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Beiträge von 3085

    Auch wenn das was Julian schreibt durchaus sehr wahrscheinlich ist würde ich zuerst mal die Glühanlage auf den Kopf stellen. Dazu eine Rückfrage: Sind Wendel- oder Stabglühkerzen verbaut? Wenn du das so nicht beantworten kannst mach uns bitte mal ein Bild der Verkabelung direkt an den Glühkerzen. Daran ist es erkennbar was verbaut ist.

    Weiter: Wird der Glühüberwacher rot? Wenn ja - hat sich hier irgendetwas verändert? Braucht er nun länger oder noch gleich lang?

    Darum dürfte das auch nicht das Problem sein das man die Drehzahl bis 2200 ca mehr gibt. Er Dreh nämlich wirklich ziemlich niedrig.

    Solche Aussagen sind gemeingefährlich und wenn man es nicht absolut sicher weiß auch ziemlich dumm. Deutz z.B. hat exakt die selben Aggregate mit verschiedenen Drehzahlen ausgeliefert, dennoch kann kein Motor mehr Drehzahl ab als werksseitig eingestellt. Rotierende Teile wie Kurbelwelle und Schwungrad sind entsprechend besser gewuchtet. Zudem gibt es geringere Toleranzen bei Kolben- und Pleuelgewichten.


    Die gestellte Frage kann dir m.E. nach nur ein einschlägiger Güldner-Spezialist beantworten. Sonst keiner. Und mit Antworten wie "Onkel Otto sein Perkins-Hanomach drehte aber auch 6000 U/min" kommst du nicht weiter.

    Moin Johannes,


    du hast es immer noch nicht verstanden!

    Du kannst deine Hydraulik bis zum geht nicht mehr aufrüsten, theoretisch sind unendlich viele Doppel- und Einfachwirkende Steuergeräte nachrüstbar. Und trotzdem ist das System praktisch nicht zu benutzen, wenn du Anbaugeräte mit hydraulischen Zusatzfunktionen in der Dreipunkt fahren willst. Dann kannst du nämlich den Dreiwegehahn (Hebel 1) nicht umschalten, da das System unter Last steht.

    Moin,


    prinzipiell schon. Ich habe einen Stoll ASL 3 mit nachgerüsteter hydraulischer Gerätebetätigung auf meinen 3085. Man sollte darauf aufpassen, dass die Frontladerkonsolen nicht die Lüfterwelle verdecken, bzw. die Abluftseite einschränken. Zudem sollte der Lader mindestens bis unters Hauptgetriebe abgestützt sein, die Zwischenstücke von Motor zu Getriebe brechen sonst ganz gerne mal.

    Bei schweren FL-Arbeiten sollte eine Abstützung bis zur Hinterachse Pflicht sein.


    Aktuell ist ein Frost-Frontlader von einem 3075 in der Bucht angeboten. Der würde auch auf ein 85er passen:

    https://www.ebay-kleinanzeigen…-3088/1170306496-276-2751

    Moin,

    dazu hat die AG80 eigentlich genügend Öl, sie versorgt ja z.B. im Leopard auch zwei Zylinder (Hydraulik und Mähwerk). Die beiden Hubzylinder hinten waren Sonderausstattung und konnten ja ab Werk geliefert werden. Sonderausstattung war aber auch die große Pumpe AG81, diese wurde jedoch bei Frontkraftheber oder Zwischenachskraftheber verbaut und unterscheidet sich in erster Linie durch die nunmehr zwei einfachwirkenden Kreise.

    Das Thema Motorblock ist mittlerweile in einer Fachzeitschrift, sowie im Vereinsmagazin der Eicherfreunde Schwarzwald recht ausführlich behandelt worden. Die Geschichte ist zu lang um hier alles aufzuführen.


    Kurzform: Risse auf der Einspritzpumpenseite hinten, sowie lüfterwellenseitig nahe der Lichtmaschine sind der Todesstoß für das Gehäuse. Sie sind die Folge eines inneren Schwingbruchs.

    Die Risse sind nicht schweissbar. Hier braucht jetzt auch keiner behaupten man könne ja Guss schweißen; das stimmt zwar, aber eben diesen Motorblock aufgrund der Schwingbrüche innen nicht.


    Risse an den Achsen gibt es bei allen ZF T-331X Getrieben bis Getriebenummer 8448. Die letzte Zahl in der Typenbezeichnung gibt den Traktorenhersteller an, Eicher wäre z.B. 3319.


    Edit:

    Ich hab noch was vergessen: Umgebohrte Sechszylinder-Motoren sind von der Rissproblematik nicht betroffen.

    Rissfreie Motorgehäuse können auch nachträglich verstärkt werden, ist aber eine Kostenfrage.

    Moin Hajo,


    angegeben sind im neuwertigem Zustand 3 bis 4 bar bei Betriebstemperatur. Im Leerlauf sollte er mindestens 1,5 bar haben, der Öldruckschalter meldet sich ab 0,5 bar und darunter.

    Nein, das ist immer die gleiche Stelle.

    Kupplungsglocke: Flansch zum Getriebe, beide Seiten von oben nach unten

    349-3e81bf22.jpg


    Hinterachse: Ganz schlecht zu erklären, im Übergang vom Planetengehäuse zum Achsrohr, jeweils unten, vorne und hinten.


