Allgaier AP17 Ölwechsel und Dichtung

  • Moin zusammen,


    wir sind hier gerade dabei einen Allgaier AP17 mit Ölwechsel und Dichtung wieder flott zu machen.

    Es handelt sich offenbar um keinen “reinen” AP17 sondern um eine Mischung aus AP17 und Allgaier AP22, der Motor ist jedoch der vom 17er.

    Nun sind wir soweit, dass der Motor zum Instandsetzen soll, weil wir da selber nicht genug know how für haben.


    Um den Schlepper zu trennen haben wir eine Halle samt Gabelstapler usw. zur Verfügung.


    Vorher wollten wir jedoch das Öl aus Motor und Getriebe auslassen.

    Deswegen hatte ich kürzlich die Ablassschraube am Motor aufgedreht. Da zeigte sich, dass da schon nahezu das gesamte Öl über die Jahre (der Schlepper stand über 30 Jahre in der Scheune) schon heraus getrotzt ist. Und das passt auch zu dem Bild: Wir hatten Eimer unter gestellt, da kamen schon einige Liter zusammen.

    In der “Ölwanne” unter dem Motor ist nun also noch so ein kleiner Rest drinnen. Muss das auch raus? Wenn ja, wie? Motor als ganzen zur Seite kippen und paar Stunden so stehen lassen? Oder den Fachmann machen lassen?


    Weiter ging es mit dem Getriebeöl.

    Offenbar steht das Öl ja auch in der Hinterachse drinnen, und scheinbar ist das alles ein System was miteinander verbunden ist (Getriebe, Achse und Planetengetriebe an den Reifen).

    Im Handbuch steht, dass man die Ablassschraube an beiden Seiten der Achse aufdrehen soll.

    Selbiges tat ich ebenfalls, auf der einen Seite kam auch noch so n Liter Öl raus, auf der anderen Seite stand das Öl auch schon nur noch bis Unterkante Bohrung, weil es auch hier kräftig geleckt hat die letzten Jahre.

    Allerdings ist da nun ja auch noch ein Rest drinnen, da die Ablassschraube etwa 10-15cm oberhalb der Unterkante des Planetengetriebes ist.

    Wie bekommt man das Öl raus? Eimer runter halten wenn man das Planetengetriebe auseinander nimmt? Oder gibt's da eine elegantere Variante?


    Und was ist mit dem Öl was noch im Allgaier AP17 Getriebe steht? Unter dem Schaltknauf ist eine Platte, die haben wir heraus genommen, da sieht man dann die (scheinbar noch guten) Zahnräder und die ganzen Stangen, aber an der Unterseite eben auch noch etwa 15cm Öl, die scheinbar nicht nach hinten in die Achse laufen können, da die Schwelle zur Achse höher ist als dieses Öl steht.

    Das Getriebe hat auf der einen Seite ebenfalls eine Klappe, gilt hier auch vorsichtig aufschrauben und was unter halten?

    Kann es zu öligen Überraschungen kommen, wenn man den Schlepper zwischen Motor und Getriebe an der Kupplung trennt?


    Später muss das ganze ja auch wieder abgedichtet werden. Worauf muss man dabei achten? Genügt es, wenn man sich für den Allgaier AP17 einen Dichtungssatz im Netz bestellt, zwischen die Teile legt und zu schraubt? Oder benötigt es da mehr?


    Und woran erkenne ich qualitativ hochwertige Dichtungen? Wovon sollte ich als Laie lieber die Finger von lassen?


    Ich hoffe ich habe nun soweit erst einmal nichts vergessen.

    Vielleicht sind ja die ein oder anderen Experten hier unter euch, die da ein paar Tipps und Ideen für uns haben.


    Bei Fragen selbstverständlich einfach zurück melden!
    Schon mal Danke im Voraus!

  • Hallo,


    völlig leer wirst du den nicht bekommen. Wenn man alles zerlegt und Deckel entfernt, muss man einen Eimer zur Hand haben. Egal ob Motor, Getriebe, Kupplung (da ist auch Öl drin, nicht vergessen!) oder Achsen.


    Am Getriebe mit so hohem Steg sind oft zwei Ablassschrauben verbaut. Hast du das geprüft? Wobei Getriebe mit Deckel seitlich hört sich irgendwie weder nach Allgaier AP17 noch nach AP22 an...hast du Bilder davon?


