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MWM AKD 112Z Einstellung Zündzeitpunkt

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    Hallo,


    ich möchte bei meinem MWM AKD 112Z den Zündzeitpunkt prüfen und ggf. einstellen. Ich habe den Eindruck, dass er zu früh zündet.

    In der Bedienungsanleitung findet sich dazu leider nicht allzu viel. Reperatur-Anweisung oder Werkstatthandbuch dafür habe ich leider nicht.


    Kann mir da jemand helfen bzw. hat Unterlagen dazu?


    Vielen Dank und Grüße

    Stefan

  • Justfendt

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Moin moin,


    der Motor ist ein Dieselmotor, da gibt es keinen Zündzeitpunkt zum Einstellen. Der zündet von selbst.


    Was man einstellen kann, ist der Förderbeginn der Einspritzpumpe abhängig zur Kurbelwellenstellung. Der ist ab Werk mit 27-29° vor dem oberen Totpunkt des jeweiligen Kolbens angegeben*, wenn der Motor auf 2000 U/min Nenndrehzahl eingestellt ist. Das ist eine Arbeit, die schon etwas Fachwissen erfordert, man sollte wissen was man da tut und die Zusammenhänge im Motor kennen. In der Bedienungsanleitung ist diese Arbeit mit beschrieben, wenn du sie hast, kannst du dir das schon mal durchlesen.

    Auch kann man mal die Einspritzdüsen auf Spritzbild und Öffnungsdruck überprüfen, der sollte 125 bar betragen.


    Wie kommst du denn auf die Annahme, dass da etwas nicht passt?


    MfG

    Fabian


    *Vorsicht, der unmittelbare Vorgänger AKD12, ansonsten technisch weitgehend gleich, hat hier deutlich andere Werte für den Förderbeginn!

  • Moin,


    mir ist bewußt, dass der Begriff Zündzeitpunkt bei einem Dieselmotor etwas irreführend ist. Ich habe ihn gewählt, weil er so auch in der Betriebsanleitung für den Motor so verwendet wird.


    Laut Betriebsanleitung gibt es 2 Einstellmöglichkeiten für die ESP:


    Kapitel VIII Instandhaltung Abschnitt 2d "Einstellen der Einspritzpumpe":

    Hier wird die Einstellung des Förderbeginns beschrieben über Wegnehmen oder Beifügen von "Ausgleichsplatten"

    Das ist m.E. ausreichend in der BA beschrieben.


    Kapitel VIII Instandhaltung Abschnitt 2e "Anleitung zur Verstellung des Zündpunktes":

    Hier wird das Einstellen des Zündzeitpunktes durch Einstellung des Einspritznockens beschieben.

    Allerdings ist in dieser BA nur beschrieben, wie man den Nocken auf ein anderes Loch in der Scheibe verstellt, aber nicht, wie die richtige Einstellöung ermittelt werden kann.


    Daher auch meine Frage nach Reperatur-Anweisung oder Werkstatthandbuch.


    Grüße

    Stefan

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  • Moin,


    das grundsätzliche Messen des Förderbeginns beispielsweise mittels der Überlaufmethode ist universell für verschiedene Motoren anzuwenden.


    In der Bedienungsanleitung ist doch ausführlichst alles beschrieben:

    - Wie man den Förderbeginn mit der Einspritzpumpe über Beilageplättchen einstellt

    - wie die Daten abhängig von der Nenndrehzahl des Motors sein sollten

    - wie man den Förderbeginn ohne Spezialwerkzeug überprüft

    - wie man die Verstellung des Nockens nutzt

    - um welchen Wert die Verstellung des Nockens den Förderbeginn verändert


    Dass nach dem Verstellen des Nockens der Förderbeginn noch wieder geprüft und mittels Beilageplättchen eine Feineinstellung erfolgen muss, versteht sich doch von selbst.

    Ich verstehe nicht, was dir jetzt noch fehlt?


    Dass die AKD112 teilweise ein recht hartes Verbrennungsgeräusch haben, ist dir bekannt?

  • Zitat

    Dass die AKD112 teilweise ein recht hartes Verbrennungsgeräusch haben, ist dir bekannt?


    Das kann ich voll und ganz von meinem D90H betätigen. Der "knallt" ganz ordentlich für so einen kleinen Einzylinder - und Du hast gleich zwei davon ... .

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

  • Obendrein sei noch gesagt, dass sich der Förderbeginn nicht mal eben verstellt und plötzlich falsch sein kann.

    Da muss schon wer unqualifiziert am Motor herum schrauben, um auf den Wegen die in der BTA beschrieben sind unwissentlich den Förderbeginn zu verstellen.


    Nur weil er hart klingt, muss das nicht falsch sein.

    Ich hab hier mehrere MWM Direkteinspritzer die sich überhaupt nicht sanft anhören, ganz original ab Werk. Bei einem davon musste ich den Einstellpfusch des Vorbesitzers selbst beheben und die Steuerzeiten sowie den Förderbeginn nach Werksangaben einstellen.


    MfG

    Fabian

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  • Hallo,


    erst mal vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mich jetzt noch mal durch meine schon sehr unleserliche Kopie der Betriebsanleitung gearbeitet und schaue jetzt durch.


    Ich habe den Traktor noch nicht lange und mir kam das Geräusch schon sehr extrem vor. Zudem lässt das Kaltstartverhalten zu wünschen übrig. Bei den Temperaturen jetzt gehtes aber unter 5°C tut er sich schon schwer.

    Ist übrigends ein Renault N72 Bj. 63.


    Erfahrung mit Dieselmotoren habe ich bereits über die Jahre mit unseren Oldtimer LKWs gesammelt, mit Motoren von MAN und KHD.


    Grüße

    Stefan