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Motoraustausch MWM KD 211 Z

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    Hallo,


    Wieviel Werkstattstunden muss man Ca. Einplanen um das "Innenleben " des besagten Motors auszubauen und in ein neues Gehäuse einzusetzen? Nur um mal einen ungefähren Überblick zu bekommen. Danke.
    Freundl. Grüsse
    Peter

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  • Hallo Peter,


    wenn du beide Motoren bereits auf der Werkbank stehen hast (also nicht erst ausbauen) und du die Teile wirklich nur 1:1 ausbauen, nicht reinigen und sofort wieder verbaust kann man das in an einem Arbeitstag gut schaffen. Whb, Werkzeug, neue Dichtungen und technisches Verständnis vorausgesetzt. Wenn du alle Teile aber erst reinigen, vermessen und prüfen musst (zu empfehlen wenn schon mal in der Hand!) steigt der Aufwand natürlich.


    Gruß

  • Moin!
    Ich denke mal, Michael hat da so geantwortet wie es jeder hier , der schon länger dabei ist, es getan hätte. ( Großen Gruß an Douglas Addams - der ist nicht hier im Forum - ist ein Insidergag!! )
    Wie soll man auch auf ganz wenig Information aus der Ferne antworten - Peter?


    Die Zeit ist bei solch einer Arbeit solange Nebensache, so lange man die Zeit nicht zahlen muss. Gibt es keine Komplikationen, hat man eine solche Arbeit locker an einen Tag fertig. AAAAAber es gibt fast immer Komplikationen. Es muss viel beachtet, gemessen und besonders an Hintergrundwissen erarbeitet werden. Hausaufgaben eben. Stelle lieber geziehlte Fragen, dann brauchst Du auch nicht "Per Anhalter durch die Galaxis" lesen - wobei allgemein empfehlenswert....


    Chereeo
    Dirk

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

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  • Ah, ihr habt meine Frage falsch verstanden. Ich meinte nicht selbst, das kann ich nicht!
    Ich meinte in einer Fachwerkstatt. Damit ich einen ungefähren Kosten Überblick bekomme.
    1h bei Raiffeisen Ca. 100 Euro!
    Man muss wissen was finanziell auf einen zukommt, ich habe keinen Geldscheisser!
    Gruss Peter

  • Moin,


    da wirst du, mit dem Durchmessen aller verschleißrelevanten Parameter und dem Erneuern der Dichtungen, kaum unter 20 Stunden landen. Eher noch mehr. Dann mögen wie gesagt die Dichtungen schon erneuert sein, aber mögliche verschlissene Teile eben noch nicht...


    MfG
    Fabian

  • Und zudem sei gesagt, wenn es eine gute Werkstatt ist, werden die Teile alle davor gereinigt und begutachtet. Das zerlegen geht am schnellsten, das saubermachen dauert meist am längsten.... mal vom Zusammenbau mit Hirn und Verstand ganz abgesehen.


    Mfg Tobi

    „Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“

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  • Gut, dann noch dazu:


    Ich halte 100 € für zu hoch. Das sind Preise von modernen Teiletauschern. Richtige Werkstätten, die reparieren, nehmen meist weniger.
    Raiffeisen und Baywa sind zumeist moderne Werkstätten ohne Ahnung. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen.


    Für diesen Motor brauchst Du einen alten Meister, einen Dorfschmied etc.


    Allein die ESP auszubauen ist alles andere als trivial. Wer das nicht "schon immer" gemacht hat, braucht Unterlagen. Sind die nicht da, wird das nix.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Michael, da muss ich dir leider widersprechen, klar 100€ für ne Arbeitsstunde ist hoch, nur das ist auch Gebietsabhängig. Großstadtnähe = teurer, ländlich eher günstiger.


    Zudem fühle ich mich mit deiner Aussage etwas diskriminiert, ich arbeite zwar nicht in den oben genannten "Mafiabetrieben", dennoch bin ich in der Branche tätig und bin beiweitem noch keine 30-40 Jahre gelernter Mechaniker. Finde es zudem prinzipiell unmöglich, wenn man einfach so sämtliche Landmaschinenmechaniker / -mechantroniker über einen Kamm scheert und als Teiletauscher beschimpft, die ihren Gesellenbrief nicht schon vor 30 Jahren bekommen haben.


