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Beiträge von Hinnerk

    Hallo Alex,


    Glückwunsch zu einem so tollen Schlepper! Alle Daumen hoch, ich hoffe, du wirst ihn schnell wieder auf der Straße haben.


    Ich habe zwei keinen Amico, gehe aber davon aus, dass die Rohrleitung tatsächlichder Überlauf ist.


    Gruß, Hendrik

    Hallo Mauro,


    das Überprüfen der Kipphebel und des Ventilspiels ist eine gute Idee und sehr löblich.

    ...bringt beim R24 nur leider nicht viel, da er weder das eine noch das andere besitzt (Stichwort "Besonderheiten bei einem Zweitakt-Schleppermotor").


    Grundsätzlich kann es beim starten eines unbekannten Schleppers, der eine ungewisse Zeit lang nicht bewegt wurde, vorkommen, dass der Motor aufgrund einer festklebenden Regulierwelle bzw. eines festklebenden Drehzahlreglers durchgeht. Das ist stets meine größte Sorge. Daher empfehle ich, vorm ersten Startversuch den größten Gang einzulegen, die Handbremse anzuziehen (insofern funktionstüchtig) und das Kupplungspedal zu treten. So hast du eine Chance, den Motor, sollte er durchgehen wollen, abzuwürgen.

    Alternativ kannst du den Startversuch mit einer zweiten Person durchführen, die ggfs. einen Lappen in den Luftfilter stopfen oder die Einspritzleitungen losschrauben kann.

    Das soll keine Panikmache sein, aber ich war bei drei Startversuchen anwesend, die so geendet sind.


    Gruß, Hendrik

    Hallo Matti,


    zu einem frisch angeschafften (alten) Schlepper gehört es sich, ebenfalls eine passende Bedienungsanleitung anzuschaffen. Im Idealfall schon bevor das Objekt der Begierde auf den Hof kommt.

    In der Bedienungsanleitung ist alles aufgeführt, was du für Pflege und Wartung wissen musst.

    Gruß, Hendrik

    Im Großen und Ganzen war's das... der Farmall läuft, fährt und bremst super, Alle zu montierenden Teile waren wieder montiert.

    Nun stand noch ein wenig Feinarbeit an. Lackpflege, Typenschild, TÜV-Abnahme.


    Stichwort Lackpflege: ich schliff den Originallack behutsam mit feinkörnigen Schleifschwämmen an, um ihn anschließend mit Leinölfirnis zu versiegeln. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden- immerhin ist der Lack 78 Jahre alt.


    Und nun hieß es raus in den Schnee, Spaß haben:

      


     


    Dieser originale IHC-Schalldämpfer ist übrigens so ziemlich der effizienteste, der mir jemals untergekommen ist. Er macht seinem Namen alle Ehre, denn der Farmall H ist durch diesen Schalldämpfer unglaublich leise. Im Standgas ist kaum mehr als das leise Tickern der Ventile zu hören:


    https://www.youtube.com/watch?v=7RDR2inKksY


    Gruß, Hendrik

    Moin Thomas,


    ich bin mir ziemlich sicher, dass das lose Teil nichts in deinem Glühkopf verloren hat. Es gibt zwar durchaus unteschiedliche Glühköpfe je nach Einsatzzweck und Treibstoff, mir ist aber keiner mit einem solchen Teil bekannt. Weder bei Landini noch bei Lanz. Das lass' mal schön draussen, bevor es noch aus Versehen in den Zylinder gelangt und üblen Schaden anichtet.

    Hi Hinnerk,

    auf deinem Foto sehe ich ein „Seppelfricke“ Schild. Ist das das Unternehmen aus Gelsenkirchen?

    Wenn ja, da war ich von 1978 bis 1979 als Praktikant beschäftigt 😁

    Hallo Micha,


    richtig, gemeint ist der Hersteller von Herden, Öfen und Kühlschränken aus Gelsenkirchen. Der Dorfschmied hier bei uns hatte in den 1950er und 60er Jahren eine Vertretung, aus dieser Zeit stammt die Leuchtreklame. Die Dorfschmiede gibt's schon lange nicht mehr, die Leuchte hat bei mir überlebt.


    Gruß, Hendrik

    Hallo Thomas,


    auch ich besitze seit kurzem einen Landini, den ich derzeit zum Leben erwecke. Für meinen Landini habe ich mir auf der von dir genannten Seite der Gamae eine Betriebsanleitung und eine Ersatzteilliste bestellt. Andere Quellen gibt es meiner Meinung nach nicht.


    Gruß, Hendrik

    Guten Tag,

    wir haben hier im Traktorhof eine große Auswahl an Bereichen und Unterforen, aus denen man das passende für sein Problem heraussuchen kann und soll. So ist es für alle leichter.

