• Hallo zusammen.

    Ich hätte eine Frage zu meinem Eicher EKL 15/2 Bj. 1954.

    Der Eicher wurde vor ca. 10 Jahre von dem 2. Vorbesitzer von mir Restauriert.

    Nun möchte ich ein paar Teile (Stellen) nachlackieren.

    Dazu wäre meine Frage: Welchen Lack benutzt ihr Erbedrol oder Tractol oder ist es egal welchen ich benutze? Wie lackiert ihr mit einer Handrolle oder einer Lackpistole?

    Und welche Grundierung würdet ihr mir empfehlen?

    Beim Lackierist ja wichig das man immer alles anschleift bevor neuer Lack drauf kommt. Wie viele Lackschichten soll ich machen? Und wie weit reicht 1Liter lack 10 m2 oder?

    Vielen Dank schonmal.

    Lg

  • Moin Unbekannter,

    ich bestelle Lack für meine Eicher immer bei Eicher in Ganacker. Top Lackqualität und zu 100% im Originalton. Motorblock, Getriebe etc. kann man sehr gut mit einem guten Pinsel bearbeiten. Blechteile würde ich mit der Pistole lackieren bzw. lackieren lassen. Als Grundierung verwende ich eine hochwertige Marken Grundierung, z.B. von Brillux.

    Generell bei Farbe und Arbeitsgerät nicht am Geld sparen.

    Weisst du denn welche Originalfarbe dein Eicher hatte?

    Gruss Ralf

  • Moin Unbekannter,

    ich bestelle Lack für meine Eicher immer bei Eicher in Ganacker. Top Lackqualität und zu 100% im Originalton. Motorblock, Getriebe etc. kann man sehr gut mit einem guten Pinsel bearbeiten. Blechteile würde ich mit der Pistole lackieren bzw. lackieren lassen. Als Grundierung verwende ich eine hochwertige Marken Grundierung, z.B. von Brillux.

    Generell bei Farbe und Arbeitsgerät nicht am Geld sparen.

    Weisst du denn welche Originalfarbe dein Eicher hatte?

    Gruss Ralf

    Denken sie ich kann auch Lack von Tracrol nehmem.

    Ich möchte gerne selber Lackieren dazu kann ich mir ja für 40 euro eine lackpistole kaufen oder?

    Meines Wissens denke ich das der Eicher grau war. Jedoch will ich ihn wieder blau machen.

  • Weisst du denn welche Originalfarbe dein Eicher hatte?

    Das kann ich dir beantworten: Alpenblau.


    Generell bei Farbe und Arbeitsgerät nicht am Geld sparen.

    Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Es gibt durchaus Gründe, warum bei Farbe die Preisdifferenzen sehr groß sind. Zudem kann ich jedem die Verwendung von 2K nahelegen. Zudem braucht es etwas mehr als nur ne Dose Farbe. Möchtest du mit Pistole lackieren, so ist auch ein Druckminderer mit Wassersabscheider nötig.


    Ich persönlich arbeite mit Grundierfüller von Standox, 2K Lack mit Verdünnung und Härter von Eicher (Farbe, Härter und Verdünnung immer vom gleichen Hersteller beziehen!) und einer Sata-Pistole, zum Nachbessern auch mal ein Pinsel.


    Beim Lackieren ist die Vorarbeit entscheidend für das Ergebnis. Nur auf gut entrosteten und entfetteten Flächen kann man lackieren. Zum Entfetten ist ein Silikonentferner gut geeignet. Lackierst du auf Lack, welcher nicht in den letzten 24h gespritzt wurde, muss dieser angeschliffen werden (400er Papier oder feiner).


    Ordentliches Aufrühren der Farbe oder Grundierung, bestenfalls nicht mit einem Schraubenzieher, ist elementar. Zum Mischen brauchst Mischbecher, das ganze sollte durch ein ED-Schnellsieb in die Pistole.


    Wie man das Ganze dann aufs Blech bringt ist Ansichtssache. Ich spritze erst mit Rundstrahl und wenig Druck alle Ecken aus, danach mit normalem Druck und Flachstrahl den Rest.