    Abdichtung würde ich mit wenigen Ausnahmen mit Dichtmasse vornehmen bzw. Habe ich an meinen Allgaier AP17 auch so gemacht. Ausnahme da, wo die Stärke der Papierdichtung benötigt wird. Z.B an der Einspritzpumpe. Wobei wenn man die eh neu einstellt, kann man das auch gleich berücksichtigen und anschließend ohne Papierdichtung verbauen.

  • Abend,


    da wird das ganze eh auseinander nehmen, dann könnte man doch theoretisch für den Ölwechsel das Getriebe des Allgaier AP17 oder so auf die Seite kippen (z.B. mit dem Gabelstapler?), damit das Öl raus läuft?
    Ich weiß nicht wie lange das da nun tatsächlich schon drinnen ist, aber mindestens 30 Jahre. Versaut das Altöl ggf. neues, frisches Öl? Oder ist das zu vernachlässigen?


    Bilder habe ich angehängt. Das Bild vom Inneren des Getriebes ist von oben durch die Öffnung rein fotografiert auf die Klappe, die man auf den anderen Bildern von außen sieht.


    Abdichtung vom Motor wird vermutlich der Instandsetzer gleich mit erledigen, oder? Der wird wohl wissen was er tun muss. Für uns wären nun eher die Fragen nach Kupplung-Getriebe Verbindung, Achse, Seitenklappe,... Wenn ich das richtig Sehe ist oben der Deckel zum Getriebe mit einer Papierdichtung abgedichtet. Die ist aber mittlerweile natürlich durch.


    Eine Frage habe ich da aber direkt noch zum Öl in der Kupplung:
    von der Unterseite des Schleppers sieht man Löcher, die offenbar unterhalb der Kupplung sitzen, die Kupplung scheint also nach unten offen? Kann das sein? Oder ist das nicht die Kupplung? Bilder im Anhang.


    Danke soweit.


    Getriebe Seitenplatte von innen:


    Getriebe Deckel- und Seitenplatte


    Getriebe Seitenplatte


    Loch von der Kupplung an der Unterseite?


    Getriebe Deckelplatte mit Schaltknauf


    Loch von der Kupplung?

  • Danke für die Bilder.


    Nun erinnere ich mich, dass es bei beim Allgaier AP17 Getriebe auch mal welche mit Seitendeckel gab...hatte ich sogar schon mal, völlig ausgeblendet. Meine Fehler.


    In dem Fall einfach Deckel runter nehmen und gucken was kommt.

    Ausleeren kannst du mit oder ohne Stapler, da gibt’s ja keine Vorschriften. Blitzblank muss das nicht sein. Ich würde schauen, dass in den Ecken kein Ölschlamm mehr hängt und vor Allem, dass sich nirgends mehr Späne o.Ä. Fremdkörper verstecken. Wenn da noch ein wenig Restölfilm ist, macht das nichts.


    Loch unter der Kupplung ist normal. Die hat eine Verschlussschraube, die du rechts am Guckloch öffnen kannst. Zum Ablassen drehst du diese Öffnung dann nach unten auf das Loch und lässt sie leerlaufen.


    Zu Dichtungen: wie gesagt, ich nutze überall Dichtmasse. Papierdichtungen von bekannten Händlern sind mir zu teuer (und im Zweifelsfall undicht) und zum selber machen ist es zu viele Aufwand. Papierdichtung maximal an der ESP, Korkdichtung an den Ventildeckeln und mehr braucht es eigentlich nicht.


    Frohe Ostern!

  • Interessant, okay.


    Das heißt die Kupplung ist sozusagen in diesem gestreiften Dings drinnen? Und das Teil ist dann auch voll Öl, richtig?
    Mal ne ganz dumme Frage, wie drehe ich denn die Kupplung am besten?

    Hatten mal jemanden hier der hat den Anlasser überbrückt, da drehte der Motor auch. Allerdings ist das wenig präzise denke ich?

    Hatte sonst die Überlegung vielleicht hinten an der oberen Zapfwelle drehen? Der hat da ja zwei, die untere ist diese "normale" die man heute auch an jedem Schlepper hat, die obere ist so eine andere - hat so eine Aufnahme wie ne Schlitzschraube. Aber meine da kann man nur ein wenig dran herum rucken, dann blockiert da irgendwas, ich vermute mal nicht richtig geschaltet oder so? Bin auf dem Gebiet leider noch nicht so erfahren.