    Ich habe deine Frage nun in den passenden Bereich verschoben. Beim nächsten Mal bitte selbst dran denken und nicht "querfeldein" posten. Danke.

    Ach ja, noch was: Punkt und Komma gibt es sicherlich auch auf deiner Tastatur.


    Gruß, Hendrik

    Wie ich weiter oben schrieb, funktionierten die neuen Bremsen des Farmall H ganz anständig, allerdings war der Nachstellbereich selbst mit den neuen Bremsbelägen schon fast ganz ausgereizt. Das konnte also keine dauerhafte Lösung sein. Die Ursache hierfür dürfte zum einen im Abdrehen der Bremsscheiben liegen, zum anderen könnten die neuen Belagträger minimal länger als die originalen sein.


    Für die Lösung dieses Problems gab es zwei Möglichkeiten: erstens, einkürzen des Bremsbelagträgers. Zweitens, ich montiere einen stärkeren Bremsbelag. Ich entschied mich für die zweite Variante.


    Die neuen für den Farmall H erhältlichen Bremsbeläge haben eine Stärke von 5mm. Ich besorgte mir Meterware in einer Stärke von 7mm. Bevor ich den neuen, stärkeren Bremsbelag mit Spezialkleber auf den Träger klebte, sägte ich ihn am inneren Umfang mehrfach ein, um ihn biegsamer zu machen. Das klappte gut. Beide nun mit stärkeren Bremsbelägen versehenen Bremsbänder konnten nun wieder montiert werden. Das geht beim Farmall H mit seiner Row-Crop-Bauweise glücklicherweise ganz schnell.

    Das sah nicht nur vielversprechend aus, es funktionierte auch gut. Von nun an ist mehr als ausreichend Nachstellweg vorhanden.

    Die zwei Millimeter stärkeren Bremsbeläge waren goldrichtig. Hätte ich nur einen Millimeter stärkeres Material genommen, hätten die Abdeckhauben nicht mehr über die Bremsen gepasst.


    Nächster Schritt: Montage der "Lift-All"-Hydraulikeinheit.

    Für die Farmall H und M gab es bereits bei Ihrer Markteinführung 1939 eine Hydraulik. Es war grundätzlich ein einfach-wirkendes Steuerventil, mit dem Anhängegeräte wie Pflüge und Grubber, aber auch am Schlepper montierte Geräte wie z.B. Kultivatoren ausgehoben werden konnten. Mit der Verbreitung der Dreipunkt-Hydraulik nach dem Auslauf des Harry-Ferguson-Patents konnte die Farmall-"Lift-All"-Hydraulik leicht zu zu einer solchen Dreipunkt-Hydraulik aufgerüstet werden.

    ...und so sieht die Farmall-Hydraulik aus. Ein schwerer Klotz, der alles beinhaltet: Tank, Pumpe, Steuerventil. So konnte er problemlos bei allen Farmall H und M blitzschnell nachgerüstet werden. Der Antrieb erfolgt von der Rücklaufwelle des Getriebes.

    Ich beabsichtige nicht, die Hydraulik in der Zukunft einzusetzen, dennoch sollte mein Farmall H sie wieder zurückerhalten.

    Ich beschränkte meine Arbeit an der Hydraulikeinheit somit auf eine gründliche Außenreinigung, einen Ölwechsel sowie das Entfernen von Gewinderesten einer vor Jahrzehnten abgebrochenen Hydraulikleitung.


     
    Die Montage war jedoch, so simpel das Prinzip doch erscheinen mag, ein einziger Krampf. Der Klotz ist sau-schwer, zudem noch unförmig. Mit einer Unterkonstruktion aus Holz, einem Rangierwagenheber und Spanngurten versuchte ich, die "Lift-All"-Einheit von unten in den Getriebetunnel zu heben. Es brauchte mehrere Anläufe, in denen sich der Klotz verkantete oder gleich ganz vom Wagenheber purzelte, bis ich ihn endlich dort hatte, wo ihn ihn haben wollte.

    Die Bedienung erfolgt vom Fahrersitz aus mittels einer Zugstange, die man hier gut erkennen kann. Ebenfalls kann man den Öleinfüllstutzen und einen seitlichen Hydraulikausgang erkennen. Auf der linken Schlepperseite gibt es zwei weitere.

    Da ich, wie erwähnt, die Hydraulik nicht nutzen werde, ließ ich das Zwischenstück zwischen Getriebe und Hydraulikpumpe weg. So läuft nun im Betrieb die Pumpe nicht andauernd nutzlos mit. Sollte ich sie wider Erwarten doch nutzen wollen, kann ich das Zwischenstück ganz leicht von unten montieren.


