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Güldner AZK Drehzahlregler defekt ?

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    Guten Abend zusammen,


    ich habe mit meinem Güldner AZK ein Drehzahlproblem und obwohl ich schon viel hier gelesen habe im Forum kann ich es mir nicht ganz erklären.

    Ich versuch das mal mit meinen Worten zu erklären bitte um Rücksicht falls ich irgendwelche Begriffe durcheinander bringe.


    Verbaut ist ein 2KN Motor mit 14PS folgender Sachverhalt:

    Wenn ich den Güldner Starte so wie in der Betriebsanleitung steht (Handgas 3/4, Knopf an der Einspritzpumpe drücken, vorglühen, starten)

    Dann Läuft der Motor Drehzahl steigt. Wenn die Drehzahl sich erhöht und ich nehme das Gas weg regelt er die Drehzahl runter und läuft im Standgas.


    So wenn ich nun wieder den Handgashebel auf voll Last stelle Dreht der Motor hoch allerdings beim zurückstellen auf Standgas bleibt die Drehzahl oben.

    Ich habe sogar das Gefühl das er minimal die Drehzahl weiter erhöht. Ich bring die Drehzahl nur runter wenn ich mittels Handgas auf 0 Förderung stelle.


    Dann kommt zwar die Drehzahl wieder runter doch wenn den Handgashabel auf Standgas stelle, steigt wenn auch langsam die Drehzahl von alleine wieder.

    Ich habe ein Video davon gemacht um es sich besser Vorstellen zu können.

    Bei dieser Aufnahme ist mir folgendes aufgefallen :


    Der Güldner läuft im Standgas und erhöht langsam die Drehzahl selbstständig. Wenn ich jetzt die Kupplung betätige, beruhigt sich die Drehzahl wieder wie kann das sein ?:mist!:


    Ich war Gedanklich beim Fliehkraftregler das hier etwas hängen würde aber jetzt das Phänomen mit der Kupplung da bin ich ratlos.


    An was könnte das liegen ?

    Gasgestänge habe ich schon überprüft da ist alles leichtgängig.


    Kann ich die Aufnahme irgendwie ins Forum stellen ? Bilder kann ich aber eine Aufnahme mit MP4 Format geht das auch ?


    Danke schon mal für die Hilfe.


    Gruß Christian

  • Hallo

    Das wenn du die Kupplung trittst die Drehzahl runter geht ist normal, da der Schlepper zum Kupplungsfinger betätigen einen Grafit-Ring verbaut hat.

    Hast du den Traktor schon Mal richtig gefahren? Bei meinem AZK hatte ich durch eine Lange Standzeit das gleiche Problem, nach ein paar Betriebsstunden lief er wieder ganz normal.

    Gruß Alex

    Wer klug ist, wer gut rechnen kann, der schafft sich einen GÜLDNER an!

  • Moin Alex,


    nein bin Ihn am Wochenende nur Kurz ums Haus gefahren. Und auch sonst habe ich Ihn nur vor der Garage laufen lassen.

    Das mit der Standzeit könnte natürlich sein, bei meinem Kumpel war er schon ca.5 jahre gestanden und davor wahrscheinlich auch etliche Zeit. Ich muss sowieso zu TÜV wegen der "Vollabnahme " da werde ich danach mehr wissen bzw. ob eine Verbesserung eintritt


    Danke für die Antwort.


    Viele Grüße Christian

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  • Moin Christian,

    das ganze wird höchst wahrscheinlich wie schon vermutet aus der langen Standzeit resultieren. Der Regler wird nur durch Spritzöl der Kurbelwelle mit geschmiert. Das verharzt bei längeren Standzeiten.

    Spritleitungen und Gestänge abbauen, dann kannst Du den Regler samt Pumpe runter nehmen. Da kannst Du nichts verstellen oder falsch machen. Mit Diesel oder Benzin auswaschen und alles nachher mit sauberen Öl schmieren. Schau dir dabei genau die Gewichte und die Regelhülse an ob sie leichtgängig sind. Die Regelhütte hat vorn auch ein kleines Drucklager was Du auch kontrollieren solltest.

    Und am besten dem Motor auch einmal sauberes Öl spendieren.


    Gruß Sven

    Meine Schlepper

    Güldner A20 Baujahr 1940

    Güldner AFN Baujahr 1953

    Güldner ADN Baujahr 1959

    Güldner G45AS Baujahr 1968


    :trecker6:

  • Moin Sven,


    danke für die Antwort.

