Der etwas andere Amerikaner: Oliver Super 88 Diesel

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen!


    Herbstzeit... Schrauberzeit!
    Der olle Hanomag ist fertig, unser kleiner Sohnemann entwickelt sich prächtig und das nächste Schrauberobjekt steht in der heimischen Werkstatt schon parat.
    Zudem habe ich jetzt zwei Wochen Urlaub... es kann also wieder losgehen! :thumbs::new:


    Wie ich es in der Überschrift schon erwähnte, ist das neue Objekt ein


    Oliver Super 88 Diesel


    So, nun ist es raus, und wohl die allerwenigsten können mit dieser Bezeichnung etwas anfangen. Gut, dann hole ich etwas aus.


    Den Namen "Oliver" gibt es schon sehr lange in der amerkanischen Landwirtschaft. Die Ursprünge sind ganz ähnlich wie bei John Deere, der im Jahre 1837 seinen ersten Pflug baute. James Oliver, der Mitinhaber eines stahlverarbeitenden Betriebes war, präsentierte seinen ersten Pflug zwanzig Jahre Später, 1857.


    Bis der erstemals der Name "Oliver" auf einem Schlepper erschien, dauerte es noch sehr lange. Der Hersteller der Oliver -Schlepper, die Oliver Farm Machinery Companymit Sitz in Charles City, Iowa, entstand erst im Jahre 1929 aus dem Zusammenschluß folgender vier Firmen:
    - American Seeding Company
    - Oliver Chilled Plow Works
    - Hart-Parr Gasoline Engine Company
    - Nichols and Shepard Company


    "Hart-Parr" und "Nichols & Shepard" dürfte der eine oder andere von euch schonmal gehört haben. Bis ca. 1976 baute man nun unter dem Markennamen Oliver Schlepper, bis die Oliver Corporation von White übernommen wurde. Auch dieser Konzern existiert nicht mehr... er ist, wie viele andere auch, bei AGCO gelandet.


    Soviel zur Firmengeschichte. Wer will, kann hier mehr lesen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Oliver_Farm_Equipment_Company


    Interessant für mich (und diesen Thread) sind die Olivers ab ca. Ende der 1940 Jahre.
    In dieser Zeit stellte Oliver die sogenannten "Fleetline"-Modelle vor. Hier einige Beispiele:
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    Es folgte in den 1950er Jahren die "Super"-Serie, zu der auch mein Oliver gehört:
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    Die Baureihe entsprach technisch weitgehend den "Fleetlines", hatten jedoch ein paar PS mehr, zudem fiel die vollständige Motorseitenverkleidung fort.


    Im Jahre 1958 wurde die "Super"-Serie von der "Hundred"-Baureihe abgelöst. Aus den Typen Super 55, Super 66 usw. wurden nun 550, 660, 770, 880:
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    Auch hier mit nur kleineren technischen vedrbessrungen und einem anderen Kühlergrilldesign.


    So, genug der Typenkunde, jetzt geht's ans eingemachte.
    Meinen Oliver sah ich im Winter des vergangenen Jahres bei meinem Ami-Schlepper-Dealer des geringsten Misstrauens zufällig stehe, als ich wiedermal einen Schwung Deere-Teile abholte, die frisch aus den Staaten eingetroffen waren. Es geschah genau das, was schon zwei Mal zuvor in einem Fiasko endete: Da fährt man nach Holland, um ein paar läppische Teile abzuholen, und kommt dann mitsamt eines neuen alten Schleppers nach Hause. Es ist zu mäusemelken! :roll:


    Das isser... so war er damals im Netz inseriert, ging aber zwischen den John Deere-Bollermännern und Vorkriegs-Deerings ziemlich unter:
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    Dieser Super 88, Baujahr 1956, ist ein Row Crop mit der optionalen "Adjustable Front Axle", wahlweise gab es ihn mit den typischen, dreiradartigen eng zusammenstehen Vorderrädern. Weiter war der Super 88 mit Benzinmotor, Flüssiggas- oder aber, so wie hier, mit einem Dieselmotor erhältlich. Grundsätzlich jedoch: Immer Sechszylinder!


