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Diesel Motor vorglühen.

  • Also meinen HAnomag muss man auf jedenfall vorglühen sonst springt er nur sehr schlecht an.
    Den einzige was mir jetzt einfallen würde ist zb der Kramer von nem Kumpel von mir. Der muss nicht vorgeglüht werden, hat aber trotzdem eine Vorglühvorrichtung.
    Der unterschied ist das er eine Direkteinspritzung hat und ich eine Pumpe.
    Kann es vielleicht da dran liegen?

  • Das liegt daran das es verschiedene Bauweisen gibt. Es gibt z.B. Vorkammer- oder Wirbelkammermotor. Diese Motoren haben in der Regel immer eine Vorglüheinrichtung. Dann gibt es noch Direkteinspritzer, die haben oft keine Vorglüheinrichtung, weil sie meistens einfach keine brauchen. Natürlich gibt es auch Wirbelkammermotoren, die besser als ein Direkteinspritzer anspringen.

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  • Ah zu langsam :wink: Ja daran wirds wohl liegen. Der MF 35 hat auch nen Wirbelkammermotor und springt trotzdem gut an. Ich brauche bei dem schwachen Winter hier (max -5C°) eigentlich garnicht vorglühen. Naja vorglühen stimmt auch nicht, der hat nämlich keine Glühkerzen im Kopf, sondern nur ein Flämmkerze im Ansaugtrakt, der die Luft erwärmt. Daran kann man auch erkennen, das dieser Motor in der REgel gut anspringt.

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  • Manche Traktoren brauchen eben ihre Gedenkminute ;)


    Der Eicher eines Bekannten hat auch keine Vorglühanlage, dafür eben diese Starpiloteinspritzung. Der springt bei kälte sehr gut an.
    Der 2-Zylinder Deutz motor vom Kramer braucht einfach gar nichts und springt an.
    Sogar nach 20 Jahren Standzeit lief der nach 2 Umdrehungen ohne Probleme.

  • Also mit Startpilot springt eigentlcih jeder Motor an. Ist halt ne Gewaltlösung, die in den Kriegsjahren entwickelt wurde, um die geschundenen Motor überhaupt am laufen zu bekommen. Das macht aber die Kolben kaputt. Und ist auch sonst nicht empfehlenswert.


    @ferdinant Habt ihr einen Drei- oder Vierzylinder? Der Vierzylinder MF 35 ist nämlich eine Krücke gegen den 3 Zylinder Perkins. Der Perkins hat deutlich mehr Power ist haltbarer und springt halt besser an.

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  • Nö Startpilot gibts ja auch heute noch. :wink: Aber ist halt sehr schlecht für den Motor. Besonders fürn Diesel. Weil das Zeug viel früher zündet geht das halt voll auf die kalten Kolben. :x

  • Also beim lanz ist es so, dass der eine viel geringere Verdichtung hat, als ein normaler Diesel Motor. Dadurch entzündet sich der Treibstoff deutlich schwerer und muss halt beim Glühkopf erst verdampfen, deswegen am anfang auch die Heitzlampe. Gibt es bei den "normalen" Dieselmotoren auch unterschiedliche verdichtungen?

    Schöne Grüße,
    Rainer


    Lanz 7506 Allzweck ('49)
    Lanz 7506 Holzgasrückbau ('42)
    Lanz 1706 Halbdiesel ('55)

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  • Ja, grade bei dieselmotoren gibt es unterschide in der verdichtung, vorkammer /wirbelkammer motoren haben eine andere verdichtung wie ein Direkteinspritzer, hängt auch noch davon ab ob der motor aufgeladen ist
    bei benzinern is der bereich der verdichtun enger weil der motor sonst frühzündet

    Mein Schlepper: IHC 1246 AS mit ein paar modifikationen der Luft und Diesel zufuhr^^

  • Ein Dieselmotor wurde in dem Verdichtungsbereich von 1:12 bis 1:22 festgelegt. Die meisten liegen so zwischen 1:16 bis 1:20. Das große Problem der enorm hoch verdichteten Motoren (ab etwa 1:18) liegt darin, daß ein auftretender Verschleiß an Kolben und Zylinder schneller negativ bemerkbar wird (abnehmende Leistung, schlechteres Anspringen, höherer Kraftstoffverbrauch). Außerdem werden die Lager von Kolben, Pleuel sowie Kurbelwelle stärker beansprucht.


    Man kann die verschiedenen Motoren auch nach Ihrem Arbeitsdruck unterscheiden:


    Ein Lanz Glühkopf ( ist in keinem Fall ein Dieselmotor, auch wenn heute überwiegend Diesel als Kraftstoff benützt wird) mit einer Verdichtung von ca. 1:6 kann auch als Niederdruck- Glühkopfmotor mit Vorkammer bezeichnet werden. Die späteren mit einer Verdichtung von 1:10 können auch noch nicht zur Riege der Dieselmotoren gezählt werden. Hier spricht man vom Lanz -Mitteldruckglühkopfmotor, der zwar nicht mehr mit der Heizlampe vorgeheizt werden, aber immer noch umständlich mit einem Gemisch von Benzin/Diesel und Zündkerze gestartet werden muß (was natürlich auch bei den oben genannten Motoren funktioniert). Der Motor läuft nach dem Anspringen nun solange mit Benzin und Zündkerze, bis der Zylinderkopf auf seiner Oberfläche hin zum Kolben leicht glüht. Es handelt sich hierbei schon um einen Direkteinspritzer. Letztendlich wurde aus dem Glühkopf- Mitteldruckmotor mit 1:10 ein Niederdruck- Dieselmotor mit einer Verdichtung von 1:12, ebenfalls mit Direkteinspritzung. Hier wurde anstatt der Zündkerze eine Glühkerze verwendet und der Motor mußte nicht mehr auf Benzin angelassen und abgestellt werden. Wegem großem Zylinderinhalt wurde beim 40 PS Lanz D4016 sogar zwei Glühkerzen in einem Kopf eingebaut.

  • Normalerweise spricht man beim Lanz auch vom Glühkopf anstatt von einem Diesel. Ein Diesel gilt ja als Selbstzünder, wovon man beim Lanz aber nicht sprechen kann, weil das Gemisch vom Glühkopf entzündet wird.

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  • Das gute am Glühkopf war ja immer seine Kraftsoffunempfindlichkeit. Kann man ja ales durchjagen, was irgendwie Brennbar ist. Wobei die Halb und Volldiesel da meines wissens doch schon empfindlicher waren.
    Aber es gab doch auch Traktoren von Fordson und MF, die erst auf Benzol (?) gestarted wurden um dann auf Petroleum zu laufen, oder wie war das?

    Schöne Grüße,
    Rainer


    Lanz 7506 Allzweck ('49)
    Lanz 7506 Holzgasrückbau ('42)
    Lanz 1706 Halbdiesel ('55)

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