Anzeige

Unsere Oldie-Maschinen im Einsatz

  • Anzeige

    Guten Morgen liebe Forengemeinde,


    ich bin neu hier im Forum, und wollte mich in diesem Zuge kurz vorstellen: Mein Name ist Stefan, ich bin 27 Jahre alt und wohne in Stötten am Auerberg, im schönen Ostallgäu.


    Nachdem mein Schwiegervater und ich beschlossen haben, eine kleine Fläche zu beackern, Getreide, Kartoffeln und Gemüse anzubauen, war es natürlich selbstredend, dass dafür auch ein kleiner maschineller Helfer in Form eines Traktors her muss :)

    Nachdem mein Onkel einen 22er Eicher mit Deutz-Motor besitzt, den mein Vater und ich hergerichtet hatten und der sich leider "kaputtsteht", war das natürlich die erste Anlaufstelle. Doch zahlreiche Versuche, ihn zum, wohlgemerkt, Verkauf des Eichers zu bewegen blieben leider ohne Erfolg...daher entschloss ich mich, einfach nen eigenen Schlepper zu suchen. Ich wollte allerdings unbedingt einen 16er ohne klappbare Haube haben, was die Suche schon etwas eingrenzt.

    Letztlich habe ich aber doch noch einen gefunden, der nun für den TÜV auf Vordermann gebracht wurde. Einige Dinge wurden "rückgerüstet", die Elektrik komplett neu gemacht und die Vorderachse neu gelagert.

    Einen Messerbalken hatte ich damals für den 22er gekauft und ihn gleich an den 16er montiert. Demnach steht er für die diesjährigen Arbeiten bereit :).



    Ich habe auch noch ein paar Fragen:


    1. Weiß jn. von euch, ob diese Hydraulik eine "ab Werk"-Version ist, oder ob sie nachgerüstet wurde? Ich finde leider im Netz keine Angaben, wie die original aussah...


    2. Ein Bekannter meinte, dass in der Lenksäule ein kleines Röhrchen angebracht ist, durch welches das Kabel für den Hupenknopf nach oben geführt werden kann. Ist das so richtig? Bei mir ist leider ein anderes Lenkrad montiert, welches einen Abdeckkappendurchmesser von ca. 72cm hat. Ich wollte es gegen ein originales tauschen und in diesem Zuge die Hupe nach oben zum Lenkrad verlegen. Evtl. könnt ihr mir hier ja auch mit Infos weiterhelfen.


    Bilder von den Arbeiten werde ich sporadisch in die Galerie hochladen. Ein Mini-Ausflug ins Holz gab´s bereits...


    Ich freue mich auf eure Antworten und schick mal viele Grüße aus´m Allgäu in die Runde!


    Stefan

  • Moin Stefan.

    Du hast eine vom Getriebehersteller Hurth aufgesetzte Originalhydraulik.

    Die gab es ab Werk, allerdings ist diese recht selten beim ED anzutreffen, da

    1. sie sicherlich ihre 500 Mark Aufpreis kostete - im Verhältnis zum Eicher Hubwerk -und 2.

    generell ein Hubwerk in der Klasse schon eine kleine Revolution darstellte.


    Statt des einfachen Hubzylinders der Eicherhydraulik ist das eben ein Hubwerksblock, wie man ihn dann später standardmäßig antreffen konnte.

    Stand der 16er bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf? Dann habe ich den dort schon einmal gesehen.....meine ich.

    Gruß, Falko

    JD GP (1928), JD E (1931), JD B (1938), JD LA (1944), JD 110 (1966), JD 212 (1979), JD 5055e (2011), JD X165 (2012), JD Pro 47V (2014), JD C52KS (2018), JD D45C (2019)

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    MH Pony 812 (1952), Eicher ED 16/IIb "Tropen" (1954), ENERGIC 512 (1956)

    Es gilt das © für meine Bilder!

  • Anzeige

  • Moin!


    Glückwunsch zu dem schicken 19er!

