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Beiträge von 3085

    Thorsten ist ja schon 3 Jahre hier dabei und könnte das als Eicher-Eigner auch ein paar mal gelesen haben.....

    Nicht nur das, schau mal auf den vorherigen Seiten dieses Threads. Ich habe von Anfang an davor gewarnt und empfohlen nur Originalteile einzubauen.


    Jetzt mal ein bisschen was zum Hintergrund und vor allem auch zur Qualität der Arbeit des Motorenbauers, welcher, vermutlich unwissentlich, Bockmist vom Feinsten gebaut hat. Dann verstehen vermutlich auch diejenigen die ein anderes Fabrikat fahren und mich für hochnäsig halten was hier läuft:


    Eicher hat von 1959 bis etwa 1978 lange Kolben verbaut. Allerdings waren insbesondere Motoren mit hohen Zylinderleistungen, sprich 15 PS/Einheit, thermisch völlig überfordert. Um Abhilfe zu schaffen hat Eicher so ziemlich alles versucht was machbar war. So verwendete man Alfin-Zylinder wegen der angeblich besseren Wärmeabfuhr (bitte ausdrücklich das angeblich beachten), änderte x-mal das Einbauspiel, sowie das Spaltmaß, verpasste 1974 sogar allen Aggregaten Kolbenbodenkühlung - ohne Erfolg. Mussten die Motoren richtig arbeiten, gab es Probleme mit Fressern. Das wusste man auch in Forstern, warum man allerdings an den langen Mahle-Kolben festhielt ist heute umstritten. Fest steht: Angestellte der Eicher-Entwicklungsabteilung und Mahle waren gut befreundet.

    Wichtig zu wissen ist, dass ab 1973 nur noch die Entwicklung in Forstern angesiedelt war, Motoren baute man im 80 km entfernten Landau an der Isar.

    Mit Einführung von Motoren über 15 PS/Zylinder potenzierte man trotz verschiedener anderer Maßnahmen das Problem. Hier sind die Schlepper 352, 365, 3085, 3105 und 3133 zu nennen. Insbesondere die größten drei kamen überhaupt nicht mehr klar, es gab Kolbenfresser und Motorschäden am laufenden Band. So schlimm, dass der Mutterkonzern MF sogar die Fertigung der Sechsendermotoren untersagte bis es eine Lösung gäbe.

    Kolben Schmidt (KS) wusste um die Misere und bot Eicher mehrfach die Lieferung kurzer Kolben und geänderter Zylinder an. Es gab sogar einige Versuchsmotoren mit kurzen Kolben, welche liefen. Jedoch hielt die Entwicklungsabteilung am langen Mahle-Kolben fest.

    In Landau an der Isar wusste man keinen Rat mehr. Werkskundendienst, MF, bestehende Aufträge welche nicht gefertigt werden konnten, es gab Druck von allen Seiten. Der Werksleiter orderte darauf hin bei KS 500 kurze Kolben, welche vom Werkskundendienst in bestehende Schlepper eingebaut wurden, zudem montierte man einige Sechsendermotoren. Das wusste jedoch die Entwicklungsabteilung nicht.

    Fakt ist: Die Motoren liefen. Endlich. Also stellte man die komplette Serienfertigung um und setzte erst nachdem alles abgeschlossen war die Entwicklungsabteilung in Kenntnis. Die Stimmung war wohl angefressen.


    1. Weiss man, warum die Eicher Entwicklungsabteilung beim EDK selbst bis heute noch den langen Kolben favorisiert. Sie handelten nicht und wurden schließlich übergangen

    2. der EDL, welcher dem EDK folgte, wurde ausschließlich mit kurzen Kolben montiert und leistete problemlos bis 22 PS/Zylinder

    3. die neuen kurzen Graugusszylinder sind bezüglich der Wärmeableitung besser als Alfinzylinder

    4. die neuen Zylinder sind deutlich steifer, sodass es bei hohen Temperaturen keine Probleme mehr gab

    5. das Problem mit Schmierfilmabrissen war endlich beseitigt

    6. es waren höhere Zylinderleistungen möglich

    7. aufgrund einer deutlich hochwertigeren Kolbenringbestückung erhöhte sich die Standzeit

    8. Minimierung der inneren Reibung


    Jetzt gibt es heute immer noch - und dafür fällt mir nun wirklich kein anderes Wort ein - Bekloppte, welche nach wie vor völlig beleglos behaupten, dass der lange Kolben besser sei. Das ist eine Lüge! Weder langer Kolben noch Alfinzylinder haben irgendeinen Vorteil, sie sind einfach scheiße.


