Beiträge von 3085

    Moin,

    Hast mal bei Eicher direkt gefragt ob es zum Erpoz-Kraftheber Unterlagen gibt? Ansonsten kannst du auch ne Teileliste eines vergleichbaren Eicher besorgen, beispielsweise die vom 566.

    Mit den Erpoz-Anlagen gab es seinerzeit große Probleme hinsichtlich Dichtigkeit und Funktion. Viele waren schon von Werk aus undicht oder haben nie korrekt gearbeitet. Dementsprechend gibt es einige Umrüstungen.

    Moin,

    mit der Ringmutter kann man nichts einstellen, diese wird mit hochfestem Loctite eingesetzt und fest angezogen.

    Bei diesem Schlepper ist die Ringmutter lose. Wie schlimm das nun ist weiß man erst wenn du zerlegt hast. Es kommt drauf an ob der Lagerinnenring des hinteren Rollenlagers noch fest auf der Kurbelwelle sitzt oder nicht. Sollte hier Spiel sein, muss die Welle ausgebaut, der Lagersitz lasergeschweisst und anschließend wieder auf Neumaß geschliffen werden.

    Alternativ gibt es auch je nach Schadensbild die Möglichkeit, einen Untermaß-Lagerring anzufertigen. Aber auch dazu muss die Welle raus. Beide Reparaturmöglichkeiten gelten als zuverlässig.

    Den Lagerring nur mit Welle/Nabe einkleben hält jedoch nicht.

    Moin,

    Thermostate hatten die meisten Nutzfahrzeugmotoren erst ab den 1950er Jahren, davor setzte man auf die klassische Kühlerjalousie.

    Schadet die niedrige Betriebstemperatur überhaupt?

    Ob das nun schadet, gute Frage. Kaltlauf ist ein Wort mit mehreren Bedeutungen. Einerseits bedeutet es, dass die Maschine nicht auf Betriebstemperatur ist (z.B. Thermostat zu), andererseits bezeichnet man damit die Zeit unmittelbar nach dem Start, also die verschleißintensive Kaltlaufphase in der Passungen noch nicht stimmen usw. Das hat in erster Linie mit kalten Kolben zu tun, die werden jedoch schneller wärmer als das Kühlwasser. Wie auch immer: Du hast, gerade bei wassergekühlten Kammermotoren, bei kaltem oder nicht genügend warmen Wasser, einfach keine saubere Verbrennung. Das macht sich mit Blaurauch oder Weissrauch bemerkbar. Die Motoren laufen auch akustisch nicht so toll.

    Daher habe ich den letzten LKW-Vorkammer-Motor ohne Thermostat auf ein Standard-Bypass-Thermostat umgerüstet. Die Bypassleitung wird über ein T-Stück vor der Wasserpumpe zurückgeleitet. Ergebnis ist, dass der Motor binnen kurzer Zeit 80 Grad Wassertemperatur erreicht. Ich möchte mir auch einbilden, dass die Maschine seit dem einfach schöner läuft.

    Also bei CNH habe ich nichts gescheites gefunden zur Pleuelschraube. Verbauen werde ich eine Zylinderkopfdichtung von Elring. Lagerschalen kommen auch neue rein. Wir haben aber bis jetzt noch nichts vermessen. Der Kolbenbolzen hat im Pleuellager kein Spiel. Bei allen 3 ist das soweit in Ordnung.

    Hast du mal bei deinem Händler angefragt oder nur online gesucht? Die Pleuelbuchsen gehören neu. Einen Motor macht man entweder richtig oder gar nicht.

    Moin,

    Meint ihr ich kann das alles ohne Bedenken einbauen? Vorallem bei den Dehnschrauben für die Pleule machen mir Gedanken weil dort kein hersteller bei steht? Was denkt ihr zu der ganzen Sache.

    da wäre ich vorsichtig. Was liefert denn CNH als Originalersatzteil? Zudem würde ich niemals nicht eine Noname-Zylinderkopfdichtung einbauen, da gibt es genügend Probleme mit.

    Deine Pleuelstangen sind die empfindlichsten Bauteile von all dem was du gerade zerlegt hast. Da gehören neue Pleuelbuchsen rein und die Grundbohrung sollte vermessen werden. Zudem steht am Ende Winkeln an. Das alles sollte nur ein Motoreninstandsetzer durchführen.

