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Unbekannter Schmiernippel am EDK vom Eicher G220

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    Hallo Forum,

    beim Restaurieren eines geerbten Eicher Geräteträgers habe ich unter der Motorhaube einen Schmiernippel „freigelegt“, dessen Funktion ich nicht richtig zuordnen kann und mir nicht sicher bin, ob hier Fett angeraten ist. Vlt. kann mir ja jmd helfen. Ein Bild habe ich angehängt.

    Vielen lieben Dank für eure Mühe und schön, dass es so ein informatives Forum gibt (ich bin zwar neu hier, stöber aber schon eine Weile neugierig durch die hilfreichen Beiträge)

    Herzlichen Gruß

    Jan

  • Halo Jan,


    ein Schmiernippel gabs da definitiv nicht. Zum einen befindet sich in dem Bereich der Anschluss für die Kaltstartvorrichtung (meim Kaltstart wird zusätzlich


    Diesel in den Ansaugkrümmer gebracht, dies geschah mittels Handpumpe oder Einfüllen mittels Kännchen) oder der Anschluss für die Kipphebelschmierung.


    So genau kann ich das auf dem Foto jetzt nicht erkennen


    Wäre der Anschluss an der Kipphebelschmierung, dann wäre es total falsch, da diese an die Druckumlaufschmierung angeschlossen sein muss und Fett dort


    üerhaupt nichts zu suchen hat!!!


    Mach doch vielleicht mal noch ein Foto vom anderen Zylinder. Was befindet sich denn dort an der Stelle?



    Grüße Markus

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  • Hallo, willkommen hier .


    Der Schmiernippel wurde da im Ansaugbereich sicher nur zur Abdichtung rein geschraubt, " alla Hauptsache dicht ... " . Hier also KEINESFALLS fett rein drücken !


    Gruß Markus

    Meine Eicher :
    Eicher Tiger 2 EM 235 mit FL (restauriert)
    Königstiger 2 (3015) in Restauration
    Eicher 3072 TURBO im Original Zustand
    Eicher G 400
    Eicher ES 201
    Eicher ES 400
    Eichus Stapler
    Eicher 3251 HS



    Eicher war gut, ist gut ,
    und bleibt weiterhin gut !

  • Vielen lieben Dank für die schnellen Antworten.

    Ich hab mir den zweiten Zylinder auf den Rat von Markus hin noch mal angeschaut:


    Das am zweiten Zylinder sieht für mich nach dem Auslass für die Dekompression aus. Der Schmiernippel am ersten Zylinder scheint tatsächlich mehr ein „Notnagel“ für den Auslass gewesen zu sein.

    Wo könnte man so einen „Miniauspuff“ denn noch her bekommen?

    Herzlichen Gruß & einen schönen Restsonntag

    Jan

  • Hallo Jan,



    nix Dekompression! :-)


    Das ist eine Einfüllöffnung für den Kaltstart. Bei Minusgraden kann man durch die Öffnung ein paar Spritzer Diesel für einen besseren Kaltstart einfüllen.


    Bei den "neueren" Motoren wurde dann per Handpumpe und Leitung zentral vom Fahrersitz aus etwas Diesel eingepumpt.


    Solch eine Einfüllöffnung müsstest du per Suchanzeige sicherlich noch irgendwo für kleines Geld auftreiben.


    Grüße Markus

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  • Hallo Markus,

    danke für die Erleuchtung8). Dann lass ichˋs erst mal, wie es ist. Hier im tiefen Sauerland gibts keine harten Winter mehr und der Motor springt 1a an.

    Herzlichen Gruß und Dank

    Jan

    PS: Danke für den Tipp, Martin. Ich schau mal...

  • Hallo Jan,

    auf meinem ES201 ist die Kaltstart-Einrichtung mit der Leitung zu den Zylinderköpfen verbaut.

    Da sieht man schön, dass das über die beiden Zylinder geht, die du beschrieben hast.

