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Gutbrod 1050 - abwegiges Bastlerprojekt (Motortausch)

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    Guten Morgen,


    Ich bin ganz neu hier im Forum weil ich ein altes Schätzchen in der Garage meines verstorbenen Opas gefunden habe und es gerne wieder herrichten würde. Ein alter Gutbrod 1050. An sich kann ich jedoch nichts mit dem Kleinen anfangen, deswegen wollte ich einfach mal etwas verrücktes probieren. Meint ihr man bekommt einen stärkeren Motor in den Kleinen um ihn auf 35 bis 40 km/h hoch zu bekommen oder macht da jedes Einzelteil im Getriebe nicht mit? (Zahnräder und ähnliches können auch alle ersetzt werden) . Außerdem würde mir eine Empfehlung für einen Motor entgegen kommen. Ich hätte einen 30PS Kandidaten ausprobiert, aber ich bin leider selber nicht ganz in diesem Element, also wollte ich erst einmal hier fragen ob dieses Projekt unmöglich oder einfach nur verrückt ist, denn letzteres würde mich nicht abschrecken.

    Vielen Dank für schnelle Antworten im Voraus.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lasse

  • Meint ihr man bekommt einen stärkeren Motor in den Kleinen um ihn auf 35 bis 40 km/h hoch zu bekommen oder macht da jedes Einzelteil im Getriebe nicht mit?

    Moin Lasse, willkommen im Forum. Die Frage erübrigt sich, denn der Gutbrod hat werkseitig 12PS und fährt Vmax. 15 km/h. Du willst die Leistung und Geschwindigkeit verdreifachen. Was meinst du was das Getriebe davon hält? Der schöne Kleintraktor tut mir jetzt schon leid. :rolleyes:

  • Das stimmt allerdings. Für den Gutbrod gibt es sicherlich auch nicht viele Teile um das Getriebe zu festigen und zu stärken. Gehe ich da recht in der Annahme?


    PS: Danke für die super schnelle Antwort ^^

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  • Da möchte ich Justfendt gerne zustimmen: Ich hatte früher einen Deutz F2L/612 (?) mit immerhin 18 PS. Den musste mir der Nachbar mal in die Werkstatt abschleppen, weil einer der Kipphebel runter in die Ölwanne gefallen war (!). Also Abschleppstange her (immerhin kein Seil), eingehängt und los ging's: Der Nachbar wollte natürlich zeigen, was in seinem Schmalspur drinne steckt und fuhr auf der Landstraße seine vollen 40 km/h aus. Hinten vergingen mir Hören und sehen! Der Traktor war fast nicht mehr in der Spur zu halten bei der Geschwindigkeit und hatte meine Not, nicht umzuschlagen.


    Mal abgesehen, dass Du beim TÜV wohl schärfste Hürden zu nehmen hättest oder die Versicherung die entstandenen 250 tsd € Schaden an Dich durch reicht, würde ich aufs Schärfste davon abraten.


    Weiß allerdings auch überhaupt nicht, warum Männer sich irgend welche alten Geisen an Land ziehen und die dann unbedingt zu einer gakeligen Gazelle (ist ja eher ein Nashorn im freien Fall) umfunktionieren? Dann holt Euch doch einen Opel Manta oder englischen Spyder und vergrabt da drin das Geld.


    Die ganze Mechanik, Vorspur, Lenkgeometrie, Getriebe und Radlager sind doch überhaupt nicht für solche (Umdrehungs-)Geschwindigkeiten ausgelegt.


    Grüße von Johannes

  • Hallo Jürgen, das mag ja sein. Dein Motor ist leistungs- und gewichtsmäßig einigermaßen in der Klasse des originalen Motors.


    Wenn da aber nun in diesen Kleinschlepper ein 30 PS-Motor rein soll, der idealerweise auch noch viermal so schnell dreht wie das Original, geht das schon arg in Richtung einer Rakete. Abheben geht, Landen auch - aber nur in Stücken.

    Weder die Räder, noch die Bremsen oder auch nur die Achsen sind dafür ausgelegt, Kommt ein Kieselstein im Weg, hebt es dich aus dem Sitz.


    Um das Risiko einigermaßen einzuschätzen, sollte ein grundlegendes technisches Verständnis existieren. Angesichts des "stärkeren Motors" der mehr Endgeschwindigkeit bringen soll, fehlen da noch ein paar physikalische Zusammenhänge bis die Rechnung aufgeht.

    ob dieses Projekt unmöglich oder einfach nur verrückt ist, denn letzteres würde mich nicht abschrecken.

    Unmöglich ist es nicht. Aber ob dir die Gewissheit, dass weder Mensch noch Maschine das Experiment ohne kapitale Schäden überstehen "einfach nur verrückt" vorkommt und dich deshalb nicht abschreckt, musst du selbst entscheiden. Niemand hindert dich daran, dich um den nächsten Baum zu wickeln oder mit dem Kopf voran im Graben zu landen - mit dem Schlepper über dir.



    Dass man mit solch einem Selbstmordgefährt nichts im Straßenverkehr zu suchen hat, dürfte sich von selbst verstehen! Denn in dem Moment würdest du andere in Gefahr bringen, was schon Mutwilligkeit oder Vorsatz bedeuten würde.

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  • Als jemand, der ja eher im Kleintraktor- bzw. Schmalspursektor zu Hause ist, möchte ich von diesem Unterfangen dringend abraten. Da sind die kleinen Schlepper echt nicht für gemacht. Ich bekomme meinen Benziner auch schon mal auf knapp über 30km/h (Vollgas, bergrunter und mit Rückenwind) - da wird das Fahren schon fast gefährlich. Die Lenkung ist bei den Geschwindigkeiten viel zu fragil, Bodenunebenheiten etc. bringen dich sofort aus der Spur, der kurze Radstand und eventuelle Anbaugeräte im Heck leisten dann ihr übriges, um das Fahren zum Höllenritt zu machen.

    Die Bremsanlage ist für die Geschwindigkeiten nicht gemacht. Mitunter kann es dazu kommen, dass die Bremse schon beim langsamen Abbremsen zuschlägt. Sollten die Räder links und rechts dann noch etwas unterschiedlich stark bremsen, dann haut es dich ebenfalls aus der Spur.

    Selbst das Lenken auf absolut ebener Fahrbahn ist bei dem Tempo gefährlich, weil das Übersetzungsverhältnis Lenkradeinschlag / Lenkeinschlag zu direkt ist. Wie gesagt, der kurze Radstand tut dann sein übriges.

    Fahr ihn so schnell, wie es für ihn gedacht war. Entdecke die Magie der Langsamkeit und entschleunige dich. :)

    Gruß, Stefan


    "Kind vom Bauernhof braucht nen Trecker"


    Bungartz & Peschke T8VW
    Bungartz T6
    Bungartz F6

  • ... und erhalte ihn in Opas Andenken so wie er ihn mal angeschafft hat...


    Auch wenn ich es nur von den kleinen Hakos kenne und keinen 1050er habe,
    möchte ich meinen Vorschreibern anschließen, besser original lassen.

    Hakotrac T6 und Hakotrac T8
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