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Beiträge von Hinnerk

    ... im unteren Bereich größer gebohrt als im oberen. Allein schon das sauber hinzubekommen ist fast allen Motoreninstandsetzern nicht möglich....

    Das ist selbstverständlich kein Problem, da sich die handelsüblichen DIY-Hohnwerkzeuge der Zylinderwand anpassen, so z.B. Flexhone.


    Gruß, Hendrik

    Ok, ich habe da wie in den meisten Fällen eine andere Meinung als du.

    O.g. Vorgehensweise habe ich bereits bei mehreren Motoren schon so praktiziert. Ohne jegliche Nebenwirkungen wie Ölauswurf, Qualm etc. Dafür aber mit besserem Startverhalten und fortan ohne Blow-by.

    Damit, dass das in deinen Augen Pfusch ist, kann ich gut leben.


    Gruß, Hendrik

    Moin,

    ich persönlich könnte keinen Zylinderkopf mit reinem Gewissen draufbauen, wenn die Zylinderwandung Rostflecke hat.

    Ich würde in diesem Fall die Kolben ausbauen, die Zylinder honen und dann die Kolben mit neuen Kolbenringen wieder einbauen. Wenn die Köpfe schonmal runter sind, kann man gleich ganze Arbeit machen.


    Gruß, Hendrik

    Hallo namenloser User,

    wie du vielleicht übersehen hast, haben für solche Fragen spezielle Unterforen. Dorthin habe ich deine Frage verschoben. Auch habe ich den Titel ergänzt. Bitte in Zukunft selbst drauf achten. Danke.


    Gruß, Hendrik

    Hallo Sam,


    Danke für den Tipp, beim nächsten Tank wird das bestimmt ausprobiert.


    Nachdem die Versiegelung meines Tanks ausgehärtet war, befasste ich ich mit dem Kraftstoffhahn.


    Der originale von 1943 war noch vorhanden, allerdings hatten sich die ersten Gewindegänge des Druckgussgehäuses in Wohlgefallen aufgelöst. Da brauchte ich gar nicht erst mit der Aufarbeitung beginnen. Ersatz musste her.


    ...und das ist zum Glück auch hier gar kein Problem. Lediglich auf das korrekte Gewinde des Einschraubstutzens muss geachtet werden.


    Vom defekten Gewinde des alten Benzinhahnes alarmiert, schnitt ich sicherheitshalber das Gewinde im Tank nach. Ich wollte ja nicht sofort das Gewinde des neuen Benzinhahnes ruinieren.


    Für das Nachschneiden des Gewindes im Tank bestrich ich den Bewindebohrer großzügig mit Fett, um zu verhindern, dass Metallspäne in den Tank fallen. So blieben sie am Gewindebohrer kleben.


    Fertig!


    Gruß, Hendrik

    Moin,


    weiter geht's! Mein Farmall H hatte nun ja schon seit einigen Jahren nicht mehr gelaufen. Das ging leider auch am Tank nicht spurlos vorüber. Nicht nur, dass der Tank ganz fürchterlich nach jahrzehntealtem Gasoline-Kerosene-Distillate-Bodensatz stank, auch der Rost hatte sich schon reichlich im Innern ausgebreitet.


    Ein mechanisches Reinigen, z.B. mittels eingefüllten Kieselsteinen oder Knippingschrauben und auf eine rotierende Mischmaschine fixiert, hätten bei diesem Tank aufgrund seiner Schwallbleche wenig geholfen. Ich wählte daher den chemischen Weg, den 76 Jahre alten Tank von innen zu reinigen.


    Ich orderte hierfür ein Flasche "Fedox", deren Inhalt gemäß Anleitung für meinen Tank ausreichen sollte.

    Vor dem Einfüllen soll das Zeug verdünnt und auf 60°C erwärmt werden. Bitte sehr:


    ...und rein damit. Dann hieß es warten, warten, warten. Das Ergebnis: homöopathisch. Das Zeug hat in diesem Fall rein gar nichts gebracht, mein Tank war nach Tagen noch genauso verklebt und rostig.


    Im zweiten Durchgang verwendete ich einen Entroster, von dem ich schon seit einigen Jahren einen Restbestand in meiner Werkstatt stehen hatte. Bezeichnung, Alter, Herkunft und Giftigkeitsgrad unbekannt. Ein wenig verdünnt, gar nicht extra erwärmt, einfach rein damit. Und siehe da: nach einer Nacht war der Tank blitzeblank. Das undefinierbare Zeug hatte alles weggefressen. So muss das!


    Um langfristig auch hier Ruhe zu haben, wusch ich den Tank aus und schwenkte ihn nach dem trocknen mehrfach mit einer Tankversiegelung aus.


    Gruß, Hendrik

    Dem kann ich widersprechen.

    Ich nicht, ich stimme dem zu. Das ist nämlich bei meinen ED16/II der Fall. Dort ist der Fühler nicht in den Zylinder oder den Kopf geschraubt, sondern er hängt im Abluftstrom, von einem Winkelblech gehalten- siehe Bild. Ein Thermometer für luftgekühlte Motoren zeigt hier nichts an. Sierra hat entsprechende Erfahrungen gemacht.

    Dieses Prinzip wurde später verworfen und der Fühler zwecks genauerer Anzeige direkt in den Zylinder bzw. Kopf geschraubt.


