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Manitou MC 25

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    Hallo,


    Von einem Kollegen habe ich einen Manitou MC 25 Geländestapler Bj. 1974 bekommen. Aus dem Web habe ich erfahren dass es sich bei dem Gerät um einen Umgedrehten Traktor handelt, der ab Werk von Manitou (damals noch unter dem Namen Braud Faucheux,Firmenname wurde erst 1981 in Manito geändert) modifiziert wurde.


    Im IHC-Forum gibt es Infos dass der MC 20 ein gedrehter IHC 323 ist. Zum größeren MC 25 hab ich im Internet trotz Suche auf Deutsch, Engisch und Französisch nichts gefunden. An den Hersteller hab ich mich bisher wegen des Alters des Geräts noch nicht gewandt.


    Hat jemand Infos zum Gerät, von welchem Traktor es abstammt? Ein 3-Zyl. IHC-Motor ist wohl verbaut, der Zylinderdeckel ist wie beim MC 20.


    Das Gerät steht noch beim Kollegen, ich muss es mit einem Tieflader mal abholen. Daher hab ich auch noch nicht exzessiv nach Typenschildern suchen können(außer dem Haupttypenschild das nicht zu übersehen ist aber keine Infos über den Ursprung hat)


    Von der Form her ist es der hier unten, allerdings ist es ein Wikipedia-Bild das nicht meinen zeigt, ich hab noch keine Bilder (kommen noch)
    http://commons.wikimedia.org/w…eur_Manitou_MC10_2010.jpg

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Wir haben in der Firma einen 4t-Manitoustapler. Da steckt ein Ford Traktor drunter. Früher hatten wirauch noch einen kleineren, da war wohl wirklich was von IHC drunter.
    Mehr kann ich aber auch wohl nicht dazu sagen.

    Bin ein Friesenjung, nur ein kleiner Friesenjung und fahr David hinterm Deich !

  • Hallo,


    Ich hab jetzt ein paar Bilder gemacht (leider komm ich erst am Wochenende dazu sie einzustellen), und von den Bildern her müsste der Motor ein IHC DD 111 sein. Die D 155 und D 179 Direkteinspritzer haben den Öleinfüllstutzen anders. Die anderen alten IHC Vorkammermotoren mit 3 Zylindern passen vom Baujahr her nicht. Zudem haben die D 155 und D 179 auf den Bildern (siehe Webseite unten) Verteiler-ESPs, der Manitou und der DD 111 eine Reihen-ESP.


    Der 323 (hat den DD111) steckt lt. IHC-Forum im MC20, vermutlich ist es im MC25 also auch ein IHC 323 als Basis gewesen.



    http://ihace.de/02_motor/dd_111/dd-111.htm

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    am Samstag hab ich den Manitou geholt


    https://cloud.web.de/ngcloud/e…w&loginName=Maier-SimonXX


    Der Motor muss ca. 30 sek. vorgeglüht werden, dann startet er gut ohne irgendwie weiß oder blau zu rauchen. Der Manitou hat nur ca. 5200 Betriebsstunden.


    Was auf jeden Fall gemacht wird:


    Den Manitou gründlich reinigen


    Alle Hydraulikschläuche wechseln (sind zt. noch original von 1974)


    Wahrscheinlich alle Hydraulikzylinder abdichten


    Wasserpumpe neu, neue Kühlwasserschläuche (eigentlich alle Gummiteile neu)


    Alle Flüssigkeiten und Öle tauschen


    4 neue Reifen


    STVO-Beleuchtungsanlage mit zeitgenössischen Lampen montieren


    Der Lack ist sicherlich nicht neuwertig, aber vom Rost her geht es noch und deshalb will ich nicht alles neu lackieren sondern will ihn im ,,erhaltenswerten Originalzustand'' belassen. Für eine akkurate Neulackierung (und nicht nur einfach überpinseln wo man hinkommt) fehlt mir auch die Zeit.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    mittlerweile hab ich den Manitou technisch instandgesetzt und er läuft wieder einwandfrei. Deshalb möchte ich hier nach und nach ein bischen über die technische Instandsetzung berichten. @ Admins: Da ich ihn nicht restauriert habe sondern nur etwas technisch instandgesetzt (der Lack ist noch der alte) hoffe ich im richtigen Forenteil gepostet zu haben.


    Als erstes mal ein vorher-Bild wie er aussah als ich ihn von meinem Kollegen kaufte


    #


    Damals hat er noch überall geölt und alle möglichen Flüssigkeiten verloren.


