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Restauration Güldner G45

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    Hallo


    dann will ich mich und unser Projekt kurz vorstellen. Ich bin 34 Jahre aus dem schönen Westerwald und hab schon öfter hier im Forum mitgelesen bis ich mich nun entschieden habe mich anzumelden, in der Hoffnung auf gute Tipps da wir uns nun doch entschieden haben unseren G45 einmal richtig zu machen nachdem er nun bei uns über 20 Jahre dienst getan hat und aus allen Löcher die er hat gefühlt Ölt. Der gute ist Bj 66 und soll seinen Dienst noch lange tun hier erst einmal 2 Bilder im Einsatz danach sende ich wenn ich es schaffe Bilder der Bisherigen arbeiten sobald ich wieder zuhause bin. Ich freue mich schon jetzt auf Tips und Tricks der Experten :-D

  • So dann mal der versprochene Anfang klar zunächst Dach ab und ab in die Scheune :-D


    Dann haben wir am ersten Tag alles soweit demontiert um an die Hinterachse und die Trommelbremsen zu kommen

    soweit hatten wir ihn nie auseinander den Letzten Satz Räder hat er auch vor einigen Jahren bekommen. Ergebnis wir mussten die Schrauben mit Brenner heiß machen da sie knacke fest warn.


    Am nächsten Tag haben wir die Achsen herunter genommen und die Bremsen waren Total verölt


    Nachdem wir diesen Dreck entfernt hatten haben wir Das Getriebe geöffnet Hydraulikblock runter und bei der Schaltung auf

    mit dem Ergebnis das überall Öl ist wo es nicht sein soll.



    Damit viel die Entscheidung ihn wieder herzurichten nun stehen zwei Fragen erst einmal im Raum wir haben Spiel festgestellt bei dem Großen Zahnrad am Differenzial und fragen uns wie viel es haben darf und was man da machen muss und wie bekomme ich am Besten den alten Ölschlamm entfernt ohne alles zu zerlegen ich danke euch schon mal für Ideen


    Gruss Christian ;-)

  • Hallo Christian,


    Was bedeutet für dich Spiel? Kannst du uns sagen in welche Richtung?

    Wie sehen die Zahnradflanken aus?

    Ich nehme mal an, dass du mit dem großen Zahnrad das Tellerrad des Differenzial meinst. Dieses ist an den eigentlichen Differenzialkorb geschraubt. Ein gewisses Spiel ist immer nötig. Hast du beim Fahren ein Mahlgeräusch oder sonstige Geräusche aus Richtung des Differenziales gehört? Ein "Singen" der Planetenantriebe innerhalb der Achsen ist bei dem ZF A 210 III normal. Solange du keine anderen Geräusche gehört hast, würde ich auch nichts austauschen.



    Solltest du was Überprüfen wollen, würde ich mal einen Lagerdeckel vom Differenzial ab machen. Diese sitzen jeweils rechts und links, wo du die Handbremsbeläge montierst. Ich würde erstmal eine Seite abmachen, da dir das Differenzial so nicht in den Getriebeblock fällt. In dem Lagerdeckel befindet sich ein Wellendichtring. Diesen würde ich unbedingt tauschen. Ansonsten lohnen sich neue Bremsbeläge nicht. Gleiches gilt für den Wellendichtring der Steckachsen.

    Weiterhin kannst du nach der Demontage einen Blick auf die Lager werfen. Sollten diese verschlissen sein, musst du diese austauschen und m.E. nach das Differenzialspiel neu einstellen. Hierzu gibt es aber bestimmt Leute im Forum, die hiervon mehr Ahnung haben als ich.


    Ich habe mein Getriebe mit Diesel gespült, das ging sehr gut. Ich hatte jedoch auch keine sonderlich großen Schlammreste im Getriebe.


