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Scheunenfund Eicher ED 16/II

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    also glückwunsch zum eicher, ich hätte ihn gleich so gekauft ohne irgendwas wenn du unter 2000 bezahlt hast. einem eicher fehlt meist eh nicht viel ausser er ist richtig geschunden worden, was man aber äusserlich erkennen würde. viel spass damit und immer brav warten, aber es wird sicherlich einiges auf dich zukommen, wie simmerringe und so kleinigkeiten...

  • Hallo Rainer,


    mein ED 16 hat in seinem Leben vermutlich nicht allzuviel gearbeitet, und wurde wahrscheinlich auch nicht gequält. Die Wehwehchen, mit den ich mich nun herumquäle, entstanden wohl alle während der langen Standzeit... abgesehen von den wackeligen Bremstrommeln. Am Wochenende besorge ich mir einen passenden 56er Schlüssel, dann sehen wir weiter. :twisted:


    Ach ja, mittlerweile habe ich auch den originalen Fahrzeugbrief bekommen. Schön aus erster Hand mit dem alten Besatzungszonen-Kennzeichen. Da kommt Freude auf!


    Gruß, Hendrik

  • Hilfe...


    Moin Jungs,


    ich brauche mal dringend die Hilfe von euch Eicherspezis. Es geht um diese vermaledeiten :mecker::hammer::mauer::kotz: Muttern (56mm Schlüsselweite) an den Bremstrommeln/Steckachsen. Ich kann machen, was ich will- die blöden Muttern lösen sich nicht einen einzigen Millimeter.



    Für meine weitere Vorgehensweise hier mal ein npaar Fragen an euch:


    - wer kennt das Zauberwort, das ich sprechen muß, damit die ollen Muttern losgehen?
    - hat die Mutter der rechten Steckachse evtl. Linksgewinde?
    - Welches Gewinde haben diese Muttern (für alle Fälle... :roll: )


    Ich freue mich über jede Antwort...


    Gruß, Hendrik

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  • Hallo,


    das "Zauberwort" würde in dem Fall wohl STARKER SCHLAGSCHRAUBER HEISSEN ! Aber Heiss machen ist ne gute Idee,allerdings kann das heiss machen auch Dichtungen zerstören die dort evt hinter sitzen könnten.
    Und Linksgewinde schließ ich mal aus, habe ich zumindest noch bei keinem Eicher gehabt.Ansonsten starker Knebel mit 3 M Rohr und gib ihm :lol:


    Gruß Markus

    Meine Eicher :
    Eicher Tiger 2 EM 235 mit FL (restauriert)
    Königstiger 2 (3015) in Restauration
    Eicher 3072 TURBO im Original Zustand
    Eicher G 400
    Eicher ES 201
    Eicher ES 400
    Eichus Stapler
    Eicher 3251 HS



    Eicher war gut, ist gut ,
    und bleibt weiterhin gut !

  • Riesig ist des Schlossers Kraft,
    wenn er mit dem Hebel schafft.
    :beerchug::hammer::beerchug:

    Gruß Ralf


    gelernter MF Schrauber :-)
    _________________________________________________________________


    F15 G teilrestauriert
    und FE 35 mit Standard 23C Motor (Technische Instandsetzung läuft)
    PS wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

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  • Hallo,
    die ganz harten bocken den Schlepper per Wagenheber auf, stekcen ein passeden Schlüssel mit ordentlicher Verlängerung auf die Mutter, stellen am äussersten Ende des Hebels einen Holzbock genau bündig zur Verlängerung und lassen den Schlepper dann ab, im Normalfall sollte die Mutter dann locker sein :D:D . (Ich übernehme keine Haftung ;-) )



    (Das war natürlich nicht ernst gemeint wäre wohl zu Gefährlich, obwohl es wohl mal interessant wäre :D )


    Mfg
    Lanz_Fahrer

    Meine Traktoren:
    Lanz Bulldog (D8507) Bj. 1941
    Lanz Bulldog (D8506) Bj. 1938
    Lanz Bulldog (D1706) Bj. 1953
    Lanz Bulldog (D5016) Bj. 1955
    Deutz (F1l 514/51) Bj. 1956
    Fendt (Farmer 2) Bj. 1965

  • Warm machen wäre aber eine der letzten Möglichkeiten, das verändert doch das Gefüge (scheiß Studium....)
    Probiers mal mit "Caramba rasant" eine Woche lang jeden Tag zweimal einsprühen, wirkt manchmal wunder...
    Und dann mit einem Hebel, aber aufpassen, dass es dich dich auf die Fresse haut oder dergl.!

