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Hakotrac 3800D Infos gesucht

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    Hallo zusammen, ich plane den Kauf eines Hakotrac 3800D. Da man im Netz nicht all zu viele Infos findet, wäre ich froh wenn mir jemand das Ein oder Andere über diesen Traktor erzählen könnte. Hauptsächlich geht es um die Bedienung und allgemeine Fragen über das Teil. Vielleicht hat ja sogar jemand eine Bedienungsanleitung. Das wäre ideal. Ich danke schonmal für die Hilfe.


    Viele Grüße


    Sascha

  • Ich benötige ihn hauptsächlich um einen Anhänger mit Wasserfass drauf vom Brunnen im Dorf in unseren Garten zu ziehen und um ein ca. 20ar großes Grundstück zu pflegen. Momentan ist dort noch wiese die ich mulchen möchte, später mal ist das unser Rasen den ich dann mit einem Mähwerk mähen möchte.

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  • Okay, dann passt das wohl.
    Die Hakotracs, insbesondere die Hydrostaten, sind eher keine "Zugmaschinen", sondern Pflegeschlepper.
    Die Stärken liegen in den zapfwellengetriebenen Anbaugeräten. Hierbei ist besonders zu beachten, daß die Pflegearbeiten im Heck
    nur mit Hako-spezifischen Anbaugeräten möglich ist, da der 3800er keine Normzapfwelle (540 U/Min), sondern über eine feinverzahnte
    2000er Heckzapfwelle verfügt. Das schränkt die Auswahl an Anbaugeräten doch erheblich ein.
    Aber vielleicht passt das ja bei dir.
    Gruß +Matthes+

  • Hallo,


    vermutlich hat das mit den Zugmaschinen damit zu tun, dass die älteren Hydrostate im Vergleich zu heutigen einen eher schlechten Wirkungsgrad haben, und man früher deshalb Zugmaschinen die das mehrfache des Eigengewichts ziehen können mit Schaltgetriebe gebaut hat. Es gab von den Deutz 06ern auch ein Modell mit Hydrostat (zumindest im Katalog), das hat sich damals nicht gegen die Schaltgetriebe durchsetzen können. Das mit dem Wirkungsgrad war auch der Grund warum Fendt erst 1996 den ersten Vario (der nicht rein hydrostatisch fährt, sondern eine Kombination aus Hydrostat und mechanischer Übersetzung ist) auf den Markt brachte, damals kamen die Hydrostate erstmals auf einen für diesen Zweck ausreichenden Wirkungsgrad.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

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  • So ähnlich Simon.
    Der 3800 hat nur einen einstufigen Hydrostaten, also praktisch nur einen "Gang" 0-25 km/h. Durch diese "lange" Übersetzung hat der Hydrostat eine eklatante Anfahrschwäche. Sascha: Stell den 3800 mit den Vorderrädern vor eine 12 cm hohe Bordsteinkante und er wird dort nicht rauffahren. Der zieht auch dein Wasserfass da nicht rauf. Nun kann man Bordsteinkanten ja ausweichen, aber eine Baumwurzel oder auch gefrorener Maulwurfshügel oder eine Furche hat den gleichen Effekt.
    Frontanbaugeräte (Frontzapfwelle 2000 U/Min) gehen bei einer Hinterradmaschine nur auf absolut ebenem Gelände oder mit reichlich Heckballast.
    Natürlich kann man andere Heckanbaugeräte mit Untersetzung betreiben. Bedenke aber, daß bei der Kat. 1 N der Dreipunkt nur sehr wenig Platz ist. Die Zapfwellen sind meist schon sehr kurz. Da ist kaum ein Untersetzungsgetriebe unterzubringen.


    Gruß +Matthes+

  • Noch mal Sascha,
    die Priorität bei dieser Art von Pflegeschleppern lag auf der Zapfwellenleistung um akzeptable Arbeitsbreiten, z. B. 180 cm beim Mähen mit gleichzeitiger Grasabsaugung realisieren zu können, nicht in der Zugkraft. Meines Wissens gibt es einstufige Hydrostaten schon seit gut 25 Jahren nicht mehr.Der 4100D als Nachfolger des 3800 bekam schon bei der erste Modellpflege Anfang der 1990er einen 2 stufigen Hydrostaten.Heute sind eher 3 Stufen Standard.
    Die Frage nach den Steigungen ist relativ und kann ich nicht beantworten. Wenn er einmal "rollt"
    mag es gehen. Wenn du am Berg anfahren mußt (und solche Situationen sind nie auszuschließen) habe ich berechtigte Zweifel.
    Stell dir einfach vor, du müßtest mit einem Golf 1 im 4. Gang anfahren. Den Golf würgst du wegen der mechanischen Übersetzung ab. Beim Hydrostaten läuft der Motor weiter, der Traktor bleibt aber stehen, weil das Drehmoment des Hydrostaten nicht ausreicht bzw. das Überdruckventil abbläst. Ab diesem Augenblick wandelst du den größten Teil deiner Motorleistung in Wärme ans Öl um.
    Mein Rat: Wenn du die Möglichkeit hast, probiere den 3800 für deine Anforderungen aus, bevor du ihn kaufst.
    Noch eine Frage sei mir gestattet: Warum benutzt du für die Zugarbeiten nicht deinen MF?


    Gruß +Matthes+

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  • Der MF steht seit 8 Jahren in der Scheune. Da muss ich erst was dran machen. Und er hat 4t zGg. Den darf ich selbst nicht fahren.
    Ich denke, ich werde den 3800 kaufen und mal für meine Bedürfnisse testen. Der Preis ist unschlagbar und wenn ich ihn wieder verkaufe, mache ich sicher keinen Verlust.
    Aber was haltet ihr denn von einem Gutbrod 2500? Hätte ich damit mehr Möglichkeiten?

  • Ok, das werde ich dann evtl. mal in Erwähgung ziehen. Werde auf jeden Fall berichten wies mir ergangen ist. Ich danke schonmal für die Hilfe.


    Abschließend noch eine Frage. Welche Geräte kann kch mit den Hydraulikanschlüssen vorne und hinten betreiben? Reicht die Leistung aus für einen Spalter oder sowas?

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  • Habe jetzt die Hydraulikleistung nicht greifbar, aber für einen Spalter wird es, wenn überhaupt, nur in Zeitlupe reichen. Ganz abgesehen davon, daß der 3800, außer einem Spielzeug, keinen Spalter ausheben wird.
    Die vorderen Hydraulikanschlüsse sind primär zur Bedienung von Seitenverstellzylindern (links/rechts)für z.B. Schneeschild, Kehrmaschine oder Wildkrautbürste,
    die hinteren zur Entleerung von z.B. Grasabsaugung oder Rasenkehrmaschinen vorgesehen. Das sind alles relativ kleine Zylinder mit 1-2 l Ölvolumen.
    Das kleine Volumen siehst du schon an den relativ dünnen Leitungen/Schläuchen.
    Es tut mir ja schon fast leid, dir nichts anderes sagen zu können, aber du wolltest eine kompetente Antwort. Ich werde da nichts schönreden.
    Das mußte ich viele Jahre.


    Gruß +Matthes+

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