    Sorry das ich mich jetzt erst melde aber ich bin nicht jeden Tag im Forum.

    Das mit dem verharzen habe ich mir auch schon gedacht, hatte aber etwas bammel vor den abschrauben des Reglers.

    Aber so wie Du das schreibst das ich da nichts verstellen kann, sollte das kein Problem sein.

    Also dann werde ich mal anfangen zu schrauben.


    Gruß Christian

  • Hallo,

    ich habe jetzt den Regler abgeschraubt und grob gesäubert. Da war schon viel alter Schmotter drin und jetzt lässt sich schon die Mechnik leichter bewegen.

    Allerdings kommt mir etwas komisch vor. Ich habe ja schon gelesen wie die Einspritzpumpe funktioniert mit dem Kolben der Verdreht wird um so von Voll last

    auf Nullförderung gestellt wird.

    Wenn ich jetzt aber den Reglerhebel außen bewege dann verschiebt sich innen ja eine "Hülse" allerdings drückt die nur bei dem letzten Zentimeter auf die Einspritzpumpe um dort auf Voll Last zu stellen. Vorher ist da kein Widerstand fehlt da eine Verbindung zwischen Einspritzpumpe und der Hülse ? Oder Regelt sich das anders ? Im Bild habe ich mal die besagte Hülse gelb eingekreist .
    Würde gerne die technischen Zusammenhänge verstehen.


    Gruß Christian


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  • Hallo Christian,

    Ich hoffe dass ich das jetzt richtig erklären kann, am Objekt ist es wesentlich einfacher.

    Es ist richtig wie du das beschreibst. Du bewegst das Gasgestänge Richtung Vollgas und erst im letzten kommt die Pumpe mit. Den Rest machen die Fiehgewichte.

    Nehme dir Mal eine Druckluftpistole zur hand und bringe das Zahnrad auf Touren, dann siehst Du wie das ganze so h hoch regelt.

    Gruß Sven

    Meine Schlepper

    Güldner A20 Baujahr 1940

    Güldner AFN Baujahr 1953

    Güldner ADN Baujahr 1959

    Güldner G45AS Baujahr 1968


    :trecker6:

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  • Hallo Fabian,


    ja das dachte ich mir auch aber ich sehe nichts. Kann es sein das noch eine zweite Stange parallel zu dieser läuft die ich nicht sehe bzw. verbaut ist ?

    Nach meinem Verständis ist die "sichtbare" Stange für die Vollförderung und die Verbindung zum Fliehkraftregler.

    Ich schau mir heute nochmal die Expolsionszeichnung von der Betriebsanleitung an, vieleicht wirds dann klarer.


    Gruß Christian

  • Hallo,


    jetzt habe ich den Regler ja gereinigt und wieder angeschraubt und angeschlossen. Doch leider hat sich nur eine minimale Verbesserung gezeigt.

    Wenn der Güldner im Standgas läuft und ich gebe etwas Gas, dann dreht er hoch und man merkt wie der Fliehkraftregler die Drehzahl "hält".

    Allerdings wenn ich Vollgas gebe, und danach das Gas runter nehme, läuft er genau so weiter. Erst durch betätigen des Abstellhebels am Regler beruhigt er sich merklich.


    Nach meinem Verständniss, wenn die Drehzahl nicht runter geht dann bekommt der Motor doch zuviel Diesel bzw. wird zuviel Eingespritzt oder ?

    Das die Einspritzpumpe geringe Menge einspritzen muss damit der Motor im Standgas nicht ausgeht ist klar.

    Oder sehe ich das falsch ?


    Gruß Christian

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  • Hallo Fabian, für mich hört sich das so an als ob der Regler nicht mehr in die Ruheposition zurück kommt. Habe das Teil (ähnlich oder Baugleich) auch gerade von meinem 2BS Motor auf der Werkbank liegen. Die Gewichte dürfen sich ausgebaut nur gegen einen starken Federdruck auseinander bewegen lassen. Ich vermute in deinem Fall ist die Feder Nr 36 auf der Explosionszeichnung gebrochen. LG Alex

  • Moin Fabian!

    Also wenn ich das jetzt richtig verstehe bleibt der Regler Quasi hängen wenn du gas gibst, dreht aber nicht selbstständig hoch und nicht runter?