    Ich will mich selbst hier nicht loben, aber ich denke, das man anhand meiner Beiträge gerade eben zur alten Technik sehen kann, dass ich hier nicht nur Heißluft rede und mich beruflich wie auch privat mit " altem Eisen" beschäftige. Klar ist vieles erlesen und auch erarbeitet, aber Meister ist noch keiner vom Himmel gefallen.



    Und als letztes nur mal so ein Beispiel zum Thema Dorfschmied;


    Habe derzeit nen 1050er Schlüter unter der fuchtel, da wurde vom "Dorfschlosser" der Motor überholt. Nach erfolgreicher Absolvierung von >50h läuft der Motor unruhig, Vibrationen stark spürbar.


    So die ganze Misere angeguckt und siehe da, Riemenscheiben samt Schwingungsdämpfer mit ca. 5-8l Loctite auf den KW-Stumpf geklebt, Gewinde der Sicherungsschraube aufgearbeitet, Schwingungsdämpfer mit 2k-Kleber notdürftig geflickt...Stirnraddeckel anscheinend zerstört beim Versuch die Einheit vorne von der KW abzuziehen und als Krönung des ganzen noch das Sahnehäubchen : der Vorderste KW-Lagerbock ist komplett gerissen, weil man die Lagerbockunterteile vertauscht hat.... ganz zu schweigen von nem total falsch eingestellten Förderbeginn.


    Nur soviel dazu....schwarze Schafe lauern überall das ist mir auch klar, aber ich wäre vorsichtig mit solchen Verallgemeinerungen.



    So und nun back to Topic.


    Mfg Tobi

    „Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“

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  • Zitat von tigerhamburg

    Moin,
    mal ne ganz doofe Frage warum möchtest Du das Gehäuse tauschen, was für ein Schaden liegt vor?
    Dieses als Auftrag an eine Firma zu vergeben halte ich für unwirtschaftlich.
    Gruß Holger


    Hallo Holger,
    Wie schon aus meinen anderen Beiträgen ersichtlich habe ich einen alten Krämer KA 15, den ich vom Vorbeditzer ohne es zu wissen mit einem massiven Frostschaden gekauft habe:-((
    Als ich zu Hause das festgestellt habe habe ich den Schlepper zum Dorfschmied gebracht der sich daran versucht hat und den Riss mit einer Metallplatte glückte.Leider ist er aber schon wieder am tröpfeln, ausserdem ist das Motoröl sehr dünn was ich darauf zurück führe das der Riss auch nach innen geht...
    Nun habe ich ein frostfreies Gehäuse bekommen, nach langem Suchen, aber nun muss eben das ganze Innenleben getäuscht werden...
    Ich weiss dass Oldietraktor ein teures Hobby ist, aber in der Zwischenzeit bin ich durch eine schwere chronische Erkrankung in Erwerbsminderung gekommen, also das Geld noch knapper...
    Ich habe aus diesem Grund schon viele Hobbys aufgegeben, aber der alte Traktor ist das einzige, was mir noch etwas Freude bereitet und die Krankheit wenigstens für einige Stunden vergessen lässt, darum möchte ich dieses Hobby auch Beine halte...
    Kurz und gut, will nicht jammern, abet was würdest Du mir empfehlen um die Sache wirtschaftlich und gut "über die Bühne" zu bringen?
    Lg Peter

  • Hallo,


    in diesem Falle muss die Werkstatt den Motor erstmal komplett ausbauen und nach Revision auch wieder einbauen. Ich denke mal nicht, dass du denen den ausgebauten Motor mal eben so vorbeibringen kannst. Das zieht dann den Zeitaufwand erheblich nach oben.


    Den Motorblock selber tauschen ist keine Option?


    Gruß


  • Wie gesagt, habe ich noch nicht gemacht. Habe auch keine"Kumpels" die mir zu Hilfe kommen könnten. Bislang habe ich nur an ein paar Mopeds geschraubt.
    Gruss Peter

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  • Tobi, wenn Du Dich mit alter Technik auskennst, weil Du Dich dafür interessierst und weiterbildest, musst Du Dir den Schuh auch nicht anziehen. Aber wieviele von Deinen Kollegen tun denn das?