    350-46d7cb33.jpg



    Generell sind alle Eicher-Sechsender mit Ausnahme des Wotan I und II als problematisch anzusehen, daher rate ich dringend vom Kauf ab insofern der Geldbeutel nicht gut gefüllt, Fachwissen und Möglichkeiten oder noch besser gleich alles zusammen vorhanden ist. Zudem sind die Probleme recht unterschiedlich: 105er und 133er bereiten andere Sorgen als 3108/3125/3145. Aber problematisch sind Sie schon, bzw. waren dies als die Schlepper vom Band liefen. 3125/3145 sind mittlerweile fast alle an den kritischen Stellen verstärkt, schlimm ist die Lage jedoch immer noch bei frühen 3105 und 1102, sowie 3133 auf EDK, sowie allen MF 1132.

    Erst mal zum Thema:
    eine gute Landmaschinenwerkstatt, bestenfalls IHC oder Fendt, bekommt das locker hin. Dort hat man mit T-3000 durchaus einige Erfahrungen, die Getriebe müssen schließlich öfters schon mal wegen Verschleiß am Getriebeeingang zerlegt werden.


    Zweitens:

    Ich kann ausnahmslos vom 1102, sowie frühen 3105 abraten. Diese Kisten sind noch im Prototypenstadium in Serie gefertigt worden. Einzig die Vorderachse ist unproblematisch.

    Von vorne angefangen:

    Motor -> Probleme mit Kolbenfressern und Blockrissen

    Kupplungsglocke: 95% aller Glocken sind gerissen

    Kupplungsbetätigung: schwergängig, störanfällig

    Getriebe: Ärger mit Lagerungen der Gangräder

    Hinterachsen: Risse in etwa 95% der Aggregate


    Zu den Kosten:

    Motor: Mindestens 10 Scheine, ich würde eher 15 kalkulieren. Die Dinger müssen umgebohrt werden, wer dir was anderes sagt hat keine Ahnung von Eicher-Motoren

    Kupplungsglocke: 4900 Euro neu, gebraucht nicht mehr verfügbar

    Getriebe: wenns dir eines der Nadellager zerfetzt reichen 5000 Euro nicht ansatzweise

    Hinterachsen: Falls verfügbar schnell 1500 Euro pro Seite, Fendt, IHC und Schlüter haben gleiche Probleme, Achsen sind untereinander nicht oder nur teilweise austauschbar


    3105 Allrad sind erst ab Fahrgestellnummer 148037 brauchbar, dann gibt es nämlich kein Kummer bei Getriebe und Hinterachse. Erkennbar an der neuen Frontmaske, diese Version ist als MF nicht mehr gefertigt worden. Weitere Änderungen an Kupplungsbetätigung und Kupplungsglocke kamen später, dazu gibt es aber keine Fahrgestellnummer. Ab Mitte 1981 treten zudem verstärkt Motorblockrisse auf (neuer Motorblock).


    Als ob das alles schon nicht schlimm genug wäre möchtest du dir ein 1102 kaufen, also ein Schlepper der in Frankreich ausgeliefert, gequält und "gewartet" wurde. Was schlimmeres gibt es nicht. Die meisten sind derart verbastelt, dass man Originalteile vergeblich suchen muss. Dazu kommt die Phantasie der Mechaniker. Ich hab noch keinen einzigen roten Sechsender gesehen, welcher ordentlich repariert wurde. Da ist Murks und Fusch der allerschlimmsten Sorte an der Tagesordnung (Beispw. abgedrehte Kurbelwellen, verschweißte Ringmuttern auf der Kurbelwelle, fehlende Zahnräder in Vorderachsen,...).

    Wer sich einen 1102 oder einen 1132 kaufen möchte, sollte nicht nur vom Fach sein, sondern auch Ahnung von der Technik und vor allem die Problemen dieser Schlepper haben. Dazu muss man in der Lage sein, alle Reparaturen selbst durchzuführen. Selbst dann bleibt der MF gegenüber einem blauen kritisch - der blaue kostet zwar mehr Geld, ist aber fast nie derart abgewirtschaftet und daher nach Abschluss aller Arbeiten meist günstiger.



    Die beiden anderen Eicher-Spezis hier, Markus und Tobias, werden dir das hier sofort bestätigen.

    Moin,


    für einen Fachmann ist der Ausbau der Sperre ein klacks. Nach Ausbau des Stifts muss die komplette Gang- und Gruppenschaltung des Getriebes neu grundeingestellt werden. Hier wird's knifflig, daher haben fast alle T-3000 nach einem solchen Eingriff einen Getriebeschaden.


    Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: An dieses Getriebe sollten nur absolute Fachleute ran. Nicht Onkel Otto der früher Käfer geschraubt hat, nicht der Bekannte vom Nachbar oder jemand der auch Trecker hat. Hier gehts zur Sache. Wer hier ohne explizites Fachwissen arbeitet ruiniert das Getriebe nach nur zwei Minuten.


    Für dich auch wichtig: Grundlegend ist vom Kauf eines 1102 abzuraten. Die Dinger sind Brei.

    Moin Markus,


    das Ding nimmst unter den Arm und bringst es zum nächsten Bosch-Dienst. Die können auch BNG-Anlasser instandsetzen. Kostet zwar etwas Geld, ist aber allemal besser als alle Nachbau-Anlasser zusammen.

    Moin,


    deine Dekompression ist garantiert nicht richtig eingestellt. Mit betätigter Dekompression kann ein Dieselmotor nicht laufen. Und mit nicht meine ich definitiv nicht, das ist physikalisch unmöglich.

    Ich frage mich allerdings für was man überhaupt an der Dekompression rumspielt. Die ist bei Eicher-Motoren so nötig wie eine Erkältung beim Menschen.