    Da darfst du definitiv NICHT Fett rein pressen.

    EDK2 mit zusätzlicher Kaltstart-Einspritzleitung


    Sollte die Kaltstartleitung nicht benötigt werden, dann da oben einfach eine Schraube mit Dichtung reinschrauben.


    Liebe Grüße,

    Sam

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  • Guten Morgen!


    Die Beste Lösung hierfür wäre den Schmiernippel und die Kaltstartklappe auszubauen und eine Inbusschraube samt Kupferring einzusetzen. Im Regelfall braucht ein Eichermotor keine Kaltstarthilfe. Sollte er bei kälteren Temperaturen unserer Breitengrade nicht anspringen ohne Startpilot o.ä., ist der meistens eh Platt.


    Zur Kaltstartanlage von Sam kann ich nur eines sagen - Raus damit. Die Handpumpen unten am Tank wurden gerne mal undicht und das hat dazu geführt, das bei relativ vollem Tank dann die Brennräume der Zylinder komplett mit Diesel voll liefen. Gab m.W. sogar eine KDM dazu.


    Achja, das Gewinde im Kopf ist ein M8x1, darum hat wohl auch der Schmiernippel so gut gepasst.


    Mfg Tobi

    „Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“

  • Hallo Tobi,



    ich denke aber nicht, dass durch eine undichte Pumpe der Zylinder voll laufen kann. Die Leitung steht ja auf dem höchsten Punkt über dem Tank.


    Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass infolge einer undichten Pumpe durch den Unterdruck im Ansaugkrümmer zusätzlich Kraftstoff angesaugt wird


    und der Motor sogar unkontrolliert hochdrehen könnte.


    Grüße Markus

  • ich denke aber nicht, dass durch eine undichte Pumpe der Zylinder voll laufen kann. Die Leitung steht ja auf dem höchsten Punkt über dem Tank.

    Hallo Markus!


    doch genau das passiert, wenn der Tank gut gefüllt ist. Hatte den Fall selbst schon 2x an Eichern, daher meine Empfehlung - raus damit und blind machen, fertig.


    Mfg Tobi

    „Der Bauer träumt – wenn doch oh Herr, mein Fendt ein guter Eicher wär!“

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  • ich denke aber nicht, dass durch eine undichte Pumpe der Zylinder voll laufen kann.

    Genau deswegen gibt es eine Kundendienstmitteilung zu diesem Thema, Kaltstartanlagen müssen vom Tank abgeklemmt und über einen separaten Behälter versorgt werden. Alternativ verschließen, so wie hier.


    Im Übrigen gilt das was Tobi schon geschrieben hat: Eicher-Motoren brauchen keine Kaltstartanlage. Und wenn doch sollte man sich Gedanken über den Zustand seines Motors machen.

    Viele Grüße


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???


    Machen wir uns nichts vor: Saugmotoren haben leider keine Turbolader...

  • hi ,


    Zu den kaltstartpumpe wurde hier ja schon alles geschrieben , ich hab bei mir daher nen mini " Tankhahn " in den Ansaugschlauch zwischen tank und Pumpe gemacht, so kann ich die wenns wirklich mal not tut benutzen und ich komm nicht in die Gefahr, das die Zyl voll laufen können ... Deshalb gab es bei der 3000 er Serie ja externe Behälter .


    Gruß Markus



    Gruß Markus

    Meine Eicher :
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  • Guten Morgen,

    Bitte entschuldigt, dass ich mich hier so rein dränge. Aber bei den Bildern und Diskussionen ist mir sofort was eingefallen was bei meinem Puma komisch ist. Seit längerem versuche ich in der Literatur und der Ersatzteilliste heraus zu bekommen wo der Temperaturfühler eigentlich hin gehört. Da die Stelle an der das bei mir verbaut wurde sehr komisch vor kam. Und nun habe ich hier den Austausch aufmerksam gefolgt und denke ich weis jetzt warum die Temperaturanzeige sich kaum bewegt. Seht mal:



    Hm, Hochkantbilder, müsst Ihr anklicken. Ist es zu erkennen? Wenn das mal nicht genau die Bohrung ist in der bei Jan der Schmiernippel sitzt. Am Anderen Ansaugstutzen sitzt eine Schraube mit Kupferring drin.......

