Beiträge von 3085

    Mit der Sicke wirkt der Ring wie eine ziemlich steife Feder und stützt den inneren Lagerring des Kegelrollenlagers auf dem Achsstummel, wenn mit der Nutmutter das Lagerspiel eingestellt wird.

    Richtig, das Teil ist aus Federstahl. Deshalb scheidet selbst anfertigen auch aus. Das „Lagerspiel“ ist hier eine Vorspannung, ZF gibt dafür einen Rollwiderstand der Achslagerung in Nm an.

    Ja das ist so, das Öl ist aber nur für den Fliehkraftregler oder? Wie gesagt, man sieht ja auf den Bildern deutlich dass hier kein Öl drin ist, vielleicht auch die Ursache dass etwas defekt ist?

    Normalerweise haben diese Pumpen nur einen Ölhaushalt. Für mich besteht hier schon ein möglicher Zusammenhang. Aber mal von Anfang an:

    Zuerst würde ich mal das Druckhalteventil zum Rücklauf prüfen.

    Falls das funktioniert wie es soll:
    Du kannst ja mal den Seitendeckel der Pumpe ablassen, alles entlüften, Öl auffüllen und mit demontierten Einspritzleitungen starten. Da muss, wenn alles richtig entlüftet ist, schon gut Diesel gefördert werden. Achte darauf, ob sich alle Elemente gleich weit bewegen (vertikal).
    Man kann auch mal - unter besonderer Vorsicht (!!!) - die Elemente per Hand betätigen.
    Hilft das alles nicht würde ich ein Druckventil ausbauen und mit der Handpumpe nochmals entlüften. Da sollte man dann aber wissen was man tut.

    Moin,

    Wenn man am Gashebel zieht, bewegt sich die Regelstange nicht, ist das normal?

    Ist korrekt, da die ESP auf Startstellung springt.

    Wenn ich am Absteller ziehe, bewegt sich die Stange nach rechts.

    Auch das ist korrekt, da bei gezogenem Absteller 0-Förderung angefahren wird.

    Noch eine Frage: sollte in dem Raum wo sich die Nockenwelle befindet nicht Öl oder Diesel zur Schmierung befinden? Da ist nämlich nichts drin.

    Eigentlich ja, also Öl. So wie es auf den Fotos ausschaut hängt die ESP nicht am Motorölkreislauf sondern verfügt über einen eigenen Haushalt, ist das so?

    Erstens Mal wüsste ich gar nicht ob eine Umrüstung überhaupt möglich wäre, da die Schwenkgehäuse bei der 1351 komplett anders sind. Zweitens, das hast du richtig erkannt, sind die geschraubten Bolzen ohnehin eine, wenn nicht gar die Schwachstelle der 1351. Insofern würde ich die Überlegung verwerfen.
    Ergänzend muss man erwähnen, dass eine Umrüstung zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen würde.

    Moin,

    solange du das Geld vorher hast und die Spedition vom Käufer beauftragt und bezahlt wurde kann - Betonung: kann - das gut gehen.

    will ich ihn ungern für das Geld hergeben, wenn mir irgendein Pfuscher 3000 € dafür gibt.

    Aber das kann ich nicht unkommentiert stehen lassen: Die Einstellung zu möglichen anderen Käufern ist bemerkenswert. Vielleicht liegt es ja daran, dass kein anderer den Schlepper möchte. Viel Erfolg beim Verkauf.

    Moin,

    tja, die Möglichkeiten sind vielfältig:

    1. zu lange Kaltlauf betrieben (im Standgas laufen lassen)

    2. schlechtes Spritzbild der Einspritzdüsen

    3. verschlissene Einspritzpumpe

    4. mangelhafte Kompression (Ventilspiel zu eng, Ventile zu tief eingeschlagen, Kolben/Zylinder verschlissen, Spaltmaß zu groß)

    5. Vorpumpe Kaltstartanlage defekt (falls noch vorhanden und am Tank angeschlossen)


    Soweit der Blick in die Glaskugel.