    Soviel zum ersten Fehler in dieser Instandsetzungsarie. Wer sich auch immer zum langen Kolben hat bequatschen lassen sei dahingestellt. Viel schlimmer ist Fehler Nummer 2. Der Motor konnte beim ersten Versuch nämlich gar nicht funktionieren:
    Eicher gab schon vor 50 Jahren ausschließlich das Übermaß 100,5mm frei, hier hat man jedoch auf 101,0mm aufgebohrt. Warum? Ganz einfach: Der Alfinzylinder ist dadurch so stark geschwächt, dass er beim Anziehen einen Bauch macht, sprich er geht in der Mitte auseinander und oben und unten zusammen. Hat man jetzt auch keine Maße zur Hinterhohnung der Buchse, der Eicher-Zylinder ist ja nicht zylindrisch gebohrt sondern ein umgedrehter Blumentopf, frisst das Ding.


    Das zu Versuch 1, Versuch 2 ist deutlich kompakter zu erklären. Da lag es an einem Billignachbau, die Einheiten kenne ich. Mitunter hat man da schon mal Lunker in der Lauffläche (!) der Zylinder. Zudem ist der Zylinder nicht hinterhohnt und das Einbauspiel nicht beachtet. Eicher-Motoren haben je nach Leistung unterschiedliche Kolbeneinbauspiele, im hier vorliegenden Fall 0,12mm. Die Paarung ist also 99,88mm am Kolben und 100,00mm des Zylinders. Wird hier 99,89 und 100,00mm verbaut, kann das schief gehen, vor allem wenn die Materialqualität nicht dem Original entspricht.



    Wenn ich kein Eicher-Mann wäre, müsste ich über diesen ganzen Vorgang hier Tränen lachen. Das kann ich aber nicht. Es ist von Anfang an das Gegenteil von dem gemacht worden, was empfohlen wurde. Lange Kolben einbauen, Spaltmaß verbotenerweise mit Lötzinn einstellen, Unklarheiten an den Düsen, nicht getauschte Pleuelbuchsen,... Wenn die Zylinderköpfe beim gleichen Instandsetzer bearbeitet wurden wie die Buchse will ich die besser erst gar nicht sehen. Das soll nicht mal ein Vorwurf an den Betrieb sein, denen fehlen oftmals einfach konkrete Werte und es wird irgendwas fabriziert was am Ende vorne und hinten nicht passt. Selbst wenn das noch alles geklappt hat, kann man oftmals am Ende kein Ventilspiel mehr einstellen weil der Kopf zu oft geplant wurde und eigentlich nicht mehr instandsetzungsfähig war.


    Was mich aber am meisten ärgert ist, dass es hier Leute gibt die in ihrem Leben noch keinen Eicher-Motor unterm Maulschlüssel hatten oder um dessen Besonderheiten wissen, sich dann aber eine Meinung zu langen und kurzen Kolben anmaßen. Wenn ihr es nicht wisst, fragt nach. Aber erzählt keinen Vollstuss für den andere, wie im hier vorliegenden Fall, sehr viel Lehrgeld bezahlen dürfen.



    Zur Problemlösung:
    Keiner weiß wie es um die Materialqualität der restlichen Teile steht. Es gibt nur eine Möglichkeit: Komplettprogramm. Neue Lager, neue Pleuelbuchsen, neue kurze Kolben, neue Zylinder, Köpfe von Eicher direkt (!) überprüfen lassen, Spaltmaß nach EDK-Handbuch mit Spannpratze auf 0,8+0,05mm einstellen, nur Originalteile verwenden, und zack das Ding läuft. Alles andere endet früher oder später wieder im Desaster.

    Diese ganzen Spekulationen hier sind doch lachhaft.


    1. Alfin-Zylinder auf Maße über 100,5 aufbohren funktioniert nicht, da der Zylinder beim Anziehen einen Bauch macht. O Wunder, er frisst. Das weiß jeder Eicher-Mann.


    2. Die verbaute No-Name Ware ist qualitativer Müll und hält nicht. Auch das ist bekannt!


    Ich wiederhole mich mindestens zum dritten Mal in diesem Thread: Kurze Kolben und Zylinder von Eicher einbauen und die Kiste läuft.

    Moin,

    Da ist eine Nadelbuchse drin. Abdichten kannst du hier nur wenn du die Welle ausbaust, also alte Buchse raus, alles blitzblank sauber machen, neue Buchse außen dünn mit Dichtmasse bestreichen und dann alles zusammenbauen.

    Beim Zerlegen zerstörst du die auf der anderen Seite eingebaute Nadelhülse. Du musst also zwangsweise beide Lager bestellen.

    Warum aber bei kochendem Wasser nicht, ist mir ein Rätsel!:hmm:

    Mir nicht. Dein Fernthermometer ist für luftgekühlte Motoren, die sind bei 100 Grad noch nicht mal richtig auf Betriebstemperatur. Hier bist du zwischen 120 und 160 Grad unterwegs, je nach Motor kann auch schon mal auf 180 Grad gehen.

