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Beiträge von jweitzel

    Da möchte ich Justfendt gerne zustimmen: Ich hatte früher einen Deutz F2L/612 (?) mit immerhin 18 PS. Den musste mir der Nachbar mal in die Werkstatt abschleppen, weil einer der Kipphebel runter in die Ölwanne gefallen war (!). Also Abschleppstange her (immerhin kein Seil), eingehängt und los ging's: Der Nachbar wollte natürlich zeigen, was in seinem Schmalspur drinne steckt und fuhr auf der Landstraße seine vollen 40 km/h aus. Hinten vergingen mir Hören und sehen! Der Traktor war fast nicht mehr in der Spur zu halten bei der Geschwindigkeit und hatte meine Not, nicht umzuschlagen.


    Mal abgesehen, dass Du beim TÜV wohl schärfste Hürden zu nehmen hättest oder die Versicherung die entstandenen 250 tsd € Schaden an Dich durch reicht, würde ich aufs Schärfste davon abraten.


    Weiß allerdings auch überhaupt nicht, warum Männer sich irgend welche alten Geisen an Land ziehen und die dann unbedingt zu einer gakeligen Gazelle (ist ja eher ein Nashorn im freien Fall) umfunktionieren? Dann holt Euch doch einen Opel Manta oder englischen Spyder und vergrabt da drin das Geld.


    Die ganze Mechanik, Vorspur, Lenkgeometrie, Getriebe und Radlager sind doch überhaupt nicht für solche (Umdrehungs-)Geschwindigkeiten ausgelegt.


    Grüße von Johannes

    Ich kenne mich mit New Holland nicht aus. Bei meinem Eicher haben die Räder eine Einpresstiefe fast bis zu den Felgenhörnern auf der anderen Seite des Rades. Da nun noch die Felgen unsymmetrisch mit dem Felgenträger verschraubt sind, kann man Montagerichtung des ganzen Rades und der Felgen tauschen.

    Es ergibt sich so eine Gesamt-Spurbreitenvariation von max. 34 cm.


    Johannes

    Herzlichen Dank Euch, Tobi und Jörg!


    die gelöste Überwurfmutter kommt meiner Vorstellung, dass man doch sonst die Luftblasen immer nur hin- und herpumpen würde, recht entgegen. Wenn man vorsichtig ist (und die Frau daneben stellt zum Gucken ;-) dann sollte da nicht allzu viel Öl verloren gehen. Aber die Leitung wäre dann auch schon mal mit Öl gefüllt, und es können dann wirklich nur noch sehr geringe Mengen Luft sein, die im System zirkulieren.


    Nochmals danke!


    von Johannes

    Hallo Leute,


    mit viel Gedöhns hatte ich ja erfolgreich meinen Eicher mit seinem originalen Grundsteuergerät auf eine doppelwirkende Hydraulik ausgebaut.

    Nun habe ich auch eines der Ziele der Übung realisiert: Meinen Mulcher mit Seitenverschub von Hand um einen vorgesehenen (dopp. wirkenden) Hydraulikzylinder und Anschlussschläuche zu erweitern.


    Problem/Frage: Der Zylinder wurde offenbar mit Ölfüllung (natürlich nur auf der einen Seite des dopp. wirkenden Kolben) geliefert und dann die Anschlüsse für den Transport mit Stopfen verschlossen. Die zwei separat gelieferten Hydraulik-Leitungen sind jedoch leer.

    Nimmt man diesen neuen Anbau nun einfach in Betrieb und hofft, dass die in Zylinder und Leitungen vorhandenen Luft "sich in Luft auflöst", oder schließt man besser die Schläuche an den Traktor an und gibt Öl auf die Leitung, bis dieses am (gelockerten) Zylinderanschluss austritt?


