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EKL 15/2 Kühlrippen ausblasen?

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    Guten Morgen beisammen,

    Mir ist aufgefallen, dass mein Eicher EKL 15/2 in letzter Zeit sehr schnell auf (und natürlich auch unter) der Motorhaube warm wird, wenn er einige Minuten läuft. Das Lüfterrad läuft einwandfrei. Auch der Ölstand ist genau richtig (Auf dem Öltmessststab genau auf dem Minimalstrich, Stab ist von 1955.). Mein Verdacht ist also, dass Dreck in den Kühlrippen den Luftstrom behindert. Jetzt würde mich interessieren, ob es Sinn macht, die Kühlrippen mit Pressluft durchzublasen, um zu testen, ob die Luft durchkommt, bzw. um Dreck rauszublasen, bevor ich gleich die Luftleitbleche abmontiere. Oder kann man da auch mit dem Hochdruckreiniger reinschießen, ohne was kaputt zu machen?


    Grüße aus dem Rupertiwinkel,

    Kone

  • Hallo,


    woran machst du die särkere Erwärmung fest? Hast Du die Temperatur gemessen? Kommt denn bei laufendem Motor ein kräftiger Luftstrom am Zylinder raus?

    Grundsätzlich ist es natürlich kein Fehler die Kühlrippen von Zeit zu Zeit zu prüfen bzw. zu reinigen, bedenke dabei nur, wenn du mit dem Hochdruckreiniger von der Zylinderrückseite (Luftaustrittseite) arbeitest, fliegt der ganze Schmutz ins Gebläse. Die Demontage der Luftleitbleche ist nun auch nicht so ein Riesenaufwand und hinterher ist man sich sicher, dass alles sauber ist und kann mit gutem Gewissen fahren.

    Den Hochdruckreiniger sollte man natürlich nicht direkt an Öffnungen am Motor halten wir Regelgestänge der Einspritzpumpe Dekompression usw. weil dort Wasser eindringen kann. Nach dem Reinigen mit dem Hochdruckreiniger würde ich den Motor gut warmfahren, dann trocknet alles falls doch irgendwo Wasser eingedrungen sein sollte.


    Gruß Jens

  • Jetzt würde mich interessieren, ob es Sinn macht, die Kühlrippen mit Pressluft durchzublasen,

    Servus,


    das ist nicht nur eine gute Idee sondern in der Bedienungsanleitung sogar zwingend als tägliche Wartungmaßnahme vorgeschrieben.


    In deinem Fall würde ich auch die Leitbleche abbauen um zu sehen ob wirklich aller Dreck weg ist. Das reicht aber beim ersten mal, danach je nach Nutzung jährlich oder öfter.

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  • Hallo beisammen,

    Ich wollte heute die Leitbleche abbauen, alles ausputzen, und wieder zusammen bauen. Leider wird das wohl eine etwas größere Aktion, als angenommen.

    Es stellte sich heraus, dass die Schrauben überlackiert wurden. Da weder mein Großvater noch mein Vater jemals den Lack ausbesserten, muss dies noch vom Vorbesitzer stammen. Demnach wurden die Luftleitbleche 1967 oder früher das letzte mal abmontiert.

    Das Lösen der Schrauben war aber kein Problem. Danach konnte man sehen, dass die vordere Seite der Kühlrippen komplett mit Dreck dicht war. Leider habe ich keine Ahnung, wie ich das Blech ganz abbekomme, um die Rippen ausputzen zu können, denn die vordere Hälfte des Bleches steckt ja auf der Welle, auf der das Lüfterrad und die dazugehörige Keilriemenscheibe sitzen. Auf der hinteren Seite war es etwas einfacher.

    Kann mir bitte jemand einen Tipp geben, wie ich an die vordere Seite komme, um die Rippen auszuputzen?

    Ach ja, und wie fest muss ich die lange Schraube auf der linken Seite des Traktors ziehen, die beide Luftleitbleche "auf Abstand fixiert"?

    Grüße aus dem Rupertiwinkel,

    Kone

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  • Das habe ich auch versucht. Aber leider hat das nicht sehr gut funktioniert. Es fielen ein paar Brösel nach unten raus, aber der Großteil des Drecks blieb einfach drinnen.

    Vielleicht kommt doch noch der Hochdruckreiniger zum Einsatz. Der könnte bei geöffnetem Blech einiges ausrichten.

  • Hallo Kone,


    was da zwischen den Kühlrippen sitzt, ist in der Regel eine total verbackene Masse aus angesaugtem Erdstaub, Getreidespelzen und meist Öl. Das bekommt man nur "mit was Scharfem" weg. Ich habe mich seinerzeit nicht getraut, an dem Vierzylinder alles abzuschrauben, was für eine Demontage der Luftleitbleche nötig gewesen wäre. Da mein Schlepper nicht mehr 5 Stunden lang einen 3-Schaar-Pflug ackern muss, habe ich mir gedacht, dass man die Luftleitbleche auch als Leitblech für den Strahl eines Hochdruckreinigers nutzen kann ;-)

    Ich habe das Gröbste mit einem schmalen Schraubenzieher rausgestochert, dann erst mal mit Druckluft hinterher. Danach habe ich das Ganze mit Motorreiniger aus der Sprühflasche sorgfältig eingesprüht und ca. 1 Std. eingeweicht. Schließlich bin ich dann mit dem Hochdruckreiniger mit 60 Grad heißem Wasser hinterher, da ich keinen Dampfreiniger habe.

    Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Auf der Abluft-Seite des Motors hat sich im Zuge der Aktion Händeweise Erdreich und Gebrösel gesammelt.


    Wenn der Motor danach lief, war der Luftzug der Kühlung deutlich spürbar kräftiger und gleichmäßiger.


    Soweit meine Erfahrung und Handeln.

    Grüße von Johannes