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Beiträge von Frudolf

    Hallo Matthes,

    dann hätte ich ja alles richtig gemacht, wow! Jetzt bin ich schon am nächsten Projekt: einer Sachs- Dolmar 112, die ich restauriere, für einen Freund. Alles just for fun, denn, möglicherweise kommen noch schwere Zeiten auf uns zu...... Wo kommst du denn her und woher kennst du die Mosel?


    Unpassendes Thema entfernt!

    /Admin


    Da ich traditioneller Bogenschütze bin, habe ich vor einem Jahr mal ähnliche Aussagen getroffen in einem Forum und wurde prompt "zensiert". Will keiner hören! Is mir scheißegal..... Schmeißt mich hier wieder raus oder redet mit mir.......

    So, alles montiert, alles dicht.

    In den leergelaufenen Kreislauf habe ich ca. 1,7l Getriebeöl Ambra gekippt. Im Vorratsbehälter steigen danach Luftblasen auf, die Anlage füllt sich langsam. Eine zeitlang gewartet, bis das Öl nachfließt, nicht daß irgendeine Pumpe noch trockenläuft......

    Motor gestartet, nach ein paar mal Lenkrad hin- und herdrehen reagiert der Lenkzylinder. Im Vorratsbehälter steigt mehr und mehr eine schaumige Emulsion an die Oberfläche. Die habe ich mit einer Spritze weitestgehend abgesaugt und frisches Öl nachgefüllt. Das Öl im Vorratsbehälter ist noch etwas schlierig, vielleicht hätte man die Anlage spülen müssen, vielleicht ist es aber auch gut so. (?!)

    Auf jeden Fall lenkt er wieder normal. Ich hoffe, daß nicht noch irgendwo ein Öl-/Wassergemisch das System zum Rosten bringt........

    Auf dem Bild kann man jetzt auch den Sicherungsring sehen, der ein nach innen Rutschen des "Kopfes" verhindert.


    ...... oder ist es gar keine Emulsion? hat die Ölpumpe Luft mit Öl aufgeschäumt, welches dann hochsteigt?

    Thema Dichtungen:

    Bild 1 zeigt den Abstreifring/Schmutzring mit den Maßen: 22/30/7,5mm (gemessen) - diesen bekommt man leicht raus und wieder eingedrückt.

    Der Ring ist Teil eines kompletten Dichtungssatzes für ca. 35,00€.


    Bild 2 zeigt den Kopf/Verschluss des Zylinders mit allen neuen Dichtungen:

    - vorne den Abstreifring (s.o.)

    - innen drin den Nutring

    - außen eine Gleitringdichtung von x/49/3,5mm (gemessen). Anstelle dieser Dichtung war ein schwarzer O-Ring eingebaut. Das Set beinhaltete sowohl diesen, als auch den hier sichtbaren blauen Gleitring. Habe mich für den Blauen entschieden. (?)


    Als Nutring innen war verbaut: 22/30/7mm, im Set enthalten war 22/32/8mm.

    Die Nut im Kopf hat ca. 30,5mm Durchmesser und 8mm Höhe. Der 30er Nutring hat außen an seiner überstehenden "Nase" 31,5mm Durchmesser, der 32er Nutring 33mm. Also habe ich mich entschlossen, den kleineren einzubauen, auch weil ich das Gefühl hatte, den Größeren nie da rein zu bekommen.


    Mit den Fingern den Nutring innen einzudrücken: unmöglich. Es gibt diverse Nutringzangen, eine habe ich aus China bestellt, ist aber noch nicht da.

    Müsst ihr googeln, wie der Ring verformt wird........


    Auf Bild 2 seht ihr gleich mehrere Nutringe, die ich nachbestellt habe, falls ich mehrere "verfummele". Habe allerdings die kleinere Variante eingebaut, entsprechend dem Braunen im Bild.

    Es ließ mir keine Ruhe, so kam ich auf die Idee, mit dem Kabelbinder den Nutring zusammen zu quetschen, und dann mit den Fingern die Enden in eine Richtung zu biegen. Und derart habe ich das Ding tatsächlich ohne Beschädigung reingedrückt. Vorher noch Wasser gekocht und den Nutring darin erhitzt, damit er etwas weicher wird - sollen ca. 60Grad sein.


    Bild 6 zeigt den Kolben im Inneren des Zylinders. Der hat, wenn ich mich nicht irre, eine Kolbengleitringdichtung oder einen Kolbenführungsring 43/48/4mm (gemessen). (Der Ring, der da im Bild liegt, ist der zerstörte alte Ring.) Dieser ist ziemlich hart und niemals über den Aluzylinder drüberzubekommen, ohne daß er aufplatzt. Aber geht dann doch mit dem Trick (nachgestellt) auf Bild 7. Ich habe einen dicken Kabelbinder (oder irgendein flaches, stabiles Band) genommen und den Ring damit über den Rand gezogen.

