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Mein Güldner ABN10

  • Hallo,


    Bei der Lanz Sitzschwinge mit Federblock, erstmals gebaut für den Alldog A1215 und später übernommen auch für die Volldiesel, wird der Federblock zwischen zwei Schrauben gespannt. Auf dem Gummiblock sind oben und unten Metallplatten aufgeklebt, wo die Gewinde sich abstützen können und der Gummi dazwischen mehr oder weniger eingeklemmt wird. Durch ein- oder ausdrehen der Schrauben kann die Sitzfederhärte eingestellt werden und der Federblock dient gleichzeitig als Stoßdämper. Eine sehr elegante Konstruktion. In Deinem Fall wird der Gummiblock ohne die Metallplatten einfach als feststehendes Dämpfungselement zwischen Hydraulikblock und Sitzschwinge befestigt, so wie auch im Original. Kleben wird vermutlich nicht halten. Man könnte es mit Karosseriedicht- und Klebemittel probieren. Wenn das nicht hält muss man die Metallplatten dran lassen, Löcher rein bohren, wo dann Gewinde eingeschnitten wird, am besten M12. Dann müssen Löcher in die Sitzschwinge gebohrt werden wie auch an die Halterung auf dem Hydraulikblock. Je nachdem wieviel Platz man hat könnte man auch eine Schraube mit durchgehendem Gewinde anschweißen an die Sitzschwinge und an den Halter des Hydraulikblock. Die obere muss dann ein Rechtsgewinde sein und die untere ein Linksgewinde. In die Metallplatten des Federblock werden entsprechend einmal ein rechts (oben) und einmal ein Linksgewinde (unten) geschnitten. Wenn Du den Federblock an die Gewinde ansetzt und den Block links herum drehst, schraubt sich das obere Gewinde in den Federblock und das untere auch. So werden beide Teile zusammengeschraubt und auch gehalten. Gleiches Prinzip wie beim Oberlenker und den Hubstreben der Unterlenker bei der Dreipunkthydraulik. Je nach Schraubenlänge könntest Du so sogar den Sitz in der Höhe verstellen. Du mußt den Gummiblock dann einfach komplett durchgbohren, damit die Schrauben nachdem sie in die ca. 5mm dicke Metallplatte eingeschraubt sind jeweils bis zur Hälfte im Gummiblock verschwinden können. Kann ich von hier nicht beurteilen, ob und wie das genau bei Deinem Sitz auszuführen ist, aber so vom Prinzip her könnte es funktionieren.


    Gruß Gordon

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  • Hallo,


    Versuch es mit Karosserieklebe- und Dichtmasse. Das ist das Mittel mit dem bei heutigen Autos unter anderem die Frontscheiben eingeklebt werden. Ich nehme das immer zum abdichten von Punkt-Schweißnähten bei Autos. Ist überlackierbar. Super Zeug. Aber: unbedingt Handschuhe dabei tragen. Am besten Einweghandschuhe. Da wo es dran kommt geht es nur noch sehr schwer ab, an Klamotten gar nicht mehr. Verstreichen tue ich das Mittel mit warmem Wasser unter Zugabe von reichlich Spüli. Es geht auch mit Verdünnung, aber dann vorsichtig bei lackierter Umgebung. Da wo das hinläuft geht die Farbe kaputt. Nimm am besten warmes Wasser mit viel Spüli. Beim vertreichen sind die Handschuhe natürlich ungeeignet. Dann die Hand und Finger immer wieder in den Eimer mit dem Spüliwasser ducken, damit da eine Trennug zwischen Haut und Kleber ist.


    Wichtig: Den Kleber auf den entfetteten Untergrund auftragen und die Teile zusammenfügen. Das Spülwasser soll beim verkleben nicht auf die Klebeflächen kommen, weil sonst die Klebekraft nicht gegeben ist. Das Spüliwassser soll halt nur dem verstreichen etwaiger Reste am Rand dienen, damit es später schöner aussieht.


    Viel Erfolg. Und stelle bitte mal Bilder von der Aktion ein.


    Gruß Gordon

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  • Hallo,


    Ja, dass ist das Zeug. Man bekommt es aber auch in jedem Autozubehörladen.


