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Kunstharz- oder 2k Lack, das ist hier die Frage!

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    Moin!
    Da ich den ersten Kleinteilen von meinem Güldner nun lansgam schon einen neuen Farbglanz verpassen müsste, stelle ich mir nun die Frage welcher Lack besser geeignet ist. Kunstharzlack oder 2k Autolack? Vorteil vom Kunstharzlack soll ja sein, das er stabiler, Stoßfester und kratzfester sein soll als 2k Lack. Wie sind eure Erfahrungen bei dem Thema?


    Als Ergänzung: Der Schlepper soll nicht nur auf Treffen fahren, sondern auch noch Brennholz aus dem Wald holen, Heu machen etc.


    MfG Dennis

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Also ich verwende ausschließlich Kunstharlacke, diese sind sehr leicht zu verareiten, verlaufen bei guten Lacken sehr gut und so kann man auch durch pinseln gute Oberflächen schaffen aber natürlich auch sehr gut spritzen. Also ich habe jeztt auf meinen Kotflügeln auch Kunstharzlack gespritzt und der glänzt auch sehr gut, also kein Autolack erforderlich und außerdem sind die lackierten Teile nachher meiner Meining viel Kratzfester. Insgesamt ist der Kunstharzlack meien Erfahrungen nach noch leicht nachgibig und nicht so hart wie der Autolack, der ja bei jedem entlangschrammen sofort verkratzt. Außerdem wurde früher auch die meisten Schlepper und Autos dieser Baujahre mit Kunstharzfarben lackiert, also zusätzlich noch originalitäts Punkte für den Kunstharz.

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  • Gut, damit steht die Entscheidung fest. Ich hatte eigentlich sowieso vor Kunstharzlack zu benutzen. Ist einfacher in der Anwendung und günstiger. Ich dachte nur vielleicht hat auch jemand Erahrung mit 2k Lack gemacht.




    Danke für eure Antworten! :wink:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

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  • Hallo,


    Ich habe meinen Eicher EKL mit 2k lackieren (lassen):


    1. Grundierung
    2k Epoxy gespritz. Grosse Teile habe ich machen lassen, kleine und Motor (wg. Gewicht) hab ich selbst gemacht. Kann ich bedingungslos empfehlen!
    Vom mischen der beiden Komponenten mal abgesehen, ist das Zeug super zu verarbeiten. Selbst im Winter (ca. 0 Grad) staubfrei trochen nach kurzer Zeit, gefühle 20-40min.
    Mischen geht super mit speziellen Mischbechern.
    Alles läßt sich super schleifen. Kleine Stellen lassen sich pinseln, ansonsten mit Pistole.
    Habe mir eine kleine Sata mini gekauft, optimal für solche recht kleinen Flächen, kaum Nebel daher auch kaum Sauerei.


    2. Lackierung
    2k Autolack mit anschl. Klarlack, in Autolackierei machen lassen. Sieht alles top aus, ist aber recht stoßempfindlich.
    Die großen Blech-Flächen, wie hintere Kotflügel, Motorhaube, Tank wurden gefillert und sehen natürlich nur gut aus. Da ich noch die Elektrik machen muß und die Felgen gerade beim Lackieren sind, habe ich noch keine Erfahrungen im Alttag.
    Der riesen Vorteil ist die praktisch nicht vorhanderen Trockenzeit, allesding macht mkch die geringe Stoßfestigkeit noch skeptisch.


    Neben der 2KGrundierung, die ich unbedingt wiedernehme, werde ich beim nächsten mal entweder KH-Lack oder den 2K von Oldtimer Jehle (kein Klarlack erforderlich) ausprobieren.


    Ich hatte mich für einen Autolackierer entschieden, da das staubfreie Selberlackieren in der Regel schwierig ist. Auf KH angesprochen hat der Lackierer nur dir Nase gerümpft., was aus seiner Sicht in Anbetracht der Trockenzeiten nachvollziehbar ist.


    Gruss
    Uwe

  • Was für 2k Grund hast du denn genommen? Ich benutze bei meinen Autos immer 2k Epoxy Grundierung. Da geht fast nix drüber was Rostschutz angeht. Außerdem zu empfehlen wenn darauf gspachtelt werden soll.