    Ist das nicht sogar gefährlich?

    Also Abbau und Schraube rein, richtig? Kaltstart ist bei mir sowieso kein Problem und Winter gibt es ja immer weniger... Bei der ersten Umdrehung ist er da.

    Aber wohin dann mit dem Temperaturfühler?

    Also bitte entschuldigt mein Einmischen.


    Viele Grüße


    Thomas

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  • Hallo Thomas,



    da war ein "Profi" am Werk, auf so etwas muss man erst mal kommen! :-)


    Der Fühler wird normalerweise in den Kühlmantel (Auslassseite Gebläse) eingeschraubt. Dort müsstest du in jedem


    Zylinder eine Gewindebohrung vorfinden.


    Allerdings würde ich zuerst überprüfen, ob dein Fühler bzw. die Anzeige auch den richtigen Temperaturbereich hat bzw. für den Schlepper vorgesehen ist.



    Viel Erfolg!


    Grüße Markus

  • Hallo Markus,

    hallo Tobi,

    Ja, das mit dem Profi wird mir immer mehr klar. Aber ich kann bestätigen, die Ansaugluft war immer schön kühl! ^^

    Schön, dass ich immer mal für Vergnügen sorgen kann im Forum. Das Leben wäre doch sonst zu langweilig!

    Aber Spass beiseite.

    Nachdem Tipp von Markus glaube ich in der ETL das Gewinde gefunden zu haben. Ist dort direkt unter dem Auslass gezeichnet.

    Da ist aber nix bei mir....


    Daher Tobi, was meintest Du unter seitlich? Hier sehe ich nur geschlossene Leitbleche. Soll ich die mal abnehmen und nachsehen? Oder gab es das einfach nicht beim ES 200. Ich habe nur eine Bedienungsanleitung vom 201. Habe die von Eicher direkt... Eventuell gibt es vom 200er keine, oder hat es nie gegeben.

    In der gab es eine Temperaturanzeige, die genau so aussieht wie meine, also dachte ich immer was ist da verkehrt?


    @Liebe Moderatoren, soll ich lieber was eigenes auf machen? Ich möchte die Geschichte von Jan nicht sprengen........


    Viele Grüße


    Thomas

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  • Hallo Thomas,

    nachdem oft genug die Frage gestellt wird, wo bei einem EDK-Motor der Temperaturfühler eingeschraubt werden kann, auch dazu ein Foto.

    Die roten Pfeile zeigen es an. Idealerweise sollte der Fühler am hintersten Zylinder eingeschraubt sein. Denn dort kann der größte Hitzestau vermutet werden.


    EDK2 Position für Temperaturfühler


    Liebe Grüße,

    Sam

  • Hallo Sam,

    ja, das ist das Gewinde was ich jetzt nach den Ausführungen von Marcus in der ETL gefunden habe. Mein Vorgänger, der Profi :D, muss diese Gewinde wohl auch vermisst haben und hat sich einfach ein passendes gesucht.Bei mir sieht das so aus:



    Da ist kein Gewinde. Die Frage ist nur, haben dieses Gewinde alle EDK Zylinder, oder gibt es welche ohne und warum. Oder ist es ein Zylinder unbestimmter Herkunft...

    Wenn ich Tobi richtig interpretiere so gab es auch Versionen bei denen seitlich, dann ja in ein Leitblech, der Fühler eingeschraubt wurde. Da habe ich aber auch kein Loch, was man ja ändern könnte.

    Hm.....

    Viele Grüße

    Thomas


    PS: Die Schilder muss ich auch mal wieder frei legen... Hätte man ja ankleben können...

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