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    Der Oliver stand ziemlich zugestellt, fast vergessen, in der letzten Ecke der Halle. Dennoch kam man meiner Bitte einer Probefahrt gerne nach. Bis Diesel aufgefüllt und eine Batterie eingebaut war, begutachtete ich den großen Schlepper im Detail... und war recht erstaunt, in welch tollem, unverbastelten Originalzustand er sich befand.
    Der Oliver sprang eher beschwerlich an, räucherte fürchterlich und knallte auf mindesten zwei der sechs Töpfe.
    Ernüchterung machte sich breit. Allerdings besserte sich das Laufverhalten nach und nach, und nach einer Viertelstunde lief der Waukesha-Sechsender seidenweich. Einfach toll!


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    Das Lenkspiel betrug gut und gerne eine halbe Umdrehung. Dafür waren alle originalen, gelb hinterlegten Oliver-Anzeigeinstrumente vorhanden. Sehr schön!


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    Rost? Nirgendwo! Ansonsten: sehr schlank gebaut, ziemlich hochbeinig, ellenlage Motorhaube. Eben so, wie's sein soll!


    Die Probefahrt war vielversprechend. Zwar waren die Bremsen ohne jegliche Funktion, der Rest machte aber einen durchaus brauchbaren Eindruck.
    Die Preisverhandlung verlief schneller und besser, als ich erwartet hatte. Zumal ich mir bewußt war, daß ich bein einem Kauf aus Platzgründen einen anderen Schlepper abgeben musste. Da wohl wieder erwarten bisher niemand auf den Oliver angesprungen war, packte der Händler die Gelegenheit beim Schop und machte mri einen Zuzahlpreis, bei dem ich nicht nein sagen konnte.


    Naja, zwei Wochen später stand er dann bei mir auf dem Hof.


    Es gibt wieder viel zu tun... packen wir's an!


    Gruß, Hendrik
    (der jetzt wieder seinen Vaterpflichten nachkommen muß... Fläschchen geben und wickeln! :D )

  • Zitat

    Da fährt man nach Holland, um ein paar läppische Teile abzuholen, und kommt dann mitsamt eines neuen alten Schleppers nach Hause. Es ist zu mäusemelken!


    Hahaha ... Hendrik, die nächsten Teile lass dir mal lieber per Post zukommen =)


    Glückwunsch zum Oli, steht wirklich optisch sehr gut da! Ich bin sicher das hier wird wieder ein seeeehr feiner Bericht :D


    Zitat

    und nach einer Viertelstunde lief der Waukesha-Sechsender seidenweich


    Oliver sagt einen schon was aber Waukesha hab ich noch nie gehört, was wirft der gute 6 Ender an Hubraum und PS in die Waage ?!


    Zitat

    Zumal ich mir bewußt war, daß ich bein einem Kauf aus Platzgründen einen anderen Schlepper abgeben musste


    Welcher war das ?


    Beste Grüße aus dem Frankenland
    Fendtman

  • Zitat von Hinnerk


    Meinen Oliver sah ich im Winter des vergangenen Jahres bei meinem Ami-Schlepper-Dealer des geringsten Misstrauens


    So kann man das treffend ausdrücken..... :mrgreen:


    Und das mit dem Lenkradspiel ist ja auch mal wieder typisch. Die schaffen es wohl sonst nicht über den Teich, die guten Amischlepper. Da muss Spiel drin sein, sonst geht das vermutlich was kaputt :wink:


    Ich dachte eigentlich schon, ob bei dir wohl alles i.O. zu sein scheint? Umso mehr freue ich mich auf einen spannenden Bericht zum 88er von Dir hier in zukunft lesen zu dürfen.


    Zur Überarbeitung kann man Dir von nun an viel Fortune wünschen. :!:


    Gruß, dein Hauseigener Claqueur (Insider) 8)

  • Hallo Hendrik,
    tolles Teil, ich freue mich schon auf einen weiteren tollen Restaurationsbericht, bei dem ich während des Lesens sicher wieder viel lernen kann, vielen Dank dafür :D


    Grüße,
    Squeegee

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,


    Zitat von squeegee

    ... bei dem ich während des Lesens sicher wieder viel lernen kann,


    Ich werde mir Mühe geben, möglichst viel Hintergrundinfos zu diesem Oliver einfließen zu lassen.. denn vermutlich haben die wenigsten der TH-Leser einen Oliver bisher in Natura gesehen- ich eingeschlossen.


    Oliver bewarb seine Schlepper mit dem Slogan "The Finest in Farm Machinery". Das war bei weitem keine einfache Parole, denn von Anfang an versuchte man, sich von den Wettbewerbern (John Deere, IH-Farmall, Case, Minneapolis-Moline) abzuheben. Das versuchte man zum einen durch die aufwändige stromlinienförmige Verkleidung, zum anderen durch eine feine Technik.
    Während John Deere von 10 bis 78 PS ausschließlich große Zweizylinder anbot, verbaute Oliver am liebsten Sechszylinder-Reihenmotoren, und das bei einem Leistungsspektrum von 35 bis 50 PS.