    Allerdings find ich es lässt sich nicht gut schleifen.





    :wink:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Moin!


    Habe meinen Schlepper mit KH-Lack gestrichen, gestrichen hört sich ja immer
    etwas negativ an.
    Habe mir bei Maler meines Vertrauens hochwertige Farbe und gute Pinsel
    besorgt, er hat mir den Ton angemischt und auch den Grund passend
    dazu mitgegeben.
    Nach getaner Arbeit war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Lack ist
    gut verlaufen und man sieht kaum das es gestrichen ist.
    Es war mir wichtig das ich alles selber machen kann und sich die Kosten in
    Grenzen halten.
    Es ist natürlich eine Sache des Anspruches, da ich aber viel damit bei
    uns im Bruch Holz mache und auch sonst oft damit arbeite
    habe ich die günztige Variante gewählt, würde mich sonst die Krätze
    ärgern wenn ich mir eine Beule oder Schramme in den
    Lach hauen würde.
    Mit der Qualität des Lackes bin ich auch sehr Zufriden bis jetzt
    hatte ich nur zwei mal kleine Kratzer von Ästen die im Weg
    waren und die konnte man gut raus polieren.


    Gruß Norska

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  • Hallo,


    meinen Alldog habe ich 2K lackiert, der ist nur noch Ausstellungs- und Spazierfahrfahrzeug. Die trockenzeit ist natürlich nicht schlecht.


    Die anderen Schlepper die auch noch im Arbeitsleben stehen haben KH Lackierungen bekommen ich nehme dazu immer noch eine Härterverdünnung für den Lack der ist dann auch schnell trocken.


    mfg


    Markus

    Eigene Schlepper:
    Fendt225 GT; Fendt220 GT; Lanz Alldog 1215; Güldner Multitrak; Fahr D135H;
    Fahr D130; Güldner Tessin A2W; Eicher Tiger2 EM235; Eicher Tiger 3008, Eicher Königstiger 3007S
    2x Eicher Schmalspur 3714A; Eicher 3720AS Eicher Mammut 3423S; Deutz F1L514; Deutz 5505

  • Trotz Härterverdünnung bleibt der KH-Lack sehr lange weich.


    Aufpassen, zuviel verkehrt den Effekt ins Gegenteil.


    Aber auf die alten Traktoren gehört nun mal KH.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Also ich hab einen KH-Lack für meine Kotflügel, deram langsamsten trocknet. Der isst erst nach 3 Tagen richtig trocken, aber einen Oldtimer richtet man ja nicht in 2 Tagen wieder her, also daher nicht so viele Sorgen machen.


    "Sieht alles top aus, ist aber recht stoßempfindlich."
    Das ist es, wenn man 2K Lackierung drauf hat ist es eben nicht mehr gut zum arbeiten, wenn der Lack nicht abgehen soll.

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  • Danke für eure Antworten! Ich werde KH Lack benutzen von Erbedol. Hab bis jetzt nur gutes darüber gelesen, und mein Landwirtschaftsladen hat das vorrätig.





    :wink:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

  • Wie ist das aber bei staub wenn man keine lackierkabine hat?


    Wenn das teil frei herum liegt ist es klakum zu erhindern dass es innerhalb der drei tage staubig wird.


    Oder sit der lack bereits nach ein paar stunden oberflächentrocken und braucht 3 tage zum härten?


    Habe gehört das manch ein lack erst nach einem halben jahr seine volle härte und wiederstandfähigkeit bekommt.
    Heist das dass er anfangs extrem empfindlich gegen kratzer sit oder so?

