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Hanomag Brilliant 701 Bremse rechts blockiert nach dem Bremsen.

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    Hallo erstmal,


    ich habe ein Problem mit einem Hanomag Brilliant 701 und zwar blockiert die Bremse hinten Rechts teilweise nach dem Bremsen.

    Wenn man einmal ruckartig anfährt oder rückwärts fährt löst sie sich wieder.


    Die Bremsen wurden vor ein paare Jahren bei einem LaMa neu gemacht, ungleichmäßig zogen sie trotzdem danach. Teils hatte wir es auch das man etwas Pumpen musste damit der Bremsdruck wieder kommt.


    Aber seit dem sie ab und zu Blockieren kommt das nicht mehr vor.

    Der LaMa meint es würde an den Asbestfreien Belägen liegen was ich aber etwas bezweifele.


    Soviele Werkstatthandbücher gibt es ja dafür nicht.



    Grüße Pascal

  • Justfendt

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo Pascal,


    wurden damals denn nur die Beläge getauscht, oder auch die Automaten?

    Was Du beschreibst klingt für mich nach eingelaufenen Kugelbahnen und / oder defekten Kugeln

    in den Automaten, die beim Bremsen auseinandergedrückt werden.

    Die "haken" dann, und dann blockiert das Rad.

    Hast Du beim Bremsen das Gefühl, dass die Seite, die blockiert sich gar nicht richtig gefühlvoll

    dosieren lässt, sondern die Bremse regelrecht reinknallt?


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

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  • Das solch ein Problem hatte ich an meinem Robust 901 auch. Teils ruckartig gewesen und hat geknallt. Liegt an schlecht funktionierendem Automat. Meist passiert das, wenn die Federn ermüden bzw. die Kugeln schmutzig und trocken/rostig sind. Ich hab alles gereinigt und dünn mit Kupferpaste konserviert. Funktioniert inzwischen super.


    Empfehlenswert ist auch regelmäßig die Bremsflüssigkeit zu wechseln.

  • Wie kommt man an den Automaten ran ?

    Bei IHC habe ich das schonmal gesehen, da hat man ja den Kasten vor der Achse abschrauben beim Hanomag ist dort ein ähnlicher.

    Kann man diesen einfach abnehmen und sich das ganze mal anschauen ? oder muss man was beachten.

    Leider gibt es ja kein Handbuch wo man alles erlesen kann wie beim MF.

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  • Moin,


    Bremsen sind sicherheitsrelevante Bauteile, Arbeiten daran sollten nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden!


    Einfach mal gucken ist nicht. Und dass nach deinem ersten Versuch mit der Instandsetzung durch einen Landmaschinenmechaniker keine Besserung eingetreten ist, zeigt doch dass das nicht trivial ist.


    MfG

    Fabian

  • Ok ja ihr habt recht, vieleicht hab ich ich euch zu wenig Infos gegeben über meine Wenigkeit.


    Ich bin mir der Relevanz durchaus bewusst und arbeite grundsätzlich nur so weit wie ich mir 100% sicher bin.

    Ich habe ursprünglich mal Mechatroniker gelernt und bin dann aber umgesatteltelt.


    An Autos mache ich so ziemlich alles was nicht Spezialmaschinen benötigt (Richtbank oder sowas) auch Bremsen oder Lenkung.

    Werkstatt-technisch bin ich sehr gut ausgestattet und verlasse mich lieber auf meine Drehmomentschlüssel statt meinem Gefühl.


    Wie bereits beschrieben habe ich schon einmal bei einem IHC gemeinsam mit dem Besitzer den Automaten und die Beläge getauscht, ich sammele aber gern vor beginn der Arbeiten so viele Infos wie es nur geht damit ich nicht mitten drin da stehe und denke "Mist".


    Wenn ich das ganze schon einmal auf haben würde dann würde ich auch direkt eine komplette Überholung aller Teile machen die notwendig ist.

    Sprich falls der Automat gefressen hat direkt einen neuen rein mit passendem Fett.


    Und ja Fachwerkstatt, hmm sehr schweres Thema das letzte mal hat es 1800€ gekostet und danach war es noch schlimmer..sehr schwer eine zu finden die weiß was sie macht. Ich habe leider fast nur schlecht Erfahrungen gemacht mit Fachwerkstätten, VW hat bei meinem Auto schon zwei mal die Entlüfterschrauben nicht wieder richtig geschlossen.


    Wie viele machen denn in der Traktor-Szene ihren Traktor komplett selbst wieder fit ? Das ist doch das spannende daran, aber ja man muss seine Grenzen kennen.


    Zu euren Fragen:


    Damals sollten nur die Beläge getauscht worden sein, eben auf aktuelle normale ohne Asbest wie früher.