    Als Kontrast dazu 2 Nachher-Bilder




    Den Lack habe ich erhalten, von aussen sieht man auf den ersten Blick zusätzlich nur die STVO-Beleuchtung, Spiegel, neue Reifen und einen Anschnallgurt. Die weiße ,,Ölauffangwanne'' unter der Achse ist jetzt nicht mehr da, weil der Manitou jetzt trocken ist. Die meiste Arbeit ist unter dem Blech geblieben, dazu später mehr.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    als erstes stand die Abholung an. Da das Gerät 4,8 t wiegt war kein PKW-Anhängertransport wie bei kleineren Traktoren möglich, es mussten schwerere Geschütze aufgefahren werden. Deshalb habe ich von der Firma bei der ich arbeite einen 7,5 t LKW geliehen und dazu noch von einem örtlichen Baumaschinenhändler einen 12 t Tandem-Tieflader gemietet. Der Manitou war damals so weit fahrbereit, dass er kleinere Strecken (auf den Anhänger) zurücklegen konnte. Die Strecke zu mir nach Hause betrug zwar nur ca. 10 km, diese war jedoch aufgrund von Undichtigkeiten verschiedener Betriebsflüssigkeiten nicht mehr auf eigener Achse möglich.





    Als kleine Anmerkung, die Bilder zeigen den Manitou vor der Ladungssicherung. Selbstverständlich wurde er vor dem losfahren noch ordnungsgemäß mit Gurten gesichert.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Schon klasse die Dinger. Auf unserer neuen Baustelle würde ich mir sowas auch wünschen.
    Trotz 20cm BMG fährt sich da alles fest besonders wenn es mal länger regnet...


    Was darf der in der 4,8t Version heben und welche Größenordnung muß man für eine
    technische Überholung kalkulieren...?

    Hakotrac T6 und Hakotrac T8
    Suche Anbauteile/-geräte für Hako Record, Hakotrac T6 oder T8, insb. Wasser-/Abwasserpumpen
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  • Hallo,


    Heben darf er 2,5 t, drum heißt er auch MC 25. Er hat bis jetzt nur rund 5000 H, der Motor ist nicht überholt worden, weil er noch gut ist. Lediglich eine Vorkammer war gebrochen (Krankheit bei dem D 111). Insgesamt sind trotzdem etwas mehr als 5K € für Material draufgegangen, davon ca. 800 für die Reifen und der Rest verteilt sich auf viele kleine Posten, die sich zusammenläppern.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Danke! Zumindest sind die Preise des ortsansässigen Manitou-Händlers dann im Rahmen :-)

    Hakotrac T6 und Hakotrac T8
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  • Hallo,


    wenn ich ehrlich bin war kein einziges Teil vom Manitou-Händler - Die benötigten Teile waren entweder universell verwendbar (z.B. die Reifen, Hydraulikteile, eigentlich das meiste) oder es waren IHC-spezifische Ersatzteile von Motor (Vorkammer, Wasserpumpe) oder der Bremse. Fast alles habe ich günstig übers Internet bezogen, sonst wäre die Rechnung noch ein wenig höher gewesen. Lediglich Teile bei denen die Bestimmung schwieriger war (z.B. die Dichtpakete der Hydraulikzylinder) habe ich bei örtlichen Händlern bezogen.


    Als ich von meinem Clark damals den Zahnriemen neu machte habe ich ihn von eben diesem Manitou-Händler (er hat mehrere Marken) bezogen - der Riemen allein hat 100€ gekostet und war aus China, ein besserer von Conti gabs im Internet für 20€ - leider hatte ich die Größe nicht (war auf dem alten nicht mehr lesbar). Die Bremsbacken für den Clark haben damals 400 € gekostet - in den Staaten werden die im Internet (ohne Einfuhrkosten) für 130 $ gehandelt. Leider hatte ich vor dem Kauf keine ET-Nummer.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    Nachdem der Manitou bei mir in der Werkstatt stand, habe ich erst mal eine gründlichere Bestandsaufnahme gemacht. Diese hat ergeben, dass so gut wie alle Teile die aus Gummi bestehen (vor allem Schläuche) uralt sind und getauscht werden müssen. Dass trifft sowohl auf die Kühlwasserschläuche zu als auch auf die Hydraulikschläuche, die teilweise noch zur Werksausstattung gehörten (alle Achtung).
    Desweiteren zeigte sich, dass die Hinterachse auf einer Seite einen Schaden hatte. Normalerweise dreht sich hier der (ausgebuchste) Achsschenkel um den Bolzen, welcher in der Achse durch eine Sicherung (ein kleines Stück Metall) am gegen Drehen gesichert ist. Leider ist der Bolzen im Achsschenkel in der Vergangenheit durch mangelhafte Schmierung längere Zeit so schwer gelaufen, dass es die Sicherung abriss und sich fortan der Bolzen in der nicht ausgebuchsten Achse drehte, wodurch die Löcher dadurch oval ausgerieben wurden. Die Hinterachse ist nicht von IHC wie die Antriebsachse, sondern ist eine Schweißkonstruktion aus Baustahl aus dem Hause Manitou (bzw. die Firma hieß bis zur Umbenennung in Manitou 1980 Braud & Faucheux)