    Dann kann ich mir höchstens noch vorstellen, dass (wie Alex vermutet) eine Feder gebrochen ist, oder irgendwie noch die hülse oder gewichte blockieren.

    Du kannst vorn die zwei Schrauben lösen und das ganze Spiel von Hülse und Gewichte nach vorn herausnehmen. Da würde ich jetzt ansetzten.

    Alles andere wird jetzt schwer... Ferndiagnose hat leider grenzen. Irgendwann muss man davor stehen und das ganze in der Hand haben. ;)

    Gruß,

    Sven

    Meine Schlepper

    Güldner A20 Baujahr 1940

    Güldner AFN Baujahr 1953

    Güldner ADN Baujahr 1959

    Güldner G45AS Baujahr 1968


    :trecker6:

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  • Hallo zusammen,


    Ich habe jetzt den Drehzahlregler nochmal abgebaut und zerlegt aber meines Erachtens nach ist da alles in Ordnung es ist keine Feder gebrochen alle Teile sind leichtgängig.

    Laut Ersatzteilliste ist meine Einspritzpumpe von der 3. Ausführung.

    Was mir aufgefallen ist wenn ich die Regelstange der Einspritzpumpe auf stop drücke und loslasse schiebt sich die Regelstange selbständig wieder auf Volllast.

    Ist das so richtig ? Ist in der Einspritzpumpe eine Feder verbaut ? Es handelt sich um eine PFR2A von Bosch


    Grüße Christian

  • Servus,


    hab zwar keinen Güldner aber einen Hela mit den Steckpumpen PFR von Bosch. Die Pumpen werden über Rollenstössel durch die Nockenwelle angetrieben. Da ist jeweils eine Feder drin, die den Stössel auf die Nockenwelle drückt. Die Einspritzmenge wird über das Reglergestänge gesteuert, welches den Plunger mit der Steuerkante in der Pumpe verdreht. Dadurch wird im Prinzip die Fördermenge pro Hub bestimmt. Dein Problem sehe ich eher im Fliehkraftregler. Beim Hela ist da eine Feder drin, die den Regler auf Nullförderung drückt. Gibt man Gas, dann wird die Feder etwas zusammengedrückt und der Regler verdreht den Plunger in der Pumpe. Es wird mehr Diesel pro Hub gepumpt. Geht man nun vom Gas, dann schiebt die Feder im Regler das ganze wieder auf Nullförderung bzw. das eingestellte Standgas zurück. Wenn diese Feder ermüdet ist und nicht mehr ihren Dienst korrekt tut, dann bleibt der Regler auf Vollast und die Drehzahl geht nicht mehr alleine runter bzw. nur wenn man mit dem Handgashebel nachhilft. Dein Güldner müsste da im Prinzip gleich sein. Feder austauschen oder wieder etwas dehnen und es sollte wieder funzen.


    Gruß, der Bulldogfahrer

  • Moinsen,


    bei meinem Güldner ABS wird die Regelstange der Pumpe durch eine eigene Feder immer in Vollgasstellung gedrückt. Wäre also kein Regler verbaut sondern nur die Pumpe, würde der Schlepper Vollgas geben. Der Regler arbeitet jetzt mit seiner Regelerstange dagegen. Die Fliehgewichte stellen also die Reglerstange auf eine gewisse Stellung und regeln diese. Mit dem Gaspedal drückt man jetzt auf eine Feder im Regler und diese verschiebt die Schiebemuffe der Fliehgewichte.


    D.h. also die Feder der Pumpe muss die Stange immer gegen die Reglerstange drücken.


    Wie gesagt, es ist ein Güldner ABS, allerdings kann ich mir vorstellen, dass das Prinzip hier das selbe ist.

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  • Guten Abend Bulldogfahrer und fourstroker,


    danke für die Antwort.


    Aha :lol: jetzt habe ich das Zusammenspiel vom Drehzahlregler und der Einspritzpumpe verstanden . Dann ist es wie vorher schon von Alex und Sven vermutet wurde, dass tatsächlich die Feder im Drehzahlregler verschlissen ist. Die bringt die benötigte Kraft nicht mehr auf da werde ich wohl eine neue brauchen.


    Danke für die Geduld auch an den anderen Forumsteilnehmer habe mir etwas schwer getan weil ich die Funktion nicht richtig nachvollziehen konnte. Danke :klatsch: jetzt ist es klar.


    Grüße Christian

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