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Beiträge von 3085

    Also, die Probleme gab es immer schon, insbesondere wenn der EDK harte Einsatzbedingungen (hohe Leistung bei entsprechender Außentemperatur) hatte. Dazu spielt Zylinderleistung und Drehzahl eine Rolle, so sind die Turbomotoren, sowie 3105 und 352 besonders stark betroffen. Hier kam der Kundendienst im Sommer 1978 mit dem Auswechseln der Laufgarnituren nicht hinterher, zwischenzeitlich wurde sogar die Produktion von Sechszylindermotoren seitens Eigentümer MF untersagt.

    Der kurze Kolben ist in der Produktion etwa gleich teuer, die Ringbestückung ist deutlich hochwertiger als beim Vorgänger.

    Versuche mit kurzen Kolben gab es schon seit Anfang der 1970er Jahre. Warum man erst 1978/79 auf kurze umgestellt hat bleibt fraglich. Fakt ist aber, dass man aufgrund der Fresser schon ab 1974 alle eigenen Motoren mit Kolbenbodenkühlung ausgestattet hat und zuvor jahrelang am langen Kolben rumgedoktert hat.


    Laut Kundendienst und Einkauf ist der Grund für die sehr späte Umstellung auf kurze Kolbenrecht einfach: Die hauseigene Entwicklung soll wohl seitens des Lieferanten gut geschmiert worden sein. Aber das bleibt wohl ein Gerücht.


    Fakt ist wiederum, dass sich der Einkauf über die Entwicklung hinweggesetzt hat und kurze Kolben orderte, welche dann vom Kundendienst in havarierte Motoren eingesetzt wurden. Die liefen danach anstandslos.

    Daher ist in meinen Augen die Diskussion ob kurzer oder langer Kolben besser ist sinnlos. Eicher hat das Ergebnis ja schon vor 40 Jahren präsentiert.

    da die Kolben eine recht rauhe Oberfläche besitzen vermute ich mal, dass diese besseren Aussehens sandgestrahlt wurden.

    Wahrscheinlich hat man da Kolbenfresser kaschiert. Sandstrahlen von Kolben ist jedenfalls nicht sonderlich zu empfehlen...

    Was ist mit Pleuellager, Pleuelbuchsen, Köpfen und den Kurbelzapfen?


    Bei Eicher dürfen Pleuelschrauben wiederverwendet werden. Aber wie oft sind die in den letzten 50, 60 Jahren angezogen und gelöst worden?

    Also neu!


    Hab deinen anderen Beitrag eben erst gelesen, also etwas Edit:

    - Lange Kolben sind grundsätzlich von Mahle, die kurzen von Kolben Schmitt

    - Ölauswurf ist auch über die Ventile denkbar

    - Montage von Kolben, Pleuelstange und Zylinder (!!!) darf nur als Einheit erfolgen, hat wie beschrieben nichts mit den Pleuelbuchsen zu tun, sondern mit Kolbenringen

    - das man beim Zusammenbau gemurkst hat ist nicht nur hier jedem klar...

    Viele schwören ja auf die original langen Kolben...

    Dieses Thema wird von einigen gerne heiß gekocht, allerdings unterliegen diese speziellen Leute einer falschen Meinung: Der kurze Kolben hat nichts damit zu tun dass man heute an Teilen sparen möchte, sondern wurde von Eicher ab 1978/79 werksseitig verbaut weil es kontinuierlich Probleme mit dem langen Kolben gab. Seit der Umstellung von langen auf kurze Kolben gibts so gut wie keine Kolbenfresser mehr.

    Daher: nur kurze Kolben einbauen!

    Zum Anbieter kann ich dir nichts sagen. Ich kaufe nur Originalersatzteile bei Eicher selbst.

    Am besten die Kolben von Oben mit einem Kolbenringspannband, wie auch bei allen anderen Motoren, einsetzen. Das hat auch den Vorteil, dass Du den Kolben sehr viel vorsichtiger einsetzen kannst.

    Mache ich genau so, funktioniert super.

    Ich überlege grad schwer, ob ich komplett neue Laufgarnituren verbaue. Zögern lässt mich derzeit nur, dass der Schlepper eigentlich gut anspringt und Kraft hat.

