Radialreifen für Strassenfahrt sinnvoll?

  • Hallo Leute,


    meine Oldies fahren im Jahr ca. 200 bis 300h, nur auf Straßen. Bisher rubbel ich in 3 Jahren einen Satz BKT glatt. Versuche grade Malhotra, ist aber noch übler.


    Fendt F17L und Eicher ED 16/II haben 8-32er, also heute 8.3-32. Die entsprechende Radialgröße wäre 210/95 R32. Es gibt am Markt dafür eigentlich nur den Petlas und den Starmaxx.


    Billigster Treffer: http://www.reifenleader.de/reifen-landwirtschafts-210-95-32/


    Der Starmaxx ist schlauchlos, beim Petlas stehts nicht dabei.


    Ist es überhaupt sinnvoll, auf Radialreifen umzurüsten? Sind die alten Felgen von Südrad, Kronprinz und Kollegen für schlauchlose Reifen überhaupt geeignet? Es heißt ja außerdem, daß Radialreifen durch ihre Walkarbeit Schläuche bald durchscheuern würden.


    Was habt Ihr für Erfahrungen?


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
    someone who wears his underpants on his head.'"
    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Nein, ich würde alte Felgen nicht schlauchlos fahren. Habe selber auf meinem Hanomag Robust 901-S Radialreifen mit Schlauch drauf. Aus dem Grund, da ich die günstig bekommen hatte...


    Optisch würde ich bei deinen genannten Schleppern keine Radialreifen draufmachen, die Diagonalreifen passen einfach besser...


    Ich bin eigentlich von den BKT TR135 überzeugt:
    http://www.reifenleader.de/lan…/bkt/tr-135/8.3--32-62301


    sind günstig und qualitativ hochwertig und völlig ausreichend für die genannten Schleppertypen..


    Radialreifen sind im allgemeinen für Schlepper jenseits der 30km/h gedacht. Die Seitenwände sind elastischer und der Traktor hat so auf der Straße eine größere Auflagefläche und mehr Traktion...

  • Zitat

    Sind die alten Felgen von Südrad, Kronprinz und Kollegen für schlauchlose Reifen überhaupt geeignet?


    Moin Michael,


    nur wenn sie einen Hump haben!


    Andererseits hindert Dich niemand schlauchlose Reifen mit Schlauch zu montieren.

  • Auf der Straße sind bei 20km/h Gürtelreifen meiner Meinung nach auch nicht nötig. Die werden ja eigentlich erst bei höheren Geschwindigkeiten vom Fahrkomfort her interessant oder eben im Feld, da man hier durch geringeren Luftdruck eine größere Aufstandsfläche erreichen kann.


    Wenn ich mich nicht täusche kann man nicht alle Gürtelreifen mit Schlauch fahren, da die rauher sind und so den Schlauf durchscheuern. Wenn die Felge in Ordnung ist und von der Bauform her geeignet ist, sollte schlauchlos aber kein Problem sein.
    Am Güldner ließen sich die Gürtelreifen absolut problemlos ohne Schlauch aufziehen.


    Die Optik beim Oldtimer ist natürlich auch so ein Punkt. Wenn eh nicht damit gearbeitet wird, wären Diagonalreifen von der Optik her schon originaler...

  • Naja, wenn man mal in den link guckt, dann ist optisch da nicht viel um zwischen Diagonal und Radial.


    Und eigentlich müßte sowieso das Hammerprofil drauf. ;)


    Gerade von den BKT war ich halt enttäuscht, daß die so schnell runter sind.


    Ich probier grade den absoluten Frevel aus und hab die Räder verkehrtrum laufen. Vielleicht hilft das was.


    Gruß
    Michael

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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Also vom Fahrkomfort her merkt man bei 20km/h sehr wohl, ob da Radial- oder Diagonalreifen drauf sind, dazu braucht es keinen 40km/h Schlepper. Wenn der Sitz allerdings gut gefedert ist wie z.B. beim ED16/II braucht man sich darum eigentlich keine Gedanken machen.
    Auch wenn es nicht original ist, ich würde an deiner Stelle auf 9.5-32 gehen. Die Stollenform bzw. -abstand ist dann ein anderer. Könnte mir vorstellen, dass die es länger aushalten.
    Mit wie viel Luftdruck fährst du eigentlich?


    Ich fahre auf meinem EKL15/II auch die normalen BKT TR135, Größe 9.5-24. Kann mich nicht beschweren, die Reifen zeigen seit Jahren kaum Verschleiß.

    Ohne Eicher?? Ohne mich.


    Eicher EKL15/II
    Eicher 3085 mit FH Synchron
    Eicher 3???

  • Ich fahr hinten zwischen 1,5 und 2 bar.