    Durch Ölverlust am Ventildeckel und auch sonst überall hat sich in Verbindung mit dem Holzstaub der Zimmerei wo er früher lief eine dicke Dreckschicht gebildet, die den kompletten Rumpf bis in die letzten Ecken überzog. Um diese zu entfernen musste ich erst mal alle möglichen Anbauteile entfernen. Dazu habe ich den Dieseltank und den Hydrauliköltank (auf dem der Sitz ist) entfernt. Sowohl Kühler als auch alle Anbauaggregate am Motor habe ich demontiert. Das Kontergewicht musste zum Ausbau der Hydraulikpumpe der Arbeitshydraulik (über eine Gummikupplung in Verlängerung der Kurbelwelle angetrieben) weichen. Die Hinterachse wurde später ebenfalls entfernt.






    Die Hydraulik habe ich (mit Ausnahme der kleinen Schlepperpumpe für die Lenkung) komplett entfernt, um zu verhindern dass Dreck eindringen kann. Sämtliche Öle wurden abgelassen und später durch neue ersetzt.


    Die Reinigung war etwas mühsam, da ich nicht einfach in eine Waschanlage fahren konnte. In viele Ecken wäre man sowiso nicht hingekommen. Gereinigt habe ich den Manitou daher in demontiertem Zustand mit Bürsten und Kaltreiniger von Hand, das Waschwasser habe ich mit unter dem Manitou stehenden Wannen aufgefangen und in einem Ölabscheider entsorgt.


    Auf den Bildern sieht man ganz gut die Bauweise dieses Staplers. Er besteht zum einen aus der Antriebseinheit (Motor, Getriebe, Antriebsachse), die in diesem Fall von IHC kommt. Der Motor ist ein D-111 3-Zylinder Vorkammer-Diselmotor mit 26 PS, wie er im IHC 323 verbaut wurde. Das Getriebe und die Antriebsachse stammen ebenfalls von IHC, sind aber mit der größeren Bremse (165 mm) und den stärkeren Radlagern des größeren IHC 423 ausgerüstet. Manitou hat diese Teile eingekauft und hat einen Hilfsrahmen angebaut, aus handelsüblichen Stahlträgern. An diesem Hilfsrahmen sind sowohl der Hubmast als auch die Hinterachse und das Kontergewicht befestigt, denn der Blockrahmen von IHC ist für ein Gewicht von 1,7 - 2 t gebaut, während der Manitou fast 5 t wiegt. Die Hinterachse ist mit einer Vollhydraulischen Lenkung ausgestattet. Die IHC-Achsen können das höhere Gewicht deshalb tragen, da der Hilfsrahmen relativ weit an den Rädern mit der Antriebsachse verschraubt ist und dadurch der Hebel gering ist, während beim Traktor der Achstrichter die Last direkt vom Getriebegehäuse her tragen muss. Der Blockrahmen ist um genug Bodenfreiheit für die Hinterachse zu schaffen übrigens nach hinten leicht steigend eingbaut.


    Da das originale Traktorgetriebe in jeder Gruppe nur über 1 Rückwärtsgang verfügt, der in diesem Fall der einzige Vorwärtsgang wäre, hat der Manitou (vermutlich so von Manitou bei IHC gekauft) stattdessen ein vorgeschaltetes Wendegetriebe das über einen Hebel links seitlich bedient wird. Der originale Rückwärtsgang ist gesperrt (oder evtl. gar nicht im Getriebe verhanden), stattdessen gibt es 3 Gänge, 2 Gruppen, die Fahrtrichtung wird über das Wendegetriebe gesteuert. Und im Gegensatz zu modernen Staplern gibt es keinen Hydrostat oder ein Wandlergetriebe, sondern noch ein Schaltgetriebe mit Kupplung.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    nach der Reinigung sah die Sache schon viel ansehlicher aus.