    Anschließend ist der Durchmesser des Ringes vergrößert, und man muß ihn wieder "stauchen", in der Fachsprache kalibrieren. Dazu habe ich den Ring 10 Minuten mit dem schweren Kabelbinder zusammengedrückt (geht nicht so gut) und anschließend noch mal für 10min in den Zylinder gedrückt, sodaß er sich wieder passend "verkleinert". (Auch hierfür gibt es teure Spezialzangen, ging aber auch ohne)

    Auf Bild 8 und 9 ist dann noch zu sehen, daß ich die Innenwand des Zylinders, die vorne angerostet ist, mit dem Dremel blankgeschliffen habe, weil, da muß ich ja jetzt die neuen Dichtungen durchschieben.


    So, die Profis unter Euch werden sich fragen, was schreibt der hier alles zusammen!? Aber wenn du sowas noch nie gemacht hast, stehst du bei jedem Schritt wie der Ochs´vorm Berg. Wenn du das dann aber mal gemacht hast, ist alles eigentlich so easy........


    Als letztes Bild ist dann noch das passende Getriebe- und Hydrauliköl zu sehen: 20l (um alles zu wechseln brächte ich 24l) Ambra Multi F 20W30 - das ist für Getriebe, Scheibenbremsen, Hydraulik und Lenkhydraulik.


    Wenn jemand die Bedienungsanleitung für den Trecker braucht - das große Faltblatt, wo das wichtigste draufsteht, habe ich mal eingescannt und mit Photoshop wieder zusammengebaut, als pdf......


    So, das wär's dann...


    Ich hätte ja gerne verständlich und in chronologischer Abfolge Text und Bilder hintereinander angeordnet, aber leider gibt die Software hier dies nicht her. Aber ich denke, die Fotos sind selbsterklärend.

    Und, ich habe mir nochmal alle Beiträge durchgelesen: Matthes, du hattest Recht..... da ist innen noch ein Sicherungsring gewesen. Mann, mann, mann....

    So, ich habe jetzt mein Projekt, nach Wochen, soweit fertig. Wo war ich stehengeblieben?

    Ausbau des Lenkzylinders:

    Habe einen 20t Heber (auf 3-fach 40x40cm Gehwegplatten) unter den Bolzen in Achsmitte, also dem hinteren Befestigungspunkt des Zylinders, gestellt und Druck drauf gegeben. Vorher den Schmiernippel mit 7mm Nuss rausgedreht, und die 27mm Mutter zur besseren Druckverteilung wieder draufgedreht. Dann mit langem Flacheisen und Fäustel nicht allzu heftige Schläge (als Vibration) von der Seite auf den Kopf des Bolzens (abgeflachte Flanken - 24mm Maulschlüssel) gegeben. Und nach dem 10. Schlag ist der Bolzen doch tatsächlich rausgesprungen.

    Dachte erst, ich müsste die ganze Achse entfernen, aber das sieht auch nicht so einfach aus.

    Da der Bolzen in einer Hülse steckt, und diese wiederum in der Bohrung der Vorderachse, hat diese Bohrung einen größeren Durchmesser als das Gewinde des Bolzens. Man kann ihn dadurch zur Seite kippen und tatsächlich, obwohl nach oben nicht mehr viel Luft ist, einfach abziehen.

    In Bild eins ist der Zylinder umgedreht, liegt auf dem Kopf.


    Das Kugelgelenk hat kein Spiel, der Trecker hat erst 2200h, und ist auf nur einer Seite mit einem Sprengring fixiert.


    Das Gelenk mit Sprengring; wie man den allerdings rausbekommen soll?


    Als nächstes - Kopf des Hydraulikzylinders ausbauen:

    Nach Säubern, Fett/Dreck/Rost schien ein Sicherungsring im Innern des Zylinders erkennbar zu sein. Nur, wie soll man da rankommen, bei einem Schlitz von 4mm? Nur durch nach Innen reinpressen des Kopfes. Ja, das war's, und jetzt macht auch der Seegering außen Sinn, der auf den Bildern nicht zu sehen ist. Dieser verhindert nämlich ein nach Innen Rutschen des Kopfes. Also habe ich den Kopf nach innen getrieben und kam so an den Sicherungsring dran. Und dann muss man den Kopf mit Hubstange/Kolben rausziehen/-schlagen.


    Wie und welche Dichtungen ich eingebaut habe, beschreibe ich demnächst, wenn das hier freigegeben wurde.

    Hallo Matthes,

    ja, ich habe mir die Befestigung des Zylinderrohres an der Achse noch nicht so richtig angesehen (habe mich noch nicht ins nasse Gras untern Trecker gelegt).