    So zur allgemeinen Information rund um Motor und Getriebe solltest du folgenden Beitrag beachten:
    Eicher ED1 - technische Besonderheiten und Umbauten


    Zu deiner Lenkung:

    Ja, im Lenkgetriebe ist unten ein Röhrchen ins Lenkgetriebe eingesetzt. Dieses verhindert das Austreten von Getriebeöl (ins Lenkgetriebe MUSS Getriebeöl!!!) am Hupenkabel. Ein solches Kabel kannst du leicht von unten einführen und nach oben hin durchschieben. Originales Lenkrad, sowie Hupenknopf sind ja relativ einfach bei Teilehändlern in der Bucht zu bekommen.

    Viele Grüße


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???


    Machen wir uns nichts vor: Saugmotoren haben leider keine Turbolader...

  • Guten Morgen liebe Forengemeinde,


    diese Woche haben wir mit dem 19er eine kleine Fläche gepflügt. Zur Verwendung kam ein Landsberg 2-Schar Pflug.





    Da es das erste Mal war, dass ich pflügte, wollte ich mich im Vorhinein erst mal erkundigen, wie das mit der Spaltfurche, Zusammenschlag, usw. funktioniert...scheinbar ist die Zeit vor den Wendepflügen aber schon so lange her, dass einem wenig persönlich Auskunft geben können. Im Internet bin ich dann doch noch auf eine "Anleitung" gestoßen und mit Hilfe von Videos hat es dann auch, theoretisch zumindest, einigermaßen gut funktioniert.


    Leider hatten wir aber nach der Spaltfurche den Pflug nicht mehr richtig eingestellt. Der Pflugkörper war nicht waagerecht. Dadurch waren die Scharen nach unten, Richtung Boden geneigt, wodurch sich der Eicher extrem schwer tat. Entsprechend sah dann auch die gepflügte Fläche aus (Bild enthalte ich euch jetzt lieber mal vor:)). Naja, aller Anfang ist schwer und probieren geht über studieren.

    Interessant wäre es jetzt, ob der Eicher den 2-Schar Pflug mit der korrekten Einstellung ziehen würde. Aber das stellt sich wohl erst im Herbst heraus.


    Außerdem haben wir unseren zweiten kleinen Acker gefräst. Der Einfachheit halber musste da aber der Fendt ran.

    Im Laufe der nächsten Wochen kann die Aussaat von Sommeremmer, Kartoffeln und Gemüse beginnen. Wir machen das alles zum ersten Mal, was es für uns ziemlich spannend macht zu sehen, ob´s und wie´s funktioniert :)

    Hier noch ein paar Bilder:




    Ich hab mich auch mal in der "Filmerei" versucht und bissl was zusammengebastelt:




    Ich hoffe, euch gefallen die Bilder und unser Projekt ;)


    Viele Grüße und frohe Ostern!

  • Anzeige

  • Hallo Stefan,


    in heuteiger Zeit fallen die Vor- und Nachteile beider Systeme nicht mehr so ins Gewicht. Einen großen Vorteil sehe ich im geschlossenen System des Hubwerkes,


    der öfters verwendete außen anliegende Hubzylinder ist m.E. mehr äußeren Einflüssen ausgesetzt. Hinzu kommt die verwendete Hydraulikpumpe als


    Aufsteckpumpe gegenüber der Riemenscheibe: Diese ist zum einen weniger anfällig wie die von Eicher konstruierte Hydraulikpumpe, welche mit Stempeln


    arbeitet, zudem wurde die Pumpe an der Riemenscheibe meist nur eingeschaltet, wenn diese benötigt wurde. Die Eicher (AG 80) Pumpe läuft die ganze Zeit


    zwangsweise mit, da durch die vorder Riemenscheibe angetrieben.


    Für mich stellt die Eicherpumpe ein kleines mechanisches Kunstwerk dar. :-) Deine Ausführung ist definitiv seltener anzutreffen und somit auch etwas


    Besonderes. Ich denke, beide Systeme haben in der Oldtimerei ihre Daseinsberechtigung! :-)


    Viel Spaß noch mit deinem tollen Eicher! :-)


    VG Markus

  • Ja, der Eicher stand in Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf :thumbup:

    ....dann hatte ich den "grauen" Eicher noch richtig im Kopf. Der Verkäufer sagte mir auch, er ginge in den Süden. Preislich wahr er ja sehr in Ordnung, auch angesichts der guten Ausstattung.