    Die Motoren fertigte Oliver nicht selbst, sondern bezog sie von Waukesha. Ein 1906 gegründeter, recht großer Motorenhersteller, vergleichbar ungefähr mit MWM hier bei uns in Deutschland. Waukesha existiert noch heute, baut aber keine "kleinen" Motoren mehr. Zum heutigen Angebot zählen hauptsächlich große Motoren für den stationären Gebrauch. Link: http://www.dresserwaukesha.com/


    Um den Bogen zum hier beschriebenen Super 88 zu kriegen:


    Verbaut ist hier ein Waukesha 190 DLC-Motor. Er hat, wie schon erwähnt, sechs Zylinder mit einer Bohrung von 95 mm und einem Hub von 102 mm. Er ist also recht kurzhubig ausgelegt. Aus einem Hubraum von ca. 4,3 Litern holt er gute 50 PS bei humanen 1.600 U/min. Interessanterweise ist das Kurbelgehäuse mitsamt der Zylinder identisch mit der Benzinausführung.
    Das verdeutlicht nochmals den Drang Olivers, etwas "ganz edles" dem amerikanischen Farmer anzubieten. Denn in einen 50-PS-Schlepper einen Sechsender einzubauen, während die Wettbewerber sich mit zwei oder vier Zylindern begnügten, hat wenig mit kaufmännischem Denken zu tun.


    fendtman: Bevor ich deine Frage vergesse: ich habe meinen Güldner AF 20 in Zahlung gegeben. Bis heute bin ich der Meinung, einen absolut fairen Preis dafür bekommen zu haben.


    So, neue Bilder von der Baustelle:
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    Ich begann mit der Demontage der Blechteile, um einen genauen Blick auf die Technik erhalten zu können. Es stand nun eine erste "Bestandsaufnahme" an, mit der Feststellung von etwaigen (bzw. sicherlich reichlich vorhandenen) Mängeln.


    Positiv:
    - Fast komplett
    - Keinerlei Rost an den Blechteilen
    - Reifen nicht mehr neu, aber brauchbar
    - ohne Frostschaden
    - erster Lack, keine Dellen, noch nicht übertüncht
    - Motoröl ohne Spuren von Wasser oder Diesel
    - Motor läuft (nach ca. 15 Minuten) sauber
    - voller Öldruck
    - Kupplung gut
    - Keine außergewöhnlichen Geräusche aus dem Getriebe
    - Alle Gänge lassen sich sauber schalten


    Negativ:
    - Nach dem Anlassen knallt der Motor auf zwei Zylindern
    - starkes Dampfen aus der Kurbelgehäuseentlüftung
    - Bremsen ohne Funktion
    - 180° Lenkspiel
    - Der linke Hydraulikbedienhebel fehlt
    - Sitzgestell defekt, festgebrutzelt, ausgeschlagen... Schrott.
    - Lenkrad verbogen... Schrott.


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    Es steht nun also fest, wie ich vorgehen werde. Dieser Oliver wird nicht "restauriert", sondern technisch instandgesetzt. Der optische Zustand wird erhalten bleiben und konserviert werden.


    Dier Ersatzteilversorgung für den Motor ist gesichert und problemlos. Für den Rest des Schleppers an sich sieht es weitaus weniger rosig aus als z.B. für John Deere-Schlepper. Das liegt daran, daß es eben viel weniger alte Oliver gibt als alte Johnny Popper. Glücklicherweise bezieht sich das Gros der benötigten Teile auf den Motor, kaum auf den Rest des Schleppers.


    Als nächstes besorge ich mir ein entsprechendes Werkstatthandbuch und schreibe einen Einkaufszettel... :wink:


    Gruß, Hendrik

    • Offizieller Beitrag

    Moin,


    nachdem die vorläufige "Schadensfeststellung" am Oliver abgeschlossen war, konnte das Schrauben beginnen.
    Ich tastete mich langsam an die neue, ungewohnte Materie heran. Ich entschloß mich, mit den großen, offensichtlichen Defekten zu beginnen.