    Da nun alles sauber war konnte ich den Deckel des Endantriebs entfernen und mal einen Blick reinwerfen. Das Getriebeöl hatte ich da schon abgelassen. Die Zahnräder sehen alle gut aus, Metallabrieb war auch keiner im Öl. Jedoch hat das Getriebe einen bekannten Schwachpunkt, die Steckachse ist gegen Herausziehen innen an den 2 großen Zahnrädern mit je 2 Schrauben gesichert. Offenbar sind diese jedoch ein wenig schwach dimensioniert, denn hier bekommen die Schraubenköpfe am Ende des Gewindes gerne einen Dauerbruch und brechen irgendwann ab. Bei mir war nur 1 gebrochen, es sollen bei Traktoren lt. Berichten im IHC Forum teilweise aber auch schon alle 4 ab gewesen sein. Erneuert habe ich dann natürlich alle 4 Schrauben, inkl. neuer Sicherungsbleche.


    Die Handbremse weicht beim Manitou übrigens auch vom IHC-Standard ab, bei den Traktoren besteht sie aus einer Bandbremse die um das Differentialgehäuse geht. Der Manitou hat diese Bremse nicht, sondern bremst auch per Feststellbremse über die Automaten der Fußbremse. Was gegenüber den Traktorengetrieben ebenfalls fehlt ist die komplette Zapfwellenmechanik, die ab Werk draußen gelassen wurde. Das Loch im Gehäuse ist mit einem Blinddeckel verschlossen.



    Um den Seitendeckel neu abzudichten habe ich ihn ebenfalls abgenommen. Von hier kann man schön das dem Schaltgetriebe vorgeschaltete Wendegetriebe sehen. Auch hier machen die Zahnräder einen sehr guten Eindruck.




    Der Motor wurde nicht ausgebaut oder überholt, da er mit 5000 h noch gut ist und die Werkseitigen Filzringdichtungen immer noch dicht sind. Der Wedi am Getriebeeingang ist ebenfalls noch dicht, die Kupplung funktioniert auch noch einwandfrei. Deshalb habe ich auf eine Zerlegung dieser Teile verzichtet, da es ein nicht unerheblicher zusätzlicher Arbeitsaufwand gewesen wäre.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    Beim Manitou sitzt die Hydraulikpumpe für die Staplerhydraulik (die kleinere, seitlich angeflanschte Pumpe des Traktorfahrgestells ist für die Lenkung) hinten hinter der Riemenscheibe und wird durch die Kurbelwelle über eine ,,Gummikupplung'' angetrieben. Beim Ausbau der Hauptpumpe (dazu musste ich die Kurbelwelle etwas drehen) ließ sich jedoch plötzlich der Motor nicht mehr durchdrehen, irgend etwas blockierte.


    Es stellte sich heraus, dass eine Vorkammer gebrochen war, etwas was es bei diesem Motortyp offenbar hin und wieder gibt. jedoch muss es erst kürzlich passiert sein, denn der Kolben hatte noch keine ernsthaften Schäden, lediglich eine kleine Kante der Vorkammer hatte beim von hand drehen eine minimale Scharte hinterlassen. Hier habe ich vorsichtig mit einer feinen Schlüsselfeile ganz leicht darübergefeilt um sicherzugehen dass über die OK Kolbenboden nichts herausstehen kann. Vom Verschleiß sonst ist der Motor noch gut, er hat erst rund 5000 h auf der Uhr, und läuft auch im Winter gut an. Deshalb habe ich auf eine Überholung des Motors verzichtet.


    Die Vorkammern bestehen aus einem konischen dickwandigen und einem dünnwandigen zylindrischen Teil. Genau an der Nahtstelle wo die beiden Teile vermutlich bei der Herstellung geschweißt wurden brechen die Kammern und der untere Teil kann sich drehen und dann in den Zylinderraum hineinragen. Erkennbar ist es lt. IHC-Forum an einem leichten Klingeln beim Motorlauf.