    Viele Grüße


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???


    Machen wir uns nichts vor: Saugmotoren haben leider keine Turbolader...

  • Ich wusste das mit der Farbe, ich war mir nur nicht sicher ob der TS es weiß. Daher die Frage an ihn.

    Okey, kann ich vom Internet ein ganz normales Lackpistolen Set kaufen mit Druckminderer. Ist das dann der passende Druckminderer?

    Ich habe noch keinerlei Erfahrung mjt Lackieren...

    Bei Kunstharzlack muss ich ja nichts verdünnen oder.

  • Okey, kann ich vom Internet ein ganz normales Lackpistolen Set kaufen mit Druckminderer. Ist das dann der passende Druckminderer?

    Ob der Druckminderer passt kann ich dir nicht sagen, diese sind in der Regel aber einstellbar. Mit wie viel Druck lackiert werden muss steht auf der Dose, ebenso wird dort angebeben welche Düse du verwenden sollst/kannst. Wie schon gesagt, du solltest auf jeden Fall auch einen Wasserabscheider verwenden.


    Bei Kunstharzlack muss ich ja nichts verdünnen oder.

    Kunstharzlack muss genau so verdünnt werden wie 2K, hier gibt es spezielle Härterverdünner. Auch hier gilt Farbe und Verdünner vom gleichen Hersteller zu nutzen. Untereinander vertragen sich Verdünner und Farbe nicht immer.

    Allerdings ist Kunstharzlack ziemlicher Scheiß. Erstens veranstaltest du damit eine riesige Sauerei weil wirklich alles klebt. Zweitens dauert der Trocknungsvorgang (KH-Lack trocknet durch ablüften) sehr lange, bis du mit den Teilen arbeiten kannst sind schnell 1-2 Wochen vergangen. Drittens ist KH-Lack nicht Ölbeständig.


    2K hingegen ist ölbeständig und trocknet chemisch innerhalb kurzer Zeit ab, nach 24 bis 48 Stunden kann man sogar schwere Teile ohne Probleme anfassen oder montieren.

    Viele Grüße


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???


    Machen wir uns nichts vor: Saugmotoren haben leider keine Turbolader...

  • ich glaube, hier treffen zwei Welten aufeinander...

    Bei einem "Lackierset" aus dem Baumarkt denke ich eher an so eine Air-less Spritzpistole für 28€ ... von Wagner, was der OP sich vorstellt.


    Grüße von Johannes

  • Der Eicher wurde vor ca. 10 Jahre von dem 2. Vorbesitzer von mir Restauriert.

    Nun möchte ich ein paar Teile (Stellen) nachlackieren.

    Moin,


    es stellt sich allerdings auch die Frage, mit welchen Lack der Traktor damals von dem Vorbesitzer lackiert wurde. Sollte es ein Acryl gewesen sein, verträgt dieser sich nicht mit Kunstharz. Das kannst Du an einer nicht sichtbaren Stelle mal ausprobieren. Vor allen Dingen sind die Vorarbeiten auch wichtig, wie zum Beispiel reinigen, Anschleifen etc.


    Grüße aus dem Eicher Norden

    Uwe

  • Drittens ist KH-Lack nicht Ölbeständig

    Wie kommst du darauf. Und womit glaubst du wurden früher und werden auch heute noch weitestgehenst Traktoren oder landtechnik im allgemeinen lackiert. Ja richtig. Mit kunstharzlacken. Ich habe da bei uns auf Arbeit noch nie durch Öl abgelöse oder verfärbte Farbe gesehen. Bei der Zeit des trocknens gebe ich dir durchaus recht. Aber der Vorteil des langsameren Härten bzw. des im Grunde immer etwas „weich“ Bleibens ist das er gegen Schläge nicht so empfindlich ist wie 2k.

    Man muss hier wissen was man will. Ich bin im traktorbreich ehr ein Fan von Kunstharzlacken. Am Auto 2K

  • Hallo zusammen ,


    ich habe meinen D15 mit Erbedol grundiert und Lackiert .


