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Eicher ekl15/2 Ölmenge und Öl aus Entlüftung

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    Hallo Gemeinde,


    Hab schon einiges im Forum gelesen.
    Erstmal finde ich es richtig toll das es so etwas gibt.
    Ich dachte ich melde mich auch an weil ich Fragen habe und villt kann ich auch mal jemanden helfen.


    Kurz zu meiner Wenigkeit.


    Ich heiße Patrick bin 30 Jahre alt und komme aus dem Schwabenländle. Als Beruf Servicetechniker für Fräsmaschinen.


    Ich wollte schon immer einen Traktor haben. Als ich 13 war haben wir einen Eicher ekl15/2 in Bayern gekauft. Abgeholt mit Autoanhänger. Es war eine Tour hin und zurück von 8 Stunden aber die Freude machte alles wieder weg. :x


    Nun zu meiner Frage.
    Wir haben letzte Woche einen Ölwechsel gemacht. Ich scheme mich zu sagen der erste seit dem wir ihn haben. Wir sind auch selten gefahren. Das soll aber keine Entschuldigung sein.
    So also altes Öl abgelassen. Spaltfilter gereinigt und Dieselfilter ersetzt. Neues Öl aufgefüllt mit 15w40 für Oldtimer. Ich weiß keine Öl Diskussion. Haben es laut Ölstab auf Maximum aufgefüllt.
    Ich bin dann am Samstag gefahren. Beim anhalten sehe ich ein Öl Fleck. Es tropfte aus der Entlüftung neben dem Ölstab. Mein Herz ist fast stehen geblieben. Ist das normal oder kommt es weil ich das Öl bis Maximum Marke aufgefüllt habe?
    Nach suchen im Internet bin ich auf folgendes gestoßen. Eicher hat die Ölmenge von 6,5 auf 5,5 herabgesetzt. Minimal Marke ist jetzt maximal Marke. Trifft dies auf mich jetzt auch zu.
    Hab gelesen von verschiedene Motoren. Ed1 usw. Laut Internet ist beim Ekl15/2 ein ED1a Motor eingebaut. Ich kann bei meinen nur Ed1 lesen. Kann das sein.
    Also im Brief steht Eicher Ekl15/2 Baujahr 1955 18555. Glaub 18555 ist Stückzahl vom Motor oder?


    Kann es sein das weil ich das Öl auf Maximal Marke aufgefüllt habe, Öl aus Entlüftung tropft.


    Es tropft auch ein bissle am Öl Luftfilter. Denk das ist normal oder?.


    Muss ich jetzt das Öl ablassen bis minimal Marke. Wenn ja wo und wie am besten. Warum hat Eicher es damals geändert?


    Ich hoffe es kann mir jemand helfen.


    Gruß Patrick

  • Im Brief sollte die Fabriknummer der Traktors stehen und die Motornummer. Zwei paar Stiefel, die Motornummer sollte zudem irgendwo im Block (rechts unter der Lüfterwelle vielleicht) eingeschlagen sein.


    In der offiziellen Eicher-Mitteilung heißt es: ED1, ED1b, ED1d und ED1e. Welchen du hast sollte auf dem Typenschild eingeschlagen sein.


    Die Änderung der Ölfüllmenge tritt ab Mot-Nr. 25524 in Kraft, alles danach sollte den "neuen" passenden Messstab haben, alles davor den alten, bei dem dann Min = Max ist.


    Wenn du sicher gehen willst: Öl rauslassen und mit Messbecher wieder 5,5 Liter einfüllen, dann siehst du auch wie weit das Öl laut Messstab steht und du weißt Bescheid.


    In der TM steht übrigens noch dass die Menge von 7ltr. auf 5,5ltr. reduziert wird, und dass ein Ölwechsel ab dann nach 100h statt bisher 150h notwendig ist und das unbedingt einzuhalten sei! ;)


    Gruß,
    Andi

  • Hallo Patrick,


    und wenn Du keine Ölduskussion willst, sind wir jetzt schon am Ende.


    Da gehört 20W-50 rein.


    15W-40 ist kein Oldtimeröl. Niemals. Egal, was draufsteht. Entweder es ist 15W-40 oder die Karre in die Du es einfüllst ist kein Oldtimer. Vom Motorkonzept her.


    In manche Oldtimer kannst Du es trotzdem einfüllen. So windige Einzylinder wie der Porsche Junior sind zu schmalbrüstig um mit "richtigem" Öl fertig zu werden. Da kann man es reintun. Ein ED1-Motor braucht aber was richtiges.


    Und dann machst Du das Plättchen in der Kurbelgehäuseentlüftung sauber. Aufschrauben, mit Bremsenreiniger alles spülen. Bei jedem Ölwechsel. Und Ersatzplättchen bereit halten. Gibts in Ganacker. Beim Einbau prüfen, in welche Richtung es durchlässt. Dünnes Rohr in den Mund stecken und saugen und pusten. Da es eine Entlüftung sein soll, die dazu da ist, den Überdruck gezielt abzulassen, solltest Du beim Saugen "Durchgang" haben. Es wird trotzdem nie ölfrei werden. Systembedingt.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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  • Waaas? 7,5 l? Ich füll mit Filter 5,5 rein. Und den Filter füll ich vor dem Einbauen voll, damit es beim Starten nicht an Druck oder Menge fehlt.


    Das billigste 20W-50 ist gut genug. Ich nehm das Divinol vom Bauernparadies.