    Gruß

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  • Solltest du was Überprüfen wollen, würde ich mal einen Lagerdeckel vom Differenzial ab machen. Diese sitzen jeweils rechts und links, wo du die Handbremsbeläge montierst. Ich würde erstmal eine Seite abmachen, da dir das Differenzial so nicht in den Getriebeblock fällt. In dem Lagerdeckel befindet sich ein Wellendichtring. Diesen würde ich unbedingt tauschen. Ansonsten lohnen sich neue Bremsbeläge nicht. Gleiches gilt für den Wellendichtring der Steckachsen.

    Weiterhin kannst du nach der Demontage einen Blick auf die Lager werfen. Sollten diese verschlissen sein, musst du diese austauschen und m.E. nach das Differenzialspiel neu einstellen. Hierzu gibt es aber bestimmt Leute im Forum, die hiervon mehr Ahnung haben als ich.

    Bitte nicht den zweiten Schritt vor dem Ersten tun:

    1. Wie groß ist das Flankenspiel wirklich? Dies kann nur mit einer Messuhr ermittelt werden, das Soll-Spiel ist auf dem Tellerrad eingeätzt.

    2. Wie schaut das Tragbild aus? Verschleiß und / oder falsche Einstellung von Kegel/Tellerrad wäre hier zu erkennen.


    Beide Prüfungen sind zwangsweise vom Zerlegen des Triebsatzes durchzuführen.

    Viele Grüße


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???


    Machen wir uns nichts vor: Saugmotoren haben leider keine Turbolader...

  • Ich habe meine Getriebe bisher immer mit Diesel gereinigt unter zu Hilfenahme einer großen Spülbürste. Damit kommst du ganz gut überall hin, wenn sie einen biegbaren Kopf hat. Musst nur darauf achten, dass du die herausgefallenen Borsten am Ende mit raus bekommst.

    Übrigens: Herzlich Willkommen im Traktorhof und vielen Dank für deine umfassende Vorstellung, das machen ja leider nur noch die Wenigsten.

    Viel Erfolg bei eurer Restauration.

    Gruß Andreas

  • Wir Haben Spiel in Achsrichtung ein Paar Millimeter und unser Bekannter meinte das müsste man einstellen aber er wüsste nicht wie viel spiel das Tellerrad wie du so Richtig festgestellt hast haben darf.


    Geräusche hatten wir eigentlich nie Probleme mit allerdings hatten wir immer mehr Kaltstart Probleme und Ölverlust so das wir erst nur Reparieren wollten aber nachdem mein Vater der Restauration zugestimmt hat Freue ich mich auf die Arbeit er hat ja noch den Königstiger zum arbeiten.


    Nun alle Dichtungen etc sollen ja eh neu und neue Farbe soll die Treue Seele auch bekommen keine Frage ;-D und Danke für die Antwort

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  • Guten Morgen habe gestern Abend noch mal ein Paar Stunden gemacht und die Motorhaube den Kleinen Seitendeckel der Kupplungsglocke sowie den Tank demontiert aber eins nach dem Anderen ;)


    Nun soweit so gut wie zu erwarten findet man Dreck überall in der Maschine so auch unter besagtem Kleinen Deckel

    Aber davon lasse ich mich nicht einschüchtern aber es wird immer bewusster das sämtliche Dichtungen das Zeitliche gesegnet haben :cursing:

    Nun besteht allerdings die Frage gibt es von diesem Deckel eine Verbindung zu dem bereich darüber ?


    Und gibt es noch irgendwo jemanden der neue Kabelbäume macht oder mach ich das besser selber ?


    Auch habe ich mal ein Foto des Motors eingefügt da man die Verölten Stößelrohre sieht. Nun ja eins nach dem anderen jetzt wir erst einmal Hinterachse bis Kupplung gemacht. Dazu noch eine Frage was habt ihr zum Lack entfernen bzw anschleifen genommen da ja auch viele schlecht erreichbare stellen Vorhanden sind danke schon einmal für die bisherigen Tipps

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  • Hallo!

    Zur ersten Frage: Ja, der "Deckel" hat Verbindung zum Getriebe. Dort wird der Antrieb für das Mähwerk angebracht, wenn es denn verbaut ist.