    Nach meinem technischen Verständnis wird die Luft in den Hydr.-Leitungen ja immer nur hin und her gepumpt, einmal in den Zylinder rein (beim Betätigen), wenn ich dann den wieder Zylinder ausfahre, wird sie ja wieder zurück in die Leitung gepumpt.


    !?


    Grüße von Johannes

    Also bei meinem Eicher hat die Einspritzpumpe bisher fast 6500 Stunden gelaufen und die wurde die ganze Zeit nur mit Diesel geschmiert! Stell Dir das mal vor.

    Je näher zudem ein Erdöldestillat mit seiner Destillationsstufe an einer anderen Fraktion liegt, um so besser sind die Lösungs-/Reinigungseigenschaften. Zum Beispiel bekommt so echt fette Traktorschmiere mit Wundbenzin fast gar nicht weg, wohl aber super mit Petroleum oder WD40. Man kann sich so auch in best. Fällen mit den Lösungsmitteln "runterhangeln", also erst mit Diesel reinigen, dann Petroleum, dann Waschbenzin.


    Nun ja.

    Johannes

    Zumindest in Bezug auf den letzten Absatz irrt GTfan: Das spezifische Gewicht von Sand ist 1,32. Das heißt, unter Wasser wiegt 1 Kubikmeter Sand nur etwas über 300 kg. Da helfen auch keine kernigen Worte.

    Das ganze ist reine lineare Physik. Die Situation in dem Video wird "männlich" mit roher Gewalt gelöst. Und nur, weil dort die Männer 25 Bagger und Traktoren herbeizitieren, heißt das nicht, dass an jedem Stahlseil 70 Tonnen zu ziehen waren.

    Wenn der Bagger dort, der übrigens in einem Schlammloch versank, X Tonnen wog, dann bedarf es gemäß dem Schwerkraftgesetz kaum mehr, um ihn senkrecht aus dem Loch zu heben - mit Geduld. Denn Schlamm und Sand fließen.


    Nur am Rande: Als wir unsere Zisterne seinerzeit unter der Terasse vergruben, wurde uns geraten, sie den Winter über mit Wasser zu füllen: Auch im Erdreich entwickelt eine leere Zisterne von 2 Kubikmeter einen Auftrieb von 2000 kg.



    Danke

    Johannes

    Ich muss gestehen, dass ich ganz vorsichtig fragen möchte, ob Mccormickfreund214 und "caroline", die wir im August und September diesen Jahres erlebten, nicht eine Wesensverwandtschaft haben? Jedenfalls scheinen mir – neben der bisweilen fast nicht entschlüsselbaren Schreibe - gewisse Gedankengänge wie Lack konservieren und dann doch völlig neu Spritzen und ein nach Salatschleuder klingendes Getriebe doch recht ungewöhnlich zu sein.


    Grüße von Johannes

    Mit den tierischen notwendigen Kräften bin ich mir da gar nicht so sicher. Alleweil fahren Pampers-Panzer (SUV) durch die Gegend, die vorne so eine bordelektrische Spielzeug-Seilwinde dran haben. Die bringen auf keinen Fall die Kraft auf, die der Pamperspanzer wiegt. Das werden ein paar hundert Kilo Zugkraft sein. Auch das Stahlseil würde sich bei Mehr verabschieden. Eine 6-Zonnen- Raupe wird auch - ebenerdig - keine Materialreibung von 6 Tonnen aufbringen.

    Bei festgesaugten Teilen, so lehrts auch die Bundeswehr, ist nicht Gewalt, sondern Geduld angesagt. Und sei es, dass man über Tage immer wieder nachspannt ...


    Soweit mein Schärflein

    Johannes

    Oh nö - das ist keine gute Nachricht. Der alte ist defekt, weil da ein Kind auf dem Traktorsitz saß und - weil es bis zum Schalthebel zu weit war – mal mit dem Blinker-Hebel so "richtig schaltete". Der hing danach nur noch lose runter. Das Gummi war eh perdü.