    Gruß
    Michael

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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Hi Michael


    Jap haben so ungefähr 7 Liter reingekippt. Bis halt Maximum am am Ölstab. Wie es sich eigentlich gehört.
    Bis ich halt im Internet gelesen hab das Eicher es reduziert hat.
    Es wird am Wochenende korrigiert.


    Gruss Patrick

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  • Moin!
    Aber bitte ein mineralisches 20W50! Das teil- oder vollsynthetische ist noch schlimmer als das 15W40.


    Chereeo

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

  • Ich nochmal...
    Sehr wahrscheinlich liegt es an der Kompression bzw. am Verschleiß. Sind Kolben, Zylinder und/oder Kolbenringe am Ende, baut sich zuviel Druck im Kurbelgehäuse auf, der dann stark durch die Motorentlüftung geblasen wird.
    Eine Kompressionsmessung gibt Klarheit!


    Chereeo

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
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    MAN 2 K1
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    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
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    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

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  • Ich glaub, das kann so nicht sein, beim Einzylinder. Da hier durch die anderen Kolben kein Ausgleich stattfindet, ist im Kurbelgehäuse immer Sturm. Und grad bei dem Riesentopf (im Verhältnis zu den anderen Kleintraktoren) vom ED1.


    Gruß
    Michael

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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Hallo Traktorfreunde,
    ich kann über die Motornummer zwar feststellen welcher Peilstab in einen Eicher herein muß, kann aber nicht feststellen ob der der drin ist der Richtige ist. Es gibt doch bestimmt eine Längenangabe für den richtigen Peilstab. Das wäre das einfachste. Nachmessen und man weiß ob man den passenden Peilstab und so auch die richtige Ölmenge drin hat.
    Betrifft mich auch.
    Gruß
    Ralf

  • Ich kann mich dunkel erinnern, schon mal im Forum eine Peilstabmessung veröffentlicht zu haben. Sucht bitte mal. Ich such derweil mal meine Bilder durch.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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  • Sodele, jetzetle.


    Da alles irgendwie im Nirwana verlaufen ist, hab ich mal ein Bild gemacht:


    [Blockierte Grafik: http://lh3.googleusercontent.com/-w-2JlJmQqfE/VcskvvvRvpI/AAAAAAAAFOY/cOaHLn7ntNs/s567-Ic42/oelmessstab_ed1.jpg]


    Alle Klarheiten beseitigt?


    Ich denke, auf ein paar mm hin oder her kommts net an, wenn die gleich um einen Liter reduzieren.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Danke Michael, ich geh mal schwer davon aus, dass das für alle ED1 gilt, auch den ED1a im EKL15, der in der TM aber nicht aufgeführt ist? Da wird es wohl kaum andere Blöcke gegeben haben.


    Gruß,
    Andi

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  • Ich möchte mich mal in die Ölsortendiskussion einmischen.


    In meiner Betriebsantleitung von meinem EM 300 steht im Sommer SAE 20 und im Winter SAE 10. Daher habe ich nund ein 10W20 genommen.
    Passt das, oder warum sprecht ihr immer vom 20W50 ?

    Eicher Königstiger EM 300 Baujahr 1961
    Eicher Puma ES 201 Baujahr 1964


    Eicher Zwei-Schaar Wendepflug AG50
    Eicher Pagri Kartoffelroder

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  • Ob man von 10er und 20er Öl auf 10W20 schließen kann bezweifle ich ein bisschen, such nach Viskositäten bei 0, 40 und 100°C und vergleiche, dann hast du einen Anhaltspunkt.
    Aber x Leute werden dir zu y Viskositäten raten, entweder auf so eines umsteigen oder das 10W20 riskieren, dann gibts noch eine Meinung mehr. ;)

  • Moin!
    Da gibt es endlose Diskussionen über das richtige Motoröl in jedem Forum, in dem Motoren vor kommen. Das Problem wird nirgends vollständig gelöst.
    Ich wollte es auch mal genau wissen. Habe mir Datenblätter vom 15W40 von verschiedenen Öllieferanten besorgt. Das Öl auch. Öl aus Bayern, Öl aus Holstein. Öl mit Datenblatt was schon seit 10 Jahren bei mir verschlossen rum steht. Dann hatte ich einen Ingenieur, der bei der Qualitätssicherung in einem grossen deutschen Automobilkonzern arbeitet und Oldies selbst hat. Gemeinsam haben wir "geforscht".
    In den Datenblättern sind die angegebenen Viskositäten bei allen 15W40 bei 20 und bei 100 Grad gleich.
    Giesst man aber jedes Öl durch einen verengten Trichter bei Raumtemperatur und misst die Zeit die eine bestimmte Menge dafür braucht, gibt es gewaltige Unterschiede. Die Bayern und mein altes Öl haben am längsten gebraucht ( = zäher??? ).
    Und daher kommen die ganzen Diskussionen, weil bei einem bestimmten definierten Öl mit gleichen Angaben in den Datenblättern erhebliche Unterschiede in der Praxis sind. Nur kann man die an nichts vergleichen. Das ist der Mist! Sie sind einfach in der Grundauslegung total anders.


    Wir konnten in den Datenblättern keine Unterschiede erkennen. Ölfirmen haben auf Nachfrage nicht reagiert. Dumm das.
    Tja - bleiben nur die Erfahrungswerte. Und da ist jeder in seiner Gegend mit seinem Öllieferanten der ungewollte Forscher.
    Ich würde immer sagen: "nimm das, was der Hersteller verlangt" - nur muss es so noch lieferbar sein...


    Genau deshalb sind viele beim mineralischen 20W50 hängen geblieben.


    Chereeo ( Dirk )

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...