    Geschenk für einen Schlüterfanatiker...hmmmm... Plüschbär mit selbstgebastelter roten Schleife um den Hals und weißem Schlüterschriftzug... :D


    Gruß Gordon

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  • Hallo,


    so es geht mehr oder minder Voran.
    Vor ein paar Tagen kam der Kleber und am Montag bin ich vollgepackt mit Werkzeug und Elan zu Oma.
    Nachdem aber am Montag erstmal fleißig gegessen wurde und Feiertag war konnte ich erst am Dienstag anfangen. Ich begann damit den Guten erstmal wieder vom gröbsten Dreck zu befreien und tauschte ihm bei der Gelegenheit das total abgefranste Massekabel gegen ein Neues. Ich muss bei Zeiten noch irgendetwas finden was meinen Opa davon abhält ständig das Kabel abzuschrauben, weil es ja vielleicht anfangen könnte zu brennen :roll:
    Gibt es einen Mechanismus der ihm bei dem Versuch eine ordentliche Schelle verpasst? :mrgreen:


    Dann begann ich die alten Gummiüberreste der Sitzfederung abzuschaben. Danach flexte ich das kleine Stück Schraube, das noch aus den beiden Platten herauslugte ab und schliff die Fläche.


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    Als ich den Sitz ohne den Gummimüll dann wieder nach hinten klappte, stellte ich fest, dass die beiden Platten nicht wirklich übereinander waren und somit der Gummiklotz nicht gut darunter passen würde. Also musste die obere Platte verschoben werde, theoretisch sehr einfach: die Schraube an der Oberseite lösen und die Platte mitsamt der Schraube und die gewünschte Sitzposition verschieben. Denkste, die Schraube saß bombenfest, mit viel Caramba und einer langen Stange als Ratschenverlängerung ging sie dann endlich auf, dachten wir...in Wirklichkeit drehte ich nur den Schraubenkopf ab und die Platte mitsamt Schraubenrest fiel nach hinten weg.

    [Blockierte Grafik: https://lh4.googleusercontent.com/-XAtDMb_7_Fs/UVyCJocBGCI/AAAAAAAAACE/D40eJRS86-0/s640/DSC_0488.JPG]


    Jetzt muss ich erstmal die alte Schraube rausbekommen, ich werde wahrscheinlich einfach das Loch aufbohren und ein größeres Gewinde reinschneiden, was sagt ihr zu der Lösung?


    Bis dahin darf Opa eben ungefedert fahren :bauer:
    Dann hatte ich keine Zeit mehr um weiterzumachen weil viel Holz zu machen war. Die Straße, die durch unseren Wald führt wird nämlich demnächst verbreitert und deswegen müssen noch einige Bäume weichen.


    [Blockierte Grafik: https://lh4.googleusercontent.com/-3RZbYOD4pzI/UVyCMPfTq4I/AAAAAAAAACM/Q2lt2OZ8kFs/s1152/DSC_0492.JPG]


    Was ich noch ganz vergessen hatte zu schreiben, vor schon längerer Zeit ging der Glühdraht des Glühüberwachers zu Bruch, ich fragte meinen Onkel ob er mir nicht einen neue Draht anfertigen könne, er probiere es mal.
    Ein paar Wochen später hatte ich dann meinen neuen Draht, er sagte aber dass es ein Sch**ß Aufwand war, weil das Wolfram beim Biegen immer wieder abbrach.
    Dann habe ich die zwei Kappen auf den Draht gesteckt (hört sich irgendwie einfach an) und ihn versucht einzubauen und *Klack* schon wieder gebrochen, er hatte ihn ca. 2 mm zu schmal gemacht. Opa will einfach einen neuen Standardglühüberwacher einbauen aber der Jetzige sieht mich irgendwie selten an, weil ich auch nichts im WWW darüber gefunden habe, weiß einer von euch mehr über den Halunken?


    Hier der neue Draht der gleich wieder den Geist aufgab:
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    und hier der Deckel des GÜ, vielleicht kennt den ja jemand
    [Blockierte Grafik: https://lh5.googleusercontent.com/-zZrjIPaM1ds/UVyEJlrGHdI/AAAAAAAAAC0/p2QsiEnV_Vo/s1152/DSC_0362.JPG]


    Naja und jetzt warte ich eben auf den nächsten Draht.


    Achja, was mir noch aufgefallen ist, das Zugmaul ist beim Hugo komplett starr und nicht drehbar, ich dachte gelesen zu haben es MUSS drehbar sein?! Wie seht ihr das?


    [Blockierte Grafik: https://lh3.googleusercontent.com/-WKRu6gg0eH0/UVyCWw1vkMI/AAAAAAAAACk/BLNw4roj-qs/s640/DSC_0502.JPG]


    Außerdem greift die Handbremse nur noch sehr schwach in den Zahnkranz, ist das einfach alles Verzogen und schief oder gibt es da einen "Nachstell-Mechanismus?