    Als ersten befasste ich mich mit der Bremsanlage. Hier war zwar alles gangbar, zeigte jedoch überhaupt keine Bremswirkung.
    Der Oliver Super 88 besitzt außenliegende Scheibenbremsen, wie man sie auch von den europäischen McCormick der D-Serie kennt, oder z.B. auch von verschiedenen MF-Schleppern.


    Um an die Bremsen zu gelangen, empfiehlt es sich, das Bodenblech bzw. den Getriebedeckel mitsamt der Bremspedale zu entfernen. Das trifft sich gut, dann kann ich mir dabei sogleichen einen Eindruck vom Zustand des Getriebes machen:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img87/7348/img1134hm.jpg]
    Zunächst der Schock: Das Getriebe stand randvoll mit milchigem, stinkendem Öl-Wasser-Gemisch. Bah! Ich griff mir die größte Wanne, die ich finden konnte und ließ die Suppe ab.
    Jetzt sah die ganze Geschichte schon viel besser aus:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img411/9161/img1132q.jpg]
    Obwohl hier nur das Differential und die beiden "Bull Gears" zu sehen sind, erfreute mich der Anblick. Keine ausgebrochenen oder sonstwie beschädigten Zähne, kein Rostbefall. Kein gefährlicher Metallschrott auf dem Getriebeboden.


    Soweit, so gut... jetzt ging's an die Bremsen:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img21/9918/img1136x.jpg]
    Wie zu erwarten war: Simmerring kaputt, Getriebeöl läuft in die Bremstrommel.
    Die Reparatur stellt kein allzugroßes Hindernis dar. Die Belagscheiben (je zwei pro Seite, insgesamt also vier), sind amerikanische Standardware und dementsprechend günstig erhältlich.
    Etwas kniffliger war die Bestimmung und die Bestellung der Simmerringe. Es zeigte sich, daß die Simmerringe ein Außenmaß von vier Zoll und ein Innenmaß von drei Zoll haben. Und schon war's kein Problem mehr: Mein bevorzugte Online-Simmerringhändler hatte diese auf Lager.


    Getriebeseitig gab's nichts weiter zu bemängeln:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img21/2903/img1135xf.jpg]
    Das Lager sieht top aus und wird daher nicht weiter angetastet. Die Verzahnung der Welle ist ebenfalls noch prima, von leichtem Flugrost mal absehen.
    Auch hier gut zu sehen: Überall noch originaler, unberührter Erstlack!


    Die Bremsautomaten sind nun, mit neuen Simmerringen versehen, behutsam eingelagert und warten auf die Ankunft der neuen Bremsbeläge aus den USA (zusammen mit vielen anderen Oliver-Teilen).


    Bald geht's weiter!


    Gruß, Hendrik

  • Moin,


    na da hast fu dir ja mal wieder einen Exoten ins Haus / in die Werkstatt geholt.....


    Interessante Maschine, viel Spaß und Erfolg damit, aber den wirdt du ja ohne Zweifel habe, so wie man dich kennt!


    Gruß Fendt Fix 2

    • Offizieller Beitrag

    Moin,


    Zitat von Rohölzünder

    Hallo,


    Interessanter Schlepper. Aber die Kotflügel. Viel weniger geht wohl nicht? :)


    Gruß Gordon


    Kotflügel werden grundsätzlich überbewertet. Und, natürlich, geht noch weniger:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img854/2039/dsc0389ff.jpg]
    Erst bei den oben gezeigten Kotflügeln wird die Sache interessant!... Und garantiert rostfrei sind sie auch :)




    Danke! Ja, es macht viel Spaß, an Amerikanern zu schrauben. In der Regel sind sie erstaunlich einfach und reparaturfreundlich konstruiert. Das macht Laune! Das "Sahnehäubchen" sind dann später die total entgeisterten Blicke der Zuschauer auf den Oldtimertreffen- die Leute können erstmal gar nicht wirklich einschätzen, was da auf sie zugefahren kommt.


    So, weitergeht's!
    Heute mit der nächsten Baustelle, will sagen das große Lenkspiel.
    Beim Oliver Super 88 ist das Lenkgetriebe liegend direkt über der Vorderachse angeordnet. Die Lenkbewegungen werden über eine lange Welle, mit drei Kardangelenken versehen, um den Motor herum nach vorne zum Lenkgetriebe übertragen. Von dort geht's mittels zweier mit Kugelköpfen versehenen Schubstangen zu den Achsschenkeln.