    Kannst du irgendeine Dichtmasse empfehlen? Oder nimmt sich das nichts welche man da besorgt?

    • Offizieller Beitrag

    Ich weiß nicht, was du mit gestreiften Dings meinst :D Die ist halt zwischen Motor und Getriebe.

    Zum drehen kannst du mit einem großen Schraubenzieher am Guckloch vorsichtig hebeln bis die Einfüllöffnung genau senkrecht nach unten steht.

    Dichtmasse muss eigentlich nur dauerelastisch und ölbeständig sein. Da gibts Hersteller und Marken ohne Ende, der eine nimmt dies, der andere das.
    Bei ordentlicher Vorarbeit (schleifen und entfetten) hält alles.
    Ich habe schon verschiedene benutzt, von Würth über Teroson, Dirko, Berner usw.

  • Mit gestreiftem Ding meinte ich das, was ich bei den Fotos mit "Kupplung?" beschriftet habe auf dem letzten Foto, dieses Kupferfarbene was man durch das Loch sehen kann.


    Und okay, das heißt ich mache mir das nicht kaputt wenn ich da mit nem Schraubenzieher bei gehe? Das war so meine Befürchtung das irgendwie zu beschädigen.



    Zu der Dichtmasse schaue ich mal was es so gibt.
    Gibt es Anhaltspunkte wie viel Masse man für wie viel Dichtungen benötigt? So ganz grob?

  • Ja genau, das ist die Kupplung.

    eine Tube mit 150-200g reicht locker und ist meistens das kleinste Gebinde.

    reicht locker für eine Dichtung? Oder gleich den ganzen Schlepper? ^^ hab da keine Größenordnung vor Augen.


    So.

    Ich stehe hier nu neben dem Schlepper.


    Habe mal versucht die Kupplung durch dieses Loch beim Typenschild zu bewegen, da tut sich genau gar nichts, sitzt entweder fest, oder ich kann keine Kraft aufbauen.


    Hatte oben ja schon mal von der einen Zapfwelle gesprochen, wenn ich an der drehe "fährt" der Schlepper.

    Je nachdem welcher Gang eingelegt ist auch unterschiedlich "schnell".


    Die Kupplung dreht sich jedoch nicht.


    Habe mal rein geleuchtet in dieses Guckloch, da sehe ich ein paar cm neben dem Loch irgendeine nicht weiter definierbare Öffnung.

    Die würde sich aber auch durch drehen nicht so hin bewegen lassen, dass sie unter dem Loch wäre, sondern immer etwas daneben.


    Muss man zum drehen vielleicht das Kupplungspedal treten?

    Oder gibt es da sonst noch Kniffe?


    Danke schon mal!


    Hmm, vielleicht ist das Problem, dass ich nicht tief genug in der Materie bin.


    Aber:


    Müsste sich der Motor theoretisch nicht mit drehen, wenn ich einen Gang eingelegt habe und dann den Trecker schiebe?


    Denn selbiges ist gerade nicht der Fall.

    Ich habe verschiedene 'Gänge' durchprobiert (Schiebe die von Hand rein bei offener Luke, damit ich sehe ob was passiert), das Getriebe dreht meist vollständig mit, der Motor scheinbar nicht.

    Zumindest müsste das doch über die Noppenwelle oben an den Ventilen zu erkennen sein, wenn sich was bewegt?


    Oder fehlt mir nur einfach der Schwung, um das Öl in der Kupplung zu bewegen? Also dass sich das Öl in der Kupplung zwar etwas bewegt, das aber nicht weiter relevant ist für den Motor, weil die Kraft und v.a. Ausdauer eben nicht da ist?

    2 Mal editiert, zuletzt von Raguz () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Raguz mit diesem Beitrag zusammengefügt.

    • Offizieller Beitrag

    Puh, du schreibst hier ja schneller als man nachkommt. In der Tat scheinst du nicht wirklich in der Materie zu sein.
    Eine Tube Dichtmasse reicht locker für den ganzen Schlepper. Vor Allem, wenn du am Motor eh nichts selbst machen willst.


    Das muss sich mit dem Schraubenzieher bewegen lassen. Läuft der Motor denn bzw. ist er gängig? Wenn er fest ist, hast erstmal ne ganz andere Baustelle...