    Moin,

    also, ganz so einfach ist das nicht. Die ESP muss raus, genau wie der Pumpenflansch auch. Hierbei muss nicht nur der Reparaturleitfaden beachtet werden, sondern insbesondere ob beim Einbau die Reglerstange in die Einspritzpumpe greift!

    Der von dir genannte O-Ring ist ein Rechteckring, gleichzeitig solltest du den Faltenbalg vom Abstell-Zug, sowie die Gummikappe von der Startfüllung erneuern. Weiter wird die Dichtung vom Pumpenflansch sowie die vom oberen runden Seitendeckel benötigt. Gibt es alles bei Eicher.

    Moin,

    Den Ring kann man auch wechseln ohne das Lenkgetriebe auszubauen bzw. zu zerlegen. Davon würde ich ungeschultem Personal ohnehin abraten.

    Allerdings muss der Lenkstockhebel runter, was einen entsprechend schweren Abzieher nötig macht. Bitte die Mutter nur ca. 2 Gewindegänge lösen, dann Abzieher ansetzen und den Lenkstockhebel vom Konus ziehen. Hier ist ordentlich Foffo hinter, deswegen unbedingt die Mutter drauf lassen! Also Achtung! Unbedingt vorab Position markieren, der Lenkstockhebel muss beim Zusammenbau wieder exakt in der selben Position auf die Feinverzahnung gesteckt werden.

    Arbeiten an der Lenkung unterliegen im gewerblichen Werkstattalltag der Meisterpflicht, will ich nur mal nebenbei erwähnen.

    Teile gibts bei Eicher direkt.

    Moin,

    Das Problem wird entweder mit dem Regler oder der Einspritzpumpe zusammenhängen. Stand der Schlepper längere Zeit? Ist das Problem schleichend aufgetreten? Ist die Gummi-Kappe am Kaltstartknopf montiert?

    Was machst du denn mit der Messerei?

    Mach doch den Versuch wie von meiner Seite beschrieben, aber die Kabel auch wirklich

    fest anschließen! Wenn der Starter dann durchzieht, ist er in Ordnung.

    Dann wäre die Zuleitung zur Magnetspule/ Magnetspule selber zu Überrüfen.

    Wenn nein, ist er im Eimer!

    Wer die Grundlagen der Messtechnik nicht versteht wird eben zum Teiletauscher.

    Moin,

    Möglicherweise wegen schlechter Kontakte des Überbrückungskabels. Um messtechnisch einen Beweis zu erbringen musst du unter Last, sprich bei gedrücktem Anlasserknopf, die Zuleitung sowie die Masseversorgung mittels Spannungsabfallmessung prüfen.

    1. Messung: rote Messspitze des Multimeters auf Batterie-Pluspol, schwarze Messspitze auf Klemme 30 am Anlasser. Bei betätigtem Anlasserknopf dürfen hier maximal 1 Volt Spannungsverlust auftreten.

    2. Messung: rote Messspitze auf Masse am Anlasser, schwarze Messspitze direkt auf Batterie-Minuspol. Auch hier sind maximal 1 Volt zulässig.

    Mach das mal und schreibe eben die Messwerte, dann wissen wir mehr.

    Hallo Josef,

    damit kann ich deine Aussage gut nachvollziehen, danke für die Erklärung. Allerdings stellt sich mir die Frage wie der von dir beschriebene Fehler unter Last für 5 Volt an Klemme 30 des Anlassers verantwortlich sein soll. Faktisch müsste dies ja bedeuten, dass der Innenwiderstand des Starters kleiner ist als der Widerstand einer intakten Leitung. Wenn man deine Angaben mit den Daten des hier verbauten Starters sowie den am Anlasser 5 Volt anliegenden Messwert des TE durchrechnet kann man diese Möglichkeit sicher ausschließen.