  • Hallo Hendrik,


    es ist keine Dichtung direkt dahinter (erst nach den Bremsen am Achstrichter ein WeDi) und es sind beides Rechtsgewinde. Es gehört ein Sicherungsblech unter die Mutter, das ich auf Deinem Bild nicht ausmachen konnte.


    Da hilft nur Rostlöser, Wärme und rohe Gewalt mit Profiwerkzeug. Wir hatten das Problem damals auch bei meinem. Mein Lama hat, wie oben schon erwähnt, einen Elektroschlagschrauber, 1", im Hilti-Format. Und selbst der hat es nicht geschafft. Aber durch minutenlanges Durchschütteln von Mensch und Maschine hat sie sich etwas gelöst und wir konnten dann zu zweit mit laaaaaangen Hebeln weiterdrehen.


    Viel Erfolg!


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

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  • :o
    Boah ey... ihr seid echt spitze!


    Vielen Dank für die Tips und eure Hilfe. Ich sehe schon: Die Eicher-Connection scheint zu funktionieren!


    Bei der (im wahrsten Sinne des Wortes) "Lösung" meiner beiden Problemmuttern bin ich scheinbar auf dem richtigen Weg.. aber wohl bisher zu zaghaft gewesen. Die Sicherungsbleche hatte ich entdeckt und natürlich zurückgebogen.
    Danach gings mit Vatterns vor Jahren mal selbstgebautem 56er Maulschlüssel ans Werk..mit entsprechend langem Hebel. Der Schlüssel hielt dem Drehmoment nicht stand...Schrott.
    Auch das Warmmachen hatte ich gestern probiert. Aber erfolglos, da ich nur einen schnöden Propangasbrenner zur Hand hatte. Das reicht wohl nicht aus, da muß wohl ein reeller Schweißbrenner ran.


    Ich werde wohl zunächst mal den Tip mit dem Rostlöser beherzigen und immer wieder die Geschichte satt einsprühen...schaden kann's nicht.


    Für weitere Tips bin ich natürlich immer offen!
    Trotzdem... danke nochmal!


    Gruß, Hendrik

  • Hallo Hendrik,


    mit dem Schweißbrenner wäre ich vorsichtig. Mein Lama meint, 100 Grad wären das äußerste, was man beim Warmmachen erreichen sollte. Mehr ist kontraproduktiv. Stichwort "Gefüge". ;)


    Zum Lösen sollte die Ausdehnung bei 100 Grad reichen. Lieber nochmal das Drehmoment erhöhen. ;)


    Gruß
    Michael

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  • moin moin,


    gewisse leichte Schläge haben auch schon manchmal geholfen. Beim Lösen (oder dessen Versuch) mit einem Hammer kopfseitig (so dass man das Gewinde belastet) auf das Werkstück (nicht auf den Schlüssel oder die Nuss) schlagen.
    Vielleicht gerade im Zusammenhang mit dem Erwärmen empfehlenswert! Ein paar Schläge auf die heiße (nicht rotglühend :lol: ) Mutter hat bei uns schon öfters was gebracht.


    Ein normaler Dachdeckerbrenner reicht eigentlich immer aus! Am besten natürlich mit dem kleinen Kopf, um die Erhitzung auch steuern zu können.


    Und dann natürlich die obligatorischen 2m Rohr auf 3/4 oder 1er Knebel.


    mfg GTfan

  • Moin,


    mal wieder vielen Dank euch allen... :wink:


    @rainer: mach dir keinen Streß, wenn's bei dir mal passt, sag Bescheid, es eilt ja nicht. Wahrscheinlich wirst du mit deinen "Muckis" etwas mehr ausrichten können als ich... :lol:


    Ach ja: rein zufällig habe ich heute in der Werkstatt meiner Firma eine 55er Nuß mit 3/4" (sogar als Sechskant!) gefunden... optimal, passt wie angegossen. Passender Knebel ist sowieso vorhanden, Rohre auch... mal sehen, ob sich heute abend was bewegen lässt.
    Ich halte euch auf dem laufenden... :roll:


    Gruß,
    Hendrik

  • Moin zusammen,


    mal ein kleiner Zwischenstand von der Eicher-Baustelle, verbunden mit einer einfachen, aber um so wichtigeren Frage:


    Zunächst: Die Mutter der rechten Steckachse, auf der die Bremstrommel gehörig Spiel hat, ist mittlerweile runter. Aber auch nur durch ständiges Erhitzen und riesiger Kraftanstrengung. Das Ergebnis: Operation gelungen... Patient tot.


