Hallo zusammen,
ich habe an meinem G25 neue Laufsätze montiert und die Köpfe überholen lassen. Die Kolben waren laut Gravur ca. 30 Jahre alt, der lüfterseitige hat einen dezenten Riss aufzuweisen, schwungradseitig sah für mich wenig auffällig aus.


Von den Köpfen her ist es umgekehrt, lüfterseitig nur verrußt, schwungradseitig mit Riss zwischen den Ventilen. Der Kopf ohne Risse hat allerdings eine andere Gussnummer, und wenn 63-2 und 9-75 das Produktionsdatum ist, wäre der intakte damit ein Tauschkopf. Das würde auch die eingeschrumpften Stößelrohre erklären, die der schadhafte Kopf noch nicht hatte. Ich finde es auch spannend, dass nach dem Ende der Motorenproduktion dann noch Güldnerteile hergestellt wurden.


Riss im Detail: 
Unter 10° C fiel das Starten schwer, und kalt war ein Ausblasen durch die Rippen der Motorhaube ersichtlich. Warm dann keine Probleme mehr. Kompressionstest mit einem BGS-Satz hat auf beiden Zylindern 29 bar nach 2-3 Umdrehungen kalt angezeigt.
Meine laienhafte Interpretation wäre, dass die Düse lüfterseitig wohl ein schlechtes Spritzbild hatte, und der Kolben dadurch punktuell zu warm wurde. Dort hat es ja auch einen hübschen Krater ausgehoben. Würde auch das schlechte Startverhalten erklären. Der Riss im Kopf könnte das Ausblasen im kalten Zustand erklären. Bei Betriebstemperatur wäre durch die Wärmeausdehnung damit Schluss. Zum dem gesprenkeltem Muster auf dem Einlassventil habe ich noch keine Erklärung finden können.
Klingt das plausibel? Oder haben die Motorenspezis noch etwas anzumerken?
Grüße
Clemens