    Auf diesem Bild kann man unten ganz gut das Lenkgetriebe sehen, sowie das letzte Kardangelenk:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img703/7034/img1339dv.jpg]
    ... und genau hier lag der Hase im Pfeffer. Die Hauptverursacherin des Lenkspiels war die nach unten gehende Verzahnung der Lenkwelle mit dem dazugehörigen Lenkhebel. Die Kontermutter hatte sich wohl in den letzten Jahren gelöst, und so schlackerte der Lenkhebel nur noch auf der Verzahnung.
    Das Kardangelenk war im Gelenkreuz ausgeschlagen und bedurfte einer eingehenden Überarbeitung.


    Erstmal saubermachen:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img4/8923/img1345pj.jpg]


    ... und dann mal einen ersten Blick ins Innere riskieren:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img259/37/img1347da.jpg]
    Schon mal gut: viel altes Fett und Schmiere, kein Rost.


    Ich zerlegte das gesamte Lenkgetriebe in seine Einzelteile und wusch es in Diesel aus.
    Hier der "Bausatz":
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img94/5299/img1349gr.jpg]
    Erst bei der Zerlegung fiel mir auf, daß es sich bei der Lenkung um eine Kugelumlauflenkung handelte. Um späteren Ärger zu vermeiden, ließ ich die Schneckenwelle mit dem Kugelblock in montiertem Zustand. Ich habe keine Lust, später die einzelenen Kugeln vom Werkstattboden aufzusammeln und in die Lenkung einzufädeln...
    Aber auch hier: alles tiptop, die Lager sind wie neu, die Kugeln laufen leise und ohne Widerstand in ihren Kanälen.


    Die beiden Wellendichtringe, die zum einen die "Eingangswelle" und zum anderen die "Ausgangswelle" abdichten, sind original aus Filz bzw. aus Leder. Diese entfernte ich und ersetzte sie prophylaktisch durch handelsübliche Simmerringe.


    Zu überarbeiten gab es jetzt nur noch die schlackernde Verzahnung des Lenkhebels (bzw. der Welle) sowie das ausgeschlagene Kardangelenk.
    Ich setzte die Verzahnung der Lenkhebelwelle auf der Drehmaschine nach:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img267/956/img1367fj.jpg]


    ...sodaß sich der Lenkhebel beim festziehen der Mutter wieder ordentlich festkeilen kann.
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img853/8329/img1369t.jpg]
    Das klappte ganz vorzüglich, das Spiel ist nun ganz verschwunden.


    Das Kardangelenk übergab ich zuvor meinem Vater, der, was solch knifflige Dinge angeht, weitaus mehr Erfahrung hat als ich.
    Das Ergebnis:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img811/4959/img1375tl.jpg]
    Ein nun ebenfalls vollkommen spielfreies Gelenk, welches von Rollenlagerung (siehe Brösel unten) auf Bronze-Gleitlagerung umgerüstet wurde.


    Ich setzte das Lenkgetriebe mit neuen Dichtungen wieder zusammen und befüllte es mit 90er Getriebeöl.


    Auch diese Teile wandern ins Regal. Weiter geht's mit der nächsten Baustelle...


    Gruß, Hendrik

  • Donnerwetter, das geht ja direkt flux vorran! Auf den ersten Blick scheint das ja ein etwas überschaubareres Projekt zu werden Als JD und Hanomag. Freue mich schon auf Blicke in den Motor!

    Schöne Grüße,
    Rainer


    Lanz 7506 Allzweck ('49)
    Lanz 7506 Holzgasrückbau ('42)
    Lanz 1706 Halbdiesel ('55)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Rainer,


    ich hoffe ebenfalls, daß der Oliver in weitaus überschaubarerer Zeit, mit viel Spaß am Schrauben und ohne Rückschläge wieder zurück auf die Straße kommt.
    Bis jetzt sieht alles danach aus.


    Um schon vor vor dem zerlegen des Motors bescheid zu wissen (und später dann keine Fehler zu machen), hielt ich nach einem Werkstatthandbuch Umschau. Da wird so einiges angeboten, zudem noch in sämtlichen Preiskategorien. Zunächst fiel meine Wahl auf die schon bei Joh Deere bekannten und bewährten I&T-Hefte, die für ca. 35 $ zzgl. MwSt und versand zu haben sind.
    Entschieden habe ich mich letztendlich hierfür:
    http://www.ebay.com/itm/Oliver…sh=item2a23bfb612&vxp=mtr
    ...und das aus zweierlei Gründen: Zum einen weil es das umfangreichste WHB war, welches erhältlich war, und zum andern weil es als pdf-Datei auf DVD kommt... und ich mir somit relevante Seiten einfach ausdrucken und beim Schrauben ohne schlechtes Gewissen vollschmieren kann. Also, her damit!