    Für Kabelbäume habe ich jemanden, da musst Du mich direkt anschreiben bitte. Den kannst Du dann nach Schaltplan anklemmen und hast auch direkt die Warnblinkanlage drin!


    Block und Getriebe lassen sich super mit einem Nadelentroster reinigen. Damit habe ich zumindest die besten Erfahrungen gemacht. Nur musst Du dafür schon einen recht großen Kompressor besitzen. Ansonsten: Flex mit Topfbürste, Stabschleifer mit Pinselbürste und gaaanz viel Geduld! ;)

    Meine Schlepper

    Güldner A20 Baujahr 1940

    Güldner AFN Baujahr 1953

    Güldner ADN Baujahr 1959

    Güldner G45AS Baujahr 1968


    :trecker6:

  • Zwecks Lack entfernen:

    Nadelentroster habe ich noch nicht probiert, weiß daher nicht wie sich das verhält mit Lack verschmieren.

    Wenn Du ne Flex und Zopfbürste nimmst, empfehle ich vorher mit einer Beize (ich habe Grüneck Power genommen) zu entlacken. Gut einpinseln, ein paar Stunden oder über Nacht einwirken lassen und das Grobe abschaben und dann mit Lappen und Verdünnung voll abwischen.

    Ohne abbeizen wirst nicht glücklich, da hast ein Geschmiere und Lack + Grundierung erst nicht ab.

    Super 1250 VL Special
    S 450
    Achtung Schlütermotor!
    Kinder und Kleinvieh aus dem Ansaugbereich!

  • Also das Problem, dass der Lack verschmiert habe ich noch nie gehabt... :/ Bei mir habe ich immer alles blank bekommen, der Lack hat sich dank Topfbürste in Staub verwandelt. Man sollte natürlich eine Staubmaske Tragen. ;)

    Beim Nadelentroster ist der Lack immer samt Grundierung in Flocken abgeplatzt und konnte weg gefegt werden. Noch kurz mit der Topfbürste hinterher und alles war Metallisch blank.

    Meine Schlepper

    Güldner A20 Baujahr 1940

    Güldner AFN Baujahr 1953

    Güldner ADN Baujahr 1959

    Güldner G45AS Baujahr 1968


    :trecker6:

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  • Hallo,


    In Bezug auf deine Stößelrohre kann ich folgendes sagen.

    Die ursprünglich verbauten Ausführungen hatten am Zylinderkopf und am Motorblock Dichtringe. Laut einer Güldner Kundendienstmitteilung sollten damals sofern es sich anbietet die Stößelrohre gegen eine Ausführung aus Aluminium getauscht werden. Diese werden in die Köpfe geschrumpft. Einen genauen Grund gibt die KM nicht an. Mittlerweile weiß ich aber, dass man die alte Ausführung einfach nicht zu 100% dicht bekommt. Habe bei mir den Test gemacht und bei 3 Zylindern die Alten montiert und bei einem Zylinder die Aluausführung. Tatsächlich sind drei Zylinder undicht und die Alustangen dicht. Das Problem liegt, so wie ich es gesehen habe an den Köpfen. Der Dichtring schafft es bei warmen Motor nicht, das Öl zurück zu halten.

    Ich werde im Sommer umrüsten, da ich noch welche der neuen Ausführung habe. Die Neuanschaffung wäre mir persönlich zu teuer.

    Nun muss ich wohl dazu sagen, dass der Traktor bei mir noch in den Acker muss und ich ihn nahezu dicht haben möchte. Wen das Tröpfchen Öl an den Stangen nicht stört, dem würde ich vom Austausch abraten.


    Meinst du mit dem kleinen Deckel den Abtrieb des Mähwerks an der Kupplungsglocke?? Wenn ja, dann ist viel Schlamm im Getriebe. Von dem Deckel gibt es einen kleinen Ölkanal zum Schaltgetriebe. Dies dient der Schmierung des Mähantriebes. Um eine gründliche Reinigung kommst du wohl nicht herum.