    Die betroffene Vorkammer wurde gewechselt. Die anderen 2 intakten habe ich drin gelassen, denn eine Kammer kostet fast 200 €. Gott sei dank sind wenigstens die Deutz Direkteinspritzer :wink:



    Die ZK-Dichtung wurde in diesem Zug selbstverstänlich auch erneuert, zudem habe ich die Einspritzdüsen (eine war eh draußen, dann hab ich grad alle ausgebaut) abdrücken lassen. Diese Arbeit habe ich beim örtlichen Lama durchführen lassen, denn dazu fehlt mir sowohl die Erfahrung als auch das Gerät und das Material. Im Ergebnis waren die Düsen ,,so lala'' , weshalb ich dann neue Einsätze habe einbauen lassen.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    Die Reifen waren ebenfalls alt und wurden ersetzt. Die Hinterreifen (7.50-16) waren kein Problem und gingen gut runter. Die Vorderreifen (12.5-20) hingegen waren etwas festgerostet und mit normalen Methoden nicht dazu zu bringen sich von der Felge zu lösen, nicht mal beim Versuch mit dem DX über die Reifenseite zu fahren. Daher habe ich diese mit dem Manitou der Firma wo ich arbeite von der Felge gelöst. Dieser kann auch nach unten drücken, und mit 17 t Maschinengewicht nicht wenig :wink:




    Die Hinterrerifen gingen leichter runter, ohne Teleskopstapler


    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo,


    Ein weiterer Punkt war die Hydraulikanlage. Die Rohre waren bis auf eins technisch noch in Ordnung, aber die Schläuche waren teilweise noch Erstausstattung von 1974. Als ich die Schläuche pressen ließ vom Hydraulikmann meines Vertrauens haben wir aber festgestellt, dass die alten Rohre und Fittinge eine heute unübliche Größe haben. Die Rohre haben einen Außendurchmesser von 17 mm, aber die Gewinde sind alle metrisch. Ebenso hat der Konus eine andere Größe, weshalb eine heutige Schneidringverschraubung nicht passt. Deshalb habe ich auch die Rohre und Fittinge erneuert und so eine auf heutige Maße passende Verrohrung.


    Die Belegung der 2 Hebel habe ich gegenüber der Originalbelegung vertauscht, um sie gleich zu machen mit den Clark-Staplern die ich sonst fahre, da man sonst garantiert am falschen Hebel zieht.





    Als kleines Extra habe ich ein Hydraulikmanometer in die Leitung des Hubzylinders eingebaut. Dieses misst den Druck im Hubzylinder und ist bei Bedarf abriegelbar. Wenn man nun den Druck bei Betongewichten (Referenzgewichten) misst, deren Gewicht man bereits genau kennt, dann kann man mit den Druckdaten eine kleine Tabelle erstellen in der aufgelistet ist wieviel Bar Druck wievielen KG Last auf der Gabel entsprechen. Dadurch hat man dann eine einfache, analoge Staplerwaage, die auf ca. 30 - 40 kg genau ablesbar ist und nur den Preis des 100 mm Manometers plus Fittinge und Kugelhahn kostet, während elektronische Lösungen (die dann aber genauer sind) wesentlich teurer sind.
    Die Waage ist ganz praktisch, wenn man etwas auf seinen Anhänger laden will und das Gewicht nicht kennt, so kann man es während des Aufladens wiegen und weiß ob der Anhänger von der Nutzlast her noch geht.


    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo Simon
    Über das Stichwort Manitou bin ich auf deinem Beitrag zu deinem Stapler gelandet.Nachdem unser Schrauberheim ,eine alte Möbelfabrik bald abgerissen wird,die Besitzer ihren Manitou nicht mehr brauchen,kann ich ihnen den bald abkaufen.Er ist in einem bemitleideswerten Zustand und ich möchte ihm ein paar notwendige Reparaturen zukommen lassen.Leider bekam ich bei der Vertretung nur einen Rat.Kauf nen neuen.Keinerlei Info über Filter,Füllmengen,Ölsorten u wichtig,Hydraulikzyl.Dichtungspakete.So meine Bitte an dich :könntest du mir da mit deinem Wissen weiterhelfen o mir jemand nennen,der mir weiterhilft?
    dankend im Voraus grüßt der Horst

  • Hallo Horst,


    ich helfe dir gerne mit meinen Erfahrungen mit dem Gerät, wenn es um deinen zukünftigen Manitou geht :wink: . Diese Maschinen sind einfach zu schade um sie den Schrotthändlern zu überlassen. Den neuen Manitou soll gefälligst jemand anders kaufen 8) , den 2007er Manitou der Firma bei der ich arbeite mussten wir 2016 abschieben, da die Reparaturkosten zu hoch wurden.


