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Bosch Einspritzpumpe - Nutzhub

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    Hallo zusammen,


    ich bekomme demnächst meine Einspritzpumpe von der Revision zurück und habe am Wochenende nochmal in meine Fahrzeugunterlagen geschaut. Dabei ist mir folgendes aufgefallen:


    Schlüter hat die PFR 2A70/135/1 (Steckpumpe mit Fremdantrieb über Rollenstößel) in verschiedenen Schleppern eingebaut. Diese unterscheiden sich in ihrer Leistung, dem Hubraum sowie der max. Drehzahl.

    Es gibt aber auch drei Modelle, welche den gleichen Hubraum sowie die max. Drehzahl besitzen und dennoch haben die Motoren unterschiedliche Leistungsangaben. Ein Blick auf die jeweiligen Einstellwerte der Einspritzpumpen veranschaulicht, dass sich die drei Modelle im Nutzhub des Pumpenelements unterscheiden, also nach meinem Verständnis in der Einspritzmenge je Arbeitsspiel.


    Da alle erwähnten Fahrzeuge dieselbe ESP besitzen, gehe ich davon aus, dass die max. Einspritzmenge über den Verdrehwinkel der Regelhülse bzw. den Weg der Regelstange eingestellt wird. Motorseitig gibt es hier einen Festanschlag für die Regelstange.


    Ich denke, dass Schlüter nach der Montage des Motors die Einspritzmenge und somit auch den Nutzhub des Pumpenelements im vorgeschriebenen Betriebspunkt auf dem Prüfstand eingestellt hat.


    Gibt es hierzu eine Werkstattmethode (ohne Prüfstand und Zapfwellenbremse), den Nutzhub bzw. die max. Einspritzmenge einzustellen?



    Gruß Tobias

  • Hallo Tobias,

    mein Carraro 635 hat die PFR 2K/334/2 verbaut. Die Leistungsdaten des Lombardini Motors sind 1350 ccm,30 Ps bei 3000 U/min.


    Die Nutzhub Einstellung der Pumpen wird meines Wissens nach ausschliesslich und nur auf dem Prüfstand nach Motoren Herstellerangabe eingestellt.

    Wie du schon geschrieben ,Verdrehwinkel der Regelhülse.

    Die Regelstange muss zur Begrenzung der Endrehzahl z.B.bei freier Beschleunigung des Motors wieder zurückfahren.


    Lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren !


    Grüße

    Karlheinz

  • Hallo,


    das Zurückfahren oder Zurückziehen der Regelstange übernimmt in diesem Fall der Fliehkraftregler.


    Mit der Einstellung/Überprüfung des Nutzhubes bin ich mittlerweile auch etwas weiter gekommen, wenn auch nur gedanklich...


    Die Einspritzmenge wird beim Dieselmotor über die Dauer bzw. Zeit geregelt, d.h. der Motor mit 30 PS hat eine kürzere Einspritzdauer als der Motor mit 38 PS (bei gleicher ESP). Ein Blick in die Einstelltabelle der ESP bestätigt dies. Die Angaben zum Förderende in Grad Kurbelwinkel vor OT sind unterschiedlich.


    Da sich der Nutzhub direkt nicht messen lässt, hier ein Ansatz über die Kurbelwinkel (Förderbeginn und Förderende):


    Durch die Blasmethode lässt sich der FB ja ziemlich genau einstellen. Wird die Kurbelwelle beim Einstellprozess langsam weiter gedreht, trifft die Steuerkante des Pumpenelements irgendwann auf die Zulaufbohrung und in dem Wasserglas steigen wieder die ersten Luftblasen auf. Jetzt ist das Förderende erreicht. Nach dem Datenblatt liegt das Förderende bei 9,5 - 10 Grad vor OT. Um Messfehler einzuschränken, würde ich die Position des Kolbens berechnen und die Stellung mit einem Tiefenmaß messen. Sollte das Maß für das Förderende nicht stimmen, würde ich diese über den Volllastanschlag nachstellen.


    Ich hoffe, dass ich es einigermaßen verständlich erklärt habe. Kann hier jemand diese Theorie so bestätigen oder ergänzen?



    Gruß Tobias

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  • Hallo Tobias,


    habe heute im WHB Lombardini 9LD ,die statische ,grobe Einstellmethode für den Volllastanschlag des Fördermengenbegrenzer am Reglergehäuse gefunden.


    Diese Einstellung gilt ausdrücklich nur wenn kein Bremsstand zur Verfügung steht.


    Die Grund Einstellung erfolgt mit dem Herrausdrehen des Fördermengenbegrenzer um 5 Umdrehungen ,Motor auf Abschaltdrehzahl beschleunigen und den Begrenzer einschrauben bis die Drehzahl des Motor zu sinken beginnt.

    Begrenzer wieder 1,5 Umdrehungen rausschrauben und Haltemutter festziehen.


    Falls der Motor bei max.Belastung zu sehr raucht den Begrenzer weiter reindrehen oder im umgekehrten Fall.Motor raucht nicht hat aber wenig Leistung rausdrehen bis zur Rauchgrenze !

    Mit der Rauchgastrübungseinstellung endet die Leistugssteigerung des Motors sowieso ,da der Diesel auf hohen Luftüberschuss angewiesen ist.


    Grüße

    Karlheinz

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