    Bedenke: Nur Kolben und Zylinder reichen nicht aus. Die Liste der zu prüfenden, bzw. zu erneuernden Bauteilen ist lang:
    - neue Kolben und Zylinder

    - neue Pleuelbuchsen einpressen und feinbohren (Motoreninstandsetzer)

    - neue Pleuellager

    - neue Pleuelschrauben

    - Pleuelstangen winkeln (Motoreninstandsetzer)

    - Köpfe prüfen (garantiert Ventile eingeschlagen!)

    - Einspritzdüsen prüfen, ggf. tauschen

    - Pleuelzapfen der Kurbelwelle vermessen und auf Rundheit prüfen (ggf. auch schleifen)

    - Stößelstangen prüfen


    Insbesondere beim Thema Zylinderköpfe sind viele Motoreninstandsetzer überfordert. Es fehlen schlicht die Werkzeuge zum Einspannen des Kopfs, weshalb Ventilsitzringe nicht getauscht werden können. Gerade die sind aber fast immer verschlissen. Achtung: Zustand der Zylinderköpfe ist wesentlich für das Startverhalten!

    Folgende Maße beachten:
    Ventilrückstand neu: 0,5mm +0,1, Verschleißgrenze 1,0mm

    Pleuelzapfen: neu 65,00mm, Radialspiel neu: 0,07-0,09mm, Radialspiel max. 0,20mm / Untermaßlager in vier Stufen á 0,25mm verfügbar


    Zu Verwenden sind in jedem Fall kurze Kolben (!!!) und Zylinder von Eicher.

    Bis zu einem gewissen Maß ist das auch voll OK. Und wir Moderatoren passen auf, dass das Maß nicht überläuft.

    Wenn dir zum Thema keine weitere Peinlichkeit mehr einfällt würde ich an deiner Stelle die Moderatorenkeule stecken lassen.

    Ich schreibe so wie ich das möchte. Fertig. Passen dir klare Worte nicht, kannst du dich wo anders beschweren.


    kannst du mir erklären, weiso die Laufgarnitur nur komplett eingebaut werden darf?


    Ok, das geht vermutlich einfacher - aber was spricht dagegen, den die Laufbüchse von oben vorsichtig über den Kolben zu schieben?

    Diese Vorgehensweise ist ausdrücklich nicht zulässig, da die Wahrscheinlichkeit, dass beim Zusammenbau die Kolbenringe abbrechen relativ hoch ist. Kolben und Zylinder dürfen daher nur als Einheit montiert und demontiert werden. Steht so auch im WHB.

    Hallo Michael,


    wirkliche Erfahrungswerte wird es hier kaum geben. Soweit ich weiß gibt es werkseitig unterschiedliche Angaben zum Wechselintervall, wenn ich es richtig im Kopf habe werden 100, bzw. 150 Stunden genannt.

    Beobachte doch mal die Ölqualität und schau dir den Filter beim Wechsel an. Gerne auch mal ein Erfahrungsbericht dazu 😉


    Ölwechsel steht bei mir alle zwei Jahre zur HU auf dem Programm, schätzungsweise sind das 60-100 Stunden.

    Moin,


    es ist im Werkstatthandbuch angegeben.

    Ich kenn dieses "Hinterhonen" als Konisches Honen aus der heutigen Fertigungstechnik. Der obere Teil des Zylinders ist von den Maßen kleiner als der untere Teil. Das hat folgenden Hintergrund: Der obere Teil wird durch das Befeuern thermisch höher belastet als der untere Teil. Somit dehnt sich der obere Teil auch stärker aus. Das heißt, bei Betrieb nimmt der Zylinder eine Zylinderform an. Aber ich muss gestehen, dass ich nicht genau sagen kann, ob dies bei Eicher zutrifft.

    Korrekt! Alle Zylinder in jedem Eicher-Motor weisen dieses Merkmal auf. Das heißt vom 13 PS starken ED1e bis zum EDL6-6 Turbo mit 145 PS.

    Das kann man bei Tante Google rausfinden, alternativ muss man eben mal die Eicher Fachleute fragen und hier nicht irgendwelchen Quatsch behaupten weil man selbst keine Ahnung von Eicher-Motoren hat.


    Thema Einbauspiel, hier gibt es unterschiedliche Werte. Beim EM300 sind es 0,11 bis 0,12 mm. Wie man hier auf knapp einen Millimeter kommt ist mir ein Rätsel.

    Nun macht euch mal Gedanken was passiert, wenn die Roststellen fünf oder sechs Hunderstel Millimeter tief sind.


    Richtig: es ist Murks.