    Peter, eine abgebrochene Restaurierung oder Reparatur gibt einen ganzen Haufen Frust und verbrannte Kohle. Sammle mehrere Angebote und Informationen, geh raus zu den Leuten, such Dir einen Verein. Als angeschlagener Einzelkämpfer sind Deine Chancen auf einen wirtschaftlich sinnvollen Erfolg sehr begrenzt. Wenn Du die Arbeiten gewerblich vergibst, such Dir jemanden, bei dem Du mitschrauben darfst, sofern Deine Erkrankung es zulässt.


    Dummerweise sind halt die MWM-Motorenteile besonders teuer. Denk tief drüber nach, ob Dein Seelenheil wirklich in einem (in diesem) Traktor liegt oder es doch noch leichter zu bewältigende Freudenspender geben könnte.


    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen!


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Moin Peter,
    wenn es Dir um den reinen Nutzen geht, und nicht um die perfekte Oberfläche am Motor gibt es da durchaus haltbare Möglichkeiten aus dem bereich der Chemie. Vor allem sehr bezahlbare Möglichkeiten.
    Ich habe jüngst einen Verdampfer mit einem 12 cm Frostriß im nicht sichtbaren Bereich abgedichtet. Das Ergebnis steht und fällt wie bei allen Arbeiten an Motoren mit der Vorarbeit und Sorgfalt. Beim Deutz war ich zwei Stunden dabei, anschließend habe ich das 2K Material 24 Stunden durchhärten lassen. 100% dicht. Ich habe Material für ca 45 Euro verarbeitet.
    Ich gebe Dir gerne weitere Infos, Herstelle hab ich gerade nicht im Kopf, 2K Material auf Epoxy Basis mit Metallanteilen.
    Gruß Holger

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  • Zitat von tigerhamburg

    Moin Peter,
    wenn es Dir um den reinen Nutzen geht, und nicht um die perfekte Oberfläche am Motor gibt es da durchaus haltbare Möglichkeiten aus dem bereich der Chemie. Vor allem sehr bezahlbare Möglichkeiten.
    Ich habe jüngst einen Verdampfer mit einem 12 cm Frostriß im nicht sichtbaren Bereich abgedichtet. Das Ergebnis steht und fällt wie bei allen Arbeiten an Motoren mit der Vorarbeit und Sorgfalt. Beim Deutz war ich zwei Stunden dabei, anschließend habe ich das 2K Material 24 Stunden durchhärten lassen. 100% dicht. Ich habe Material für ca 45 Euro verarbeitet.
    Ich gebe Dir gerne weitere Infos, Herstelle hab ich gerade nicht im Kopf, 2K Material auf Epoxy Basis mit Metallanteilen.
    Gruß Holger


    Hallo Holger,
    da hast Du durchaus recht! Ich bin sowieso "Perfektionsgegner", sowohl im menschlichen Bereich als auch bei Dingen...
    Es gibt nämlich überhaupt keine Perfektion, nur unsere moderne Leistungsgesellschaft befindet sich im Perfektionswahn. Ich halte es gern wie mein früherer rumänischer Zahnarzt, der sagte immer :"machen wir Proffesorium..."
    Meinen Schlepper nutze ich für mich selbst, zum Entschleunigen und gemütlichem Rumtukkern auf Feld u. Wald wegen.Ich fahre auf keine Scleppertreffen od. ähnliches.
    Kurz und gut, er hat ja auf den Ca. 20 cm langen Frostriss schon eine Stahlplatte vom Dorfschmied mit viel Dichtungsmasse rund um bekommen, nur tröpfelt es leider leicht darunter hervor...
    Also von der Optik stört mich das gar nicht, ich befürchte nur dass der Riss auch nach innen geht da das Motoröl so dünnflüssig erscheint. ICH habe im Kühler jedoch kein Wasser sondern reines Kühlmittel bis minus 40 Grad, dadurch kann ich nicht erkennen ob sich diese im Öl befindet weil es selbst eine recht ölige Flüssigkeit ist. Nun habe ich Angst dass die Schmierung nicht ausreichend ist.
    Lg Peter

  • Hallo
    Kühlflüssigkeit oder Wasser Gemisch im Motorenoel kann man sehr leicht feststellen. Wasser, Antifreeze ist schwerer als Oel und wenn man den Motor eine Woche stehen lässt, hat sich das Gemisch getrennt. Nun braucht man nur noch die Oel Ablass Schraube lose drehen bis ein wenig raus kommt und man kann sehen wenn Wasser, Kühlmittel drin ist, kommt es zuerst raus. Mfg Farmerrolf