    Zehn Tage später lag die DVD mit dem Werkstatthandbuch im Postkasten. Was soll ich sagen: Der absolute Hammer. Da drin steht wirklich ALLES, was man zum Neuaufbau eines alten Olivers benötigt.
    Hier mal ein Beispiel:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img31/8656/manual1h.jpg]


    Nun kann es losgehen!


    Gruß, Hendrik

    • Offizieller Beitrag

    Moin,


    aufgrund des Ölauswurfs aus dem Auspuffs, des Knallens zweier Zylinder im kalten Zustand sowie der Qualmentwicklung aus der Kurbelgehäuseentlüftung entschloß ich mich, den Motor zu zerlegen und auf Veschleiß zu untersuchen.
    Ich hatte mich schon im Vorfeld durchs Netz gewühlt und schnell herausgefunden, daß komplette Motorüberholsätze für die alten Waukesha-Diesel in allen Variationen überall (in den USA) erhältlich sind.


    Da der Kühler mitsamt des Kühlergrills ja schon zuvor abgebaut war (das Lenkgetriebe sitzt direkt darunter), brauchte ich nun nur noch den Dieseltank demontieren.
    Schon als ich den Schlepper bekam, ließ ich das "Heizöl" darin ab und entsorgte es.
    In den USA gibt es zwei Dieselsorten: "Red Diesel" und "White Diesel". Prinzipiell genau das gleiche wie bei uns Heizöl und Diesel, mit dem kleinen Unterschied, daß es in den Staaten vollkommen legal ist, das "Heizöl" in den Schleppertank zu kippen- so lange der Schlepper nicht auf der Straße gefahren wird ("Off Highway Use").
    Sobald ich in den USA mit dem Schlepper eine Rundreise auf einer öffentlichen Straße mache, muß der klare Sprit, "White Diesel" im Tank sein.


    Also gut, das Heizöl war raus... wie sieht der Tank denn wohl von innen aus? So :o :
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img337/7070/img1412ny.jpg]
    Unglaublich... der Tank war absolut sauber! Kein Rost, kein Dreck...nichts! Das hatte ich noch zuvor gesehen. Toll, ich freu' mich. :klatsch:


    Weiter, weiter:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img204/1060/img1410so.jpg]
    Ich demontierte den Luftfilter, die Wasserpumpe samt Keilriemen und die Drehstrom-Lima. Diese wandert ohne weitere Beachtung in den Schrott und wird gegen eine optisch passendere Gleichstrom-Lima ersetzt werden.
    Wie man gut sehen kann, besitzt der Oliver die gleiche Halbrahmenbauweise wie die John Deere-Zweizylinder (und Schlepper diverser anderer amerikanischer Hersteller der damaligen Zeit). An das Getriebe ist eine Art "Badewanne" aus dickwandigem Gußeisen angeflanscht, die Motor und Kupplungsglocke aufnimmt.


    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img87/5812/img1411q.jpg]
    Das ist hier nochmal gut zu erkennen. Motor und Kupplungsglocke sind mit lediglich vier Schrauben im Rahmen fixiert. Wiederum gut zu sehen: Die Lenkwelle, die um den Motor herum geführt wird, sowie der doppelte Ölfilter. Darüber: der Ansaugkrümmner mit der Vorglühanlage.


    Diese sieht im Detail so aus:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img11/7120/img1426f.jpg]
    Prinzipiell ein einfacher, großer Tauchsieder, der im Ansaug-Luftstrom platziert ist. Er arbeitet ohne Vorschaltwiderstände oder Glühüberwacher. Im Betrieb zieht er soviel Strom, daß man nicht zeitgleich "Glühen" und "Starten" kann. So steht's auch in der Bedienungsanleitung: Erst maximal 10-20 Sekunden glühen, dann Starten... nicht beides zugleich!


    Als nächster Schritt konnte nun der Motor geöffnet werden. Angefangen beim Ventildeckel:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img855/9582/img1417lx.jpg]
    Hach, was'n schöner Sechszylinder! :sabber:
    Auf den ersten Blick scheint auch hier alles in Ordnung. Keine gebrochenen Ventilfedern, keine allzu dicken Rußablagerungen, überall Schmieröl.


    Das macht Lust auf mehr!


