Hydraulik am Schlüter S350 geht nicht mehr richtig

  • Hallo,


    ich habe folgendes Problem, über 10 Jahre hat alles super funktioniert. Vor einem halben Jahr war unter meinem Schlüter eine sehr sehr große Getriebeöllache. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich damals nur das Öl beseitigen und erst jetzt danach schauen. Ich habe nun Öl aufgefüllt es war am Maßstab vorher nix mehr zu sehen. Öl ist nun drin und es läuft komischerweise auch nirgends mehr was raus.
    Problem ist nun, dass der Kraftheber sehr zeitverzögert reagiert etwas ruckelt und wenn er oben ist und ich mich drauf stelle ist er "schwabbelig" nicht fest. Der Frontlader funktioniert eigentlich gar nicht.
    Nun die Frage muss da was entlüftet werden wenn ja wo oder was kann das sein??
    Es ist ein ZF A208 Getriebe verbaut.


    Danke
    Markus

  • Schaut mich nun doof an, aber ich habe beim LaMa Händler wo ich das Öl gekauft habe gefragt und der hat mir gesagt er hat kein extra Hydrauliköl Vorrat. Stimmt das oder gibts da ausser dem Getriebeöl noch wo einen Ölvorrat, der nun vielleicht leer ist und deshalb nix mehr rauslaufen kann.
    Tüt mit leid, ich bin Elektrotechniker und auf dem Schlepper fahre ich normal nur.....

  • Hallo Markus,


    wenn kein Öl mehr in der Hydraulikanlage war (egal, ob das Öl aus einem Hydrauliköl-Tank kommt, oder es ein gemeinsamer
    Ölhaushalt mit dem Getriebe ist), ist wahrscheinlich Luft im System - in der Saug- und Druckleitung, in der Pumpe, den Ventilen
    und Zylindern. Wenn Du nun Öl aufgefüllt hast, den Schlepper mal eine Zeitlang im Standgas oder leicht erhöhter Drehzahl laufen lassen,
    damit die Luftblasen "entweichen". Dann die Steuerventile betätigen und die jeweiligen Zylinder mehrfach ganz ein- und ausfahren.


    Im Normalfall sollten dann alle Luftblasen aus dem System verschwunden sein, und auch das Ruckeln sollte dann weg sein.


    Zur Sicherheit aber den Ölstand nochmal kontrollieren, nicht dass Du zu wenig Öl aufgefüllt hast, und die Pumpe schon wieder / immer noch
    Luft ziehen kann ... .


    Gruß, F20GH.

    Fendt 108SA 1975; Fendt Fix 2 1961; Fendt F20GH 1952; Fendt F15G6 1955; Fahr D90H 1956

  • Also laufen ließ ich ihn schon und auch alle Ventile betätigt. So kannte ich das von meinem Bagger den ich mal hatte. Hat aber nix gebracht.


    Was ist die Senkdrossel. Und nein Filter nicht gewechselt.


    Wie finde ich nun raus ob es ein oder zwei Ölhaushalte sind?

  • Hallo,


    der Schlüter hat nen extra Ölhaushalt für Hydraulik und Getriebe, ist genug Öl in der Hydraulik ? Die Senkdrossel hat mit dem heben nichts zu tun, dann würd sie nicht mehr runter gehen, oder halt nur langsam.


    Gruß

    Meine Eicher :
    Eicher Tiger 2 EM 235 mit FL (restauriert)
    Königstiger 2 (3015) in Restauration
    Eicher 3072 TURBO im Original Zustand
    Eicher G 400
    Eicher ES 201
    Eicher ES 400
    Eichus Stapler
    Eicher 3251 HS



    Eicher war gut, ist gut ,
    und bleibt weiterhin gut !

  • Hallo,


    auf auf dem Hydraulikblock ist eine große Schraube mit einem Imbus der größe 12 .


    Gruß

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  • Die Schraube befindet sich unter dem Sitz.
    Der Schlüter S350 oder oder S400 oder S450 mit Regelhydraulik hatte immer diesen flachen und eckigen Kraftheber Die Füllschraube habe ich Dir markiert.
    Kontrolliere bitte dort den Ölstand.
    Wenn da kein Peilstab drann ist, kannst du auffüllen bis so ca. 5 cm unterhalb dieser Schraube.
    Beachte aber das Frontlader und Kraftheber beim Messen des Füllstands abgesenkt sein müssen !!