    Ich hoffe das man danach die Bremsen nen eingestellt hat so wie es sich gehört.


    Die Bremse zieht minimal mehr auf einer Seite und fühlt sich etwas hakelig an.

    Die Einzelradbremse ging leider noch nie, der Hebel der dafür vorgesehen ist sitzt fest und bei dem Neupreis(ca.1800€) lass ich die Finger davon brauch ich auch nicht. Sonst könnte ich mal jedes Rad für sich testen.



    So kann mir jemand meine Frage beantworten ?


    Schöne Grüße

    Pascal

  • Hallo Pascal,


    im Normalfall würde ich ja sagen, dass ist ein klassischer Fall von Gewährleistung.

    Ab mit dem Hanomag in die Werkstatt, die das gemacht hat und auf Nachbesserung pochen!


    Allerdings vermute ich hier stark eingelaufene Kugelbahnen bei den Automaten als Ursache.

    Falls das natürlich zutrifft, ist auch nichts mit Gewährleistung, eine Fachwerkstatt hätte das aber

    beim Austausch der Beläge erkennen müssen und Dich dann darauf hinweisen!


    Was nützen nur neue Bremsbeläge, wenn auch die "Gegenstücke" ihre Lebensdauer erreicht haben?


    Gruß, Jörg.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fahr D90H 1956

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  • Das ist eben das Problem der Besitzer hat damals so die Nase voll gehabt das er nix mehr davon hören wollte..


    Ich werde am Wochenende die Bremsgehäuse mal abnehmen und mir den Bremsautomaten anschauen. Und im Zweifel kommt wie besagt alles neu dafür benötigen wir den Traktor zu oft auf dem Hof.

  • Alles mal sauber machen und feststellen was da Sache ist. Habe bei dem Modell noch keine eingelaufene Laubahnen gehabt. Bei mir war es nur fehlende Gängigkeit, mehr nicht. Aber erstmal prüfen...

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  • Sind das eigentlich "nasse" Bremsen bei dem Brillant oder trockene ? Irgendjemand hat mir mal erzählt sie wären im Ölbad aber so sicher bin ich mir da nicht.


    Super danke, wir sind leider noch nicht dazu gekommen letztes Wochenende weil meine Bremsen am MF vorang hatten.

    Die nächsten zwei Wochen hab ich Homeoffice dann werde ich mich mal ans Werk machen.



    Hat jemand das

    Buch ? : Technische Einzelheiten und Instandsetzungshinweise

    Granit 500 E, Brilliant 600, Brilliant 700, Robust 900


    Der 701er ist ja eigentlich bis auf ein paar PS baugleich zu dem 700er oder ?


    oder lieber den Ersatzteilkatalog hernehmen ?

  • Moin,

    nasse Bremsen hat der B 600 nicht! Der Hinweis wurde mal in einem HANOMAG Buch so abgedruckt!

    Im Buch Technische Einzelheiten und Instandsetzungshinweise Granit 500 E, Brilliant 600, Brilliant 700, Robust 900

    steht auf Seite 16 nur "hydraulisch betätigte Mehrscheibenbremse an der Ritzelwelle".

    MfG.

    W M

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  • Mein Vorgehen an der Bremse:


    1. Reifen ab

    2. Differenzialsperre rein und sichern, muss man das beim Hano auch so machen ?

    3. Bremshebel demontieren, Differenzialhebel aushängen.

    3. Bremskasten abschrauben.

    4. Beläge prüfen, Automat reinigen und schmieren.

    5. Alles wieder mit etwas Bremsenpaste auf der Welle montieren.

    6. Alles wieder montieren und Rad dran.

    7. Bremsen einstellen.


    Habe ich dabei irgendwelche groben Fehler ?

  • Diffsperre muss nicht rein, wieso das? Zumal die entsprechende Schaltung eh weg muss.

    Schmieren aber nur leicht mit Kupferpaste. Alles andere bringt auf Dauer nichts.


    Sehe keine groben Fehler. Alles andere ergibt sich eh am Fahrzeug.

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  • So hat alles wunderbar geklappt bis zu Mutter der Differenzialbetätigung.

    Wie kriegt man diese ab?


    Ansonsten kann ich die Scheiben und den Automaten nicht von der Welle nehmen.


    Klar ist Wasser im Gehäuse gewesen und einiges angerostet.


  • ...da hilft nur Eines!

    WD40-Vorbehandlung, anheizen bis das Material sich dehnt und dann mit Stemmeisen und Fäustel ab.

    Was anderes wirst nicht machen können. Die Nutmutter bekommst leicht neu.


    Liebe Grüße,

    Sam

    Eicher ES201(+ ein bisserl 202), EKL15/II, ED310f, EM200L