    Weiter müsst ihr daran denken, dass zum Einbau des Zylinders Pleuelstange und Kolben ausgebaut werden müssen. Die Laufgarnitur darf bei Eicher nur aus guten Gründen komplett als Einheit montiert werden. Das ist ein elementarer Unterschied von diesem Motor hier zu anderen Luftgekühlten.


    Edit: Das genannte Einbauspiel bezieht sich auf den kurzen EDK-Kolben. Bei langen Kolben beträgt es 0,09-0,10 mm.

    Wir haben einen Unterschied bei Eichermotoren zu anderen: Die Laufbuchsen sind hinterhohnt, heißt, im unteren Bereich größer gebohrt als im oberen. Allein schon das sauber hinzubekommen ist fast allen Motoreninstandsetzern nicht möglich. Daher Finger weg vom Hohnen. Das solltet ihr einem Eichermann einfach mal glauben und nicht wüste eigene Behauptungen aufstellen oder mir unterstellen ich wüsste nicht wovon ich spreche.


    Also: Entweder Kopf drauf und weiter oder neue Garnituren inclusive allem anderen Drum und Dran. Andere Möglichkeiten existieren nicht.

    Also, da du ja ehrlicherweise fragst ob es gefällt: Nein, mir gefällt dieser Killefit nicht. Aber das ist nur meine Meinung, dir muss dein Schlepper gefallen.

    Kolbenringe wechseln und Laufbuchsen hohnen ist keine Möglichkeit sondern Fusch. Grund ist, dass du nie exakt hohnen kannst und nachher die Einbauspiele nicht mehr hin hauen. Daher kommt es hier (bekanntlich) zu Problemen wie Ölauswurf etc. Die jetzige Garnitur ist eingelaufen und sieht gut aus, Kopf drauf, weiter gehts.

    Wenn du etwas machen willst läuft es hier auf neue Kolben und Zylinder hinaus, eine andere Möglichkeit existiert hier nicht.

    Moin,


    hm, das ist schon außergewöhnlich. Was hat der Schlepper an Öldruck gehabt?

    Ansonsten, wenn alles stimmt, Leistung da war und keine Geräusche, bau zusammen und gut ist. Dran rum schmirgeln würde ich nicht.

    ich habe bei meinem Hanomag R19 ebenfalls den Filter gegen einen MAN-Filter gewechselt. Du benötigst drei Dreh-oder Frästeile.

    Moin,

    Für einen Hanomag mag das alles zutreffen, jedoch hast du von Eichermotoren offensichtlich 0 Plan, weshalb der komplette Beitrag völliger Nonsens ist. Dein komplettes Vorhaben mit eigenen Dreh- und Frästeilen ist absolut überflüssig.


    Der alte Seitendeckel mit Spaltölfilter wird hier gegen einen anderen mit Filterpatrone getauscht, mehr nicht. Die dazu notwendigen Teile gibt es von Eicher selbst, Seitendeckel mit Papierfiltereinsatz sind gebraucht erhältlich. Ich würde wetten, Markus hat stapelweise solcher Deckel auf Seite liegen.

    Moin!

    Also, erstens mal ist die Lenkung ein sicherheitsrelevantes Bauteil, daher Finger weg wenn man keine Ahnung hat. Ein Orbitrol darf zudem so ohne weiteres gar nicht geöffnet werden! Hier hilft also nur Austausch.

    Zweitens: Kaufe nie den erstbesten Schlepper. Wenn er beim Kauf schon einen erheblichen Mangel hat, verstecken sich zu 99,9% weitere. Daher: Finger weg.


    Und noch was: Same gehört nicht zu Deutz, sondern Deutz zu Same.

    Die Verzahnung sollte jede nahmhafte Kupplungsinstandsetzung einzeln beziehen können. Daher nochmal: wende dich an eine solche Firma, da wird dir geholfen.

    Moin

    es gibt eine recht einfache Lösung für dein Problem. Lass dir in deine 9 Zoll Scheibe die feine Verzahnung der 10 Zoll Scheibe einnieten. So was können renommierte Kupplungsinstandsetzer ohne große Probleme.

    Eins noch am Rande: es gibt keine Untersetzung. Übersetzt wird positiv oder negativ, aber es wird grundsätzlich übersetzt. „Untersetzten“ gibt es in der Technik als Begriff nicht, auch wenn es das Wort „untersetzt“ grundsätzlich natürlich gibt. Das ist aber ne ganz andere Geschichte.