    Zur Grundierung : Hier gibt es einiges zu berücksichtigen .

    Es gibt besonders geeignete Grundierungen für z.B. Aluminium ,

    Zink und so weiter . Man unterscheidet dabei in Aktive und Passive Metalle .

    Auch gibt es verschiedene Farben bei der Grundierungen .

    Rot hat den Vorteil das man sehen kann ob die Schichtstärke dick genug ist .

    Nachteil ist wenn an einer Kante was abspringt das man das Rot sieht ,

    kann man auch als Vorteil sehen . Je nach Standpunkt .

    Auch ist Rot bei roten Fahrzeugen auch die bessere Wahl als das Hell-Grün .

    Das Hell-Grün ist wieder bei grünen Fahrzeugen auch eine gute Wahl .


    Es gibt auch eine Liste der Ralfahrben ( Nummern ) .

    Der Lack ist leicht glänzend , zumindest bei die ich verwendet habe .


    Hier ein Link zum Händler : https://www.werny.de/Landmaschinen/Landmaschinenlack

    Da gibt es gleich eine Seite wo man sich über der Farbe und Grundierung

    sowie deren Verarbeitung informieren kann .

    Videos sinnd auch vorhanden .

    Werkzeug und Ausrüstung bekommt man da auch .


    Die Farbe enthält kein Härter , dafür die Verdünnung .

    Also die Verdünnung nur zum Lakieren verwenden .

    Zwischen 10 und 15 Prozent Verdünnung im Lack , ist auch nach meiner

    Meinung etwas von der Temperatur abhängig .


    Der Nachteil dieses System ist das man eine zusätzlich Verdünnung zum

    Reinigen der Geräte braucht . Die normale Verdünnung ist aber auch

    wesentlich günstiger .


    Bei einen D40L habe ich die Farbe von Asinol lackiert .

    Der Lack enthält da den Härter und man brauch nur eine Verdünnung .

    Von Asinol gibt es auch farbige Rostschutz und Roststoppfarben .

    Über deren Sinn oder Unsinn kann man lange diskustieren .

    Man kann die Grundierung von Eberol auch bei Asinol verwenden .


    Zu den Kosten : Die Günstigste Variante ist die Grundierung von

    Eberol zu nehmen und die Farbe von Asinol . Dazu die günstigste

    geeignete Verdünnung .


    Nach meiner Erfahrung ist die Farbe von Asinol etws dünnflüssiger

    das heißt das man etwas weniger Verdünnung nehmen sollte .


    Wichtig ist aber auch das man immer den richtigen Farbton hat .

    Die gibt es bei Asinol und Eberol nicht immer .


    Das sind meine Erfahrungen dazu .


    Gruß Eckard

  • Moin,

    Ebedol und Asinol Lacke sind meiner Erfahrung nach recht dünnflüssig. Es besteht bzgl. des Fliessverhaltens ein deutlicher Unterschied zu den bei Eicher in Ganacker erhältlichen Lacken. Ich bin ein grosser Freund davon die groben Bauteile eines Schleppers ( z.B. Motor, Getriebe, Kupplungsglocke etc. ) mit einem guten Pinsel zu streichen. Man erreicht eine höhere Schichtdicke und auf dem groben Untergrund ergibt es eine schöne Optik.

    Es habe es schon des öfteren durchgeführt, Blechteile hingegen lasse ich von einem lackieren der was davon versteht.

    Gruss

    Ralf

  • Hallo ,


    heute habe ich mal ein Kunstharzlack einer anderen Marke verwendet .

    Marke Decopro . Eindeutig Dickflüssiger und ließ sich sehr gut mit den Pinsel

    verarbeiten . Die Farbabdeckung war sehr gut , höher als bei Asinol oder Eberol .

    2 Felgen mit Rot ( RAL 3000 ) .

    Somit decken sich die Erfahrungen da mit die von Ralf ( Kawaschrauber ) .


    Gruß Eckard

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