    Gruß, Hendrik

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,


    die nächsten Schritte am Oliver standen an. Nun ging's an den Motor.
    Ich hatte alles vorbereitet, um den Zylinderkopf abzunehmen.


    Zunächst entfernte ich vorsichtig die Kipphebelwelle mit allem Zubehör sowie die zwölf recht grazilen Stößelstangen. Nachdem ich die Zylinderkopfschrauben gelöst hatte, konnte der Zylinderkopf abgenommen werden.


    Ich versuchte gar nicht erst, den langen Zylinderkopf von Hand vom Rumpf zu heben. Hierzu nahm ich von vornherein die bereits mehrfach bewährte Hilfe des Hoftracs in Anspruch:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img213/4748/img1429vi.jpg]


    Der Zylinderkopf wehrte sich nach Kräften, er klebte wohl nach an der Kopfdichtung fest. Ich hielt den Zylinderkopf auf Spannung und half mit dem Gummihammer nach.
    Und siehe da:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img211/930/img1431d.jpg]
    Es tat sich was. Nun konnte ich den Kopf behutsam vom Schlepper heben und auf eine kleine Palette legen.


    Hier konnte ich nun in Ruhe den Ansaug- und den Auspuffkrümmer demontieren, ebenso die (vermutlich defekten) Einspritzdüsen.
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img255/3733/img1451vp.jpg]
    Im Hintergrund liegt die Ölwanne, dazu später mehr.
    Nachdem ich die Düsen demontiert hatte, entfernte ich die Ventile und kontrollierte sie auf Verschleiß oder etwaige Beschädigungen.
    Doch zunächst verpasste ich dem gestrippten Zylinderkopf eine eingehende Behandlung mit dem Heißdampf-Hochdruckreiniger.


    Nun konnte ich mir den Zylinderkopf eingehender betrachten:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img213/9257/img1477hx.jpg]


    Das nenne ich mal hochinteressant! Eine solche Brennraumgestaltung hatte ich zuvor noch nie gesehen. Hier mal im Detail:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img411/2320/img1473l.jpg]
    Rechts im Bild sieht man den Sitz des Einlaßventils. Links arbeitet das Auslaßventil. Wie man deutlich erkennen kann, ist der Ventilsitz des Auslaßventils gute 25 mm höher im Zylinderkopf angeordnet als das Einlaßventil. Somit sind Einlaß- und Auslaßventil
    zwangsläufig unterschiedlich lang und haben unterschiedliche Durchmesser.
    Bei genauem Hinsehen kann man im Umfang des Verbrennungsraumes vor dem Auslaßventil zwei kleine Öffnungen erkennen. Eine ungefähr bei "Ein Uhr", die andere bei "Fünf Uhr".
    Und das ist eine wirkliche Besonderheit. In der oberen Bohrung steckt die Einspritzdüse, die untere Öffnung ist der Eingang in eine Art Vorkammer, "Energy Cell" genannt.
    Die Dieselmotorenkenner unter den Lesern werden nun erkannt haben, was wir hier haben: das Lanova-Luftspeicherverfahren!


    Und so funktiontiert's:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img221/7070/lanovaidi.jpg]


    Schau'n wir mal, wie es so um die Ventile steht...
    Um den Zustand der Ventile genauer beurteilen zu können, befreite ich sie von den Ablagerungen, die sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten angesammelt hatten:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img197/3958/img1471y.jpg]


    Das klappte gewohnterweise ganz prima. Hier ein Vorher-Nachher-Bild, auf welchem man auch die Größenunterschiede der Einlaß-und Auslaßventile erkennen kann:
    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/a/img13/3275/img1467gy.jpg]
    Die Ventile zeigten sich nach der Reinigung in absolut brauchbarem und recht unverschlissenem Zustand. Auch in den Führungen wiesen sie kaum Spiel auf.
    Ach ja, ich vergaß: Dieser Motor hat tatsächlich Ventilschaftdichtungen! Das ist mir bisher noch bei keinem Oldtimermotor untergekommen.


    Den Zylinderkopf habe ich nun auf der kleinen Palette fixiert und mitsamt der Ventile zu meinem Motoreninstandsetzer gebracht. Er soll mir den Kopf planen, die Ventile einschleifen und neue, passende Ventilschaftdichtungen liefern.


    Es wird, es wird...