    [Blockierte Grafik: https://lh5.googleusercontent.com/-A-jVZIDnNpw/UVyCUAPoxNI/AAAAAAAAACc/z1CbUuqyOFg/s640/DSC_0496.JPG]


    Einen hab ich noch, und zwar die Stellschraube für das Kupplungspedal, laut Anleitung sollte das ja nicht so aussehen. Zusätzlich zu der viel zu weit aufgedrehten Schraube habe ich noch ca. 7 cm Spiel wenn ich das Kupplungspedal trete (gemessen zur Stellschraube), könnt ihr mir eventuell damit per Ferndiagnose sagen ob es da an der Kupplung schon sehr weit fehlt?


    [Blockierte Grafik: https://picasaweb.google.com/105160127468285415085/GuldnerABN#5862704093266216450]


    Ich hoffe ihr könnt mir bei meinen Problemen helfen.


    Freue mich auf Antworten
    Vali

  • Ein drehbares Zugmal ist halt schöner, wenn dir mal der Hänger umkippt. Allerdings ist mein Hanomag auch mit starrem Zugmal so übern Tüv gekommen, nachdem ich die Öffnungen des Bolzens nachgeschweißt hab. Obwohl die Seitenverstellung Spiel hatte. Ist aber was neues im Bau...


    Aber da sollte doch eine Lösung machbar sein, durch die Höhenverstellung. Vielleicht passt da ja auch was von einem späteren Baujahr. Und wenn mal einer nach der Ockinohlität fragt, könnte man das ja schnell wieder umstecken...

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  • Hallo,


    Du mußt unbedingt den Handbremshebel, bzw. die Arretierung reparieren! Lebenswichtig! Bei unserem aktuellen Projekt Hanomag R217S ist das defekt, da rastet gar nichts mehr ein. Eine neue Arretierklinke ist aber wieder lieferbar. Durch einen defekten Sperrriegel hat es mal einen Alldog am Getriebe in zwei geteilt, als sich beim verladen von Holz im Wald der Bremshebel gelöst hat und der Alldog rückwärts einen Abhang runter gerauscht ist. Ein Hinterrad ist am Baum hängengeblieben, dass andere wollte weiter nach unten. Sah echt gut aus....


    Unser Lanz D1706 von 1953 hat auch kein drehbares Anhängemaul. Er kommt so auch problemlos durch den TÜV. Irgendwann 1954/1955 wurde das geändert, da mußten alle neu zugelassenen Schlepper ein drehbares Anhängemaul haben.


    Gruß Gordon

  • Hallo Gordon,


    Okay, danke dafür. Ich hätte das jetzt nicht als so gefährlich eingeschätzt aber ich habe auch nicht wirklich Erfahrung. Wo meinst du liegt dabei das Problem, ist der Hebel verzogen oder wie lässt sich das lösen?
    Oh, das kann ich mir vorstellen aber schön ist es sicher nicht.


    Der Hugo ist Bj 55 also ist es wahrscheinlich noch gerade so zulässig.


    mfg
    Vali

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    • Offizieller Beitrag

    Es gab ein Datum ab dem alle Zugvorrichtungen zum Umsturzschutz drehbar sein müssen. Kann gut sein, dass das 1955 war. Ich würde aus den Baujahren kein Datum für eine Regelung ableiten. Immerhin ist es doch bei eigentlich jeder Vorschrift so, dass manche Hersteller sie schon vor dem Inkrafttreten einhalten, andere erst ab dem Datum.


    Ein guter TüV-Prüfer prüft in der Regel auch die Drehbarkeit der Zugvorrichtung, ebenso wie den Verschleiß und mögliches Spiel. Beides ist sicherheitsrelevant!


    Zitat

    Obwohl es kein Schlepper ist!


    Sondern?
    Woran machst du das fest?


    Hast du ihn als selbstfahrende Arbeitsmaschine zugelassen?
    Eigentlich sind GTs in der Zulassung doch landwirtschaftliche Zugmaschinen wie alle anderen Schlepper auch.


    mfg
    GTfan

  • Moin GTfan,


    gemäß meiner Allgemeinen Betriebserlaubnis Nr. 963 ist mein A 1205 ein Sonderfahrzeug für land- und forstwirtschaftliche Zwecke (Geräteträger).


    Was die Steuer heute aus solch einer Maschine macht, weiß ich noch nicht, werde es aber nach der Restaurierung wissen ;)


    MfG
    Neimanns_Knut

    Ein Kurhesse in der Verbannung.


    Holder EB
    Lanz Alldog A1205
    Porsche Diesel Junior 108 KH

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