Anzeige

Einteilung Zapfwellen- welche Welle nehmen?

  • Anzeige

    Moin! Ich hab mal eine Frage. Und zwar brauche ich eine Zapfwelle für unseren Holzspalter. Was die Länge angeht ist alles klar. Nur welche Ausführung ist standart, bzw. gängig? Wir hatten eine "billig-Welle" dran, und die hat mein Güldner mal ganz locker abgeschert. Der Bolzen vom Kreuzgelenk ist auf beiden Seiten komplett abgeschert. Für mich ein Armutszeugnis bei 32PS... Der Holzspalter ist ein 20t Spalter von Holzhäuer.


    Gibt es bestimmte Bauformen, oder Regeln für welche Leitung welche Bauform genommen werden müssen?



    Grüße

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Hallo Ponchen,


    ich habe mal gelernt, dass Gelenkwellen in Kategorien nach Leistungsabgabe der Schlepper eingeteilt wurden. Wird aber, so glaube ich, heutzutage nicht mehr praktiziert, zumindest nicht in den Einteilungen von Früher.


    Ich empfehle Dir, geh zu Deinem LaMa und frag dort direkt nach einer Welle an. Wenn der LaMa keine Apotheke ist (die soll es auch geben), kommst Du dort ähnlich günstig wie im Netz und er kann Dir auch die entsprechende Gelenkwelle für Deinen Schlepper oder für Deinen Spalter nennen (könnte ja auch mal an einem stärkerem Schlepper hängen). Vorher solltest Du Dich noch in Deiner Betriebsanleitung versichern, ob die Zapfwelle einen bestimmten Überlastschutz (Rutschkupplung) oder Freilauf haben sollte (bei meinem Holzspalter bringt die Zapfwelle die Kraft direkt ohne "Schnickschnack" auf die Ölpumpe). Solltest Du mit einer gebrauchten Welle ohne Überlastschutz, Freilauf und Kunststoff was anfangen können/wollen, dann schick mir bitte eine PN.


    Übrigens wäre auch eine Alternative, nur die defekten Kreuzgelenke zu wechseln - dann aber gegen ein paar "Gscheite" :wink:


    Gruß
    tuctuc

    Die drei wichtigsten F's im Leben:
    Familie
    Freunde
    Freiheit


    und wer mir diese nicht lässt, der kann mich mal ...

  • Hallo Ponchen,


    da ich ein "Walterscheid-Jünger" bin würde ich Dir eine W2200 empfehlen. Dazu eine Reibscheibenkupplung mit ca. 300 Nm.
    Deine 32-Schlepper-PS sind 23,5 kW. Bei 540 1/min sind das 416 Nm.
    Da der Schlepper zum Holzspalten sicher nicht die ganzen 32 PS braucht, sind die 300 Nm okay, denke ich.
    Wenn Du es genau wissen willst, dann schau mal in die Betriebsanleitung Deines Holzspalters, da steht normalerweise drin, wellches Drehmoment abgesichert werden muss (wenn überhaupt, manchmal erledigt das nämlich auch ein DBV im Hydraulikkreislauf des Spalters).

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Anzeige

  • DBV= Druckbegrenzungsventil? Ich glaube das hat er nicht. Wenn ich gegen den Anschlag fahre, bocke ich den Schlepper ab (wenn man zu lange gedrückt hält). Außerdem soll der Spalter auch an großen Schleppern laufen. Zum Beispiel am Deutz DX4.7 oder John Deere 6920. Je nachdem wo die Zapfwelle von der Länge her passt und welcher Schlepper gerade zur Verfügung steht. Dazu muss ich aber noch die Längenunterschiede messen. Dazu bin ich noch nicht gekommen.


    Das heißt ohne DBV brauche ich eine Rutschkupplung?



    :bauer:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Zitat von F20GH


    da ich ein "Walterscheid-Jünger" bin


    Nun, da du ja scheinbar dort arbeitest, ist das auch zu erwarten :mrgreen: ...Generell kann man immer zu Walterscheid raten, natürlich auch mit Kupplung, damit auch alles optimal abgesichert wird.
    Weil Walterscheid ja keine schlechten Sachen macht. Wird ja auch bezahlt. Alleine eine Reibkupplung wird mit iIcherheit schon 150-200 Eus.


    Ich frage mich nur, warum ich noch nie einen Spalter mit Kupplung an der ZW gesehen habe. Ich habe nun durch viele Gerätewechsel viele ZW'n durch. Nein, nicht zerstört, sondern eben in der Nutzung gehabt.
    Mit Masse sind es Walterscheid oder Binacchi. Ich muss sagen, dass ich hier noch keine Unterschiede zu spüren bekommen habe. Eine neue Binacchi habe ich jetzt auch an der neuen Forstwinde. Am neuen Spalter habe ich eine Walterscheid aus der LowBudgetSerie. Selbst bei meinem Freund wir der schwere Kverneland-Kreiselgrubber, auf unseren schweren Böden durch eine Binacchi angetrieben. Kein Problem.
    Ich denke, dass bei deiner Nutzung am Spalter eine "einfache" (keine billige) ZW von einem Markenhersteller reicht. Losgelöst von Reibwertberechnungen etc. Auch bei größeren Schlepper, welche deinen Spalter antreiben, wird da nichts passieren. Der Spalter schluckt ja die Lastspitzen (Druck), weniger der Schlepper.


