Hier ein paar Bilder falls mal jemand vor dem selben Problem steht...



    Sg Andreas