    Gruß, Hendrik

    Natürlich folgten nun "ausgiebige" Probefahrten auf dem Hof, bei denen ich alles testete. Funktion der Kupplung, der Bremsen, Zapfwelle, Riemenscheibenantrieb, Lenkung und so weiter.

    Der alte Johnny leistete dabei Gesellschaft.


    Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden. Die neue Kupplung arbeitete sauber, die Lenkung ging leicht aber spielfrei.

    Auch die Bremsleistung war durchaus gut, jedoch war trotz neuer Beläge der Einstellweg schon fast am Ende. Hier bestand also noch Nachbesserungsbedarf.


    Ärgerlich war dann aber, dass der Farmall stets nach zehn Minuten Standgas einfach ausging. Das war beliebig reproduzierbar. Nach einiger Suche konnte ich den Übeltäter finden. Es war der Einwegfilter, den ich in die Benzinleitung vom Tank zum Vergaser eingebaut hatte. Die Durchflussmenge war einfach zu gering, sodass nach besagten zehn Minuten die Schwimmerkammer des Vergasers leer war. Der Filter flog also wieder raus. Neuer Probelauf: alles gut, kein Benzinproblem mehr. Wenn sich doch alle Probleme so leicht lösen ließen.


    Jetzt kam also die "Kür". Als erstes erhielt der Farmall seine Flachriemenscheibe zurück. Wie zu Beginn dieses Berichtes schon erwähnt, besteht sie aus vielen hundert Papierscheiben, zusammengepresst und vernietet.


    Die Batterie hatte ich für Testzwecke ja lediglich mit Spanngurten fixiert. Das konnte natürlich so nicht bleiben.

    Beim ersten Montageversuch stellte ich jedoch fest, dass meine neue 12V-55Ah-Bbatterie nicht in originalen Batteriekasten passte. Wie ärgerlich, war ich doch ziemlich happy, dass er in so gutem Zustand erhalten war.


    Eine praktikable wie optisch passende Lösung musste her. Als letzten Ausweg sah ich die Verlängerung und Verbreiterung des originalen Batteriekastens. Ich hoffte aber auf eine einfachere Lösung. Ich stellte das Internet auf den Kopf und durchstöberte die gängigsten Anzeigenportale.

    Schlussendlich blieb ich am Batteriekasten des DDR-Geräteträgers RS09 hängen. Nicht nur, dass diese Kästen die passende Größe aufweisen und einen abnehmbaren Deckel besitzen, sie waren zudem im Original stets rot lackiert und sind heute recht gut verfügbar, sodass ich mir den besten aussuchen konnte. Ich gab dem Batteriekasten des real-existierenden Sozialismus eine Chance und ließ mir, nachdem ich die Maße mit dem Verkäufer geklärt hatte, einen solchen zuschicken.


    Rechts der Batteriekasten des RS09, links der originale des Klassenfeindes. Natürlich, der Rotton ist ein etwas anderer... aber hey, man kann nicht alles haben. Mit ein wenig Leinölfirnis wird der Farbunterschied später kaum auffallen.


    Obwohl er um ein paar Zentimeter länger, breiter und höher ist, passt der neue alte Batteriekasten problemlos unter den Tank. Die Batterie lässt sich immer noch gut entnehmen, der Deckel leicht aufsetzen. Ein voller Erfolg für 15 Euro plus Versand!


    Fertig. Nun noch die Batteriekabel einkürzen.


    Gruß, Hendrik

    Moin und Frohe Ostern,


    back to topic;): Erfreulicherweise lief der Farmall ja nun, und das sogar sehr gut. Bei den folgenden Probeläufen sprang er stets sofort an, am liebsten sogar ohne Choke. Die kleinen Ölundichtigkeiten konnten schnell beseitigt werden.

    Nachdem ich den Farmall ein paar mal hatte warmlaufen lassen, zog ich die Zylinderkopfmuttern nach. Nach dem dritten Mal hatte sich die Zylinderkopfdichtung so weit gesetzt, dass ich es dabei bewenden ließ.

    Nun wollte ich den Farmall ein wenig eingehender testen, also raus aus der Werkstatt ins Tageslicht mit ihm!

    Doch halt, so ohne Lenkung war das nicht möglich.


    Ein neues Kugellager wurde erwärmt...


    ...und auf die Lenkwelle getrieben. Einbaufertig.


    Hier verschwindet die neu gelagerte Lenkwelle im Lenkungsgehäuse. Das Lenkgehäuse füllte ich zum Schluss mit gutem Fließfett- optimal für diesen Zweck. Gut zu sehen: die Lenkwelle läuft direkt durch den Kühler.