    Wenn allerdings bei deinem SPalter das DBV fehlt??? und du quasi im Anschlag einen Schlepper aus bekommst, dann würde ich mich das überlegen, mit der Kupplung....aber eher um den Schlepper zu schonen!


    Nur wer baut denn noch sowas? :o

  • Ich muss zu meiner Schande gestehen das ich von Hydraulik NOCH nicht wirklich einen Plan habe. Kann auch sein das das ding sowas hat! Auf jedenfall kann man den betriebsdruck einstellen am Ventil. Der steht dann vielleicht "etwas" zu hoch für meinen kleinen Güldner. Ist auch eine gewaltige Pumpe an dem Spalter. Vielleicht geht der Schlepper schon in die Knie bevor der höchstdruck erreicht ist!?


    Eine Rutschkupplung kenne ich bis jetzt eigentlich nur von der Wippsäge. Da macht sie ja Sinn, aber am Spalter?

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Anzeige

  • Neuigkeiten:


    Ich habe mich jetzt mal mit dem Thema beschäftigt seit gestern. Eine große Hilfe ist es übrigens, das in der neuesten Ausgabe der "Oldtimer Traktor" ein Artikel zur Reparatur und Wartung von Zapfwellen steht. Da ist auch eine Einteilung in die Baugrößen dabei. Leider habe ich so eine Einteilung im Internet nicht gefunden. Jeder Hersteller scheint eigene Bezeichnungen zu haben...


    Heute habe ich den "Rest" Zapfwelle mal aus der Ecke geholt und das kaputte Gelenk zerlegt. Es hat halt das Verbindungskreuz abgeschert. Ich habe mal nachgemessen, und wie befürchtet ist es die zweitkleinste Baugröße. Baugröße 620. Das bedeutet, das Gelenk in der Mitte hat eine Bolzenstärke von 22mm (zumindest die Nadelhülse). Der Bolzen, der die Kraft überträgt, und auf dem die Nadelhülsen sitzen, hat einen Bolzendurchmesser von 13mm (der Durchmesser ist abgeschert). Nun wundert mich garnichts mehr... Wenn der "Bolzen" nur 13mm stark ist, und dann auch noch eine 3-4mm große Hohlbohrung hat, ist es kein Wunder das die Welle über die Wupper gegangen ist. Wenn ich mir vorstelle das da der 6920 bald dranhängen sollte.... :o Das hätte nur einmal kurz geklappert! :mrgreen:


    Wir werden evtl. morgen beim Lama nachfragen was er so da hat an Wellen. Ich würde gerne auf Baugröße 660 oder 700 gehen. Da haben die Bolzen dann 27 oder 34mm statt 22 bei der kaputten Welle. Habe aber heute gleich die Gelegenheit genutzt und alle Wellen abgeschmiert und habe auch ein neues Gelenk für die kaputte Welle bestellt für 15,-. Da kann man nichts sagen denk ich. Dafür kann ich sie dann wieder für leichte Arbeiten nutzen!


    Grüße

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Es gibt Neuigkeiten. Ich habe nun ein paar Tage bei ebay und im Netz geschaut, und musste mich heute entscheiden, da ich Samstag in den Wald möchte und die Welle brauche.


    Zur Auswahl standen Hersteller:
    - Walterscheid
    - Waesler
    - Eurocardan


    Ich habe also ein paar rausgesucht und Preise aufgeschrieben. Da ich aber jemand bin, der eigentlich lieber in der Gegend beim Händler kauft, dachte ich mir nach der Arbeit, ich fahre nochmal zum Agrartechnik-Händler hier vor Ort. Gesagt, getan!
    Ich stand vor dem Regal mit den Zapfwellen, und hatte mich quasi schon entschieden. Dann kam der Händler und ich sagte ihm was ich suche, und was passiert war. Er sagte gleich, er würde Walterscheid nehmen, da gute Qualität aus deutscher Herstellung und alle Ersatzteile verfügbar sind. Ich habe ihm erzählt das ich mich schlau gemacht habe und er hat mir nochmal erklärt auf was man so achten muss. So weit so gut. Dann fragte ich nach dem Preis. Und was soll ich sagen? Sogar noch 1€ billiger als im Netz! So kamen wir ins Geschäft und er hat mir gleich die Welle bestellt und legt sie mir zurück für Donnerstag. Genau so sollte das sein! Ich habe eine nette Beratung und Unterhaltung bekommen und bezahle nicht mehr als in der Bucht. Ich hätte sie auch genommen wenn sie etwas teurer gewesen wäre. Dafür hab ich den Händler vor Ort und eine "heimische" Marke unterstützt.