    Erfahrungen zum Hubwerk habe ich leider bislang nicht und werde ich wohl auch kaum machen. Ich habe dafür weder ein passendes Gerät (alles an Maschinen ist zu groß/zu schwer) und damit habe ich auch keine echte Arbeit für den Kleinen. Die Aufgaben rund ums Haus übernimmt ein Allradschlepper. Der 16er ist zudem die jüngste Beigabe in meiner Sammlung (ein kürzlich gelaufener Forendeal) und er wird in den kommenden Tagen anlässlich des Geburtstages meiner Frau "überreicht". Aber der Fuhrparkbeauftragte bleibe weiterhin ich ;)


    Inzwischen hat er noch diverses Zubehör erhalten, was der Landwirt seinerzeit eben so auf oder an dem Schlepper haben könnte......


    Stefan hat hier eine gute Erklärung zum Hubwerk geliefert, der ich nichts mehr hinzufügen kann. Wie gesagt, man trifft eher selten auf die Hurth-Hydraulik am 16er, am EKL ist sie ebenfalls rar, aber gefühlt häufiger anzutreffen. Das ist aber keine signifikante Feststellung meinerseits, sondern es liegt vllt. auch an den höheren Absatzzahlen des 15er EKL.


    Die Einsätze deiner Maschinen finde ich klasse und zeugt von echtem Idealismus. Nur weiter so! So einen Farmer mit einer zeitgenössischen Aufgabe zu sehen, da wird mir warm ums Herz.

    Gruß, Falko

    JD GP (1928), JD E (1931), JD B (1938), JD LA (1944), JD 110 (1966), JD 212 (1979), JD 5055e (2011), JD X165 (2012), JD Pro 47V (2014), JD C52KS (2018), JD D45C (2019)

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    MH Pony 812 (1952), Eicher ED 16/IIb "Tropen" (1954), ENERGIC 512 (1956)

    Es gilt das © für meine Bilder!

  • ein kürzlich gelaufener Forendeal)

    Hallo Falko, ich dachte mir noch, den 16er kennst du doch irgendwoher.... ist das nicht Hendriks Eicher gewesen?




    Zum Thema Hurth Kraftheber wurde bereits alles gesagt, zum Thema Motor auch. Kann dich nur Beglückwünschen zu deinem "Urdiesel" :)


    Mfg Tobi

    „Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“

  • Anzeige

  • Zitat

    Der 16er ist zudem die jüngste Beigabe in meiner Sammlung (ein kürzlich gelaufener Forendeal) und er wird in den kommenden Tagen anlässlich des Geburtstages meiner Frau "überreicht". Aber der Fuhrparkbeauftragte bleibe weiterhin ich ;)

    Das würd ich auch gern noch erleben :)

    Naja, was nicht ist, kann ja noch werden ^^


    Pflugversuch der 2.: gestern haben wir’s nochmal versucht mit‘m Pflügen. Diesmal haben wir uns, wie ich finde, schon etwas besser angestellt. Ich trau mich sogar, paar Bilder herzuzeigen 😀 Den 2-Scharer hat er, nach erneutem Einstellen, besser bewältigt. Liegt vllt. aber auch am lockereren Boden 😄😄


    Etwas schief war er noch, die Welle zum Einstellen müssen wir erst noch gängig machen. Naja, wir sind soweit zufrieden😊


  • Hallo Falko, ich dachte mir noch, den 16er kennst du doch irgendwoher.... ist das nicht Hendriks Eicher gewesen?

    Erst gehörte er einem Diedrich W., welcher ihn 1975 abmeldete, 2010 entdeckte Ihn Hendrik nach Hinweisen zugr in einer Garage, 2020 habe ich ihn übernommen.

    Ich bin auch stets auf der Suche nach Tropen-Eichern, respektive Informationen zum Exportgeschäft. Doch leider sind hier selbst die Markenkenner schnell überfragt.

    Eine ordentliche Literatur, Geschäftsbriefe, Bilder, Exportstrategien, Korrespondenzen aller Art,.... Fehlanzeige.