    Vielleicht hat ja noch jemand ne Idee. Oder in Ganacker rafft sich jemand auf und guckt, ob die alle im Lager schon "überlagert" sind (har, har).


    Danke!

    Das ist echt ein Pfriemelteil, an dem halt ne Menge Drähte zusammenlaufen.

    Wichtig wäre mir ne konkrete Empfehlung oder Hinweis. Im Netz gibt es die realtiv zahlreich, aber ich habe mittlerweile 3 Stück vergeblich, wie gesagt, weil entweder der Faltenbalg aus chin. Plastik so bocksteif ist, dass das gar nicht gehen kann (ist steifer, als die Einrast-Mechanik es halten kann, wenn man den Blinker gesetzt hat), oder im Original, dass das Gummi halt schon 40 Jahre Lagerung hinter sich hatte.

    Da der Schalter so +/- im 45 Grad-Winkel aus dem Armaturengehäuse raus kommt, muss auch der Faltenbalg in sich schon abgeschrägt sein. Wie hier unten im Bild zu sehen.


    Danke für jede Hilfe!


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    Bild wurde entfernt

    Gruß

    Timo

    Hallo Leute,


    ich suche für meinen "neueren" Eicher 3351 (KöTi II) den ultimativen Blinker-Kombischalter (Einkreis, mit Hupe) mit abgewinkeltem Stock und Faltenbalg (abgeschrägt)!

    Den ersten hatte ich über einen der in der Szene bekannten Händler gekauft - da war der Faltenbalg so dick und steif, dass der Blinker-Stock gar nicht in Blink-Stellung blieb, sondern immer zurückschnappte (China). Leider war bei dem teuren Original aus Ganacker das Gummi zwar original, aber so alt und mürbe, dass es beim Einbau zerriss.


    Es wäre schön, wenn mir jemand einen Hinweis geben könnte.


    Danke,

    Johannes

    Ich würde so aus dem Bauch raus sagen, dass 1 Winter im Freien so schlimm für die Substanz des Traktors ist, wie aber wirklich -zig Jahre in einer Scheune. Der verrottet dir beim Zugucken. Owatrol bindet ab, daran hätte ich in diesem Fall kein Interesse. Ich spontan würde tatsächlich WD 40 oder Konservierungsöl von Ballistol nehmen - und eine stabile Plane drüber machen, die aber gute Belüftung von unten zulässt. Ich muss unsern Heu-Schwader seit Jahren im Freien parken und habe dafür in eine echte landwirtschaftliche Plane für über 100€ investiert. Nicht diesen Baumarkt-Mist! Den hole ich im Frühsommer absolut trocken und unverändert unter dieser Plane wieder vor. Die Räder entlaste ich zudem noch.


    Grüße von Johannes

    Der ist auf jeden Fall Legende. Und Legenden fangen bei 800,– an. Und ich bezweifle leider, dass der an dem 3351 Verwendung fand. Und soweit ich das sehe, ist der Hersteller der originalen Nachbauten heiß diskutiert.


    Dennoch danke!

    Johannes

    Hallo Leute,


    den jetzigen Fahrersitz an meinem Eicher KöTi von 1974 habe ich seinerzeit beim Kauf so mit übernommen. Der ist garantiert kein Originalteil sondern wahrscheinlich so ein Einheitssitz von Granit für knap nen Hunni. Dieser Sitz hat nun an einer Stelle, wo der Bezug mit der Schale verklebt und dann ein Kantenschutz drauf gebeppt ist, angefangen aufzuplatzen, was unaufhaltsam weiter gehen wird. Das ist so gar nicht mein Fall. Ich hab nun mal nach Bildern des Eicher 3351 im Internet geguckt und bin bis auf 1 vielleicht originalen Sitz nur auf solche "Modernisierungen" gestoßen. Das schien früher so eine ziemlich eckige gepolsterte Schale gewesen zu sein, in der man aber gut seitlichen Halt hatte.