    Wenn Ihr Euch alle einig seid, daß die BKT gut sind, dann fahr ich die halt weiterhin und find mich mit dem Verschleiß ab.


    Der Fahrkomfort ist mir völlig wurscht. Mir geht's um längere Haltbarkeit bei reiner Straßenfahrt.


    9.5er hab ich aufm Porsche Junior und aufm Cormick. Das schaut mir schon fast zu fett aus.


    Gruß
    Michael

    "'And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of
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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Moin,


    die von Michael genannten 200-300 BStd. finde ich gar nicht mal wenig... für einen Oldi-Schlepper. Das sind pro Werktag mehr als eine Stunde. Und da Michael ja nun wieder vor der Neuanschaffung eines Reifensatzes steht, würde ich tatsächlich einen Versuch mit Radialreifen empfehlen. Schlimmer kann's ja nicht kommen, da die Radialreifen vermutlich nicht schneller blank sind als die Diagonalen. Wenn die radialen dann auch irgendwann runtergeritten sind, wird Michael berichten können, ob es tatsächliche Unterschiede in der Haltbarkeit gibt.


    Meine Schlepper leisten pro Jahr weniger als ein Zehntel, manche sogar ein Hundertstel von dem, was Michaels Schlepper machen. Für mich zählen deshalb nur das Verhältnis von Preis und Optik. Und da ist der schon erwähnte BKT TR 135 absolut top.


    Gruß, Hendrik

  • Den Versuch würde ich schon wagen, sind nur 50 € pro Reifen Unterschied.


    Ich möchte aber nicht ohne Luft dastehen bzw. mit durchgescheuerten Schläuchen.


    Gruß
    Michael

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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Michael,


    wenn du tatsächlich mit 2,0 bar in den Hinterreifen fährst, würde ich mir keine Sorgen um einen durchscheuernden Schlauch machen... die sind doch dann annähnernd betonhart...?


    Ich fahre mit 1,0 bis 1,3 bar. Lediglich die Schlepper mit Seilwinde befülle ich mit höheren Drücken, damit sich die Reifen nicht plattstehen. Beim Eilbulldog sind's 6 bar...


    Gruß, Hendrik

  • Ich fahre meine Reifen Vorne mit gut 2 Bar vorne (320/80R24) und mit 1,6 Bar hinten (18.4-34).
    Das ist schon relativ viel, aber ich fahre den Schlepper nicht oft.


    Aber nur um das mal als Beispiel zu nennen, zum Grüppen fräsen reduzieren wir den Druck auf 0,6 Bar (650er Bereifung), sieht kriminell aus und auf der Straße ist es das auch, aber ansonsten funktioniert das sehr gut, auch wenn dies natürlich ein Extrembeispiel ist. Normaler Druck liegt aber auch nur bei etwa 1,2 Bar. Und das bei einem modernen Schlepper mit etwa 6 Eigengewicht.

  • Moin!
    Vorweg: Hier mischen sich "Bar" und "Atü". Atü ist nicht mehr zugelassen und 1 Bar hat etwa 1,019 Atü.
    Schlaumeiermodus aus.


    Ich habe bei meinen Allradlern ala MAN und Fiat gerade vorn das Problem der erhöhten Abnutzung. Da ist vorn nach 3 Jahren ( ca. 150 Std. ) was Neues fällig.
    Richtig lange halten Reifen aus russischer Produktion, die ich gleich nach der Wende im Osten gekauft habe. Die sind immer noch mit gut Profil und haben keine Risse. Allerdings haben die beim Aufziehen echt Arbeit gemacht - die sind böse hart.


    Meine Lösung mit den aktuellen Reifen:
    Eine zweiten Satz kaufen und dunkel wie trocken einlagern - zum Reifen ( nettes Wortspiel - ich meine Reife..). Die Weichmacher dunst aus und der Satz hält 3-5 Jahre länger!


    Chereeo

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

  • :mrgreen::mrgreen::mrgreen:


    Das mit dem Einlagern hat mir mein Lama auch schon geraten. Nur komm ich nie so richtig dazu, weil die immer so schnell runter sind. Und drum will ich grad wieder kaufen, denn ich hab letzten Herbst neue drauf auf Eicher und Fendt.


    Ich werd mal einen Satz radiale probieren und einen Satz BKT und beide erstmal einlagern.


    Gruß
    Michael

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    (Terry Pratchett in "Maskerade")

  • Hallo,


    Michael, Du fährst auf kein Schleppertreffen und hast dennoch so eine hohe Kilometerleistung? :o Respekt! :) Wie verteilt sich das genau auf die jeweiligen Schlepper?


