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Beiträge von Hinnerk

    Fabian hat recht.

    Davon mal abgesehen ist der Einbau eines Schnellgangs in die Hanomag R22, R27, R324 etc. in aller Regel ein einziger Krampf, den viele Hanomagbesitzer im Nachgang bereuen. Das auszutauschende Zahnrad sitzt nämlich so fest auf der Handbremswelle, dass es nur mit brachialer Gewalt und/oder großer Hitzeeinwirkung von der Welle zu bekommen ist.

    Allein deswegen schon lasse ich meine Hanomags so, wie sie sind.


    Gruß, Hendrik

    Jörg,


    ich sehe das -zumindest teilweise- anders. Der hier besprochene Motor ist ein Zweizylinder mit 180° Hubzapfenversatz. Durch die im Betrieb entgegengesetzt auf- und abgehenden Kolben verändert sich das Volumen des Kurbelgehäuses nicht. Somit ist unter theoretischen Idealbedingungen (kein Blow-by z.B.) an der Kurbelgehäuseentlüftung kein Luftstrom festzustellen. Gleiches gilt für einen klassischen Vierzylinder, bei dem gleich viele Kolben auf- wie abgehen.

    Bei gut erhaltenen oder frisch überholten Zwei- und Vierzylindermotoren kann man die flache Hand auf die geöffnete Kurbelgehäusenentlüftung legen und es ist nichts zu spüren.

    Natürlich sollte die Kurbelgehäuseentlüftung frei sein, allein schon um den Überdruck durch Blow-by und Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

    Ist die Kurbelwellenentlüftung verstopft, ist das häufig am Ölaustritt an der Kurbelwelle (vorn wie schwungradseitig) zu erkennen.


    Gruß, Hendrik

    Juckt mich beides nicht.


    Diesen Hanomag R22 hab ich vor nun 17 Jahren eingeleinölt:

    Da ist nix eingerissen...


    .... aber bitte, jeder wie er möchte. Alternativen zu Leinöl sind gern gesehen!

    Zum Glück haben wir hier ja weder Autolacke noch Gemälde! ;)

    Aber was man anstelle des bösen Leinölfirnis verwenden mag, schreibt die Zeitschrift nicht.


    ...bin übrigens gerade dabei, meiner Raupe mit Leinölfirnis neuen Glanz zu verleihen. Läuft...




    Moin zusammen, und ein frohes neues Jahr euch allen!


    Der Wiederaufbau meines Farmall H geht nunmehr ins dritte (oder sogar vierte?) Jahr. Er ist geschätzt zu über 90% fertig, es folgt nun hauptsächlich noch eine komplette Neuverkabelung. Obwohl ich mich ja auf der Zielgerade befinde, zieht sich alles ewig... oft widme ich mich anderen Neuzugängen, die wiederbelebt werden wollen. Konkret waren das in den vergangenen Jahren ein Fordson N, ein Fordson E27N, ein Farmall Cub, ein alter US-Straßenkreuzer sowie ganz aktuell eine alte Vorkriegsraupe. Das reizt mich dann erst mal mehr, sodass der H mal wieder für Wochen und Monate nicht angefasst wird.

    Egal, irgendwann wird er fertig sein und laufen. Aber ob das 2020 sein wird... weiss der Geier. Ist auch vollkommen nebensächlich.


    Hier mal kurz ein Blick auf eine der letzten Arbeiten, die ich am Farmall H gemacht habe: die Neulagerung des Fahrersitzes.

    Der auf meinem H montierte Fahrersitz ist eine Sonderausstattung. Es handelt sich dabei um einen E-Z-Ride aus dem Hause Monroe, den es als Aftermarket-Zubehör für fast alle Schlepperhersteller und -modelle auf dem amerikanischen Kontinent zu kaufen gab. IH wollte gerne ein Stück vom Kuchen abhaben und bot diesen komfortablen Sitz von vornherein als Sonderaustattung an.


    Nach über 75 Jahren war die Sitzschwinge in Ihrer Lagerung festgerostet, die Gummi-Lagerbuchsen hatten sich schon vor Jahrzehnten aufgelöst.

    Zum Glück gibt es Überholsätze bei Steiner in den USA kostengünstig zu kaufen.





    Zwei neue Lagergummis, eine neue Abstandshülse sowie ein neuer Bolzen... fit für die nächsten 75 Jahre.



    Der Stoßdämpfer funktioniert noch vollkommen einwandfrei. Erstaunlich! Sohnemann nimmt schon mal Platz und testet die Federungs- und Dämpfungseigenschaften. Alles top, kann so bleiben.


    Irgendwann geht's hier wieder weiter...


    Gruß, Hendrik

    Meines Wissens nach läuft die immer mit, grad bei alten Schleppern. Angetrieben entweder über Kurbelwelle o. Keilriemen am Motor oder Zahnrad am Getriebe.

    Eben nicht... gerade bei alten Schleppern gibt es diverse Typen, bei denen die Hydraulikpumpe nicht permanent direkt vom Motor angetrieben wird. Häufig ist z.B. der Antrieb der Hydraulikpumpe durch die Zapfwelle, die dementsprechend eingeschaltet sein muss, um ein Gerät zu heben (Ferguson TE, frühe MF, Eicher mit Hurth-Hydraulik, alte US-John Deere, etc.). Bei alten Lanz Bulldogs und ihren Derivaten sitzt die Hydraulikpumpe am Getriebe. Wenn hier das Kupplungspedal getreten wird, läuft die Hydraulikpumpe nicht mit.


    Gruß, Hendrik

    Moin Micha,

    zum Ventilspieleinstellen brauchst du keine Markierung. Du musst nur wissen, wie das Viertaktprinzip funktioniert.

    Denn: im Kompressionshub sind beide Ventile geschlossen, im Arbeitshub auch. Somit hast du einen Bereich von (nicht ganz, aber fast) 360°, um das Spiel einzustellen.

    Am einfachsten: Wenn das Einlassventil schliesst, dreh' einfach die Kurbelwelle 180° weiter. Dann sind todsicher beide Ventile geschlossen.


    Gruß, Hendrik