    Zum Verständnis: das heißt Nockenwelle...die siehst du aber nicht, sondern nur die Bewegung der Ventile, Kipphebel und Stößelstangen.

  • Puh, du schreibst hier ja schneller als man nachkommt.

    Tagesziel erreicht (check)



    Eine Tube Dichtmasse reicht locker für den ganzen Schlepper. Vor Allem, wenn du am Motor eh nichts selbst machen willst.


    Das muss sich mit dem Schraubenzieher bewegen lassen. Läuft der Motor denn bzw. ist er gängig? Wenn er fest ist, hast erstmal ne ganz andere Baustelle...

    Zum Verständnis: das heißt Nockenwelle...die siehst du aber nicht, sondern nur die Bewegung der Ventile, Kipphebel und Stößelstangen.

    Okay traumhaft, dann werde ich Dienstag mal zum Fachmarkt ums Eck gehen und schauen was die so im Angebot haben.


    Und nope, da bewegt sich nichts. Rein gar nichts. Zumal ich mit dem Schraubenzieher auch überhaupt nicht wüsste wo ich da ansetzen soll? Habs mit der Hand versucht, da tut sich nichts.
    Motor sollte aber laufen, hatten wie gesagt schon mal jemanden da (n erfahrener LaMaSchlosser), der hatte den Anlasser überbrückt und die Ventile oben und das was du noch genannt hattest haben sich brav auf und ab bewegt, und er machte Geräusche als wolle er gleich anspringen (ging nicht mangels Tank).

    Das ist jetzt vielleicht zwei Jahre her, seit dem stand der Trecker mehr oder minder rum, allerdings völlig trocken.


    Was mir vorhin beim hin und her schieben noch aufgefallen ist: irgendwo gurgelt da was. Wenn ich das richtig gehört habe würde ich das in Richtung Kupplung verorten. Aber nur eine Vermutung.

    Wie gehe ich denn nun am Besten vor? Habe hoffentlich ab dieser Woche einen Platz in ner großen Halle und dort dann auch Gabelstapler und co zur Verfügung, da werde ich den mal auseinander nehmen, alleine schon um den Motor zum Experten zu bringen.
    Habe mich kürzlich mit nem LaMaMechatroniker unterhalten, der sagte ich müsse den von vorne nach hinten auseinander nehmen, also erst die Vorderachse, dann den Motor und das Getriebe "bleibt" quasi. Mit einem Gabelstapler stelle ich mir das nicht all zu schwierig vor. Habe jedoch schon gesehen, dass ich diesen Vorderwagen auseinander nehmen muss um die vier Bolzen, die das mit dem Motor zusammen halten, zu lösen. Muss dann also auch an das Lenkgestänge ran, richtig? Da sollte man wohl so oder so rein schauen (wenn ich deine Berichte hier im Forum richtig verstanden habe)?

    Wenn der Motor dann erstmal beim Experten ist will ich mich dann ein bisschen um das Getriebe kümmern. Für mich als Laien sehen die Zahnräder die man so sieht alle noch ganz gut aus, da werde ich aber besagten Mechatroniker noch mal drauf schauen lassen. Ebenso hinten auf das Differenzial und dieses Getriebe an den Hinterrädern.

    Dann soll das alles zum Sandstrahlen und anschließend frisch lackiert werden um dann frisch abgedichtet wieder zusammen gebaut zu werden.


    Klingt das so halbwegs plausibel oder ist das völlig der falsche Ansatz?
    War damals mit auseinander bauen leider etwas voreilig und habe nie getestet ob der Allgaier AP17 Motor angesprungen wäre. Dass das ein Fehler war weiß ich mittlerweile ^^

    Soweit erstmal.
    Danke und einen schönen Abend noch!

  • Das nächste was viele jetzt sagen würden, ist, dass man Motor, Getriebe und Hinterachse nicht zum sandstrahlen gibt!


    Vor allem nicht, wenn die Teile noch mit Innenleben gefüllt sind.

    So dicht bekommt man das nicht abgeklebt.


    Da ist Handarbeit mit Flex und Zopfbürste oder Druckluft-Nadelentroster angesagt!


    Am besten vorher noch mit Beize entlacken, damit die Farbe nicht zu arg schmiert, da sie durch die Flexbürste heiß wird.