    Frage: Hat mir jemand ein Foto eines originalen Sitzes für diesen Traktor? Oder jemand eine Empfehlung? Ich bin nun nicht jemand, der bis zu den Schmiernippeln auf Originalware beharrt. Der Sitz sollte gut gefedert sein, und dass man sich im WInter an der Metallschale nicht den Hintern oder Oberschenkel abfriert. Darf ruhig etwas kosten, aber kein grotesk modernes Teil.


    Grüße von Johannes

    Irgendwie ist dieser letzter Beitrag im Orbit hängen geblieben. So muss ich also nochmal neu schreiben.


    Abgesehen davon dass der Traktor für mich ein beneidenswert abgefahres Teil ist, freue ich mich riesig darüber, auch mal einen stolzen Traktorbesitzer samt Frau/Freundin zu Gesicht zu bekommen! Ich finde, das ist wirklich sympathisch und lässt diese ganze Technik viel lebendiger und konkreter sein. Total nett. Hier im Forum wird immer nur der Kolben auf dem Foto vorgeführt oder man lässt die Super-2-Komponenten-Hochglanz-Einbrennlackierung am Kotflügel glitzern. Manche Teilnehmer halten ja selbst ihre Rufnamen über Jahre hin verborgen. Echt. Aber ich nehme auch an, dass so mancher ohnehin sein Schätzchen "liebt" und darauf stolz ist, und das sollte man auch mal in Person zeigen.


    Man könnte ja auch mal einen thread aufmachen "ich und mein Traktor" oder so. Mich würde das sehr interessieren.


    Johannes

    Da ich kein Herkules von Statur bin, ist das echt ein Problem, die um 20 kg eines Kanisters hoch zu halten. Da hast Du voll Recht.


    Jeder, der bei der Bundeswehr "im Freien" war und auch zB. die Stromaggregate hat nachtanken müssen, weiß, dass man weder Dieselkanister noch auch zB. Milch-Tetrapack beim Ausgießen so hält, wie das sich jede Hausfrau denkt: mit dem Schnörpel am tiefsten Punkt. Da versperrt nämlich die auslaufende Flüssigkeit den Luftzutritt in das Gefäß und die Folge ist, dass der Diesel in großen "Schlucken" da raus kommt und alles versaut.

    Umgekehrt wird auch hier ein Schuh draus. Den Kanister quasi über Kopf halten, zumindest aber so liegend, dass von Anfang an auch gut Luft den Unterdruck ausgleichen kann.

    Ich steige übrigens auf einen stabilen Stuhl neben dem Traktor und tanke dann auf. Dann muss man den Kanister nicht so hoch halten.


    Und - aus eigener Doofheit - : *immer* das Tanksieb drinne lassen! Mir ist schon drei mal ein Fremdkörper in den Tank gefallen, und dann geht die Pfriemelei los.


    Grüße von Johannes

    Wie andere wissen werden, hatte ich vor meinem jetzigen Eicher einen Deutz F2L 612 - mit schwer abgeleierten Zahnsegment und Sperrklinke an der Handbremse. Das hat mal gehalten, manchmal hat es aber auch ein ganz typisches "Schlick!"-Geräusch gemacht, und die Handbremse löste sich selbstätig durch das Motor-Schütteln. Auf dem Hof hatten wir dewegen immer einen Holzscheit als Unterlegkeil.

    Das hat bei Heumachen auf einer leicht abschüssigen Wiese beinahe mal zu einem tötlichen Unfall geführt, als ich angehalten hatte, abgestiegen war und um den Traktor herum lief, um den Zettler auszuschwenken. Mit knappester Not bin ich noch von dem Ding weggekommen, bevor es gottseidank in einem Bogen die Wiese runter rollte.


    Ein unvorhersehbar sich selbständig machender Traktor ist unverantwortbar. 100% Funktionstüchtigkeit bei den Bremsen ist mir gerade gut genug.


    Johannes