    Gruß

  • Ok danke für den Tipp Güldner45 werde sie also wechseln und ja ich meinte den Antrieb fürs Mähwerk :-D. Aber auch im Rest der Kupplungsglocke siehst es schlecht aus überall Dreck :-D Gott sei dank sieht der Motor meiner Harley nicht so aber nun Spaß beiseite habe heute nach längerer Pause endlich wieder was tun können und habe Getriebe und Kupplungsglocke vom Antrieb getrennt und wir haben die Zeit genutzt um etwas Ordnung zu schaffen.



    leider Mussten wir feststellen das die Hohlwelle stark eingelaufen ist und nun muss ich nach jemanden suchen der die Instand setzt oder neuen Ersatz.


    und noch einmal danke für die ganzen Ratschläge habe mir einen Nadelentroster besorgt und falls der 60l Kompressor nicht reicht nehme ich meinen 150L mit zur Scheune :-D als nächstes werde ich nun den Hinteren Teil reinigen und zum Lackieren vorbereiten.

  • Zwecks Lack entfernen:

    Nadelentroster habe ich noch nicht probiert, weiß daher nicht wie sich das verhält mit Lack verschmieren.

    Wenn Du ne Flex und Zopfbürste nimmst, empfehle ich vorher mit einer Beize (ich habe Grüneck Power genommen) zu entlacken. Gut einpinseln, ein paar Stunden oder über Nacht einwirken lassen und das Grobe abschaben und dann mit Lappen und Verdünnung voll abwischen.

    Ohne abbeizen wirst nicht glücklich, da hast ein Geschmiere und Lack + Grundierung erst nicht ab.

    Hmm, ich habe jetzt drei Traktoren restauriert und bin gut mit der Zopfbürste zurecht gekommen. Habe ihn immer sauber entlacken können.

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  • Hmm, ich habe jetzt drei Traktoren restauriert und bin gut mit der Zopfbürste zurecht gekommen. Habe ihn immer sauber entlacken können.

    Und für enge stellen eignen sich zudem diese Drahtbürstenaufsätze für die Bohrmaschine sehr gut.

    Einen Nadelentroster habe ich mittlerweile auch. Den nutze ich aber eher für gröbere Sachen.

    Gruß, Stefan


    "Kind vom Bauernhof braucht nen Trecker"


    Bungartz & Peschke T8VW

    Bungartz & Peschke T8DA/S
    Bungartz T6
    Bungartz F6

  • Zopfbürsten und Flex funktionieren gut bei Gussteilen, Achsen usw. wenn alles gut entfettet ist. Blech und Stahlteile strahlte ich, da die Rostschicht mit der Zopfbürste "verglast" und der Rost in den Poren bleibt.

    Schlüter ASL160

    Schlüter S350

    "Höfe und Güter, fahren Schlüter!"

  • Ich verwende für den ersten groben Durchgang CSD-Scheiben. Die putzen Rost und Lackreste weg wie nix.

    Erst danach nehme ich die Zopfbürste zum Nacharbeiten und Winkelaufputzen.

    Den Rest macht der Nadelentroster.


    Nur bei wirklich sehr winkelig geformten Elementen gehe ich zum Spezi mit der Sandstrahlbox. So zart ist der Sandstrahl nämlich auch nicht.


    Liebe Grüße,

    Sam

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  • Erst einmal einen Guten morgen in die Runde hatte in Letzter Zeit wenig Zeit und so bin ich leider immer noch am entlacken :-D



    aber langsam werden die Teile sauber arbeite mich zur Zeit mit Nadelentroster und Bürsten durch dann werde ich die Dichtungen wechseln und ihn wieder montieren. Mal schauen was ich zum entfetten vor dem Lackieren nehme dachte schon einmal an Aceton.


    Weiß zufällig hier jemand ob Öl im Achstrichter ist bzw wie viel und welches?

  • Hallo Christian,

    im Achstrichter selbst hast kein Öl drinnen. Das wirst nur im Bereich des Planetengetriebes auf der Achse haben.

    Für die Ölmenge muss ich daheim in der Literatur nachsehen.

    Rein gehört auf jeden Fall "normales" Getriebeöl.


    Liebe Grüße,

    Sam

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