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    • Offizieller Beitrag

    Wenn der Motor mit dem Anlasser dreht, dann dreht er auch mit dem Schraubenzieher am Gucklock. Da brauchst du schon großes, breites Werkzeug, schräg reinklemmen zwischen Loch und Schwung und dann Hebeln...das muss gehen.

    Aber wenn du das nicht hinkriegst, kann ich dir per Fernwartung auch nicht weiterhelfen.


    Ob du den von vorn nach hinten oder von hinten nach vorn oder von links nach rechts auseinander baust, ist genauso wie matter oder Gläubiger Lack allein dir überlassen. Ein Stapler ist ein gutes Hilfsmittel. Schraub einfach mal los, das meiste ergibt sich dann schon. Auch das mit der Kupplung. Spätestens wenn der Motor solo ist.

  • Jo stimmt, das hatte ich sowohl hier im Forum als auch anderswo schon des öfteren gelesen, dass man das besser nicht strahlen lassen sollte.

    Nun ist aber die Frage, wie man denn dann z.B. die Kühlrippen (heißt das beim Motor auch so?) usw wieder sauber bekommt?
    Hatten damals auch so angefangen. Drahtbürste auf die Bohrmaschine bzw Flex und dann runter geschrubbt den Mist.
    Hatten recht hohen Verschleiß an Drahtbürsten für mein Gefühl, aber vielleicht ist das auch normal das man da die ein oder andere Bürste bei auf dem Weg lässt.


    Jedenfalls, was ich eigentlich sagen wollte, hatte uns der Sandstrahlermeister damals davon abgeraten das mit dem Rest auch zu machen, weil das die Oberfläche irgendwie versiegelt oder so? Ist schon ein paar Tage her, ich erinnere mich nicht mehr genau. Vielleicht wollte er aber auch nur sein Geschäft weiter ankurbeln.


    Das mit dem vorher entlacken scheint mir sinnvoll. Unter der Dreckschicht kam erstaunlich viel und auch noch erstaunlich guter Lack zum Vorschein.


    Macht man das besser wenn alles noch zusammen ist, oder wenn man die Teile einzeln vor sich hat? Also die Flächen wo man auch im zusammengebauten Zustand dran kommt?



    Wenn der Motor mit dem Anlasser dreht, dann dreht er auch mit dem Schraubenzieher am Gucklock. Da brauchst du schon großes, breites Werkzeug, schräg reinklemmen zwischen Loch und Schwung und dann Hebeln...das muss gehen.

    Aber wenn du das nicht hinkriegst, kann ich dir per Fernwartung auch nicht weiterhelfen.


    Ob du den von vorn nach hinten oder von hinten nach vorn oder von links nach rechts auseinander baust, ist genauso wie matter oder Gläubiger Lack allein dir überlassen. Ein Stapler ist ein gutes Hilfsmittel. Schraub einfach mal los, das meiste ergibt sich dann schon. Auch das mit der Kupplung. Spätestens wenn der Motor solo ist.

    Hmm frage mich jetzt gerade ob ich nur einfach zu doof bin das richtig zu machen? Wie gesagt, dass wir den Motor gedreht hatten ist ne Weile her, und seit dem ist da auch kein Öl mehr rein gekommen usw. Aber setzt sich sowas in der Zeit so zu, dass da _gar nichts_ mehr geht?
    Und klar, Fernwartung ist hier schwer ^^


    Mit der Schraubrichtung: Okay, auch das klingt gut. Als der LaMaMechatroniker mir das gesagt hatte ging er glaube ich von einem größeren, moderneren Trecker aus. Aber nun denn, ich muss die Tage mal Rücksprache halten wann wir da in die Halle können. Und dann ist ja auch die Zeit immer noch so das Problem wenn man das irgendwie nebenbei noch realisieren will. Aber gut, das wusste ich vorher :D

    Soweit erstmal danke euch! Ich melde mich wenn es Erfolge oder Probleme gibt ;)


    Mir ist noch was eingefallen was ich fragen wollte.


    Und zwar hat diese Motorhaube ja so eine "Erhebung" in der Mitte einmal quer rüber (hier zu erkennen: https://upload.wikimedia.org/w…orsche_AP22_22PS_1956.JPG ). Das, wo auch dieses silberne Logo oder so drauf ist.


    Wenn ich die Motorhaube nun strahlen lasse, wird es dort denke ich kompliziert.