    Das Kardangelenk wies für meinen Geschmack (und sicherlich den des TÜV-Prüfers) ein wenig zuviel Spiel auf. Glücklicherweise ist es leicht zerlegbar. Ich glich das fehlende Material aus und montierte das Kardangelenk mit neuen Schrauben und selbsichernden Muttern. Sicherheit geht vor.

    Danach war die Lenkung spielfrei. Wunderbar.


    Nun aber. Für den großen bevorstehdnen Moment montierte ich provisorisch den Kühlergrill und die Motorhaube. Die Batterie tüdelte ich fix mit zwei Spanngurten fest.


    Tageslicht! Aus eigener Kraft... nach so langer Zeit!


    Gruß, Hendrik

    Hallo Benutzer,


    der Benutzer Gebhard hat deine Anzeige mit Sicherheit verstanden. Er wollte dich nur darauf hinweisen, dass wir anderen Benutzer in diesem Internetzforum uns bevorzugt mit unseren realen Vornamen ansprechen. Das wünschen wir uns auch von allen neuen Benutzern.

    In diesem Sinne herzlich Willkommen hier.


    Gruß, Benutzer Hendrik

    Moin,


    mit der funktionierenden Elektrik konnte ich die letzte wirklich große Baustelle am Farmall abschließen. Als nächstes konnte nun nach fast fünf Jahren, zumindest theoretisch, der erste Probelauf stattfinden.


    Ich hatte den Motor zwar wie hier berichtet komplett überholt. Aber nach einer so langen Standzeit hatte ich dann doch ein paar Bedenken und Sorgen vor dem ersten Startversuch.

    Zunächst füllte ich die richtigen Betriebsflüssigkeiten ein, 15W40 in den Motor, SAE90 ins Getriebe. Kühlmittel hatte ich bereits vor ein paar Jahren im Rahmen der Kühlermontage eingefüllt. Äußerlich war hier seitdem alles dicht. In der Ölwanne gab's ebenfalls keine Spuren von Kühlwasser.

    Das war schonmal vielversprechend.


    Als nächstes kontrollierte ich die Freigängigkeit der Ventile. Wie ich zu Beginn dieses Berichtes schrieb, kam der Farmall ja mit zwei festgerosteten Ventilen und den dazugehörigen krummen Stößelstangen zu mir. Und darauf hatte ich nun wirklich nicht noch einmal Lust.

    Aber auch hier: alles frei beweglich und leichtgängig.


    Nächster Punkt: zurück zur Elektrik, in diesem Fall Anlasserfunktion und Zündfunke.

    Ich schraubte alle Zündkerzen aus ihren Bohrungen um beim betätigen des Anlassers zu kontrollieren, ob der Funken überspringt.

    Und sogar hier funktionierte alles wie erhofft. Der Sechs-Volt-Anlasser, nunmehr mit zwölf Volt beaufschlagt, drehte den kompressionslosen Motor munter durch, an den Kerzen waren kräftige blaue Funken zu sehen. Top!


    Was fehlte nun noch? Richtig, Benzin.

    Ich füllte zehn Liter in den Tank und öffnete den Benzinhahn. Nach dieser langen Standzeit war ich sicher, dass das Schwimmerventil klemmen und der Vergaser überlaufen würde. Das wäre zwar ärgerlich gewesen, aber kein Weltuntergang.

    Aber nein, nichts dergleichen. Der Vergaser lief nicht über.


    Was nun? Der Motor hatte Wasser, Öl, Benzin, Kompression und einen Zündfunken. Die Ventile waren freigängig, der Vergaser lief nicht über.

    Startversuch!


    Doch halt, erst noch eine großzügige Portion aus der Ölkanne auf den offenliegenden Ventiltrieb. Jetzt aber.

    Zündung an, Choke ziehen, ein wenig Gas geben... und den Knopf drücken.

    Er drehte, puffte, sprang an, starb sofort wieder ab, Benzin lief aus dem Vergaser.

    Aha, er will, aber es war schon zuviel Choke.


    Neuer Versuch. Jetzt ohne Choke. Zündung an, Knopf drücken. Er sprang sofort an und lief sofort vollkommen ruhig! Das hatte ich nicht erwartet. Blick zum Öldruckmanometer... alles OK, Zeiger steht in der Mitte.

    Jetzt schnell runter und die ganzen Undichtigkeiten eindämmen. Aber nein, da war nichts. Alles dicht... ach nein, ein wenig Öl lief aus der Befestigungschraube des Ölfilterbehälters. Kein Problem.


    Mal schnell das Händy gezückt und gefilmt... musste sein!

    https://youtu.be/GU1Hj1Z0XN4


    Zufriedenheit machte sich breit... alles wird gut.


    Gruß, Hendrik