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  • Hallo,


    bin kein Lackierer aber ich kann von meinen Erfahrungen beim KH-Spritzen berichten.
    Mal davon abgesehen, dass dies doch ein Schlepper und kein Hochglanzauto wird, ist das mit dem Staub kein Problem. Man sollte schon darauf achten, dass die Umgebung beim Lackieren und Trocknen so gut wie möglich staubfrei ist. Unter Verwendung von Härter trocknet der Lack relativ schnell innerhalb von ein paar Stunden so das kein Staub mehr haften bleibt. Richtig ausgehärtet ist er meiner Erfahrung nach aber erst viel später, halbes Jahr oder Jahr würd ich sagen. Aber das kommt bestimmt auch auf Menge des Härters und Umgebungstemperatur an.
    Aber wie gesagt, ich bin kein Profi.


    Gruß


    Andy

  • Recht hast Du trotzdem.


    Ich muß auch im Freien lackieren und es war bisher noch immer so, daß Mücken reingeflogen sind. Immer.


    Die kleinen müssen elend im Lack verrecken. Die großen Viecher, die wild um sich schlagen und eine Menge Flurschaden hinterlassen, hole ich mit Zahnarztsonde oder Pinzette aus dem frischen Lack.


    Das muß man hinterher halt auspolieren.


    Wie glaubt Ihr, wurde in den 50er Jahren beim Hersteller lackiert?


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Man sollte immer Werkbänke und solche Sachen abhängen. Dann Wände und Decke mit Druckluft abpusten, dann fußboden nass machen. Unter den Voraussetzungen sollte das für einen Schlepper laaange reichen! :roll:

    Wo Bäche rauschen, Heide blüht, wo dunkle Wälder stehen - dort ist es wo mein Herz erglüht. Oh Heimat du bist schön!

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  • Hallo,


    Stuka Schäden auspolieren ist bei 2 K Lacken wesentlich einfacher als bei Kunstharz.


    Um auf die Frage zurückzukommen, wie die in den 50 er Jahren lackiert haben. Kunstharz, oftmals ohne Atemschutz, und Stukas und Staub blieben einfach drin. Die Maschine wurde dabei vor eine Absauganlage gestellt, die das Gröbste absaugte, raus in die Natur vermutlich ohne Filteranlage. Schade das es keinen Lackierer von damals mehr gibt, den man mal genau fragen könnte...


    2K Lack ist unter Raumtemperatur nach 6 Monaten voll durchgehärtet.
    KH Lack dauert so um die 3 Jahre...


    Beim Lackieren ist halt wichtig, je schneller der Lack staubtrocken ist, desto weniger Staub kommt nach dem Lackieren mit hinein. Hier hat 2 K Lack enorme Vorteile, auch wenn es um den Zeitaspekt geht die Teile nach der Lackierung zwecks Montage anzufassen. Weil wir das aber als Hobby betreiben und uns kein Kunde im Nacken sitzt, ist der Punkt vernachlässigbar.


    Wichtig ist den frischen Lack (6 Monate bis 3 Jahre) nicht gleich mit Palmolive oder Pril zu traktieren. Das Entfettungsmittel darin wirkt negativ auf die Weichmcher im Lack. Auch nicht gleich losbürsten. Erst mit weichem Wasserstrahl (vorsicht bei Hochdruckreinigern, auf kleineste Stufe stellen) den gröbsten Staub und Schmutz abspülen, dann mit Lack pflegenden Mitteln (z.B. Autoschampoo) in Wasser gemischt den Lack einsprühen oder mit wirklich sauberem Schwamm vorsichtig abwaschen. Dann noch mal sanft nachspülen.


    Gruß Gordon

  • Zitat von Rohölzünder

    Schade das es keinen Lackierer von damals mehr gibt, den man mal genau fragen könnte...


    Warum nur? :twisted:


    Nein, ernsthaft, die haben damals schon wild gearbeitet. Aber die Lackiererei im Freien dürften sie bald eingestellt haben. Nicht jedoch die mehr oder minder zufällige Farbmischerei je nach Härtegrad des Wochenendes des Mischlehrlings.


    Zitat von Rohölzünder

    Wichtig ist den frischen Lack (6 Monate bis 3 Jahre) nicht gleich mit Palmolive oder Pril zu traktieren.


    Das sollte man auch nach 3 Jahren oder später nicht. Spülmittel und alle Entfetter sind der Tod jeden Lacks. Auch, wenn es lange Zeit damit gut aussieht und leicht geht.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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