    Das soll heißen, das beide Gewinde, Mutter und Steckachse, nach dieser Aktion hinüber sind :( . Als hätte ich es kommen sehen... :roll: Bei meinem Glück!
    ...Als "Glück im Unglück" hat sich Vater bereitwillig erklärt, mir eine neue Mutter anzufertigen und das Gewinde auf Steckachse "zu replikieren".


    Nun stellt sich mir folgende Frage:
    Wie verhält sich die Diff-Sperre beim Herausziehen der rechten Steckachse? Muß ich die Sperre betätigen, damit die Muffe nicht herunterfällt? Oder kann ich einfach so die Steckachse herausziehen? Oder muß tatsächlich der gesamte Achstricheter demontiert werden?


    Bilder der momentanen Situation gibt's heute Abend... wäre dennoch schön, wenn mir vorher jemand seine Erfahrung mitteilen würde.


    Danke schonmal im Voraus!


    Gruß, Hendrik

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  • Moin,
    Ich habe zwar nur die Anleitung des Hurth G85 Getriebes, aber in der wird ausdrücklich darauf hingewiesen das man die Sperre einlegen und den Hebel festbinden soll, ansonsten fällt die Schaltmuffe ins Getriebe.
    Das wird beim G76 trotz fehlender Vorgelege ähnlich aufgebaut sein.

    Gruß,
    Alex


    Eicher fahren, Kraftstoff sparen! Trink dafür, noch ein Bier!

  • Hallo Hendrik,


    kriegst gleich ne PN von mir.


    Wie man vorgeht, kann ich Dir leider nicht sagen, da das größte Arschloch unter meinen Vorbesitzern die Diff-Sperre abgerissen hat. Bei mir is nix mehr drin.


    Die Demontage des Achstrichters wäre aber doch nicht sooo schlimm, oder? ;)


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
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  • Hallo Michael, hallo Kermit,


    vielen Dank für die Infos (und das WHB...).


    Interessanterweise sieht das WHB ein "normales" ziehen der Steckachsen nicht vor, man soll doch bitteschön gleich den kompletten Achstrichter abziehen. Die Diff-Sperre soll sich dann bei der Montage von innen her leicht wieder zusammensetzen lassen. Klingt nach Arbeit... Trittbrett ab, Kotflügel ab, usw... Natürlich ist meine Diff-Sperre ebenfalls komplett festgerostet. Von daher hat die Demontage des Achstrichers seine Berechtigung. Also: Frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk! :D


    Hier der Patient (Opfer?) Nr.1:


    Hier die dazugehörige Nr.2:


    Der momentane Stand der Dinge:


    (Bremstrommel, Bremseninnenleben, Bremsgestänge sowie Bremsankerplatte sind demontiert, Lagerflansch ist gelöst)


    Bremsgerödel:


    Schönen Abend noch!


    Gruß, Hendrik

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  • Es geht weiter!


    Nach der Demontage des Kotflügels und des Trittbretts machte ich mich daran, den rechten Achstrichter abzuschrauben.


    Das gelang wider erwarten sogar ohne größere Komplikationen:


    ...und so sieht die Differentialsperre eines Hurth G76-Getriebes aus:


    Da hat das WHB also tatsächlich recht: Ohne Demontage des Achstrichters ist eine wiedereinfädeln der Muffe auf die Steckachse schier unmöglich. Ich nutzte die Gelegenheit, um alles genau unter die Lupe zu nehmen. Mit durchaus positivem Ergebnis. Die Sperre wurde wohl zeitlebens nie benutzt (somit also auch noch nie abgeschmiert...), das Differentialgehäuse ist rost- und kondenswasserfrei. Das rechte Differentiallager sowie das Lager der Steckachse sind ohne Spiel und leichtgängig... saugend und schmatzend!


    Die Steckachse wird nun mitsamt des Lagerflansches überholt. Das defekte Gewinde wird aufgeschweißt und abgedreht, um anschließend, ebenfalls in der Drehmaschine, ein neues Gewinde zu erhalten.
    Auch die Nuten zur Aufnahme der Brenstrommel werden aufgeschweißt und für genaueste, spielfreie Passung bearbeitet.


    Es geht weiter! :D


    Gruß, Hendrik

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