    Also Leute, es lohnt sich nicht immer billig-Kram im Netz zu kaufen! Das hier ist das Paradebeispiel! Lasst euch lieber eine gescheite und nette Beratung geben und gebt vielleicht 10€ mehr aus. Dafür "fördert" ihr solche Händler, die euch weiterhelfen wenn ihr Hilfe braucht und wissen was sie erzählen. So sollte es ein! :wink:


    Es wird übrigens eine Walterscheid W300E - SD15! :wink:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Die W300E ist schon okay, ist baugleich mit der W2300 (jedenfalls von den äusseren Abmessungen).
    Da Walterscheid für die Ecoline-Gelenkwellen ca. 70% der Werte der Standard-Baureihe für die Lebensdauer-Berechnung heranzieht, bist Du mit der W300E auf dem Niveau der W2200.
    Das passt schon.


    Wenn Du sagst, Du hättest am Spalter ein Ventil, um den Betriebsdruck einzustellen, dann ist das das DBV, von dem ich gesprochen habe.
    Darfst halt nur nicht mehr einstellen, als das Gelenk an Drehmoment übertragen kann, ist ja klar.


    Sich wegen der Ersatzteilverfügbarkeit für Walterscheid zu entscheiden, ist sicherlich ein großes Argument, dennoch denke ich, dass für Einsätze am Holzspalter auch die beiden anderen von Dir in Erwägung gezogenen Fabrikate sicher lange Zeit störungsfrei Ihren Dienst verrichtet hätten.


    Vergiss nicht, die Kreuze, Profilrohre und Schutzlager regelmäßig zu schmieren, hier sind acht Stunden Schmierintervall vorgegeben. Handeslübliches, litiumverseiftes Fett reicht vollkommen aus.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Anzeige

  • Abgeschmiert sind die Sachen bei mir immer gut! :wink: Ich habe mich für Walterscheid entschieden, weil das eben eine deutsche Firma ist, und kein billig-Nachbau aus China. Ich kaufe lieber deutsche Produkte, und am liebsten vom Händler vor Ort. Denn ich kann diese China-Billig-Menthalität nicht mehr ab! Ich arbeite selber in einer großen deutschen Firma, und möchte auch das unsere Kunden unsere Produkte kaufen, statt den Nachbau-Kram aus China. Wenn alle nur noch billig im Netz kaufen, brauch man sich nicht wundern wenn die Händler hier alle aussterben und unsere alten Firmennamen irgendwann verschwunden sind.


    Leider ist diese Einstellung ziemlich selten geworden! :evil::wink:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Zitat

    und nicht zu viel reinmachen, in die kreuze reicht ein schlag mit der fettpresse.
    viele drücken so lange rein bis es wieder rauskommt, das ist zuviel!


    Beide Aussagen sind leider falsch.


    Zur ersten: ins Kreuz gehören mind. 15 g Fett, ein Schlag mit der Fettpresse hat ca. 5 g.
    Also auch bei kleinen Kreunzen mindestens 3 Hübe!


    Zur zweiten: von zuviel Fett ist noch kein Kreuz kaputt gegangen.
    Es macht aber Sinn, das Fett, welches dann RICHTIGERWEISE durch die
    Dichtungen nach aussen gedrückt wird, abzuwischen, damit es sich dann im
    Betrieb nicht als zähe, klebrige Masse an den Gabeln und innen am Schutztrichter
    absetzt.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Anzeige

  • Zitat von Ponchen

    Ich habe mich für Walterscheid entschieden, weil das eben eine deutsche Firma ist, und kein billig-Nachbau aus China. Ich kaufe lieber deutsche Produkte, und am liebsten vom Händler vor Ort. Denn ich kann diese China-Billig-Menthalität nicht mehr ab! Ich arbeite selber in einer großen deutschen Firma, und möchte auch das unsere Kunden unsere Produkte kaufen, statt den Nachbau-Kram aus China. Wenn alle nur noch billig im Netz kaufen, brauch man sich nicht wundern wenn die Händler hier alle aussterben und unsere alten Firmennamen irgendwann verschwunden sind.


    Das sehe ich ganz genauso, Nachbaukram kommt mir auch nicht in die Tüte!
    Aber zum Thema alte deutsche Firmennamen sei auch gesagt, dass es mittlerweile Marken gibt bei denen dieses Denken ausgenutzt wird - die aber längst nur noch auf Lizenz von chinesischen Herstellern produziert werden.


    Außerdem kann man ja auch deutsche Markenqualität im Netz kaufen - habe zum Beispiel auch schon Walterscheid Ersatzteile online gekauft :wink:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!