    Von der Innenseite der Haube sind die beiden Teile die jeweils nach links und rechts den Motor abdecken (z.B. von hinten nach vorne schauend beim Schlepper) miteinander verschweißt/verbunden. Diese Erhebung an der Außenseite ist also eine zweite "Schicht" mit etwas Abstand. Nun ist die Frage was man damit macht?

    Sandstrahlen dürfte da sicherlich schwierig werden, lackieren sowieso.

    Einfach so lassen und hoffen, dass es nicht zu sehr rostet?


    Fotos kann ich später nachreichen sofern Bedarf besteht.

    Einmal editiert, zuletzt von Raguz () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Raguz mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Das mit dem vorher entlacken scheint mir sinnvoll. Unter der Dreckschicht kam erstaunlich viel und auch noch erstaunlich guter Lack zum Vorschein.


    Macht man das besser wenn alles noch zusammen ist, oder wenn man die Teile einzeln vor sich hat? Also die Flächen wo man auch im zusammengebauten Zustand dran kommt?

    Teile ohne innere Mechanik, also irgendwelche Halter, Winkel, Trittbleche, Sturzbügel, Sitzkonsole.... würde ich abschrauben und zum Sandstrahler geben.

    Wenn dann Motor und Getriebegehäuse soweit nackt sind, Beize drauf, einwirken lassen, abschaben, in Ecken und Winkeln mit Verdünnung raus putzen. Dann mit Bürsten Reste aus der rauhen Gussoberfläche holen.

    So hab ich es gemacht.

    Da geht schon die eine oder andere Bürste drauf....

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  • Jo so haben wir das bis jetzt auch etwa gehalten.

    Sitz, Kotflügel, Trittbretter, Felgen, ... sind schon gestrahlt und z.T. auch schon neu lackiert.


    Wie wir das machen wenn der Motor nackt ist müssen wir denke ich mit dem Instandsetzer mal absprechen.

    Aber danke für die Erfahrungsberichte und Tipps.

  • Es gibt Neuigkeiten.


    Der Allgaier AP17 Trecker steht nun schon ein paar Tage in der Halle/Werkstatt wo ich weiter an ihm rum basteln kann. Hier auf dem Hof war es dann doch etwas zu eng.


    War nun da und habe alles gezeigt bekommen usw, denke da kann ich definitiv was mit anfangen und dann mal weiter kommen beim Schlepper.


    Der weitere Plan ist jetzt erstmal den Motor aus zu bauen, sprich die Achsen zu entfernen, und dann den ganzen Motorblock zum Instandsetzer zu bringen. Ich als Laie will da nicht selber dran herum basteln und ggf. mehr kaputt machen.

    Wenn alles gut geht kann ich in einer Woche richtig durchstarten.


    Während der Motor dann wieder schick gemacht wird will ich mal schauen dass ich einige Dichtungen neu mache. Hab kürzlich mit einem Landmaschinenschlosser geredet, der meinte ich muss dort wo Papier war auch wieder Papier rein machen, und dort wo keins war bloß Dichtmasse. Soll da wohl mit den Abständen und Abmessungen recht knapp sein, so dass es zu Problemen kommen kann, wenn das nicht wieder so aufgebaut wird wie es ursprünglich war. Klang mir soweit erst einmal sehr plausibel.


    Wenn dann noch Zeit ist bevor der Allgaier AP17 Motor zurück ist wird ein Kabelbaum aufgebaut, das muss früher oder später ja ohnehin passieren, wenn ich den mal anwerfen möchte.


    Beim Getriebe wurde mir nun geraten, dass ich da erstmal nur einen Ölwechsel machen soll und eben abdichten wenn ich eh dabei bin, aber an sich den Rest erstmal lasse wie er ist. Dann kann man alles wieder zusammen bauen und dann mal einen Probelauf starten. Er (der LaMaSchlosser) sagte, dass man da nur vernünftig auf Fehlersuche gehen kann, wenn der Trecker läuft.

    Wenn sich dann alles gut anhört/anfühlt etc. kann man es vermutlich erstmal so lassen. Wenn es jedoch Probleme gibt müsste ich ja sowieso ran.


    Klingt das nach einem vernünftigen Vorgehen?
    Vertraue dem Schlosser da soweit, aber mehr Meinungen sind ja nicht unbedingt verkehrt was sowas angeht.


    Grüße

    Raguz

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