    Ob du die Lagerschalen auf die alte Welle montieren kannst, kann ich dir per Ferndiagnose nicht sagen. Habt ihr die Haupt- und Pleuellagerzapfen mal mit einer Bügelmessschraube an verschiedenen Stellen gemessen? Sind die Lagerzapfen noch alle rund, hat sie Riefen? Welches Maß liegt an?

    Last but not least: Was sagt dein Zylinderkopf?

    Moin,

    Aber die Konstruktion und Materialpaarung hat erheblichen Einfluss darauf, wo Verschleiß maßgeblich entsteht. Da eine Zylinderbuchse ein einfaches Bauteil ist, welches weniger kostet als ein Kolben (gerade in den 50er Jahren) macht es durchaus Sinn diese als Haupt-Verschleißteil auszulegen. Bei meinem Güldner ist der Kolben durch seine Höhe und dem Kolbenring unterhalb des Kolbenbolzens extrem gut geführt. Der Kolbenverschleiß war bei Ausbau kaum messbar. Die Buchsen waren jedoch absolut fertig, inkl. fühlbare Kante am OT des oberen Kolbenrings. Von der Oberfläche (spiegelglatt) und Maßhaltigkeit mal ganz zu schweigen.

    In meinem Fall war also Buchsen, Ringe, Lagerschalen und Dichtungen angesagt. Alles andere wäre einfach nur unnötig gewesen.

    ich mag dir bei fast allem zustimmen, jedoch lässt du in deinem Beitrag die Ringnuten ausser Acht. Wenn da Spiel drin ist, wars das. Da kann der Kolben sonst noch so maßhaltig sein.

    Vielen Dank erstmal für eure Rückmeldungen.

    Also kann es durchaus sein, dass einfach nur die Kopfdichtung kaputt ist? Habe auch noch vergessen zu Erwähnen, dass unterhalb vom Krümmer bis zum Block alles verölt ist. Also genau da wo eigentlich die Kopfdichtung sitzt. Habe auch mal ein Bild hinterlegt wo man das einwenig sieht.

    Natürlich ist das auch möglich, du wirst um Abdrücken des Kühlsystems nicht herumkommen. Wenn sich keine äußere Undichtigkeit zeigt, bleibt Kopfdichtung und O-Ringe der Buchsen übrig. Zur genauen Schadensdiagnose würde man dann die Ölwanne abbauen, das Kühlsystem wieder unter Druck setzen und von unten schauen ob es an den Buchsen tropft.

    Bei speziell diesen IH-Motoren sind Probleme bzgl. Abdichtung der nassen Laufbuchsen bekannt. Hier erfolgten seinerzeit auch einige Änderungen.

    Keine Angst, das betrifft nicht den D-155.

    Allerdings gibt es hier durchaus Probleme mit der Abdichtung der Zylinder zum Motorgehäuse. Heißt also großes Programm, zumindest was Arbeit angeht. Die IH-Jungs schwören übrigens auf Dichtsätze von Case-IH, also besser nichts aus dem Nachbau verwenden.

    Pauschal stimmt diese Aussage aber auch nicht. Bei wärmeren Temperaturen oder beim Motorlauf im Stand hast du recht, aber bei Temperaturen so wie jetzt im Winter und beim direkten Losfahren nach Motorstart sehe ich das nicht. Da habe ich mich nicht genau ausgedrückt, denn ich bezog mich auf die aktuelle Witterung.

    Beim Wassergekühlten werden sofort ab Motorstart ein paar Liter Wasser erhitzt die dauerhaft, dank Bypass, bis zum Erreichen von 80°C im Block zirkulieren, nicht gekühlt werden und so auch das Öl erwärmen. Beim Luftgekühlten wird direkt ab Motorstart stark gekühlt weil durch den Fahrtwind dauerhaft neue Luft mit ca. 2-3°C zugeführt wird. In diesem Fall wird das Öl des Luftgekühlten nicht schneller warm sein. Und genau diese Beobachtung habe ich gemacht.

    Ich bin mit der Einschätzung auch nicht alleine, im Zweiradbereich hört man das öfter.