  • Seitdem ich an meinem Schlüter S 450 an der Hydraulik einen Ölwechsel machte, ist die Hydraulik an den Krafthebern auf beiden Seiten undicht. In der Betriebsanleitung wird als Ölsorte Motorenöl HD SAE 20 angegeben. Da mir vorher keine besondere Undichtigkeit aufgefallen ist, hab ich jetzt das "dünne" Motoröl in Verdacht. Oder war vorher einfach zu wenig Öl drin?
    Habt ihr eine Idee?
    Ich hab mittlerweile die Dichtungen rausgeholt, war etwas überrascht, dass keine Simmerringe verbaut sind, sondern lediglich O-Ringe aus Gummi. Diese werden allerdings von den davorliegenden Scheiben nicht wirklich komprimiert. Ich hab jetzt vor, neue Ringe mit einem um 1mm dickeren Durchmesser zu montieren.

  • Servus, das HD SAE 20 ist auch bei meiner Hydraulik vorgeschrieben, sollte also auch bei dir das richtige Öl sein.
    Und wie weiterhin auch bei mir, war sicher auch bei dir wohl so wenig Öl drinnen, dass an der Kraftheber-Welle nichts mehr ausgelaufen ist.
    Wie groß ist denn der Spalt zwischen Welle und Bohrung?
    Ein O-Ring wird sicher auch abdichten, eventuell ist der sogar Standard.
    Falls es aber aber auch passende Wellendichtringe gibt, würde ich gleich Wellendichtringe verbauen.
    Gruß
    Heinrich

  • Wie Bergschreck sagt, sind die O-Ringe Standard. Bei meinem Kraftheber vom S 450 (A 210 J) sind es O-Ringe 60x7 (ZF-Ersatzteilnr. 0634 303 554)


    Aber 1mm dicker nehmen ist ne gute Idee, werde ich mir merken!


    Noch habe ich nichts bestellt.

    Super 1250 VL Special
    S 450
    Achtung Schlütermotor!
    Kinder und Kleinvieh aus dem Ansaugbereich!

  • Die etwas dickeren Ringe (60x8mm) hab ich bestellt. Am Wochenende werde ich mal schauen, ob evtl auch Wedis möglich wären. Zwei Dinge machen mir noch Kopfschmerzen: 1.) auf der linken Seite war der Metallring, der den O-Ring reinpressen soll, richtig reingerostet. deshalb sind die Kontaktflächen sicher nicht schön glatt, sodass ein Wedi nur kurzzeitig funktionieren wird. Ob ich in dem schmalen Spalt wirklich etwas schleifen kann, weiß ich noch nicht. 2.) Wie kann ich die Größe des Simmerrings messen? Mit meiner Schieblehre werde ich vermutlich nicht hinkommen.
    Am Wochenende werde ich wieder drangehen.
    Vermutlich werde ich auch kein Motoröl mehr einfüllen, sondern werde Hydrauliköl nehmen. Oder was spricht dagegen?

  • Moin moin,


    wenn es ein Simmerring sein soll, die Lauffläche jedoch rostig und von unbekannter Härte ist, guck doch mal ob es SpeedySleeves in passender Größe gibt. ;)


    Ob du nun Motoröl oder Hydrauliköl derselben Viskositätsklasse nimmst, sollte keinen Unterschied machen. Aber was dir das bringen soll weiß ich nicht. Höhere Viskositäten würde ich abraten.


    mfG
    Fabian

  • Die Sitze vom Stahlring und O-Ring habe ich mit einer Bohrmaschinenbürste gesäubert, hab allerdings die Hubwelle draußen.


    Wenn Du schon den Peilstab raus hast, könntest Du mir bitte die Länge ab Schraubenbund messen sowie die Maße der Markierungen?
    Bei mir wurde von einem Vorbesitzer ein druckloser Rücklauf eingebaut und da ist kein Peilstab dran.
    Würde ein Blechstreifen unten anschweißen.


    [Blockierte Grafik: http://up.picr.de/32177633ds.jpg]

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  • Hallo, hab jetzt die Dichtungen an den Hubarmen gewechselt. Hab wieder O-Ringe aus Gummi reingemacht, statt originalen 7x60mm hab ich 8x60mm mit sanftem Druck mithilfe eines Durchschlags satt reingepresst. Seither sind die Hubarme trocken. Hab die Hydraulik allerdings noch nicht unter Druck, da mein Motor noch nicht ganz fertig ist.
    schlütersim : Hab Dein Anliegen wegen der Höhe des Ölstands leider erst gelesen, als ich den Sitz schon wieder über dem Verschlussstopfen montiert hatte. Aber: Rechts vom Sitz ist der Hydraulikblock verbaut. Dieser hat oben ebenfalls einen Verschlussstopfen, der mit einem sehr großen Inbusschlüssel (ich glaube 27mm) zu öffnen ist. Wenn du da reinschaust, siehst Du eine Schlitzschraube ( Einstellung der Endlage der Hubarme). Der Ölstand bedeckt den Kopf dieser Schraube grad so. Wenn du Lust hast, kannst du mich über Ostern in Spaichingen mal besuchen, wir können dann gerne den Sitz nochmal runterschrauben (mit einem Osterbier in der Hand) und den genauen Ölstand ermitteln.