    Ich habe mich an den Bildern des Lenkzylinders im Internet orientiert, die alle mit so einer "drehbaren Kugel" befestigt werden, statt mit einer Gabel.

    Und der Spalt zwischen Kopf und Zylinder scheint mir etwas eng für einen weiteren Sprengring/Seegering. Naja, ich bleibe dran, kann noch etwas dauern, werde auf jeden berichten und Bilder posten, sobald das Ding aufgegeben hat.

    Hallo Dirk,

    deine Antwort erscheint mir auch am plausibelsten: hinter der Arretierung mit dem Seegering müsste sich ein Gewinde befinden. Ich habe mit der großen Wasserpumpenzange schon mal kräftig zugepackt und versucht zu drehen - nichts...... aber vielleicht ist nach 30 Jahren alles festgerostet!?


    Hallo Matthes,

    theoretisch würde ich Dir recht geben. Aber über dem Bolzen sind ca. 4cm Luft. Er befindet sich im äußersten Loch, also fast in der Mitte der Achse. Wenn ich diese nun maximal kippe, kann ich soviel ja auch nicht gewinnen. Ich werde noch mal nachsehen..... muss halt jedesmal auf mein Grundstück fahren, habe leider keine Halle oder Werkstatt.

    Grüße,

    Rudolf

    Hallo Dirk,

    Steuerventil? - sagt mir jetzt nichts, wie gesagt, am Trecker bin ich Neuling. Aber am eigentlichen Hydraulik-/Lenkzylinder sitzt weiter nichts als die beiden Anschlüsse für die Druckleitungen. Im Fiat- Forum komme ich nicht klar. Habe mich dort vor 1-2 Wochen registriert, kann aber nirgends finden, wo ich einen Beitrag, eine Frage verfassen kann!?

    Im Prinzip ist mein Zylinder wie der auf dem ersten Bild, nurr daß die beiden Anschlüsse für die Druckleitungen auf einer Linie liegen, wie es dann im zweiten Bild zu sehen ist. Der weiße Punkt in Bild 1, dort, wo der Zylinder an der Achse mit einem Bolzen befestigt ist, existiert bei meinem Zylinder glaube ich nicht.


    Wie dem auch sei, meiner Meinung nach kann der Zylinder nur vorne, wo die Hubstange rauskommt, geöffnet werden..... aber wie..... drehen.... abziehen?

    Auch außen am Zylinder kann ich nirgendwo einen Spalt, eine Öffnung, eine Schraube, eine Nut, einfach nichts entdecken, nur die beiden Öffnungen für den Druckschlauch, aber hier wird man ja wohl keinen Dorn o.ä. reinstecken müssen, um irgendwas zu arretieren?????

    Ich fürchte, hier muss man wieder mit irgendeinem Spezialwerkzeug und grober Gewalt anrücken.


    Habe mal eine Skizze, einen Schnitt vom Kopf des Zylinder gemacht:


    Hallo, ich hänge nochmal 3 Detailzeichnungen an, die ungefähr meinem Aufbau entsprechen, bis auf den "Kopf" des Zylinders. Den sieht man ja in meinem ersten Beitrag auf den Bildern.

    Hallo,

    ich besitze seit kurzem einen Fiat 45-66, BJ 1988. Der Lenkzylinder vorne ist undicht, der Reparatursatz liegt schon hier. Das Kugelgelenk habe ich nun endlich draußen (nachdem ich den 3. Ausdrücker bestellt hatte, unter Zuhilfenahme eines Wagenhebers und "Heiß machen" hat´s endlich Plopp gemacht. Ganz rausnehmen kann ich den Zylinder nicht, denn um den hinteren Bolzen auszudrücken, müsste ich die ganze Vorderachse abnehmen.

    Den Sprengring vorne am Kopf, wo die Hubstange durch den Simmering geht, habe ich schon abgenommen, und dachte, jetzt lässt sich alles auseinanderziehen oder aufschrauben. Habe vorne schon eine Wasserpumpenzange angesetzt, warmgemacht, und versucht zu drehen.... es tut sich nichts.

    Meine Frage: wie bekommt man den Zylinder auseinander, um einen neuen Dichtungssatz einzubauen.

    Den Dichtungssatz habe ich fotografiert: der blaue Simmering, der im Bild "steht", müsste von innen in der Schraube stecken, die ich nicht rausdrehen kann.... oder ist dieser "Kopf" eingepresst.

    Den Sinn der Nut in diesem Kopf, aus dem ich den Seegering rausgenommen habe, verstehe ich nicht. Er kann ja nur die Einbau-/ oder Einschraubtiefe begrenzen.

    Ich bin ein alter Auto- Schrauber, aber hier hört mein Verständnis auf. Wer hat eine Idee oder kennt sich aus?