    Gruß, Hendrik

  • Beim Lesebeginn über die Motorrevision dachte ich mir schon, dass wird nicht ohne den Hoflader gehen und zack, da war er schon :mrgreen:


    Wieder ein interessantes Projekt mit vielen andersartigen Details, die man gerne sucht. Die Anordnung der Ölfilterpatronen z.B. finde ich interessant, und auch gleich zwei! (grob/fein?)


    Ich decke mich demnächst erstmal mit vernüftigen Zollwerkzeug ein, denn mir fiel jetzt auch auf, dass ich ja nur noch Amis im Haus habe :oops: ....

    • Offizieller Beitrag

    Hey Falko,


    freut mich, daß dir der Oliver gefällt.
    Glaub' mir, der Oliver hat noch ein paar weitere technische Leckereien zu bieten, die ich gerade Stück für Stück kennenlerne. Ich staune immer wieder.
    Die Ölfilterpatronen sind übrigens zwei ganz gleiche. Ich meine, daß die doppelte Ausführung typisch für die Dieselmotoren war, die Benziner und LPG-Varianten hatten an dieser Stelle eine einzige Patrone.


    Und ja, so ein Hoftrac ist schon was ganz feines. Durch die extrem feinfühlige Bedienbarkeit der Hydraulik lassen sich schwere Dinge wie Pony-Motoren, Zylinderköpfe und ganze Motorblöcke millimetergenau dirigieren und absetzen. Was'n Glück, daß ich auf 'nem Bauernhof lebe... :bauer:


    Zum Werkzeug:
    Ich schätze mal, daß ich bei meinen Ami-Schleppern ca. 90% der anfallenden Schrauberarbeiten mit einem gutsortierten metrischen Nusskasten und Maulschlüsselsatz (in Millimeter-Schritten!) erledigen konnte. Einen Maul-/Ringschlüsselsatz für Zoll habe ich mir kürzlich jedoch ebenfalls zugelegt... eine feine Sache, hauptsächlich bei den kleinen Schlüsselweiten!


    OT:
    Was macht dein Popper? Alles gut? Ich hoffe, du konntest den Rest der Saison noch entsprechend nutzen. Meine beiden Popper sind seit gestern winterfest eingemottet...


    Gruß, Hendrik

    • Offizieller Beitrag

    Ja der Hendrik....bis ich mal zum antworten komme, hat er schon den Motor ausgebaut.
    Unglaublich.
    Schönes Gerät hast du da.
    Ich stehe ja eher nicht so auf die Amis, aber der hat was.
    Zum Thema Hoftrac kann ich auch nur sagen: Man braucht nicht unbedingt einen, aber ohne ists auch blöd. Ich bin froh, dass es bei mir einen Weidemann-Tele (der kleinste den es gibt) hat, denn mit dem kann man auch sehr fein arbeiten.


    Ich freue mich (wie immer bei Hendrik) auf einen interessanten und informativen Bericht.
    Viel Spaß und nen schönen Sonntag noch
    Maik

  • Zitat von Hinnerk


    OT:
    Was macht dein Popper? Alles gut? Ich hoffe, du konntest den Rest der Saison noch entsprechend nutzen. Meine beiden Popper sind seit gestern winterfest eingemottet...
    Gruß, Hendrik


    Ich kam bisweilen auch mit guten metrischen Sätzen Nüsse/Schlüssel aus, aber ich habe hier die Fa. Proxxon Europazentrale im Industriegebiet. Dann kann man auch gutes Werkzeug zu einem vernünftigen Preis kaufen. Das wollte ich mal probieren.


    Mein B ist ebenfalls eingemottet und zugedeckt. :mrgreen:
    Dieses Jahr schraube ich da nicht mehr dran. Wie gesagt, die Forsttechnik genießt jetzt den Vorang!

    • Offizieller Beitrag

    Ja, ich bin da auch ganz gespannt.
    Die Laufruhe des (verschlissenen, wohlgemerkt!) Motors hat mich schon bei der Probefahrt beeindruckt.


    Soben gab's die Nachricht aus Holland: Die Teile sind bestellt und auf dem Weg in den Container, welcher im Laufe des Novembers seine Reise über den Atlantik antritt. Wenn der Pott dann hoffentlich nicht untergeht, rechne ich mit den Teilen im Dezember. Supi!


    Gruß, Hendrik

  • Also Amerikanische Oldtimer interessieren mich eigentlich sehr wenig und so richtig Gefallen an ihnen kann ich auch nicht finden!


    Der Restaurationsbericht ist aber bisher wieder sehr interessant und auch die sehr schöne originale Optik des Olivers gefällt mir gut!


    Weiter so!

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