    Gruß, Hendrik

    Hallo Johnannes,


    Danke für deinen Beitrag. Es freut mich, wenn dir meine Berichte gefallen. Der Neuaufbau des Farmalls zieht sich jetzt schon so lange hin, das hätte ich nie gedacht. Aber es ist halt Hobbykram... und wenn ich mal keine Lust auf Farmallschrauben habe, bleibt es halt mal für ein paar Wochen (oder Monate) liegen.


    Wenn's denn tatsächlich soweit ist, dass ich ihn zum ersten Mal anlasse, wird die Kamera mitlaufen. Versprochen.


    Gruß, Hendrik

    Moin,


    nun wollen wir uns mit dem Kühler beschäftigen. Als der Farmall zu mir kam, war ich vom guten Zustand des Kühlers angetan. Leider waren die Befestigungsschrauben bzw. Stehbolzen, mit denen der Kühler auf dem Vorderachsträger verschraubt ist, allesamt total festgerostet. Trotz wochenlangem einweichen mit Rostlöser etc. war ein zerstörungsfreies Lösen nicht möglich.

    Nach der Demontage des alten Kühlers konnte ich also sagen: "Operation gelungen, Patient tot.".


    Glücklicherweise gibt es für die Farmall H und M neue Kühler zu kaufen. Also nochmal die Zähne zusammengebissen und tief ins Portemonnaie gegriffen.


    Hier sitzt der neue Kühler bereits an seinem Platz. Durch die Vorderachskonstruktion ist für die Montage verdammt wenig Platz vorhanden, sodass ich zuvor den Vorderachsträger mit dem Hoftrac anheben und ihn einige Zentimeter (Entschuldigung: Inches!) aus dem Halbrahmen ziehen musste. Dadurch klappte es.


    Ebenfalls hinter sich hatte es Kühlerablaufrohr, welches löchrig wie ein Schweizer Käse war. Ab in die Tonne damit. Ein neues ist problemlos und günstig erhältlich. Offenbar gibt es eine entsprechende Nachfrage...


    Neben dem Kühlerdeckel war die Verschluss-Flügelmutter auf dem Ablassröhrchen das einzige, was ich vom alten Kühler retten konnte. Allerdings waren die beiden Flügel abgebrochen. Ich feilte mir neue zurecht und schweisste sie an.


    Und jetzt, nachdem der Kühler montiert war, juckte es in den Fingern:

    Yes, a Farmall again, finally!

    ...nur mal eben provisorisch den Kühlergrll draufgesteckt, um die Passungen zum neuen Kühler zu kontrollieren. Hier werde ich noch das eine oder andere Loch bzw. Gewinde nacharbeiten müssen, aber grundsätzlich sieht's schon mal toll aus.

    Als nächstes geht's an den Tank, der sich oben schon ins Bild geschlichen hat.


    Gruß, Hendrik

    Moin,


    in kleinen Schritten geht's weiter. Es folgten nun die vorderen Radnaben mit ihren Lagern.


    Eine der beiden Radnaben war leider nicht mehr so ganz fit:


    Drei mal gebrochen, zwei mal wurde geschweisst. Nun, Billy Bob war hier relativ schmerzbefreit, irgendwie hat's ja auch einige Jahre gehalten.

    Da ich mit dem Farmall zukünftig gern mit gutem Gewissen und dem Segen des Tüffs auf öffentlichen Straßen unterwegs sein möchte, musste hier gehandelt werden.


    Eine Reparatur kam für mich an dieser Stelle nicht in Frage, es musste ein unversehrtes Originalteil her. Das war überhaupt kein Problem, denn in den USA liegen hunderttausende von diesen Radnaben bei Teilehändlern und Schrottplätzen herum. das Bild oben zeigt meine Ersatz-Radnabe aus den USA... 10$, als Beipack zu meiner letzten Großbestellung inkl. Radgewichten kamen nichtmal Versandkosten hinzu.

    Die Radnabe ist in vollkommen unversehrtem Zustand, ein kompletter Satz neuer Radlager ist hier aber obligatorisch.

    Filz- und Simmerring sind Bestandteile des Lagersets, massig Fett gab's von mir dazu.



    Endgültige Montage des vorderen Radsatzes:

    Dieser Anblick motiviert ungemein...


    Und hier haben wir sie wieder: die Silhouette, die das weltweit bekannte IH-Zeichen prägte.


    Gruß, Hendrik

    Moin,

    deine Lima sieht aus, als wäre sie nicht mehr die erste. In diesem Fall kann es sein, dass die Ersatz-Lima beerits für Minus = Masse ausgelegt ist. Schau sie dir mal genau an, diese Information ist manchmal ins schwarze Gehäuse eingeschlagen.

    Neue Lichtmaschinen, auch für Dexta und Co., sind immer Minus = Masse ("negative ground").


    Gruß, Hendrik

    Moin Andreas,


    grundsätzlich ist es richtig, dass der Plus-Pol der Batterie an Masse geht. Das ist bzw. war üblich bei so ziemlich allen britischen und US-amerikanischen Schleppern. Die Polarität ist für das Anschließen von Lichtmaschine und Regler wichtig, nicht jedoch für den Anlasser. Der Anlasser wird immer richtig herum drehen, egal wie die Batterie angeschlossen ist.

    Die Frage ist jetzt, welche Lichtmaschine und welcher Regler verbaut ist. Fotos wären hier enorm hilfreich.


    Gruß, Hendrik