    Es wird also noch peinlicher: Im Traktorhof, einem Thread wo man gerade noch über IHC und Deutz diskutiert, wird nach einem Verweis auf die vollkommen unsinnige Bemerkung zu Traktormotoren schließlich auf Motorradmotoren verwiesen. Merkste selbst, oder?

    Zurück zu Traktoren:

    Luftgekühlte Motoren sind wesentlich schneller aus der Kaltlaufphase heraus. Das ist Fakt und kann in jedem Fachbuch nachgelesen werden. Und noch was: Kaltlaufphase und 80 Grad Temperatur des Motorblocks haben rein gar nichts miteinander zu tun.

    Bei dem Punkt mit der Temperatur muss ich wiederum dir zustimmen, ich habe auch das Gefühl, dass mein D-326, ab Werk mit Bypass im Kühlerkreislauf, schneller auf Betriebstemperatur kommt als ein Deutz D30.

    Das ist der mit Abstand unsinnigste (Wortlaut vom Admin geändert) Satz den ich je im Traktorhof gelesen habe. Luftgekühlte Motoren sind wesentlich schneller aus der Kaltlaufphase heraus als Wassergekühlte.

    Das ist doch auch vollkommen logisch, es gibt viel weniger zu erwärmende Masse.

    Hallo 3085,

    beginne doch bitte eine neue Konversation mit mir....

    Hab ne defekte Regelhydraulik aus .... Verona.

    Habe deine anderen Posts gelesen:

    traktorhof.de/forum/index.php?thread/24383/

    Von mir brauchst du keine Hilfe erwarten.

    Moin,

    Wobei hier tatsächlich die nächste Frage auftaucht.. Was war original in der Kiste drin?

    Gab es von Eicher eine Bordausstattung?

    Keine Ahnung wie es den anderen Usern geht. Aber die Frage hat meinen inneren Monk am Sonntag Vormittag mindestens zum schmunzeln gebracht.

    Da in der ETL vom 16er Werkzeuge abgebildet sind, habe ich als Kind mal Opa danach fragen können. Und das wusste er recht genau:

    Dabei waren wohl eine Stoß-Fettpresse plus Ölkännchen, ein großer Schraubendreher, sowie das allernötigste an (kurzen) Doppelmaul-Schlüsseln. Letztere waren zum Leidwesen aller Beteiligten am zeitgleich angeschafften IH-Mähbinder nicht verwendbar.

    Soweit in 1956. Ob oder was bei den Raubtieren an Werkzeug eingepackt wurde - keine Ahnung.

    Allerdings: Stoßfettpresse und Ölkännchen war bei der 3000er Baureihe noch Serienausstattung. Da sogar mit Halterung.

    Mir fällt an Ausstattung noch etwas mehr ein: Radgewichte hinten, Frontgewichte, Gesundheitssitz; wenn man es ausreizen möchte geht auch ein Baas-Frontlader.

    So… etwas fummelig war es, aber die Nutmutter sitzt jetzt ordentlich fest und ist mit hochfester Schraubensicherung eingesetzt.

    ich hoffe, ich muss die nie mehr aufdrehen…

    Keine Angst, die bekommt man immer wieder auf. Man kann das Ganze nämlich komplett aus dem Gehäuse ausbauen und auf der Werkbank zerlegen.

    Kann es eigentlich sein, dass hier ein Linksgewinde für die Nutmutter generell angebracht gewesen wäre? Oder liege ich falsch?

    Das hat ZF so gemacht, nach meiner Kenntnis gibt es da das Problem nicht.

    Irgendwelche Tipps zur Getriebereinigung? Die Dieselkur scheint ja nicht überall Anklang zu finden?

    Man kann schon Diesel einfüllen und den Schlepper im Standgas laufen lassen. Zumindest diesen hier, da wir es mit einem Schubradgetriebe zu tun haben und dort keine Zahnräder auf Messingbuchsen laufen. Allerdings sollte man mit Diesel als Getriebeöl keinen Meter fahren. Getriebeöl ist nicht umsonst besonders druckfest.

    Die hintere Kammer wirst du - auch wenn du die Zapfwelle einschaltest (was bei o.g. Vorgehensweise zu empfehlen wäre) - nicht sauber bekommen.

    Denke es ist fast schneller, beide Deckel abzunehmen und eben alles auszuwaschen.