    Ich habe das Handbuch für den Motor. Ausbau der Pumpe scheint überschaubar, an zwei Stellen wird aber über Spezialwerkzeug gesprochen. Ist das essentiell?

    Jein, das geht so. Werkzeug 1 ist zum lösen der ESP-Mutter. Falls du einen Tachometerantrieb hast, musst du dir hier was passendes basteln. Werkzeug 2wird gebraucht um das Zahnrad vom Konus der ESP zu drücken, klappt aber auch mit einem Prellschlag.


    Gibt es Empfehlungen für einen Instandsetzer? Oder Austauschpumpe?

    Ja, die gibt es: Eicher.

    Alle anderen schicken sie so oder so nach Ganacker, da sonst keiner Ersatzteile hat. Ein paar Spezialisten "überholen" die Pumpe auch "für kleines Geld", sprich es werden neue Dichtungen reimgefummelt und dafür 500 Tacken abgerechnet. Wenn sie dann - wie es vorab zu erwarten war - immer noch nicht richtig läuft landet sie auch bei Eicher.

    Allerdings, und das sei direkt dazu gesagt, 1500 Euro sind für die Pumpe ganz schnell weg.

    Da sind die Pumpenelemnte fest. Selbst wenn Du es schaffen solltes, sie wieder zu lösen, wird der Eicher nicht anspringen. Da hat es in der Pumpe durch die Standzeit gegammelt. Die Pumpe sollte auf keinen Fall selbst zerlegt werden. Da hilft leider nur ein Instandsetzer oder Einschicken nach Eicher-Ganacker.

    Genau so schaut es aus. Finger weg von der ESP, deswegen hast du hier auch keine Antwort bekommen.

    Ok, dann ist’s einfach.

    Getriebeöl ablassen, Deckel abnehmen und mit Dichtmasse wieder einsetzen. An der Allradschaltung ist ein Simmering eingesetzt, Teilenummer 3188546M1.


    Der Deckel wird mit zwei Passstiften geführt, beim Ahnehmen musst du vorsichtig sein. Da bricht schnell mal ne Ecke weg.

    Moin,

    der O-Ring kam erst relativ spät, wenn keine Nut da ist brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Ich glaub da gab es sogar mal eine KDM zur Nachrüstung im Bedarfsfall, dann müsste allerdings der Block auf ein Bohrwerk.

    Moin

    Bevor man sich an dieser Stelle weiter den Kopf zerbricht sollte man erst mal den Hochdruckreiniger auspacken und alles sauber machen.

    Die Frage ist nämlich ob es nur der Flansch vom vorderen Deckel ist oder ob er hinten an der Zwischenwelle Öl verliert. Letzteres ist ein bekanntes Problem. In dem Fall muss der Abtrieb runter und komplett abgedichtet werden.

    Die andere Firma bietet einen Gewichteträger an.

    Ich ahne schlimmes.

    Wenn "die andere Firma" der GROßBUCHSTABENTEILEHÄNDLER mit mehreren Rechtschreibfehlern pro Wort ist, dann ist Vorsicht geboten. Du darfst Geld überweisen, bekommst aber keine Ware.


    Wenn dem so sein sollte, dann tue dir selbst den Gefallen und breche den Kontakt ab. Und ja, ich meine das Ernst!

    Um es noch mal klar zu sagen: der Zusatz "79" beschränkt den CE auf ein Zugfahrzeug mit max. 7,5t.

    Ohne den Zusatz gehen auch 40t.

    Das ist falsch!


    CE79 bedeutet, dass das Zugfahrzeug 12 Tonnen und der Anhänger 6,5 Tonnen zGG haben dürfen. Das alles muss auf drei Achsen verteilt sein, da CE79 ebenfalls nur für Züge aus einem Zugfahrzeug mit zwei Achsen und einem Anhänger mit einer Achse gilt.

    Allerdings hat mir heute auf die entsprechende Anfrage - ob es zwingend erforderlich wäre, beim Tausch des Kolben auch noch das Pleuel oder die Pleueldichtungen zu tauschen - der Mitarbeiter von Eicher gesagt, dass dem sicher nicht so wäre!

    Was ist eine Pleueldichtung?

    Es geht auch nicht darum das Pleuel zu tauschen, sondern Pleuelauge und Pleuellager. Beide sind erfahrungsgemäß Kernschrott. Zudem ist der Eicher-Mitarbeiter nicht vor Ort, wie der Kurbelzapfen aussieht musst du bewerten. Da hilft nur vermessen.


    Zum Wechsel der Laufgarnitur muss das Pleuel ja so oder so raus. Mal schauen wie deine Lager aussehen.