    Demnächst schreibe ich vllt. mal was für die SPo in der Hoffnung, dass sich noch andere Besitzer solcher Maschinen melden oder zumindest noch etwas Wissen dazu teilen können.

    Bislang ist mir nur mein ED16 bekannt und ein grüner Eicher steht in einem spanischen Museum, dessen Herkunft ist aber nicht zweifelsfrei zu klären, da keine Werkskarte existiert.


    Aber ich will hier den Thread nicht spoilern, weiter im Text......

    Gruß, Falko

    JD GP (1928), JD E (1931), JD B (1938), JD LA (1944), JD 110 (1966), JD 212 (1979), JD 5055e (2011), JD X165 (2012), JD Pro 47V (2014), JD C52KS (2018), JD D45C (2019)

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    MH Pony 812 (1952), Eicher ED 16/IIb "Tropen" (1954), ENERGIC 512 (1956)

    Es gilt das © für meine Bilder!

  • Anzeige

  • Hi Markus,


    da wird sich sicher noch Gelegenheit dazu bieten. Messer ist auf jeden Fall schon geschliffen 😊 ich brauch allerdings noch eine neue Treibstange...die liegt aber noch beim Onkel und zwecks C....ist das ja grad schwierig 🙈


    Hast du das Mähwerk von überholt? Die Lager sind doch schon sehr in Mitleidenschaft gezogen worden...

  • Anzeige

  • Guten Morgen zusammen,


    ich habe von unserer letzten Pflüg-Aktion nochmal ein Video zusammengefrickelt:




    Wie gesagt, ein paar Einstellungen müssen am Pflug noch geändert werden, aber langsam kommen wir schon dahinter. Ist schon was andres, als mit nem vollautomatischen Wendepflug...

  • Justfendt

    Hat den Titel des Themas von „Eicher ED16/II“ zu „Unsere Oldie-Maschinen im Einsatz“ geändert.
  • Vor kurzem haben wir eine kleine Stiftendreschmaschine sowie eine Windfege aus dem Dornröschenschlaf gehoben, um, probehalber, etwas Roggen zu dreschen.




    Der gedroschene Roggen wurde bereits vor zwei Jahren geerntet. Es war damals ein Versuch, man könnte es auch "Erst-Anbau" nennen :) Bei der Ernte wurde leider nicht darauf geachtet, die Halme zu sortieren. Das hatte nun zur Folge, dass wir ganze Garben durch die Maschine lassen mussten, da manche Ähren oben, manche unten waren. Dadurch war der Drusch natürlich sehr verunreinigt.




    Aber nun gut, es war ja nur ein Test, ob alles so funktioniert, wie wir uns es vorstellen.


    Angetrieben wurde die Maschine von einem Hatz Standmotor (der dringend eine Überholung braucht ;) )




    Im nächsten Schritt haben wir das Getreide mittels einer Windfege gereinigt. Es sind, Gott sei Dank, noch diverse Siebe, inkl. Siebtabelle, vorhanden. Das erleichtert das "Suchen" nach der richtigen Sieb-Kombination erheblich.
    Aus mechanischer/technischer Sicht finde ich dieses Gerät nur noch genial. Es ist wirklich bemerkenswert, wie viele Bauteile sich hier auf unterschiedlichen Achsen bewegen. Allein angetrieben durch eine Kurbel/Riemenscheibe...Wahnsinn.


    Die Übersetzung ist ebenfalls angenehm. 48 Kurbelumdrehungen pro Minute sollten es lt. Anleitung sein. Da rattert das Gerät schon recht ordentlich drauf los.




    Das Ergebnis war insoweit zufriedenstellend, als dass wir nun wissen, dass die Maschinen soweit funktionieren. Aufgrund der Verunreinigungen der Garben durch Blumensamen und Mäuse (während der Lagerung), war das Material allerdings nicht zu verwenden.



    Aktuell haben wir Emmer und Hafer angesät. Hier werden wir bei der Ernte gezielt darauf achten, dass alles ordentlich "sortiert" und möglichst frei von anderen Samen/Keimlingen ist. Dann sollte die ganze Prozedur auch schneller und leichter von der Hand gehen und die Körner können zu Mehl vermahlen werden. Dazu dann aber mehr im Herbst ;)

  • Anzeige