    Wenn Du eine hohe Laufleistung möchtest kann ich z.B. Continental empfehlen. Sind etwas teurer als einige andere, halten aber länger. Abhängig von der Pflege und dem richtigen Reifendruck natürlich auch hier. Mußt Du ausrechnen, ob und für welche Schlepper das sich bei Dir lohnt. Wir haben den ersten Satz Conti auf unserem Güldner Toledo G40 ca. 6000 Stunden gefahren. Profil war ca. halb runter. Mußten den nur runterschmeißen, weil ein Unterlenker immer an die Seitenflanke geschlagen hat (Güldner Unterlenker-Ketten"patent"-Krankheit) und ein Loch in der Reifendecke war und der Schlauch da raus kam. War der TÜV nicht von begeistert.... Fuhr aber immer noch einwandfrei.


    Generell habe ich auf allen Schleppereifen zwischen 3 und 4 bar drauf. Vorne wie hinten. Mitlerweile alles Reifen der Marke "gut und günstig" aus Indien oder beim Satz Fulda aus der Türkei. Verhindert weitestgehend einen Standplatten. Gut, kommt bei Dir ja vermutlich gar nicht so weit. Oder fahre mal nur bei Regen, vielleicht hilft´s? :wink:


    Für eine optimale Abnutzung des Profils empfiehlt sich natürlich die Einhaltung des vom Hersteller empfohlenen Reifenluftdruck.


    Gruß Gordon

  • Irgendwie kann ich euren Reifenverschleiß nicht nachvollziehen :?:?
    150 h bei Vorderreifen oder 1.000h bei Hinterreifen an Schleppern, die nicht schnell laufen und nichts wiegen kann doch nicht sein.


    Wir fahren an unseren großen Allradlern nur Radialreifen ohne Schlauch. Haltbarkeit zwischen 2.000 und 6.000 h je nach Einsatz.
    Schlauchlose Reifen dichten wir, bei Bedarf, mit Reifenfüllern wie Linseal oder ähnlichem ab.

  • Moin!
    Vielleicht habe ich es nicht deutlich geschrieben?
    Ich meine in 3 Jahren mit jeweils ca. 150 Std. ---- ergibt 450 Std..
    Und genau - neue, nicht eingelagerte Vorderreifen sind dann runter. Sturz und Spur stimmen - danach schaut man schon, wenn die wieder runter gefahren sind. Selbstverständlich ist bei Strassenfahrt der Allradantrieb ausgeschaltet.
    Wenn man allerdings nur auf dem Acker fährt bemerkt man kaum Abnutzung. Straße frisst Gummi!


    Chereeo

    Fiat DT 615
    Fiat DT 315
    MAN A32A/0
    MAN 2 K1
    MAN 4R2
    MAN AS 330 ( 1xA Bj.52, 1xFH Bj.51 beide in üblen Zustand)
    Deutz F1L514
    Deutz E3.4 ( Leuchtgasmotor Bj. 1902)
    und und und...

  • Hi,


    Zitat

    Ich meine in 3 Jahren mit jeweils ca. 150 Std. ---- ergibt 450 Std..
    Sturz und Spur stimmen - danach schaut man schon, wenn die wieder runter gefahren sind. Allradantrieb ausgeschaltet.
    Straße frisst Gummi!


    Das Vorderreifen schneller verschleißen, Frontlader das nochmals verschlechtert und das Straßenfahrten nochmals eines drauf setzen - alles klar - aber 450 Std. Lebenserwartung für einen neuen Reifen halte ich für erbärmlich :roll:


    Kenne zugegeben speziell keinen Schlepper hier, der nur im Transport läuft ... aber einige "Mittelklasseschlepper" welche als Allrounder laufen ... sprich viel Frontlader- und Pflegearbeiten sowie Transport und min. 40 laufen.


    Haben im schlechtesten fall alle ihre ~3000 Std. gelaufen ... und auch das ist noch keine tolle Leistung ... wobei eben viel Transport geschuldet.


    Aber 450 Std. finde ich schon echt Mager ... wenn du nicht geschrieben hättest, Spur und Sturz geprüft, hätte ich das dringend geraten ;)


    Sind das irgendwelche Noname billigreifen oder wie?


    Unser Eicher ist heute mit neuen Kleber 12.4R32 aus der Werft heim gekommen ...


    Hatte vorher über 20 Jahre alte Diagonale Conti 12.4/32 drauf welche auf gut 20% abgefahren waren und altersrissig, der Auslöser zum Wechsel war eigentlich das ein Reifen an der inneren Flanke gröber beschädigt war.


    Die neuen Kleber fahren sich 1A - Welten besser - ob man aber zwischen den beiden Reifen überhaupt noch einen Vergleich anstellen darf ... ?!


    Gruß