    Das beantwortet auch gleich die Frage zur Einspritzdüse - die hat sauber funktioniert und wurde gerade nochmals einer Reinigung unterzogen, nachdem ich sie aus dem alten Kopf heraus hatte!

    Nein! Um den Zustand der Einspritzdüse zu prüfen muss diese mittels Prüfgerät abgedrückt werden. Öffnungsdruck und Spritzbild sind entscheidend, das kann auch bei gutem Motorlauf fürchterlich daneben liegen. Im schlimmsten Fall tropft die Düse sogar und zerstört dir den neuen Kolben.


    Auch stellt sich somit gar nicht die Frage nach der Einschlagtiefe der Ventile - ich habe von Eicher einen nigelnagelneuen Zylinderkopf mit ebenso neuen Ventilen und Ventilführungen erhalten!

    Das ist die zweifellos beste Lösung.

    Damit ich das nicht riskiere und weil der Motor jetzt sowieso schon offen ist, habe ich also auch noch die komplette Einheit mit Kolben, Buchse, Kühlrippen und verschiedene Dichtungen neu bestellt ;(


    Das ist ja alles schön und gut, aber damit ist es nicht getan. Deine Kosten werden sich mindestens noch mal verdoppeln.


    Folgende Fragen sind entscheidend:
    1. Ist der Kurbelzapfen maßhaltig und rund?

    2. Wie ist der Zustand von Pleuellager und Pleuelauge? Beide sind übrigens immer zu erneuern wenn an Kolben und Zylinder gearbeitet wird!

    2. Was macht deine Einspritzdüse? Öffnungsdruck/Spritzbild?
    4. Letzter, aber wohl wichtigster Punkt überhaupt: Der Zylinderkopf. Wie tief sind die Ventile denn im Kopf eingeschlagen?


    Die einzige Alternative dazu ist es den Motor so zusammenzubauen wie er war.

    Wenn ich eines meiner Fotos vom Zerlegen richtig interpretiere - hat der Zylinder vermutlich auch einen Hitzeriss - das Problem hattest Du ja auch mal (habe ich hier im Forum gelesen) !?

    Also: Es hat nicht der Zylinder ein Hitzeriss, sondern der Kolben. Diese Risse sind laut Eicher ausdrücklich unbedenklich und treten nach einiger Laufzeit auf.


    Ein Austausch der Teile wegen dieser Risse ist unnötig!

    Johannes, das ist doch alles dummes Geschwätz was du hier von dir gibst. Eine Führerscheinstelle macht den ganzen Tag nichts anderes als Lappen umzuschreiben oder auszustellen. Meinst du etwa allen Ernstes man könne dir dort nicht helfen oder handelt gar willkürlich? Letzteres halte ich für eine dreiste Unterstellung. Ruf doch da mal an und du wirst sehen dass deine Unruhe unbegründet ist.


    Zudem verstehe ich deine ganze Aufregung nicht. Wenn du meinen Link gesehen hast weißt du ganz genau, welche Klassen dir durch den alten 3er zustehen. Das ist abhängig von dem Datum deines Führerscheins, hier musst du also selbst nachlesen.

    Ok, besten Dank, bei mir sind nämlich die anderen dran.

    Zweikammer= 1-Fahr-und Bremslicht, 2-Blinker ?

    Die neuen Lampen arbeiten mit Zweifadenbirnen, dort ist wenn ich es richtig im Kopf habe Standlicht und Bremslicht kombiniert. Das ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass die meisten das kombinierte Zweikreissystem nicht verkabelt bekommen. Ganz original ist nämlich Brems- und Blinklicht kombiniert in einer Birne.

    Soweit ich weiß ist T und eventuell auch L nur zulässig bei Land- und Forstwirtschaftlichen Fahrten, ich mag mich aber auch täuschen.

    Das ist richtig. Die Klassen L und T sind ausschließlich für LOF-Zwecke gültig. Was darunter fällt und was nicht ist per Gesetz definiert:

    Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__6.html

    Ja, klar, weiß ich wohl. Gibt es da nicht so eine Regel: "nach 40 Jahren frei" oder so?

    Stimmt, die besagt aber 75 Jahre.


    Welche Rücklichter sind jetzt bei '65 Königstiger original?

    Ich habe beide Versionen finden können.

    Es gibt keine zwei Versionen, sondern lediglich die von Uwe gezeigten Zweikammerleuchten.

    Weitere Unterlagen, wie z.B. Bedienungsanleitungen, zu Eicher Schleppern findest du beim Eicherservice

    ...wenn man bereit ist viel Geld für schlechteste Qualität zu zahlen, ja.

    Technische Unterlagen gibts in bester Quali bei den Schwarzwäldern, dazu wesentlich günstiger als bei Eicherservice.de