    Es bleibt also dabei, dass der Fragende hier ausschließlich mit Spannungsverlustmessungen weiterkommt, zumal der Übergangswiderstand von 0,3 Ohm hier massive Auswirkungen zeigen würde - Voraussetzung ist selbstverständlich dass die genannten Werte auch korrekt sind.


    Zwischen Batterie - und Anlasser Klemme 30 stehen unter Last nun mal 4-5V an, also ist ein Spannungsabfall von 12V-4V= 8V da!

    Herzlichen Glückwunsch, die Leitung ist im Eimer. Fehler gefunden.

    Einmal schriebst du Wiederstände wirken sich aus und dann Wiederstände beweisen nichts???

    Ich bin nun mal kein Elektriker sondern Mechaniker, daher hab ich auch nur Elektrogrundkenntnisse und die hören bei Wiederständen auf, aber mir wurde beigebracht ein hoher Wiederstand verhindert Stromfluss. Also umso geringer der Widerstand umso besser.

    Widerstände wirken sich nur bei Stromfluss aus -> Grundlagen Elektrotechnik. Mit deinem Messgerät schickst du nun winzig kleine Ströme durch die Starterleitung, das Multimeter errechnet den Widerstand. So weit, so einfach. Oben schreibst du, dass 0,3 Ohm auf der Starterleitung gemessen wurden. Damit wäre die Starterleitung nach den Grundsätzen (Leitungswiderstand 1 Ohm zul.) als in Ordnung zu bewerten. Sie ist aber defekt!

    Rechnerischer Beweis:

    Wir basteln uns eine Ersatzschaltung, sprich Widerstand Anlasser und Widerstand der Leitung:

    3,1kW entsprechen 3100 Watt.

    P=U*i => P/U=i => 3100W / 12V = 258,33 Ampere

    Innenwiderstand Starter:

    U=R*i => R=U/i => R=12/258A => R= 0,04645 Ohm

    Jetzt addieren wir deine 0,3 Ohm Leitungswiderstand hinzu, dieser hemmt den Stromfluss neben dem Innenwiderstand des Starters zusätzlich:

    Rges=RStarter+RÜbergangswiderstand => Rges=0,04645 Ohm + 0,3 Ohm => Rges=0,34645 Ohm

    Damit haben wir nun den Gesamtwiderstand deines Systems, wir können den nun fließenden Strom errechnen welcher wesentlich geringer ist:

    U=R*i => i=U/R => i=12V / 0,34645 Ohm => i=34,63 Ampere

    Nun berechnen wir den Spannungsabfall an deinem Übergangswiderstand:

    UVerlust=i*R => UVerlust=34,63 Ampere *0,3 Ohm => UVerlust=10,39 Volt

    Hättest du jetzt als erste (nachdem man festgestellt hat dass hier nur ca. 4 Volt anliegen, aber 12 auf die Reise gehen) Messung mit den Multimeter bei betätigtem Anlasser von deiner Batterie-Plusklemme zu Klemme 30 am Anlasser gemessen, wärst du sofort über die 8 Volt gestolpert und wir könnten uns die Überlegung zur Auswirkung deiner 0,3 Ohm schenken. Übrigens: Die Differenz von meinen errechneten 10,39V zu deinen gemessenen 8 Volt wird sich in den nicht angegebenen Kommastellen von 0,3 Ohm bewegen.

    An der Stelle muss doch jedem klar sein, dass mit der Widerstandsmessung nur zu beweisen ist, dass es nachts dunkel ist. Zu Diagnosezwecken ist sie weitestgehend ungeeignet, deswegen verwendet man wo möglich Spannungsabfall-Messungen.

    Daher bin ich davon ausgegangen wenn ich einen Wiederstand von 140 Ohm bei geschlossenen Stromkreis zwischen Batterieklemme und Anlasserklemme 30 messe, der zu hoch ist und irgendwo ein Fehler da ist.

    Richtig, der Fehler ist bei dir: Widerstände werden nicht unter Last gemessen sondern bei allpoliger Trennung der Bauteile/Leitungen.