    Dieses Thema sollte ich auch mal bei Gelegenheit weiterführen - leider war das letzte Jahr relativ stressig, und ich kam nicht dazu das zu tun.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

  • Hallo Simon
    danke für die schnelle Antwort u dein Hilfsangebot.Wichtig zu wissen wäre erstmal ,welche Filter verbaut sind,da es nicht möglich ist die Bezeichnungen auf den Fitern umzuschlüsseln.Auch die Neigungszylinder sind so am ölen,das er eigentlich unbenutzbar ist.Die Dichtringe ein komplettes Dichtpaket für diese müßte u würde ich gern kaufenich kaufen,wenn ich die Bezeichnung wüßte.Mit der Antwort auf diese Fragen wäre ich schon sehr glücklich.
    Herzlich dankend grüßt dich der Horst

  • Hallo Horst,


    im Moment bin ich gerade in Australien, und kann dir diese speziellen Details erst nach meiner Heimreise Ende Januar nennen.


    Bei den Filtern ist es so, dass an meinem Manitou ein Hydraulikölfilter, der Luftfilter, der Motorölfilter und der Kraftstofffilter verbaut sind. Der Hydrauliköltank befindet sich unter dem Sitz, hier gehen inkl. Zylinderfüllungen 60 Liter Hydrauliköl rein, ich habe hier über die Schmierstoffsuchmaschinen der Ölanbieter auf ein übliches HLP 46 schließen können. Der Hydraulikölfilter war bei mir ein relativ grober Metallsiebfilter, der vermutlich zum Auswaschen und wiederverwenden gedacht war. Da dieser relativ grob war und zudem relativ verschmutzt, habe ich den Filterhalter samt Filter getauscht gegen einen feineren Patronenfilter mit Papiereinsatz, den ich samt neuem Filterhalter von der Firma Hytec Hydraulik bezogen habe. Der Motorölfilter ist ein Standardfilter, der leicht zu besorgen ist (der genaue Typ muss ich leider zuhause nachschauen), der Luftfilter ist ebenfalls ein noch erhältlicher Standardfilter. Der Kraftstofffilter an meinem Manitou ist irgendwann in den 80er Jahren umgebaut worden (lt. Produktionsstempel des Filterhalters), hier kann es sein dass dein Manitou einen anderen Filter verbaut hat.


    An meinem Manitou habe ich auch die Hydraulikschläuche getauscht. Hier waren Seitens der Rohre und der Einschraubverschraubungen Teile verbaut, die irgendwie nicht mehr zu den heutigen Maßen passten. Letztlich lief es darauf hinaus, dass ich alle Verschraubungen und Rohre ebenfalls neu machte, da keine mir (und den Hydraulikteileverkäufern) bekannten heutigen Verschraubungen gepasst hätten.


    Ich weiß nicht wie gut die Gummiteile an deinem Manitou noch sind, bei meinem habe ich praktisch alle Schläuche (außer dem Luftansaugschlauch) getauscht, da alle alt und Porös waren.


    Die Neigungszylinder sind relativ einfach zu machen, diese kann man verhältnismäßig leicht ausbauen. Um sie zu öffnen muss man den Messingkopf mit einem Hakenschlüssel aufdrehen. Die Zylinderdichtungen (Größen kann ich leider erst sagen, wenn ich zurück bin) sind metrische Standard-Nutringe. Die Zylinder sind metrisch, lediglich der Lenkungszylinder war bei mir zöllig (sofern er dicht ist, lässt du ihn am Besten zu). Den Schmutzabstreifring ersetzt du am Besten mit, zudem ist der Messingkopf meine ich mit einem O-Ring an der Stange und gegen den Zylinder selbst abgedichtet.


    Diese Nutringe können mit der Zeit porös werden und zerbröcken dann, diese Zylinder sind jedoch relativ leicht abzudichten.


    http://www.hytec-hydraulik.de/…chtung_stange_nutring.php


    Der Link dient natürlich lediglich als Beispiel, und soll keine Werbung in irgendeiner Form darstellen.

    Viele Grüße


    Simon



    Deutz D 4006, DX 3.50 A StarCab, Clark CGP 30 H, Manitou MC 25

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